Landesübersicht

Fläche: 923.768 km²
Hauptstadt: Abuja
Einwohnerzahl: 239,43 Millionen (Schätzung von 2026)
Amtssprachen: Englisch
Währung: Naira (NGN) (Britannica Online Encyclopaedia, 12 June 2026a)

1. Kurzüberblick zu Nigeria

Nigeria ist ein an der Westküste Afrikas gelegenes Land, das im Norden an Niger, im Osten an den Tschad und an Kamerun und im Westen an Benin grenzt. Die südliche Grenze bilden der Golf von Guinea und der Atlantische Ozean. Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas (Britannica Online Encyclopaedia, 12. Juni 2026b), mit mehr als 250 verschiedenen ethnischen Gruppen, die insgesamt über 500 verschiedene Sprachen sprechen (BBC, 28. Juli 2023).

Die Grenzen des heutigen Nigeria wurden im Jahr 1914 etabliert, als die beiden britischen Protektorate Nord-Nigeria und Süd-Nigeria zur Kolonie und Protektorat von Nigeria zusammengeschlossen wurden. Am 1. Oktober 1960 wurde das Land unabhängig, und 1963 erfolgte mit einer neuen Verfassung der Übergang zur Republik (Britannica Online Encyclopaedia, 12. Juni 2026c) Zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit war Nigeria in drei große Regionen – die östliche, westliche und nördliche Region – gegliedert. 1963 wurde die westliche Region geteilt und eine neue Region – die Region Mittlerer Westen – geschaffen (Britannica Online Encyclopaedia, 12. Juni 2026d).

Die ersten Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit waren geprägt von mehreren Regierungsumstürzen, begonnen mit dem Militärputsch 1966, sowie dem Bürgerkrieg 1967-1970, der ausbrach, nachdem sich die östliche Region unter dem Namen „Republik Biafra“ für unabhängig erklärt hatte. Eine weitere Militärherrschaft ab 1983 endete 1999 mit der Rückkehr zu einer zivilen Regierung (BBC, 28. Juli 2023).

Aktuell ist Nigeria in 36 Bundesstaaten und das Bundeshauptstadtgebiet Abuja gegliedert, die in sechs geopolitischen Zonen (Süd-West, Süd-Süd, Süd-Ost, Nord-West, Nord-Zentral und Nord-Ost) zusammengefasst sind. Die Bundesstaaten sind weiters in 774 örtliche Regierungsgebiete (Local Government Areas, LGAs) unterteilt, von denen jedes von einem Rat regiert wird, der für die Bereitstellung grundlegender Dienste verantwortlich ist, und zu diesem Zweck monatliche Zahlungen aus einem nationalen Föderationskonto erhält (Nigerian Embassy Germany, 29. April 2019). Eine Landkarte mit den aktuellen Bundesstaaten (Stand: 2015) ist hier einsehbar.

Nigeria ist reich an natürlichen Ressourcen und verfügt vor allem über große Erdöl- und Erdgasvorkommen. Andere wichtige Rohstoffe sind mineralische Bodenschätze wie Diamanten, Gold, Eisenerz, Bauxit und Tantal (Merkur, 7. November 2025). Einnahmen aus dem Erdölgeschäft machen 29 Prozent der Staatseinnahmen aus (Stand September 2025). Andere Wirtschaftszweige wie Landwirtschaft, feste Mineralien und Fertigungsindustrie gewinnen an Bedeutung, ebenso der Digitalsektor. Mit Stand 2. Quartal 2024 lag der Anteil der digitalen Wirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei fast 20 Prozent, während im selben Quartal die Einnahmen aus dem Ölgeschäft nur 5,7 Prozent des BIP betrugen (ITA, 5 September 2025). Nigeria ist weiterhin auf den Import von Benzin angewiesen, da die drei staatlichen Raffinerien unproduktiv sind und lediglich die Dangote-Raffinerie Benzin im Land erzeugen kann (Punch, 15. Dezember 2025). Im Bereich Flüssigerdgas war Nigeria im Jahr 2024 Schätzungen zufolge der sechstgrößte Exporteur weltweit (EIA, 18. November 2025, p. 1), beim Edelsteinexport lag Nigeria im Mai 2024 auf Platz 30 (The Guardian Nigeria, 23. Mai 2024).

2. Ethnische und religiöse Gruppen

Die drei größten ethnischen Gruppen Nigerias sind die im Norden des Landes lebenden Hausa, die im Süd-Westen lebenden Yoruba und die Igbo im Süd-Osten (BBC, 27. Mai 2025; Ministry of Foreign Affairs of Nigeria, ohne Datum). Nach Schätzungen von 2018 sind etwa 30 Prozent der Bevölkerung Hausa, 15,5 Prozent Yoruba und 15,2 Prozent Igbo (auch: Ibo). Kleinere Gruppen sind unter anderem Fulani (6 Prozent), Tiv (2,4 Prozent), Kanuri/Beriberi (2,4 Prozent), Ibibio (1,8 Prozent) und Ijaw/Izon (1,8 Prozent). 24,9 Prozent der Bevölkerung gehören anderen ethnischen Gruppen an (CIA, 19. Dezember 2025).

Hausa und Fulani haben sich mit der Zeit in eine gemeinsame Gruppe integriert und sind mehrheitlich muslimisch. In der Stadt lebende Fulani gehen interethnische Ehen ein und sprechen Hausa, währen die als Viehhalter auf dem Land lebenden Fulani im Allgemeinen innerhalb der eigenen Gruppe heiraten und Fulani sprechen. Die größte Vielfalt an ethnischen Gruppen – mehr als 180 – ist im sogenannten Mittelgürtel Nigerias zu finden, mit den Tiv und den Nupe als den größten ethnischen Gruppen in dieser Region (Britannica Online Encyclopaedia, 12. Juni 2026e). Die Bezeichnung Mittelgürtel bezieht sich auf Nord-Zentral-Nigeria und umfasst die Bundesstaaten Benue, Plateau, Kogi, Nasarawa, Niger, Kwara und das Bundeshauptstadtgebiet. Die hier lebende Bevölkerung ist überwiegend christlichen Glaubens, es gibt aber einen beträchtlichen muslimischen Bevölkerungsanteil (Ojewale, 23. Juni 2021; MBDC, ohne Datum).

English ist die offizielle Landessprache; die indigenen Sprachen Hausa, Yoruba, Igbo und Fula sowie Pidgin-Englisch sind weit verbreitet. Hausa ist die am meisten gesprochene Sprache des Landes (Britannica Online Encyclopaedia, 12. Juni 2026e), und ist auch die Sprache der Scharia-Gerichte im Norden Nigerias (USCIRF, Dezember 2019, S. 5). Die Verfassung legt in Artikel 55 fest, dass die Geschäfte der Nationalversammlung in Englisch geführt werden sollen, aber auch in Hausa, Ibo und Yoruba, wenn dafür angemessene Vorkehrungen getroffen worden sind (Nigeria’s Constitution of 1999 with Amendments through 2011, 29. Mai 1999, Artikel 55).

Die 2022 eingeführte Maßnahme, wonach der Unterricht bis zur sechsten Schulstufe in lokalen Sprachen abzuhalten sei, wurde vom Bildungsministerium im November 2025 wieder aufgehoben und Englisch als Unterrichtssprache für alle Schulstufen einschließlich des Vorschulbereichs wieder eingeführt (BBC, 13. November 2025; APAnews, 13. November 2025).

Nach Schätzungen des Pew Research Centre von November 2025 sind landesweit 56,1 Prozent der Bevölkerung Muslim·innen und 43,4 Prozent Christ·innen (mit Stand 2020), rund 0,6 Prozent gehören einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft an. Gleichzeitig prägen auch afrikanische traditionelle Religionsvorstellungen den Glauben: sieben von zehn Erwachsenen glauben demnach, dass Zaubersprüche, Flüche oder Formen der Magie das Leben einer Person beeinflussen können (Pew Research Center, 11. November 2025). In einer anderen Umfrage von 2010 bezeichneten sich 38 Prozent der Muslim·innen als Sunnit·innen und 12 Prozent als Schiit·innen; 42 Prozent identifizierten sich „nur als muslimisch“ („just a Muslim“). Von den befragten Christ·innen waren rund 37 Prozent katholisch und rund 60 Prozent gehörten einer protestantischen Kirche an (Pew Research Center, April 2010, S. 20, 22). Der Islam dominiert in den geopolitischen Zonen Nord-West und Nord-Ost, das Christentum in den südlichen Zonen. In der Zone Nord-Zentral ist der Anteil an Muslim·innen und Christ·innen ungefähr gleich groß. Es gibt jedoch keine klare geographische Trennung der Religionsgruppen: Auch in den vom Islam dominierten Regionen leben Christ·innen, sowie es umgekehrt muslimische Bevölkerungsanteile in den mehrheitlich von Christ·innen bewohnten südlichen Regionen gibt (USDOS, 26. Juni 2024). Die Verfassung (Artikel 10) verbietet die Einführung einer staatlichen Religion auf nationaler oder bundesstaatlicher Ebene und garantiert individuelle Religionsfreiheit, einschließlich des Rechts auf Änderung der Religion bzw. des Glaubens (Artikel 38) (Nigeria's Constitution of 1999 with Amendments through 2011, 29. Mai 1999).

Im Oktober 1999 führte der Bundesstaat Zamfara als erster Scharia-Recht ein. Elf weitere Bundesstaaten (Bauchi, Borno, Jigawa, Kano, Katsina, Kebbi, Sokoto, Yobe, Kaduna, Niger und Gombe) mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung folgten nach (USCIRF, Dezember 2019, S. 8), trotz Protesten von Christ·innen. Es kam zu Zusammenstößen, bei denen mehrere tausend Menschen, Christ·innen und Muslim·innen, starben (DW, 27. Oktober 2019).

Laut eines Berichts der United States Commission on International Religious Freedom (USCIRF) seien Nicht-Muslim·innen zwar nicht den Scharia-Strafgesetzen unterworfen, jedoch sehr wohl einigen islamischen Behörden, wie zum Beispiel der Zensurbehörde im Bundesstaat Kano oder der Hisbah, einer für die Durchsetzung der Scharia zuständigen Behörde. Dies zeige sich besonders deutlich bei der Durchsetzung des im Bundesstaat geltenden Verbots des Verkaufs von Alkohol, es gebe aber auch Berichte zu Diskriminierung hinsichtlich des Zugangs zu Land. Von Diskriminierung seien nicht nur Christ·innen, sondern auch Schiit·innen und Atheist·innen betroffen (USCIRF, Dezember 2019, S. 3). Umgekehrt berichten auch Muslim·innen in christlich dominierten Regionen und Anhänger·innen traditioneller Religionen von Diskriminierungserfahrungen (BBC, 16. Oktober 2022). Siehe dazu auch die von ACCORD zusammengestellte Gesetzesübersicht zu Nigeria. Siehe dazu auch Kapitel 4 - Konflikte.

3. Politische Lage - Wahlen 2023 & weitere Entwicklungen

Im Februar 2023 fanden in Nigeria Präsidentschaftswahlen sowie die Wahl der Nationalversammlung statt und wenig später, am 18. März, Gouverneurs- und Landesparlamentswahlen. Die Wahlen fanden Berichten zufolge vor dem Hintergrund einer schwierigen Sicherheitslage, steigender Armut, Treibstoff- und Bargeldknappheit statt (KAS, April 2023, S. 2; EU EOM, 27. Juni 2023, S. 10). Dies hatte auch zu Protesten und sozialen Unruhen geführt (BBC, 15. Februar 2023). Bei den Präsidentschaftswahlen ging Bola Tinubu, Kandidat des bisher regierenden All Progressives Congress (APC), mit 36,61 Prozent der Stimmen knapp als Sieger hervor (KAS, April 2023, S. 3). Das Wahlgesetz sieht vor, dass jene/r Kandidat·in die Präsidentschaftswahl für sich entscheidet, der/die (i) die meisten Stimmen erhält und (ii) mindestens 25 Prozent der Stimmen in mindestens 24 der 36 Bundesstaaten und dem Bundeshauptstadtgebiet erhält. Nur wenn kein/e Kandidat·in diese Voraussetzung erfüllt, kommt es zu einer Stichwahl zwischen den Kandidat·innen mit den meisten bzw. zweitmeisten Stimmen (EU EOM, 27. Juni 2023, S. 14). Bola Tinubu erhielt in 27 Bundesstaaten mindestens 25 Prozent der Stimmen und erfüllte somit als einziger Kandidat beide Voraussetzungen für einen Wahlsieg (KAS, April 2023, S. 3). Der Wahlprozess war von Problemen begleitet, Wahllokale öffneten verspätet, die Wahlergebnisse wurden in der ersten Phase der Auszählung nicht, wie von der Wahlbehörde zugesagt, in Echtzeit veröffentlicht. Bei der Auswertung kam es laut Schlussbericht der EU-Wahlbeobachtungsmission zu einem „kritischen Versagen des gesamten Wahlprozesses“. Bei der Verkündigung der Wahlergebnisse war ein Viertel der Formulare noch nicht auf der elektronischen Plattform der Wahlbehörde zu finden und ein erheblicher Teil der bereits einsehbaren Dokumente war unleserlich (EU EOM, 27. Juni 2023, S. 8). Zudem war die Wahlbeteiligung mit nur 27 Prozent auf einem „Rekordtief“ (KAS, April 2023, S. 9). Die beiden unterlegenen Kandidaten – Atiku Abubakar von der Peoples Democratic Party und Peter Obi von der Labour Party – hatten die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vor Gericht angefochten. Ihre Klagen waren aber im Oktober 2023 vom Obersten Gerichtshof endgültig als unbegründet abgewiesen worden (BBC, 26. Oktober 2023).

Die International Crisis Group weist darauf hin, dass die Präsidentschaftswahl im Februar 2023 bestehende ethnische und religiöse Bruchlinien offengelegt hat: Besonders im Bundesstaat Lagos war es zu ethnischen Spannungen zwischen Yoruba, die Bola Tinubu unterstützten, und Unterstützer·innen von Peter Obi, eines Igbo, gekommen. Peter Obi wäre der erste Igbo-Präsident seit 1966 gewesen. Das Gefühl, weiterhin politisch ausgeschlossen zu sein sowie die Spannungen mit anderen ethnischen Gruppen könnten unter der großen Igbo-Bevölkerung im Südosten die Zustimmung für den Ruf nach einem unabhängigen Biafra stärken und separatistische Bestrebungen verschärfen. Zudem lehnten viele christliche Gruppen das Wahlergebnis ab, nachdem nicht nur neuerlich ein Moslem zum Präsidenten gewählt worden war, sondern Bola Tinubu auch einen Moslem als Vizepräsidenten bestimmt hatte (anstatt, ungeschriebenen Regeln zufolge, einen Vizepräsidenten der jeweils anderen Konfession zu ernennen) (International Crisis Group, 26. Mai 2023).

Auch bei den Wahlen zur Nationalversammlung erhielt der APC die meisten Stimmen und bleibt, wenn auch mit weniger Sitzen als in der letzten Legislaturperiode, stärkste Partei in beiden Kammern des Parlaments, vor der Peoples Democratic Party, der Labour Party und kleineren Parteien (KAS, April 2023, S. 3-4). (→ ecoi.net-Suche zu den Wahlen 2023)

Im Juli 2025 kündigten die beiden unterlegenen Präsidentschaftskandidaten an, bei den nächsten für 2027 geplanten Wahlen im Rahmen der Partei African Democratic Congress (ADC) zusammenarbeiten zu wollen (BBC, 7. Juli 2025). Nach internen Konflikten im ADC wechselten Peter Obi und der bei den Präsidentschaftswahlen 2023 viertplatzierte Rabiu Kwankwaso im Mai 2026 zur Partei Nigeria Democratic Congress (NDC). Die nächsten Wahlen sind für Jänner 2027 geplant (BBC, 4. Mai 2026).

Von der Regierung Tinubu eingeführte Wirtschaftsreformen führten zu steigender Inflation, erhöhter Armut und im August 2024 zu landesweiten Protesten unter dem Hashtag EndBadGovernance. Die Behörden gingen teilweise gewaltsam gegen die Proteste vor; mehrere Personen wurden getötet, zahlreiche weitere festgenommen (HRW, 16. Jänner 2025). Einige der Inhaftierten, darunter auch Minderjährige, wurden des Hochverrats angeklagt (Amnesty International, November 2024, S. 9). Nachdem im November 2024 Bilder der Minderjährigen im Gerichtssaal zu öffentlicher Empörung geführt hatten, ordnete Präsident Tinubu ihre Freilassung und Aufhebung aller Anklagepunkte an (BBC, 5. November 2024). Im Dezember 2025 endete das Hochverratsverfahren gegen 11 Aktivisten mit einer Einstellung des Verfahrens (The Guardian Nigeria, 11. Dezember 2025).

Bereits im Oktober 2020 war es bei einer landesweiten Protestbewegung, damals unter dem Hashtag EndSARS gegen die Special Anti-Robbery Squad (SARS), eine Sondereinheit der Polizei, der weitreichende Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wurden, zu gewaltsamem Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Demonstrant·innen gekommen (HRW, 19. Oktober 2021). Laut einer Untersuchung von Amnesty International wurden dabei in Lagos mindestes 12 Personen von Sicherheitskräften getötet. Gerichtliche Untersuchungskommissionen, die eingesetzt wurden, um Vorwürfe von Polizeigewalt zu untersuchen, hätten kaum Fortschritte gemacht und gegen involvierte Sicherheitskräfte sei keine Anklage erhoben worden (Amnesty International, 19. Oktober 2021; siehe auch Premium Times Nigeria, 6. Jänner 2026). (→ ecoi.net-Suche zu Protesten seit 2020)

4. Konflikte

Die Sicherheitslage in vielen Teilen des Landes bleibt herausfordernd, mit den islamistischen Gruppierungen Boko Haram und Islamischer Staat Provinz Westafrika (Islamic State West Africa Province, ISWAP) im Nordosten, Konflikten zwischen Hirt·innen und sesshaften Bäuer·innen in den geopolitischen Zonen Nord-West und Nord-Zentral, der separatistischen Bewegung für ein unabhängiges Biafra im Südosten sowie kriminellen Gruppen im Niger-Delta (International Crisis Group, 10. Februar 2023, S. i; siehe auch BBC, 28. November 2025).

Boko Haram und ISWAP wurden durch militärische Gegenoffensiven der Regierung und interne Rivalitäten geschwächt, zudem haben sich von Mitte 2021 bis Ende 2022 mehr als 83.000 Mitglieder und ihre Familien der Armee ergeben. Dennoch bleiben die beiden Gruppen im Nordosten aktiv (International Crisis Group, 10. Februar 2023, S. 4; siehe auch Global Center for the Responsibility to Protect, 16. März 2026), während Ansaru, eine Boko Haram Splittergruppe, ihre Aktivitäten auf den Nordwesten des Landes, in der Region um den Kainji Lake National Park (in den Bundesstaaten Niger und Kwara) ausgedehnt hat. Die Gruppe soll jedoch seit der Verhaftung ihrer Anführer im August 2025 deutlich geschwächt sein. Weitere in der Region aktive islamistische Gruppen sind eine mit Boko Haram verbundene Gruppe unter der Führung eines gewissen „Sadiku“ alias Abubakar Saidu (TNH, 18. Dezember 2025; siehe auch Premium Times Nigeria, 2. Jänner 2026), die Mahmuda, eine mutmaßliche Boko Haram Splittergruppe, sowie die Lakurawa: Die Mahmuda geben sich gemäßigter als Boko Haram und predigen in Hausa und anderen lokale Sprachen, um neue Mitglieder anzuwerben (BBC, 28. November 2025; ADF, 10. Juni 2025). Die Gruppe ist für gezielte Tötungen sowie Angriffe auf lokale Gemeinschaften, Märkte und Bürgerwehren, die zum Schutz vor Banditen eingerichtet wurden, verantwortlich (BBC, 28. November 2025). Die Lakurawa waren ursprünglich von lokalen Gemeinschaften aufgenommen worden, um diese beim Kampf gegen Banditen zu unterstützen, richteten sich dann aber gegen diese Gemeinschaften, um ihre Vorstellung islamischer Herrschaft durchzusetzen (Igwe, 27. Jänner 2025; siehe auch BBC, 28. November 2025). Der Gruppe werden Viehdiebstahl, Entführungen gegen Lösegeld sowie Angriffe auf hochrangige Regierungsbeamt·innen vorgeworfen (BBC, 28. November 2025). Zunehmende Besorgnis gibt es hinsichtlich Verbindungen der Mahmuda (ADF, 10. Juni 2025) und der Lakurawa zu islamistischen Gruppen in der Sahelregion (BBC, 28. November 2025; Jamestown, 20. November 2025).

Im Dezember 2025 bombardierten US-Streitkräfte Stellungen von mit der Gruppe Islamischer Staat (IS) verbundenen Kämpfern im Bundesstaat Sokoto im Nordwesten des Landes an der Grenze zu Niger (BBC, 27. Dezember 2025). Die US-Regierung bezeichnete den Militärschlag als Reaktion auf die gezielte Verfolgung und Tötung von Christ∙innen durch Terroristen, während die nigerianische Regierung, die den Einsatz unterstützt hatte, erklärte, es sei eine Operation gegen Terroristen gewesen, die in den nördlichen Bundesstaaten Leid unter der Zivilbevölkerung verursachen würden (Premium Times Nigeria, 26. Dezember 2025), und „die nichts mit einer bestimmten Religion zu tun habe“ (BBC, 27. Dezember 2025). Bereits zuvor hatte Präsident Trump Nigeria als „Land von besonderer Sorge“ (Country of Particular Concern) und damit als Land, in dem es zu besonders schweren Verstößen gegen die Religionsfreiheit komme, eingestuft (USDOS, ohne Datum) und mit Militärschlägen gedroht, sollte Nigeria nichts gegen die Tötung von Christ·innen durch Islamisten unternehmen (International Crisis Group, 7. November 2025). Nigerianische Regierungsvertreter wiesen Behauptungen eines „Genozids an Christ·innen“ zurück; zu den Opfern der zahlreichen im Land aktiven bewaffneten Gruppen (siehe Kapitel vier „Konflikte“) würden Angehörige aller Religionen und Glaubensrichtungen zählen (Premium Times Nigeria, 26. Dezember 2025).

Ebenfalls aktiv in dieser Region sind kriminelle Gruppen, die Sicherheitspersonal und Einrichtungen der Regierung angreifen (International Crisis Group, 10. Februar 2023), aber auch Zivilisti·nnen zur Erpressung von Lösegeld entführen, Steuern von der lokalen Bevölkerung einheben (BBC, 28. November 2025), Schutzgeld erpressen, plündern oder Vieh stehlen. Mehr als 100 Banden mit bis zu 30,000 Mitgliedern sollen im Nord-Westen aktiv sein. Die größten unter ihnen sollen bis zu 2,000 Kämpfer aufstellen können, was ungefähr der Stärke von zwei Bataillonen der nigerianischen Armee entspricht (TNH, 30. Jänner 2023; siehe auch The Soufan Center, 22. August 2025).

In dieser Region, dem Mittelgürtel, gibt es auch einen jahrelangen Konflikt zwischen sesshaften Bäuer·innen und nomadischen Hirt·innen, bei dem es im Grunde genommen um Landnutzungsrechte geht, der aber zunehmend an ethnischen/religiösen Identitäten – mit größtenteils christlichen Bäuer·innen und muslimischen Fulani-Hirt·innen – festgemacht wird (DW, 3. November 2025). Es gibt jedoch Hinweise auf Verbindungen zwischen Boko Haram und Hirt·innen-Milizen (Olumba, 19. Oktober 2022, S. 1 und FN 8). (→ ecoi.net-Suche Herder) (→ecoi.net-Suche Boko Haram). Zudem rekrutieren Banditen-Gruppen ihre Mitglieder vorwiegend unter Fulani-Hirten (BBC, 28. November 2025; The Soufan Center, 22. August 2025).

Das in New York ansässige Soufan Center beschreibt die Sicherheitslage in der Region als charakterisiert durch das Aufeinandertreffen von krimineller Wirtschaft, kommunalen Missständen und islamistisch-militanten Gruppen, was zu einem Verschwimmen der Grenzen zwischen organisierter Kriminalität und Ideologie führe (The Soufan Center, 22. August 2025; siehe auch GGA, 3. Juni 2025). Das Jahr 2025 verzeichnete etliche Angriffe bewaffneter Gruppen auf Zivlist∙innen mit zahlreichen Todesopfern, sowie einen Wiederanstieg von Massenentführungen vor allem aus Schulen und religiösen Einrichtungen (Premium Times Nigeria, 2. Jänner 2026; siehe auch The Soufan Center, 22. August 2025; IPS, 28. November 2025). Allein im Zeitraum 17. bis 25. November 2025wurden 402 Personen, die meisten davon Schulkinder, in den Bundesstaaten Niger, Kebbi, Kwara und Borno entführt (OHCHR, 25. November 2025).

Im Südosten Nigerias kämpfen die Indigenous People of Biafra (IPOB) und ihr bewaffneter Flügel, das Eastern Security Network für ein unabhängiges Biafra, das die geopolitische Zone Süd-Ost und Teile der Zone Süd-Süd umfassen würde. Seit 2021 gab es zahlreiche Angriffe auf Sicherheitspersonal und Einrichtungen der Regierung, für die diese beiden Gruppen verantwortlich gemacht werden. IPOB weist diese Vorwürfe zurück und erklärt, lediglich gegen Fulani-Hirt·innen und kriminelle Gruppen vorzugehen (International Crisis Group, 10. Februar 2023, S. 5). Ihr Anführer, Nnamdi Kanu, wurde im November 2025 von einem nigerianischen Gericht wegen Terrorismus zu lebenslanger Haft verurteilt (BBC, 20. November 2025). (→ecoi.net-Suche Biafra)

5. Konflikte

ADF - Africa Defense Forum: Terror Group Mahmuda Emerges in North-Central Nigeria, Wreaks Havoc, 10. Juni 2025,
https://adf-magazine.com/2025/06/terror-group-mahmuda-emerges-in-north-central-nigeria-wreaks-havoc/

Amnesty International: Nigeria: No justice for victims of police brutality one year after #EndSARS Protests, 19. Oktober 2021,
https://www.ecoi.net/de/dokument/2062474.html

Amnesty International: Bloody August. Nigerian Government’s Violent Crackdown on #EndBadGovernance Protests, November 2024,
https://www.amnesty.org/en/documents/afr44/8780/2024/en/

APAnews – Agence de Presse Africaine: Nigeria cancels use of indigenous languages as medium of instruction in schools, 13. November 2025,
https://apanews.net/nigeria-cancels-use-of-indigenous-languages-as-medium-of-instruction-in-schools/

BBC: Nigeria election: Dangers of being religious in a religious nation, 16. Oktober 2022,
https://www.bbc.com/news/world-africa-63255695

BBC: Nigeria's naira shortage: Banks attacked in Warri and Benin City, 15. Februar 2023,
https://www.bbc.com/news/world-africa-64654312?at_medium=RSS&at_campaign=KARANGA

BBC - British Broadcasting Corporation: Nigeria country profile, 28. Juli 2023,
https://www.bbc.com/news/world-africa-13949550

BBC: Nigeria Supreme Court dismisses election challenges by Atiku Abubakar and Peter Obi, 26. Oktober 2023,
https://www.bbc.com/news/world-africa-67227814

BBC- British Broadcasting Corporation: Nigeria drops treason charges against children after outcry, 5. November 2024,
https://www.bbc.com/news/articles/cr4lzqe79x3o

BBC – British Broadcasting Corporation: Could Nigeria's careful ethnic balancing act be under threat?, 27. Mai 2025,
https://www.bbc.com/news/articles/ce9v2m7k988o

BBC - British Broadcasting Corporation: Big shake-up in Nigerian politics as heavyweights join forces, 7. Juli 2025,
https://www.bbc.com/news/articles/cx2470d7x40o

BBC – British Broadcasting Corporation: Nigeria cancels mother-tongue teaching in primary schools and reverts to English, 13. November 2025,
https://www.bbc.com/news/articles/cd7rlrzq88wo

BBC - British Broadcasting Corporation: Nigerian separatist leader sentenced to life for terrorism, 20. November 2025,
https://www.bbc.com/news/articles/cj3z38e6v45o

BBC - British Broadcasting Corporation: The kidnap gangs, jihadists and separatists wreaking havoc in Nigeria, 28. November 2025,
https://www.bbc.com/news/articles/c4g4jlgdyjdo

BBC - British Broadcasting Corporation: US launches strikes against Islamic State in Nigeria, 27. Dezember 2025,
https://www.bbc.com/news/articles/cj69j8l918do

BBC – British Broadcasting Corporation: New alliance shakes up Nigerian political landscape, 4. Mai 2026,
https://www.bbc.com/news/articles/c0q20xzwppdo?at_medium=RSS&at_campaign=rss

Britannica Online Encyclopaedia: Nigeria – Quick Facts, 12. Juni 2026a,
https://www.britannica.com/place/Nigeria

Britannica Online Encyclopaedia: Nigeria – Land, 12. Juni 2026b,
https://www.britannica.com/place/Nigeria#ref55281

Britannica Online Encyclopaedia: Nigeria – Introduction & Quick Facts, 12. Juni 2026c,
https://www.britannica.com/place/Nigeria

Britannica Online Encyclopaedia: Nigeria – Government and society, 12. Juni 2026d,
https://www.britannica.com/place/Nigeria/Government-and-society

Britannica Online Encyclopedia: Nigeria – People, 12. Juni 2026e,
https://www.britannica.com/place/Nigeria/Climate#ref55288

CIA - Central Intelligence Agency: The World Factbook - Nigeria, 19. Dezember 2025,
https://web.archive.org/web/20260109000127/https://www.cia.gov/the-world-factbook/countries/nigeria/#people-and-society

DW – Deutsche Welle: 20 Jahre Scharia in Nord-Nigeria, 27. Oktober 2019,
https://www.dw.com/de/wie-hat-die-einf%C3%BChrung-der-scharia-vor-20-jahren-nigeria-ver%C3%A4ndert/a-50966065

DW - Deutsche Welle: Nigeria: 'Christian genocide' or a crisis of narratives?, 3. November 2025,
https://www.dw.com/en/nigeria-christianity-genocide-religion-boko-haram/a-74421780

EIA - U.S. Energy Information Administration: Country Analysis Brief: Nigeria, 18. November 2025,
https://www.eia.gov/international/content/analysis/countries_long/Nigeria/Nigeria-2025.pdf

EU EOM - European Union Election Observation Mission: Nigeria 2023 Final Report. General Elections 25 February and 18 March 2023, 27. Juni 2023,
https://www.ecoi.net/en/file/local/2098433/EU+EOM+NGA+2023+FR.pdf

GGA - Good Governance Africa: Growing alliance between jihadis and criminals challenges Nigeria’s approach to end farmer-herder conflict, 3. Juni 2025,
https://gga.org/growing-alliance-between-jihadis-and-criminals-challenges-nigerias-approach-to-end-farmer-herder-conflict/

Global Center for the Responsibility to Protect: Populations at Risk – Nigeria, 16. März 2026,
https://www.globalr2p.org/countries/nigeria/

Guardian (The) Nigeria: Nigeria’s gemstones exports hit $15.2m, securing 30th place globally, 23. Mai 2024,
https://guardian.ng/news/nigerias-gemstones-exports-hit-15-2m-securing-30th-place-globally/

Guardian (The) Nigeria: After 16 months, court acquits 11 #EndBadGovernance protesters, 11. Dezember 2025,
https://guardian.ng/news/after-16-months-court-acquits-11-endbadgovernance-protesters/

HRW - Human Rights Watch: Nigeria: A Year On, No Justice for #EndSARS Crackdown, 19. Oktober 2021,
https://www.ecoi.net/de/dokument/2062398.html

HRW - Human Rights Watch: World Report 2025 - Nigeria, 16. Jänner 2025,
https://www.ecoi.net/en/document/2120043.html

Igwe, Uche: Is Lakurawa the emerging face of terror in the Sahel? [Blog], LSE (Hg.) , 27. Jänner 2025,
https://blogs.lse.ac.uk/africaatlse/2025/01/27/is-lakurawa-the-emerging-face-of-terror-in-the-sahel/

International Crisis Group: Mitigating Risks of Violence in Nigeria’s 2023 Elections, 10. Februar 2023,
https://www.ecoi.net/en/file/local/2087024/311-nigeria-elections.pdf

International Crisis Group: Calming Tensions amid Nigeria’s Post-election Controversy, 26. Mai 2023,
https://www.ecoi.net/de/dokument/2094132.html

International Crisis Group: Why is President Trump Threatening a Humanitarian Intervention in Nigeria?, 7. November 2025,
https://www.crisisgroup.org/africa/nigeria-united-states/why-president-trump-threatening-humanitarian-intervention-nigeria

IPS – Inter Press Service: Authorities Urged to Take Lawful Measures to Stop Mass Abductions in Nigeria, 28. November 2025,
https://www.ipsnews.net/2025/11/authorities-urged-to-take-lawful-measures-to-mass-abductions-in-nigeria/

ITA - International Trade Administration: Nigeria Country Commercial Guide – Market Overview, 5. September 2025,
https://www.trade.gov/country-commercial-guides/nigeria-market-overview

Jamestown: JNIM Edges into Nigeria Through Bandit Collusion, 20. November 2025,
https://jamestown.org/jnim-edges-into-nigeria-through-bandit-collusion/

KAS – Konrad Adenauer Stiftung: Nigeria hat gewählt, April 2023,
https://www.ecoi.net/en/file/local/2090099/kas-ngr-gew%C3%A4hlt.pdf

MBDC ─ Middle Belt Development Commission: About Us, ohne Datum,
https://mbdc.com.ng/ng/about.html

Merkur: Diese Länder besitzen die wertvollsten Rohstoffe der Erde, 7. November 2025,
https://www.merkur.de/wirtschaft/diese-laender-besitzen-die-meisten-rohstoffe-der-erde-zr-94006708.html

Ministry of Foreign Affairs of Nigeria: Nigeria – The People, ohne Datum,
https://foreignaffairs.gov.ng/nigeria/the-people/#

Nigeria's Constitution of 1999 with Amendments through 2011, 29. Mai 1999, verfügbar auf The Comparative Constitute Project (CCP),
https://constituteproject.org/constitution/Nigeria_2011.pdf

Nigerian Embassy Germany: Über Nigeria – Regierung und Politik, 29. April 2019,
https://nigeriaembassygermany.org/regierung---politik.htm

OHCHR – UN Office of the High Commissioner for Human Rights: Nigeria: Shock at surge in mass abductions, 25. November 2025,
https://www.ecoi.net/de/dokument/2133508.html

Ojewale, Oluwole: Violence is endemic in north central Nigeria: what communities are doing to cope, The Conversation (Hg.), 23. Juni 2021,
https://theconversation.com/violence-is-endemic-in-north-central-nigeria-what-communities-are-doing-to-cope-157349

Olumba, Ezenwa E.: The Politics of Eco-Violence: Why Is Conflict Escalating in Nigeria’s Middle Belt?, 19. Oktober 2022,
https://www.tandfonline.com/doi/epdf/10.1080/09546553.2022.2129015?needAccess=true

Pew Research Center: Islam and Christianity in Sub-Saharan Africa, April 2010,
https://www.pewresearch.org/religion/wp-content/uploads/sites/7/2010/04/sub-saharan-africa-full-report.pdf

Pew Research Center: 5 facts about religion in Nigeria, 11. November 2025,
https://www.pewresearch.org/short-reads/2025/11/11/5-facts-about-religion-in-nigeria/

Premium Times Nigeria: US confirms Nigeria’s role in Christmas Day bombing of terrorists, 26. Dezember 2025,
https://www.premiumtimesng.com/news/headlines/845649-us-confirms-nigerias-role-in-christmas-day-bombing-of-terrorists.html

Premium Times Nigeria: 2025: Mass abductions, killings, Trump’s rhetoric overshadow Tinubu govt’s war on terror, 2. Jänner 2026,
https://www.premiumtimesng.com/news/top-news/847061-2025-mass-abductions-killings-trumps-rhetoric-overshadow-tinubu-govts-war-on-terror.html

Premium Times Nigeria: Horror of Police Brutality: A Nigerian widow’s pain mirrors victims’ agonies, 6. Jänner 2026,
https://www.premiumtimesng.com/investigationspecial-reports/847691-horror-of-police-brutality-a-nigerian-widows-pain-mirrors-victims-agonies.html

Punch: Marketers blame idle refineries for massive petrol imports, 15. Dezember 2025,
https://punchng.com/marketers-blame-idle-refineries-for-massive-petrol-imports/

Soufan Center (The): From Criminality to Insurgency: The Convergence of Bandits and Jihadists in Nigeria’s Northwest, 22. August 2025,
https://thesoufancenter.org/intelbrief-2025-august-22/

TNH – The New Humanitarian: ‘Everyone knows somebody who has been kidnapped’: Inside Nigeria’s banditry epidemic, 30. Jänner 2023,
https://www.thenewhumanitarian.org/news-feature/2023/01/30/Nigeria-banditry-Zamfara

TNH - The New Humanitarian: EXCLUSIVE: What the latest school kidnapping tells us about Nigeria’s security crisis, 18. Dezember 2025,
https://www.thenewhumanitarian.org/analysis/2025/12/18/exclusive-what-latest-school-kidnapping-tells-us-about-nigerias-security-crisis

USCIRF – United States Commission on International Religious Freedom: Shari’ah Criminal Law in Northern Nigeria, Dezember 2019,
https://www.ecoi.net/en/file/local/2024440/USCIRF_ShariahLawinNigeria_report_120919+v3R.pdf

USDOS - US Department of State: 2023 Report on International Religious Freedom: Nigeria, 26. Juni 2024,
https://www.ecoi.net/en/document/2111576.html

USDOS - US Department of State: Countries of Particular Concern, Special Watch List Countries, Entities of Particular Concern, ohne Datum,
https://www.state.gov/countries-of-particular-concern-special-watch-list-countries-entities-of-particular-concern/