Hintergrundinformationen
Im Jänner 2026 eskalierte der Konflikt zwischen der syrischen Übergangsregierung und den kurdisch geführten Syrian Democratic Forces (SDF). Auslöser waren das Auslaufen einer von der Übergangsregierung gesetzten Frist zur Integration der SDF in staatliche Strukturen sowie das erklärte Ziel der Regierung, die vollständige territoriale Kontrolle über den Nordosten Syriens wiederzuerlangen (DW, 20. Jänner 2026).
Kämpfe in Aleppo und Vertreibung der Zivilbevölkerung
Anfang Jänner kam es in den überwiegend kurdisch bewohnten Stadtteilen Scheich Maqsoud und Aschrafieh in Aleppo zu intensiven Kämpfen zwischen Regierungstruppen, regierungsnahen Milizen und SDF-nahen Kräften (MEI, 13. Jänner 2026). Am 10. Jänner wurden kurdische Polizeikräfte aus dem letzten verbliebenen kurdischen Stadtviertel abgezogen und Truppen der syrischen Übergangsregierung übernahmen die Kontrolle der gesamten Stadt Aleppo. Mehrere Tausend KurdInnen flohen aus der Stadt nach Afrin sowie in die kurdisch kontrollierten Gebiete östlich des Euphrat (Schmidinger, 23. Jänner 2026). Mit Ende Jänner hatte sich die Lage in den zuvor umkämpften Stadtteilen stabilisiert. 90 Prozent der Vertriebenen seien zurückgekehrt und die zerstörte Infrastruktur würde repariert werden. Eine anhaltende Herausforderung in der Stadt sowie im Umfeld von Aleppo sind die von SDF-Kämpfern zurückgelassenen improvisierten Sprengsätze (IEDs) (MEI, 29. Jänner 2026).
Ausweitung der Offensive im Nordosten Syriens und Unterstützung der Übergangsregierung durch arabische Stämme
Am 16. Jänner kündigte das Übergangsministerium für Verteidigung eine Operation zur Einnahme von Deir Hafer und Maskana an, Teile der letzten von den SDF gehaltenen Gebieten im Osten der Provinz Aleppo. Innerhalb von weniger als 24 Stunden übernahmen regierungsnahe Kräfte die Kontrolle über beide Orte und weiteten ihre Offensive auf Gebiete der Provinz Raqqa sowie auf weitere SDF-kontrollierte Regionen im Nordosten Syriens aus. Am 17. Jänner starteten regierungsnahe Kräfte, darunter Einheiten des Verteidigungs- und Innenministeriums sowie verbündete Stammesmilizen, eine Offensive aus den Richtungen Raqqa und Deir Ezzor. Bis zum Ende desselben Tages fiel die Region Al-Schamiyeh im Westen der Provinz Raqqa, und kurz darauf begannen regierungsnahe Kräfte mit dem Vorrücken in die Stadt Raqqa. In der Provinz Deir Ezzor griffen Stammeskämpfer SDF-Stellungen an, noch bevor die Kräfte der Übergangsregierung eintrafen. Der rasche Vormarsch wurde durch erhebliche Schwächungen der SDF infolge von Desertionen sowie durch die Unterstützung einflussreicher arabischer Stämme für die Übergangsbehörden begünstigt. Mit Ausnahme von Al-Shaddadeh geriet auch ein Großteil des südlichen Umlands der Provinz Hasakah unter die Kontrolle der Übergangsregierung (Etana Syria, 20. Jänner 2026; siehe auch: Schmidinger, 23. Jänner 2026).
Laut dem Syrienexperten Charles Lister wurden im Zuge der Offensive vereinzelt Straftaten von Regierungstruppen wie auch den kurdischen Milizionären begangen. Es gebe bestätigte Fälle von Leichenschändung, der Verwüstung eines SDF-Friedhofs und dem Einsatz ungelenkter Munition in zivilen Gebieten durch die syrische Armee. Gleichzeitig werden kurdische Kämpfer beschuldigt durch Scharfschützenfeuer fast 20 ZivilistInnen getötet und mehrere außergerichtliche Hinrichtungen durchgeführt zu haben (MEI, 29. Jänner 2026).
Waffenstillstand und weitere Übereinkommen
Am 18. Jänner einigten sich die Vertreter der Übergangsregierung und der SDF auf einen Waffenstillstand, dem jedoch Kampfhandlungen folgten (Al Jazeera, 20. Jänner 2026). Am 24. Jänner wurde der Waffenstillstand um weitere 15 Tage verlängert, mit der Aufforderung an die SDF, die Waffen niederzulegen und einen Plan zur Integration in die syrische Armee vorzulegen (Reuters, 24. Jänner 2026). Auch während dieses vereinbarten Waffenstillstands kam es zu gegenseitigen Angriffen (Der Standard, 26. Jänner 2026; The National, 29. Jänner 2026). Am 29. Januar führten syrische Militärdrohnen zum Beispiel Angriffe auf Stellungen der SDF im Umland des Unterbezirks Al Qahtaniyah in der Provinz Hasakah durch (Long War Journal, 29. Jänner 2026). Am 30. Jänner einigten sich die beiden Seiten auf eine umfassende Vereinbarung zur schrittweisen Integration der militärischen und zivilen Institutionen der Kurden in den Staat (France 24, 2. Februar 2026; siehe auch: Reuters, 2. Februar 2026). In einem am 16. Februar veröffentlichten Rundschreiben setzte das syrische Innenministerium den Mitgliedern der SDF eine Frist bis Ende Februar 2026, um ihren Status zu legalisieren und ihre Waffen abzulegen. Dies sei in Registrierungszentren in den Provinzen Aleppo, Idlib, Deir ez-Zor und Raqqa möglich (The New Arab, 16. Februar 2026). Zur selben Zeit berichtet The New Arab, dass die SDF im Rahmen eines Waffenstillstandsabkommens in vier Brigaden umstrukturiert werden, von denen eine um die Stadt Kobane und die drei anderen im Nordosten Syriens stationiert sein werden (The New Arab, 14. Februar 2026). Am 21. Februar berichten Staatsmedien von der Ernennung von Brigadegeneral Ziad Al-Ayesh zum Präsidialbeauftragten mit dem Auftrag das Abkommen vom 29. Jänner mit den SDF umzusetzen und den Integrationsprozess zu überwachen (Rudaw, 21. Februar 2026). Im März ernennt das syrische Verteidigungsministerium Sipan Hamo, Kommandeur der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) zum stellvertretenden Verteidigungsminister für die östlichen Gebiete des Landes (Reuters, 10. März 2026). Ebenfalls im März starten die Übergangsregierung und die SDF im Rahmen ihrer Vereinbarung vom 29. Jänner einen Austausch ihrer jeweiligen Gefangenen (Rudaw, 10. März 2026). Auch im Rahmen der Vereinbarung melden syrische Staatsmedien die Organisation der Rückkehr von Hunderten vertriebenen Familien in die Stadt Afrin (Rudaw, 9. März 2026; siehe auch: ANF News, 10. März 2026).
Kontrolle über Haftanstalten und IS-Gefangene
In Folge der beschriebenen Kämpfe entkamen mutmaßliche Angehörige des Islamischen Staates (IS) aus einem Gefängnis in Schaddadi. Während die syrische Regierung von etwa 120 entflohenen Häftlingen sprach, bezifferte die SDF die Zahl der Entflohenen mit 1.500. Die syrische Armee verhängte eine Ausgangssperre über Shaddadi und leitete Such- und Festnahmeoperationen ein, bei denen nach offiziellen Angaben 81 Personen wieder gefasst wurden. Weitere Kämpfe und Gefängnisausbrüche wurden auch aus der Stadt Raqqa gemeldet (The Guardian, 20. Jänner 2026).
Die syrische Armee übernahm im Zuge des Waffenstillstands die Kontrolle über das Lager al-Hol, in dem sich Tausende Personen aufhalten, überwiegend Familienangehörige von IS-Mitgliedern (AP News, 25. Jänner 2026). In weiterer Folge übernahm die UNO die Verantwortung für das Campmanagement, konnte jedoch mit 22. Jänner das Lager aus Sicherheitsgründen noch nicht betreten (Reuters, 22. Jänner 2026). Am 12. Februar wird berichtet, dass ein Nebengebäude des Lagers al-Hol, in dem 6.200 nicht-syrische StaatsbürgerInnen mit Verbindungen zum IS untergebracht waren, geräumt worden sei. Wohin die Festgenommenen gebracht wurden, ist unklar (MEE, 12. Februar 2026). Mit Mitte Februar berichten humanitäre, diplomatische und lokale Quellen gegenüber Al Jazeera, dass die Zahl der BewohnerInnen im Hauptlager von al-Hol massiv gesunken ist. Die Angaben wie Personen das Lager verlassen haben seien widersprüchlich. Laut Quellen vor Ort kehrten die meisten SyrerInnen aus al-Hol in ihre Heimstädte zurück, während viele AusländerInnen in die Provinzen Idlib und Aleppo reisten (Al Jazeera, 17. Februar 2026).
Reuters berichtete, dass die USA mit der Überführung von IS-Gefangenen aus Syrien in den Irak begannen. Die ersten Transfers umfassten 150 Personen, weitere Überstellungen – von bis zu 7.000 Gefangenen – wurden in Aussicht gestellt (Reuters, 21. Jänner 2026).
Angriffe des IS haben laut der Nachrichtenplattform Asharq Al-Awsat merklich zugenommen, seitdem die SDF sich aus dem Lager al-Hol zurückgezogen haben. Insbesondere in den Provinzen Raqqa und Deir ez-Zor kam es zu Einzeltäterangriffen von IS-Mitgliedern gegen Sicherheitskräfte (Asharq Al-Awsat, 27. Februar 2026).
Situation in Hasakah
Die SDF kontrollieren weiterhin mehrheitlich kurdisch geprägte Gebiete. Regierungstruppen rückten nicht in diese Regionen ein, insbesondere nicht in die Städte Qamischli und Hasakah im Nordosten Syriens sowie Kobane in der Provinz Aleppo nahe der türkischen Grenze. Hintergrund sind laufende Verhandlungen über die künftige Verwaltung dieser Gebiete und die Rückkehr staatlicher Institutionen. Laut der syrischen Nachrichtenwebseite Enab Baladi bereiten sich beide Seiten auf weiter mögliche Kampfhandlungen vor. Sowohl die SDF als auch regierungsnahe Kräfte verlegten militärische Verstärkungen an die Kontaktlinien südlich von Hasakah, während die SDF ihre Stellungen ausbaute, Patrouillen und Razzien in den Stadtvierteln fortsetzte und ein ziviles Krankenhaus zu einem Militärkrankenhaus umfunktionierte (Enab Baladi, 24. Jänner 2026). The New Arab berichtet am 29. Jänner, dass hunderte bewaffnete irakische Kurden in den zwei Tagen zuvor als Freiwillige in die Provinz Hasakah gereist seien (The New Arab, 29. Jänner 2026). Am 2. Februar berichteten vor Ort anwesende JournalistInnen, dass ein Konvoi von Regierungsfahrzeugen infolge der oben beschriebenen Vereinbarung vom 30. Jänner in die Stadt Hasakah eingefahren sei. (France 24, 2. Februar 2026; Reuters, 2. Februar 2026). Am Tag darauf marschierten die syrischen Regierungstruppen in der Stadt Qamischli ein (Asharq Al-Awsat, 3. Februar 2026). Ab 10. Februar begann die syrische Armee das Kommando in Teilen von Hasakah an die internen syrischen Sicherheitskräfte zu übergeben (Welat, 11. Februar 2026), während zur selben Zeit die SDF sich im Rahmen einer Vereinbarung zwischen den beiden Konfliktparteien von den Frontlinien im Süden der Stadt Hasakah zurückzog und in den Gebieten ihre eigenen internen Sicherheitskräfte (Asaisch) einsetzte (Kurd Press, 11. Februar 2026). Mitte Februar übernahm übernahm der kurdische Funktionär Noureddin Issa per Präsidialerlass das Amt als Gouverneur von Hasakah (The National, 14. Februar 2026). Gleichzeit berichtet das Syrian Observatory for Human Rights (SOHR), dass dutzende Familien die Dörfer des Abdul-Aziz-Gebirges und das südliche Umland von Hasakah aufgrund der katastrophalen humanitären und wirtschaftlichen Bedingungen seit des Abzugs der SDF aus der Region verlassen hätten (SOHR, 16. Februar 2026).
Am 5. Februar zogen sich US-Streitkräfte vom Stützpunkt Al-Shaddadi in der Provinz Hasakah zurück (The New Arab, 5. Februar 2026). Am 21. Februar begann die von den USA geführte Koalition mit der Evakuierung des Militärstützpunkts Qasrak (Shafaq News, 21. Februar 2026).
Anfang März meldet das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UN OCHA), dass weiterhin 116.900 Binnenvertriebene in 165 Gemeinden der Provinzen Aleppo und Hasakah vertrieben sind. Weiters behindert der Ausfall kritischer Infrastruktur die Grundversorgung. Häufige Stromausfälle beeinträchtigen Wasserstationen und medizinische Versorgung. Gleichzeitig wurden einige wichtige Straßenverbindungen zwischen der Stadt Hasakah und den Provinzen Raqqa und Deir ez-Zor nach rund 40 Tagen Sperrung wieder geöffnet (UN OCHA, 8. März 2026, S.1).
Situation in Kobane (auch Ain al-Arab genannt)
Die mehrheitlich von KurdInnen bewohnte Stadt Kobane, die im Norden durch die türkische Grenze und auf allen übrigen Seiten durch regierungsnahe Kräfte eingeschlossen ist und zahlreiche Binnenvertriebene infolge der jüngsten Kämpfe beherbergt, entwickelte sich zu einem humanitären Brennpunkt. Kurdische Kräfte warfen der syrischen Armee vor, die Stadt zu belagern, und AktivistInnen warnten vor einer humanitären Krise aufgrund von Engpässen bei Nahrungsmitteln, Wasser und Strom. Nach der Verlängerung des Waffenstillstands am 24. Jänner wurden zwei humanitäre Korridore eingerichtet und ein humanitärer Konvoi der Vereinten Nationen erreichte die Stadt (DW, 25. Jänner 2026; siehe auch: France 24, 25. Jänner 2026). Die kurdische Nachrichtenseite ANF News berichtet am 5. Februar, dass Kobane seit 17 Tagen belagert sei. Einige Grundnahrungsmittel seien nicht mehr erhältlich und andere würden zur Neige gehen, ebenso Medikamente und medizinisches Material. Das oben erwähnte Abkommen zwischen der Übergangsregierung und den SDF habe die Aufhebung der Belagerung vorgesehen, werde jedoch nicht umgesetzt (ANF News, 5. Februar 2026). Laut kurdischen Medien und NGOs werde Kobane mit Mitte Februar 2026 weiterhin von den Streitkräften der syrischen Übergangsregierung belagert, worunter die Gesundheitsdienste leiden würden. Auch gebe es nur zwei Stunden Strom pro Tag und Belagerung habe zu einem drastischen Preisanstieg von Nahrungsmittel und Heizöl geführt (Kurdistan 24, 11. Februar 2026; siehe auch: STJ, 11. Februar 2026; Kurdistan 24, 15. Februar 2026). In derselben Woche führte ein UN-Team eine Erkundungsmission in der Stadt durch und bestätigte die starke Beeinträchtigung der Grundversorgung durch die bestehende Situation. Waren und Treibstoff würden in die Stadt gelangen, jedoch nicht im benötigten Umfang (UN, 10. Februar 2026). SOHR berichtet am 21. Februar von menschenrechtlichen Verstößen durch Regierungstruppen und verbündete bewaffnete Gruppe in den mehrheitlich kurdischen Gebieten Nordsyriens im ländlichen Raum rund um Kobane. Laut lokalen Quellen sei direkt auf ZivilistInnen geschossen worden und die Leiche eines jungen Mannes zwei Wochen öffentlich liegen gelassen und eine Beerdigung verhindert worden. Außerdem seien die Mobiltelefone und weiteres Eigentum (wie Mähdrescher und Lastwagen) von ZivilistInnen beschlagnahmt worden (SOHR, 21. Februar 2026). Kurdische Nachrichten berichten Ende Februar von der Einleitung des Integrationsprozesses der Inneren Sicherheitskräfte (Asayish) der Region Kobane in das syrische Innenministerium (Kurdistan 24, 27. Februar 2026). Mit 11. März 2026 befindet sich die Stadt Kobane seit über 50 Tagen unter Belagerung. Laut dem Ko-Vorsitzenden der städtischen Gesundheitsbehörde, Ahmad Mahmoud, herrsche ein Mangel an Medikamenten und viele medizinischen Geräte seien ausgefallen (ANHA, 11. März 2026).
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21. April 2026 | Amnesty International (Autor)
Syrien, Arabische Republik
Bericht zur Menschenrechtslage (Berichtszeitraum 2025)
The State of the World's Human Rights; Syria 2025 (Periodischer Bericht, Englisch)
- Arbitrary detention continued to
be used by the government and by the Syrian Democratic Forces (SDF) in
north-eastern Syria. More than 30,000 people in SDF custody continued to be
subjected to human rights violations. Government forces, government-backed
forces and militia members unlawfully killed people from the Alawite minority
and extrajudicially executed members of the Druze community. […] On 10 March, President al-Sharaa and Mazloum Abdi, commander of the Syrian
Democratic Forces (SDF) – the military wing of the Kurdish-led Autonomous
Administration of North and East Syria – signed an agreement to integrate the
civilian and military institutions in north-eastern Syria into the Syrian
government. The agreement was not implemented. […] A witness said his brother, who was among
the 25, was arrested by general security officers and that his fate and
whereabouts were undisclosed.
=== Syrian Democratic Forces ===
The SDF was responsible for the large-scale violation of the rights of more
than 30,000 people in their custody for their perceived affiliation with the
Islamic State armed group. […] Activists reported that SDF forces arbitrarily arrested at least five people,
predominantly Arabs, for expressing views online in support of President
al-Sharaa’s government.
== Unlawful killings ==
On 6 March, armed groups affiliated with the former government launched
multiple coordinated attacks on security and military sites in the
predominately Alawite coastal governorates of Latakia and
21. April 2026 | Amnesty International (Autor)
Syrien, Arabische Republik
Bericht zur Menschenrechtslage (Berichtszeitraum 2025)
Amnesty Report 2025/26: Zur Lage der Menschenrechte weltweit; Syrien 2025 (Periodischer Bericht, Deutsch)
- Sowohl Regierungskräfte als auch Mitglieder des
Militärbündnisses SDF (Syrische Demokratische Kräfte) waren im Nordosten
Syriens weiterhin für willkürliche Inhaftierungen verantwortlich. Mehr als
30.000 Menschen befanden sich in Gewahrsam der SDF und erlitten
Menschenrechtsverletzungen. […] März 2025 unterzeichnete der Präsident ein Abkommen mit Mazloum Abdi,
dem Kommandeur der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), dem militärischen
Flügel der kurdisch geführten Autonomieverwaltung von Nord- und Ostsyrien.
Darin wurde vereinbart, die zivilen und militärischen Einrichtungen im
Nordosten Syriens der syrischen Regierung zu unterstellen. Das Abkommen wurde
nicht umgesetzt. […] Syrische Demokratische Kräfte (SDF)
Mehr als 30.000 Personen befanden sich 2025 in Gewahrsam der SDF, weil ihnen
Verbindungen zu der bewaffneten Gruppe Islamischer Staat vorgeworfen wurden. […] SDF-Mitglieder waren für Menschenrechtsverletzungen gegen die Inhaftierten –
darunter zahlreiche Minderjährige – verantwortlich, die in mindestens 27
Hafteinrichtungen sowie in den Lagern Al-Hol und Roj im Nordosten des Landes
festgehalten wurden. Viele von ihnen waren bereits seit 2019 inhaftiert. […] Aktivist*innen berichteten, SDF-Kräfte hätten mindestens fünf Männer
willkürlich festgenommen, weil diese im Internet ihre Unterstützung für die
Regierung von Präsident al-Scharaa bekundet hatten. Die meisten von ihnen waren
Araber.
== Rechtswidrige Tötungen ==
Am 6.
9. April 2026 | Etana (Autor)
Syrien, Arabische Republik
Nordosten: Kurzer Überblick über militärische und politische Entwicklungen
BRIEF: Recent developments in north-east Syria (Spezieller Bericht oder Analyse, Englisch)
- == As of 9 April 2026, 16:00 local time ==
While military integration talks between the Syrian Democratic Forces (SDF)
and Damascus have remained constructive, translating paper agreements into
tangible implementation is likely to provoke significant local reactions. […] This
dynamic has already been reflected in Arab protests in Kobane, Ras al-Ain and
Suluk, opposing the incorporation of SDF-affiliated personnel into local
security structures. […] The core issues
under negotiation include the structure of command and control, the status and
ranking of SDF officers within the Syrian army, and the future of security
forces such as theAsayish. While Damascus continues to push for centralized
absorption of SDF units into existing military hierarchies, the SDF has sought
to preserve elements of its autonomous command framework. […] Arabs in
Deir Ezzor and Hasakeh have accused the SDF of adding the names of Arab
detainees to lists it is providing of ISIS members to be transferred to Iraq. […] The appointment suggests Damascus may be positioning him as the
de facto authority, while the current SDF-affiliated director, Adnan al-Bari,
remains a nominal, largely symbolic figure in the administration.
5. April 2026 | SNHR – Syrian Network for Human Rights (Autor)
Syrien, Arabische Republik
Bericht über Opfer von außergerichtlichen Hinrichtungen (Berichtszeitraum Jänner - März 2025)
Quarterly Report on Cased of Arbitrary Arrest and Detention in Syria; No less than 210 Cases of Arbitrary Arrests and Detentions in the First Quarter of 2026 (Periodischer Bericht, Englisch)
- These
operations included the arrest of civilians for criticizing the practices of
the Syrian Democratic Forces in the areas under their control, reflecting an
escalation in detentions during that period and its connection to the context
of local tensions. […] Syrian Democratic Forces: 42, including 1 woman.
The chart above shows that the highest number of arbitrary arrests/detentions
were in the governo- rates of Deir Ez-Zour and Quneitra, followed by Homs, then
Tartus and Hasaka. […] Continued arbitrary arrests in the absence of due process:
Documented data shows that numerous arrests
were carried out by various actors (the Syrian government, the Syrian
Democratic Forces, and Israeli forces) without warrants, without informing
detainees of the reasons for their arrest, and without allowing them to appear
before a judge within a reasonable time. […] Violations by the Syrian Democratic Forces: The report documented
violations committed by the Syrian Dem- ocratic Forces, including arbitrary
arrest and enforced disappearance, as well as allegations of torture. […] As a
party to a non-international armed conflict, the Syrian Democratic Forces are
bound by Common Article 3 of the Ge- neva Conventions and the provisions of
Additional Protocol II, as well as customary international humanitarian law.
1. April 2026 | SNHR – Syrian Network for Human Rights (Autor)
Syrien, Arabische Republik
Quartalsbericht über Opfer von außergerichtlichen Hinrichtungen (Berichtszeitraum Jänner - März 2025)
Quarterly Report on Victims of Unlawful Killings in Syria; The Killing of 268 Civilians in the First Quarter of 2026 in Syria, including 43 Children, 27 Women, and 1 person due to torture was Documented (Periodischer Bericht, Englisch)
- A key development was the agreement reached at the end
of January 2016, which stipulated the gradual integration of the Syrian
Democratic Forces (SDF), with its civilian formations and security and military
apparatuses, into Syrian state and government institutions, in exchange for the
entry of civilian, security, and military state institutions into the central
areas previously under SDF control […] Ten of these attacks were carried out by the Syrian Democratic
Forces (SDF), with most occurring in Aleppo Governorate.
These attacks included: three attacks on educational facilities (schools),
four on medical facilities, and one on a place of worship (mosque). […] Indiscriminate bombing: The indiscriminate and disproportionate attacks
carried out by the Syrian Democratic Forces and, to a lesser extent, by Syrian
government forces, constitute a clear violation of international humanitarian
law.
4. […] To the UN Independent International Commission of Inquiry (COI): • Pay
particular attention in future investigations to patterns of killings related
to the transitional
phase, including security lapses and killings by unidentified actors, as well
as violations attributed to the Syrian Democratic Forces in northeast Syria. […] To the Syrian Democratic Forces: • Form an internal investigation committee
to examine the violations committed by the Syrian
Democratic Forces, hold those responsible accountable, and compensate the
victims.
• Refrain from establishing military positions in civilian areas, which
endangers civilian lives.
April 2026 | UK Home Office (Autor)
Syrien, Arabische Republik
Länderinformationen und Richtlinien für britische Asylbehörden zu Kritik an der Regierung (gesetzlicher Kontext; politischer Kontext; Meinungsfreiheit und bürgerliche Freiheiten; Medienlandschaft; Reaktion der Regierung auf Kritik und politische Opposition; Behandlung ehemaliger Gegner·innen der Haiat Tahrir al-Scham (HTS))
Country Policy and Information Note Syria: Criticism of the government [Version 1.0] (Gutachten oder Position, Englisch)
- The Kurdish and Druze appointees in the
government are not affiliated with the Syrian Democratic Forces (SDF), the
Democratic Autonomous Administration of North and East Syria (DAANES) nor
represent the Druze spiritual leadership or Sweida’s armed factions.’15
8.2.2 The December 2025 CSIS article stated:
‘The rapid collapse of the Assad regime at the hands of Hayat Tahrir al- Sham
(HTS) prompted […] ‘In the end, 119 MP’s [sic] were elected, as voting could not be held in two
regions – the area still partially controlled by the Kurdish-led Syrian
Democratic Forces in the north-east and the mainly Druze region of Suwayda –
due to security conditions. […] CPIT was unable to find confirmation of this report by any major
international media outlet or human rights organisation.
11.3.4 During clashes between government forces and the Syrian Democratic
Forces (SDF) in Aleppo in October 2025, Syria Direct reported that ‘government
forces deployed tear gas to disperse protesters denouncing the closure of roads
into the [SDF-controlled] neighborhoods [ […] For further information about
Kurds, see the CPIN Syria: Kurds and Kurdish areas. […] / [https://syriadirect.org/in-aleppos-kurdish-neighborhoods-another-setback-for-sdf-damascus-integration/]
https://syriadirect.org/in-aleppos-kurdish-neighborhoods-another-setback-for-sdf-damascus-integration/ [https://syriadirect.org/in-aleppos-kurdish-neighborhoods-another-setback-for-sdf-damascus-integration/]
https://syriadirect.org/syrian-artists-fight-for-a-free-space-of-creation-post-assad
31. März 2026 | CGRS-CEDOCA – Office of the Commissioner General for Refugees and Stateless Persons (Belgium), COI unit (Autor)
Syrien, Arabische Republik
Bericht zur Sicherheitslage, basierend auf Daten von ACLED (Berichtszeitraum Oktober 2025 bis Februar 2026)
Syrië; Veiligheidssituatie (ACLED) (Spezieller Bericht oder Analyse, Niederländisch)
- De eerste betreft gevechten De eerste betreft gevechten in
Aleppo tussen 7 en 10
januari 2026, gevolgd door een grootschalig offensief van het Syrische leger
tegen de Koerdische regio
Democratic Autonomous Administration of North and East Syria (DAANES) in de
tweede helft van
januari. Eind januari wordt een staakt-het-vuren bereikt, waarna het geweld
in februari aanzienlijk
afneemt. […] The first peak saw fighting in Aleppo from 7 to 10 January,
followed by a large-scale
offensive by the Syrian army against the Kurdish region of the Democratic
Autonomous Administration
of North and East Syria (DAANES) during the second half of the month. A
ceasefire was reached at
the end of January, after which violence declined significantly in February. […] Veiligheidssituatie (ACLED)
31 maart 2026
Pagina 5 van 46
CG – 825b N
Lijst van afkortingen
ACLED Armed Conflict Location & Event Data Project
DAANES Democratic Autonomous Administration of North and East Syria
IDF Israel Defense Forces
IED Improvised Explosive Device
ISW Institute for the Study of War
Liveuamap Live Universal Awareness Map
SDF Syrian Democratic Forces
SNA […] Dit
hield verband met het
offensief dat het regeringsleger en geallieerde milities in opdracht van
president Ahmed al-Sharaa
inzetten tegen de koerdische autonome regio Democratic Autonomous
Administration of North and
East Syria (DAANES) en de militair-politionele eenheden van de Syrian
Democratic Forces (SDF) en
de Asayish, gecommandeerd door Bashir Abdi. […] : Syrian Democratic Forces - Intelligence 1
Tabel 1: Onderverdeling van de actor “Other” in Grafiek 6
SYRIË.
2026 | Bertelsmann Stiftung (Autor)
Syrien, Arabische Republik
Länderbericht zu politischer Partizipation; Rechtsstaatlichkeit; Stabilität demokratischer Institutionen; sozioökonomischer Entwicklung; Wirtschaft; Privateigentum; etc. (Berichtszeitraum Februar 2023 - Jänner 2025)
BTI 2026 Country Report - Syria (Periodischer Bericht, Englisch)
- BTI 2026 | Syria 6
The United States supported the Kurdish-dominated Syrian Democratic Forces
(SDF), which took control of Raqqa and Deir ez-Zor. These areas east of the
Euphrates, along with the Kurdish provinces of Hasakah and Qamishli, are now
administered by the Democratic Autonomous Administration of North and East
Syria (DAANES). […] While the IS Group appears to have largely withdrawn from the Syrian desert,
continued attacks in SDF-controlled areas show that IS still poses a challenge
to the monopoly on the use of force, as documented by ETANA in its regular
“Syria Updates.” […] The Kurdish areas of Syria, Hasakah and Qamishli, with the expanded control
of the Kurdish-led Syrian Democratic Forces (SDF) over all areas east of the
Euphrates, have been referring to themselves as the Democratic Autonomous
Administration of North and East Syria (DAANES), suggesting federalism as a
possible future form of state organization. […] SDF endorsed democracy and changed its name to DAANES in December 2023,
adding “Democratic” to its previous name, AANES, and developed more democratic
institutions than in the rest of the country. […] Of the deaths documented by SNHR, 21 were attributed to the
Syrian Democratic Forces (SDF), making it the largest identified perpetrator,
followed closely by the Syrian National Army (SNA) with 20 deaths.
26. März 2026 | EUAA – European Union Agency for Asylum (ehemals: European Asylum Support Office, EASO) (Autor)
Syrien, Arabische Republik
Anfragebeantwortung zu Syrien: Wehrdienst, Lage von Kurd·innen und Sicherheitslage in (ehemals) von kurdisch-geführten Kräften kontrollierten Gebieten (Berichtszeitraum 1. Oktober 2025 bis 25. März 2026)
Pakistan: Developments concerning military service, the situation of Kurds, and the security situation in areas (formerly) controlled by Kurdish-led forces [Q11-2026] (Anfragebeantwortung, Englisch)
- Turkey.3
Sources indicated
that the SDF retained between 70 0004 and 100 000 soldiers,5 although a
considerable
portion of their military force had defected, specifically Arab fighters,
following the Syrian
government’s military advances on 17–18 January 2026.6
As of June 2024, the Democratic Autonomous Administration of North and East
Syria
(DAANES), the Kurdish-led government entity in […] army offensive overjoys some, leaves others with ‘existential’
fear, 27 January 2026, url 15 SNHR, Condemning the Widespread Detention for
Forced Conscription by the Syrian Democratic Forces in Raqqa and Deir Ez-Zor
since 29 September 2025, 8 October 2025, url 16 SNHR, Condemning the Widespread
Detention for Forced Conscription by the Syrian Democratic Forces in Raqqa and
Deir Ez-Zor since 29 […] 10/08/condemning-the-widespread-detention-for-forced-conscription-by-the-syrian-democratic-forces-in-raqqa-and-deir-ez-zor-since-29-september-2025/]
https://www.newarab.com/news/sdf-drafts-young-men-amid-fear-conflict-syrian-govt [https://www.newarab.com/news/sdf-drafts-young-men-amid-fear-conflict-syrian-govt]
https://snhr.org/blog/2025/10/08/condemning-the-widespread-detention-for-forced-conscription-by-the-syrian-democratic-forces-in-raqqa-and-deir-ez-zor-since […] [https://www.ecoi.net/en/countries/syrian-arab-republic/featured-topics/information-collection-on-developments-regarding-the-sdf-and-kurdish-areas]
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26. März 2026 | EUAA – European Union Agency for Asylum (ehemals: European Asylum Support Office, EASO) (Autor)
Syrien, Arabische Republik
Anfragebeantwortung zu Syrien: Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Militärdienst, der Lage von Kurd·innen und der Sicherheitslage in Gebieten (ehemals) unter Kontrolle kurdisch geführter Kräfte (Berichtszeitraum 1. Oktober 2025 bis 25. März 2026)
COI Query - Syria; Developments concerning military service, the situation of Kurds, and the security situation in areas (formerly) controlled by Kurdish-led forces [Q11-2026] (Anfragebeantwortung, Englisch)
- Turkey.3
Sources indicated
that the SDF retained between 70 0004 and 100 000 soldiers,5 although a
considerable
portion of their military force had defected, specifically Arab fighters,
following the Syrian
government’s military advances on 17–18 January 2026.6
As of June 2024, the Democratic Autonomous Administration of North and East
Syria
(DAANES), the Kurdish-led government entity in […] army offensive overjoys some, leaves others with ‘existential’
fear, 27 January 2026, url 15 SNHR, Condemning the Widespread Detention for
Forced Conscription by the Syrian Democratic Forces in Raqqa and Deir Ez-Zor
since 29 September 2025, 8 October 2025, url 16 SNHR, Condemning the Widespread
Detention for Forced Conscription by the Syrian Democratic Forces in Raqqa and
Deir Ez-Zor since 29 […] 10/08/condemning-the-widespread-detention-for-forced-conscription-by-the-syrian-democratic-forces-in-raqqa-and-deir-ez-zor-since-29-september-2025/]
https://www.newarab.com/news/sdf-drafts-young-men-amid-fear-conflict-syrian-govt [https://www.newarab.com/news/sdf-drafts-young-men-amid-fear-conflict-syrian-govt]
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