Übersicht zum Land

Fläche: 438.317 km²
Hauptstadt: Bagdad
Einwohnerzahl: 40.462.701 (Schätzung von 2022)
Amtssprachen: Arabisch, Kurdisch[1]

1. Kurzüberblick

Der Irak ist das östlichste Land der arabischen Welt, gekennzeichnet durch die zwei Flüsse Euphrat und Tigris, Gebirgsketten im Nordosten des Landes und Wüste im Westen und Süden.[2] Die circa 40 Millionen starke Bevölkerung des Irak besteht aus 75 bis 80 Prozent Araber·innen und 15 bis 20 Prozent Kurd·innen. Zwischen 95 und 98 Prozent der Bevölkerung sind Muslime, davon sind 61 bis 64 Prozent Schiit·innen und 29 bis 34 Prozent Sunnit·innen. Der Rest der Bevölkerung setzt sich aus ethnischen und religiösen Minderheiten zusammen.[3] Die Mehrheit der Kurd·innen ist im Nordosten des Landes zu finden, insbesondere in der Autonomen Region Kurdistan, die im Wesentlichen aus den drei Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymaniyah besteht.[4] Sunnit·innen überwiegen im Norden und Westen des Landes, unter anderem in den Provinzen Anbar, Salah ad-Din, Ninawa und Diyala.[5] Die Region südlich von Bagdad ist schiitisch geprägt.[6]

Neben ihrer nationalen und konfessionellen Zugehörigkeit identifizieren sich viele Araber·innen und Kurd·innen sehr stark mit ihrer Familie und ihrem Stamm.[7] Es existieren im Irak etwa 150 Stämme, denen 75 Prozent der irakischen Gesamtbevölkerung angehören.[8]

Die heterogene Bevölkerung des Landes fand sich nach dem 1. Weltkrieg durch Entscheidungen von Groß- und Regionalmächten (Großbritannien, Frankreich, Türkei) in einem gemeinsamen Staatsgebiet wieder,[9] zunächst als britisches Mandatsgebiet. Ab 1979 führte mit Saddam Hussein ein sunnitischer Araber das Land, der seine Kritiker mit brutalen Mitteln zum Schweigen brachte. 2003 wurden Saddam Hussein und seine Baath-Partei durch die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten gestürzt. Dadurch entstand ein Sicherheitsvakuum, das zur Ausbreitung aufständischer bewaffneter Gruppen und zum Ausbruch konfessionell motivierter Gewalt führte, die 2006-2008 ihren Höhepunkt erreichte. Nach dem weitgehenden Rückzug der USA im Jahr 2011 blieb die Lage im Land instabil. Nach dem Sturz von Saddam Hussein kam es zu einem konfessionellen Umbruch in der politischen Führung des Landes und die schiitischen Araber gewannen durch Wahlen die Oberhand im Land. Nouri Al-Maliki, der zwischen 2006 und 2014 als Premierminister fungierte, wurde vorgeworfen die sunnitische Bevölkerung zu marginalisieren, Macht für seine eigene Partei anzuhäufen und die Opposition zu unterdrücken. In diesem Zusammenhang rückte der von Sunniten geprägte Islamische Staat (IS), ein Ableger von Al-Qaida im Irak, in den Vordergrund. Ende 2014 kontrollierte der IS etwa ein Drittel des irakischen Territoriums. Die vom IS begangenen Gräueltaten führten zu Millionen von Binnenvertriebenen im Land. Als Reaktion auf den Zusammenbruch der irakischen Sicherheitskräfte in Mossul rief Großayatollah Ali Al-Sistani die Iraker dazu auf, zu den Waffen zu greifen, um ihr Land vor der Bedrohung durch den IS zu verteidigen. Daraufhin meldeten sich tausende vornehmlich schiitische irakische Männer als freiwillige Kämpfer, was zur Bildung der Volksmobilisierungskräfte (Popular Mobilization Forces, PMF) führte,[10] die seit dem Zusammenbruch des IS-Territoriums eine entscheidende Rolle in der Politik des Landes spielen (→ weitere Informationen zu den PMF). Zwischen Oktober 2019 und 2021 kam es im Irak zu immer wieder aufflammenden Protesten gegen das bestehende Regierungssystem, gegen Korruption, hohe Jugendarbeitslosigkeit, Infrastrukturmängel, sowie gegen die Einflussnahme aus dem Ausland.[11]Im August 2022 kommt es zu den schlimmsten Gewalttaten in Bagdad seit Jahren, nachdem der politische Rücktritt des einflussreichen schiitischen Klerikers Muqtada Al-Sadr nach monatelangem Stillstand bei der Bildung einer neuen Regierung Ausschreitungen zur Folge hatte.[12]

2. Autonome Region Kurdistan

Die Autonome Region Kurdistan (ARK) ist in der irakischen Verfassung von 2005 als eigenständige föderale Region anerkannt.[13] Die mehr als 6 Millionen Kurd·innen im Irak[14] sehen sich als ethnisch eigenständige Gruppe,[15] deren Gesellschaft auf Stämmen basiert.[16] Die Mehrheit sind sunnitische Muslim·innen.[17] Unter Saddam Hussein waren die Kurd·innen Opfer eines Arabisierungsprozesses, der Ende der 1980er Jahre in der „Anfal“-Kampagne gipfelte, im Zuge derer mehrere kurdische Regionen mit chemischen Waffen bombardiert wurden.[18] 1991 erlangte die heutige ARK ihre Autonomie vom Zentralirak.[19] In den folgenden Jahren erlangten die heute dominierenden Parteien der Region, die Demokratische Partei Kurdistans (KDP), sowie die rivalisierende Patriotische Union Kurdistans (PUK), ihre Macht.[20] Die DPK wird von der Familie Barzani dominiert, aus der mit August 2021 sowohl der Präsident als auch der Premierminister der Region stammen.[21] Weitere Parteien in der Region sind die Gorran-Bewegung, die Neue Generationsbewegung, islamische Parteien, sowie eine Anzahl von Minderheitenparteien.[22]

Die Kurden und speziell die Peschmerga-Kämpfer, die Streitkräfte der Kurdischen Regionalregierung,[23] waren aktiv im Kampf gegen den IS beteiligt.[24] Durch militärische Gewinne gegen den IS gelang es der Regionalregierung auch bis dato umstrittene Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen, welche jedoch nach der Durchführung eines kontroversen Unabhängigkeitsreferendums und der darauf folgenden heftigen Reaktion der Zentralregierung wieder verloren gingen.[25] Die volatile Sicherheitslage ab 2014, der massive Ölpreisverfall ab 2015 sowie Differenzen mit der irakischen Zentralregierung führten die ARK nach Jahren des wirtschaftlichen und politischen Aufstiegs in eine wirtschaftliche Krise.[26] Im Jahr 2022 steht die ARK vor einer Reihe von Herausforderungen. Militärische Operationen der Türkei gegen die PKK auf irakischem Territorium bringen vor allem die KDP in eine schwierige Position zwischen dem Wirtschaftspartner Türkei und den eigenen Landsleuten. Auch fällt es der KDP und PUK zunehmend schwer auf nationaler Ebene als politische Einheit aufzutreten. Innerhalb der eigenen Region sind die beiden Parteien aufgrund zunehmender sozioökonomischer Probleme wachsenden Protesten gegen ihre Regierung ausgesetzt.[27]

3. Volksmobilisierungskräfte (Popular Mobilization Forces – PMF)

Die Volksmobilisierungskräfte, PMF oder Al-Hashd Al-Sha’abi, sind ein heterogener Dachverband von circa 50 bewaffneten Gruppen[28] unterschiedlicher politischer und ideologischer Ausrichtung. Der größte Block, dem unter anderem die Badr-Organisation, Asa’ib Ahl al-Haqq und Kata’ib Hisbollah angehören, ist eng mit dem Iran verbunden, der zweite Block folgt dem schiitischen Kleriker Ali al-Sistani, und der dritte Block, Saraya Al-Salam, folgt dem irakischen Kleriker Muqtada Al-Sadr,[29] wobei die zwei letzteren von einer vergleichsweise nationalistischen Einstellung geprägt sind.[30]

Ende 2016 wurde den PMF ein den irakischen Streitkräften gleichwertiger Rechtsstatus zuerkannt, womit sie formell dem Premierminister unterstehen.[31] Seit Ende der Kämpfe gegen den IS haben die PMF ihren Wirkungsbereich ausgeweitet. Sie sind politisch und wirtschaftlich aktiv und verfügen über einen eigenen Parteienblock im Parlament.[32] Durch starke Gewinne bei den Parlamentswahlen 2018 konnten die PMF ihre Macht in staatlichen Institutionen ausdehnen[33] und sind im alltäglichen Handeln bald nicht mehr von den ursprünglichen staatlichen Akteuren zu unterscheiden.[34] Etwaige Veränderungen der Situation als Folge von Verlusten bei den Wahlen von 2021[35] sind aufgrund einer anhaltenden politischen Blockade bei der Regierungsbildung[36] und des Rücktritts Muqtada Al-Sadrs[37] mit September 2022 weiterhin unklar. Neben ihrer politischen Rolle bleiben die PMF weiterhin militärisch und als Sicherheitsakteur aktiv.[38]

Speziell im Norden und Westen Iraks wurde immer wieder über Schikanen und Einmischung in Stadt-, Verwaltungs- und Alltagsangelegenheiten durch Mitglieder der PMF berichtet,[39] und auch die Demonstrant·innen in Bagdad und im Südirak zeigten seit Oktober 2019 ihren Unmut über den iranischen Einfluss der PMF.[40]

Detaillierte Informationen zu den schiitischen Milizen im Irak finden Sie hier.[41]

(→ ecoi.net-Suche zu PMF)

4. Islamischer Staat (IS) und andere extremistische Gruppen

Trotz der Gebietsverluste des IS im Irak und in Syrien sind im Irak keine neuen extremistischen Gruppierungen deutlich in Erscheinung getreten. Derartige Netzwerke werden von Gruppen wie Jaysh Rijal al-Tariqa al-Naqshbandia (JRTN) und dem irakischen Ableger von Al-Qaida unterhalten, jedoch operieren diese im Stillen.[42] Im Vergleich dazu ist der IS weiterhin im Irak aktiv, insbesondere in den Provinzen Diyala, Kirkuk, Salah ad-Din und Ninawa,[43] insbesondere in Gebieten, die zwischen der Regionalregierung Kurdistan und der nationalen Regierung Iraks umstritten sind.[44]

Der IS konzentriert sich im Irak auf zwei Arten von Angriffen. Einerseits werden improvisierte Sprengkörper eingesetzt, Checkpoints und gesellschaftlich und politisch wichtige Personen angegriffen. Andererseits greift der IS öffentliche und private Infrastruktur, wie Tankstellen, Öl- und Gaspipelines, Wasserversorgungsanlagen und Strommasten an und brennt Ernten und Häuser nieder, um Chaos zu verursachen.[45] (→ ecoi.net-Suche zum IS im Irak)

5. Ethno-religiöse Minderheiten

Neben schiitischen und sunnitischen Araber·innen und den vorwiegend sunnitischen Kurd·innen ist der Irak Heimat zahlreicher ethnisch bzw. religiöser Minderheiten.[46] Die Verfassung von 2005 erkennt an, dass der Irak ein Land mit einer Vielzahl von Nationalitäten, Religionen und Konfessionen ist.[47] Zu den ethno-religiösen Minderheiten gehören unter anderem die Turkmen·innen (→ ecoi.net-Suche), die Christ·innen (→ ecoi.net-Suche), die Jesid·innen (→ ecoi.net-Suche), die Tscherkess·innen (→ ecoi.net-Suche), die Faili-Kurd·innen (→ ecoi.net-Suche), die Kaka'i (→ ecoi.net-Suche), die Mandäer-Sabäer (→ ecoi.net-Suche), die Roma (→ ecoi.net-Suche), die Schabak (→ ecoi.net-Suche), die Baha'i (→ ecoi.net-Suche) und eine sehr kleine Anzahl von Juden und Jüdinnen (→ ecoi.net-Suche).[48] Neben den ethno-religiösen Minderheiten gibt es auch palästinensische Flüchtlinge (→ ecoi.net-Suche), staatenlose Bidun (→ ecoi.net-Suche), sowie Iraker·innen afrikanischer Abstammung (→ ecoi.net-Suche). Während der vergangenen Jahrzehnte der Gewalt im Land, zunächst unter Saddam Hussein, dann nach dessen Sturz im Jahr 2003, sowie nach der Ausbreitung des IS im Jahr 2014, waren besonders Angehörige von Minderheitengruppen Angriffen ausgesetzt,[49] was dazu führte, dass viele das Land verließen.[50]

Die irakische Verfassung erwähnt zum Thema Religionsfreiheit konkret die Christ·innen, Jesid·innen und Mandäer-Sabäer·innen und nennt als offizielle Sprachen des Landes Arabisch und Kurdisch. Außerdem sieht die Verfassung einen Unterricht in Muttersprache vor und nennt konkret Turkmenisch, Assyrisch und Armenisch.[51]

Berichte über Diskriminierung von und Gewalt gegen Minderheiten umfassen Schikanen und willkürliche Verhaftungen, Einschüchterungen und Verweigerung von Dienstleistungen, gewalttätige Angriffe durch nichtstaatliche Akteure sowie allgemeine gesellschaftliche Diskriminierung im Alltag.[52] (→ ecoi.net-Suche zu Minderheiten im Irak)

Karte 1: Ethnische und linguistische Gruppen. Quelle: BMI - Bundesministerium für Inneres; BMLVS - Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (Österreich): Atlas Syria & Iraq, 2016, S. 20
https://www.ecoi.net/en/file/local/1129216/90_1471942452_bmi-bmlvs-atlas-syria-iraq-2016.pdf

Karte 2: Religiöse Gruppen. Quelle: BMI - Bundesministerium für Inneres; BMLVS - Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (Österreich): Atlas Syria & Iraq, 2016, S. 18
https://www.ecoi.net/en/file/local/1129216/90_1471942452_bmi-bmlvs-atlas-syria-iraq-2016.pdf


[1] CIA – Central Intelligence Agency: The World Fact Book – Iraq, Country Summary, 15. Juni 2022
https://www.cia.gov/the-world-factbook/countries/iraq/summaries

[2] Britannica Online Encyclopedia: Iraq, Land, 29. August 2022
https://www.britannica.com/place/Iraq

[3] CIA – Central Intelligence Agency: The World Fact Book – Iraq, Country Summary, 15. Juni 2022
https://www.cia.gov/the-world-factbook/countries/iraq/summaries

[4] Kurdistan Regional Government: Facts & Figures, ohne Datum
https://gov.krd/boi-en/why-kurdistan/region/facts-figures/

[5] Rudaw: Amid Iraq's instability, Sunnis ponder autonomy from Baghdad, 11. Jänner 2020
https://www.rudaw.net/english/middleeast/iraq/110120201

[6] Al-Bayan Center for Planning and Studies: The role of ethnicities, religions and sects in Iraq, 27. Februar 2021
https://www.bayancenter.org/en/2021/02/2162/

[7] Britannica Online Encyclopaedia: Iraq, People, Arabs, 29. August 2022
https://www.britannica.com/place/Iraq

[8] CRS – Congressional Research Service: Iraq: Tribal Structure, Social and Political Activities [RS22626], 7. April 2008, S.1
https://fas.org/sgp/crs/mideast/RS22626.pdf

[9] BBC News: Sykes-Picot: The map that spawned a century of resentment, 16. Mai 2016
https://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-36300224

[10] World Directory of Minorities and Indigenous Peoples: Iraq, Mai 2018
https://www.refworld.org/docid/4954ce672.html

[11] EPIC – Enabling Peace in Iraq Center: The Long Game: Iraq’s “Tishreen” Movement and the Struggle for Reform, 30. September 2021, S.3-4, 47
https://reliefweb.int/attachments/5c3ee1af-86d8-3485-9e0e-d404fbf630ba/Tishreen_Report_October_2021.pdf

[12] BBC News: Iraq: Tense calm in Baghdad after cleric issues appeal, 30. August 2022
https://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-62715772

[13] Constitution of Iraq 2005, Übersetzung von Constitute Project, ohne Datum, Artikel 117
https://www.constituteproject.org/constitution/Iraq_2005.pdf?lang=en; Agence France-Presse: Iraq's Kurdistan region, autonomous since 1991, 27 September 2018 [veröffentlicht von Fondation-Institut Kurde de Paris]

[14] BBC News: Iraqi Kurdistan profile, 25. April 2018
https://www.bbc.com/news/world-middle-east-28147263

[15] Kelly, Michael: The Kurdish Regional Constitution within the Framework of the Iraqi Federal Constitution: A Struggle for Sovereignty, Oil, Ethnic Identity and the Prospects for a Reverse Supremacy Clause, Pennsylvania State Law Review 114(3), Mai 2010, S.710
https://www.researchgate.net/profile/Michael-Kelly-10/publication/228156881_The_Kurdish_Regional_Constitution_within_the_Framework_of_the_Iraqi_Federal_Constitution_A_Struggle_for_Sovereignty_Oil_Ethnic_Identity_and_the_Prospects_for_a_Reverse_Supremacy_Clause/links/542036bd0cf203f155c2c0a7/The-Kurdish-Regional-Constitution-within-the-Framework-of-the-Iraqi-Federal-Constitution-A-Struggle-for-Sovereignty-Oil-Ethnic-Identity-and-the-Prospects-for-a-Reverse-Supremacy-Clause.pdf

[16] Britannica Online Encyclopaedia: Kurd, People, Social Organization, 22. März 2022
https://www.britannica.com/topic/Kurd

[17] The Kurdish Project: Kurdish Religions, ohne Datum
https://thekurdishproject.org/history-and-culture/kurdistan-religion/#:~:text=have%20been%20founded.-,Kurdish%20Religions,as%20neither%20Sunni%20nor%20Shiite.

[18] HRW – Human Rights Watch: Genocide in Iraq: The Anfal Campaign Against the Kurds, Juli 1993
https://www.refworld.org/docid/47fdfb1d0.html

[19] Agence France-Presse: Iraq's Kurdistan region, autonomous since 1991, 27 September 2018 [veröffentlicht von Fondation-Institut Kurde de Paris]
https://www.institutkurde.org/en/info/latest/iraq-s-kurdistan-region-autonomous-since-1991-8129/

[20] LSE – London School of Economics: The Iraqi Kurds’ Destructive Infighting: Causes and Consequences, 15. April 2020
https://blogs.lse.ac.uk/mec/2020/04/15/the-iraqi-kurds-destructive-infighting-causes-and-consequences/;

Culturico: The dark side of democracy in Kurdistan: The rule of two clans, 6. Februar 2021
https://culturico.com/2021/02/06/the-dark-side-of-democracy-in-kurdistan-the-rule-of-two-clans/

[21] The Presidency of the Kurdistan Region – Iraq: A statement from the President of the Kurdistan Region, 29. August 2022
https://presidency.gov.krd/en/a-statement-from-the-president-of-the-kurdistan-region-7/;
Kurdistan Regional Government: Statement by PM Masrour Barzani on the anniversary of the Badinan Anfal, 25. August 2022
https://gov.krd/english/government/the-prime-minister/activities/posts/2022/august/statement-by-pm-masrour-barzani-on-the-anniversary-of-the-badinan-anfal/

[22] Kurdistan Parliament – Iraq, Parties in the Kurdistan Parliament, ohne Datum (aufgerufen am 5. September 2022)
https://www.parliament.krd/english/members-and-parties/parties/

[23] GPPi – Global Public Policy Institute: Iraq After ISIL, Sub-State Actors, Local Forces and the Micro-Politics of Control, März 2018, S.6
https://reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/Gaston_Derzsi-Horvath_2018_Iraq_After_ISIL.pdf

[24] Clingendael – Netherlands Institute of International Relations: Fighting for Kurdistan?, Assessing the nature and functions of the Peshmerga in Iraq, März 2018
https://www.clingendael.org/sites/default/files/2018-03/fighting-for-kurdistan.pdf

[25] The New Humanitarian: In Iraqi Kurdistan, reality bites as independence dream fades, 26. September 2019
https://www.thenewhumanitarian.org/special-report/2019/09/26/Iraq-Kurdistan-independence-Peshmerga

[26] Kurdistan24: Five reasons for Kurdistan Region financial crisis, 8. Jänner 2016
https://www.kurdistan24.net/en/story/1756-Five-reasons-for-Kurdistan-Region-financial-crisis; MEMO – Middle East Monitor: Economic crisis threatens stability of Kurdistan Region, 14. August 2020
https://www.middleeastmonitor.com/20200814-economic-crisis-threatens-stability-of-kurdistan-region/

[27] Clingendael – Netherlands Institute of International Relations: The Kurdistan Region of Iraq: A Challenging Time Ahead, 28. Juni 2022
https://www.clingendael.org/event/kurdistan-region-iraq-challenging-time-ahead

[28] EPIC: The Future for Iraq’s Popular Mobilization Units (Autor: Matthew Schweitzer), 18. Jänner 2017
https://epic-usa.org/pmu-future/; The Century Foundation: Understanding Iraq’s Hashd al-Sha’bi (Autor: Fanar Haddad), 5. März 2018
https://tcf.org/content/report/understanding-iraqs-hashd-al-shabi/?agreed=1; ICG – International Crisis Group: Iraq’s Paramilitary Groups: The Challenge of Rebuilding a Functioning State, 30. Juli 2018, S.1
https://d2071andvip0wj.cloudfront.net/188-iraqs-paramilitary-groups_0.pdf

[29] ICG – International Crisis Group: Iraq’s Paramilitary Groups: The Challenge of Rebuilding a Functioning State, 30. Juli 2018, S.3-4
https://d2071andvip0wj.cloudfront.net/188-iraqs-paramilitary-groups_0.pdf

[30] Clingendael – Netherlands Institute of International Relations: Power in perspective: Four key insights into Iraq’s Al-Hashd al-Sha’abi, Juni 2018, S.3
https://www.clingendael.org/sites/default/files/2018-06/PB_Power_in_perspective.pdf

[31] RFE/RL – Radio Free Europe/Radio Liberty: Iraq's Parliament Adopts Law Legalizing Shi'ite Militias, 26. November 2016
https://www.rferl.org/a/iraq-adopts-law-legalizing-shi-ite-militias/28141138.html

[32] ICG – International Crisis Group: Iraq’s Paramilitary Groups: The Challenge of Rebuilding a Functioning State, 30. Juli 2018, S.i-ii
https://d2071andvip0wj.cloudfront.net/188-iraqs-paramilitary-groups_0.pdf

[33] MENA Prison Forum: Dispossession and Disappearance, 17. Oktober 2021
https://www.menaprisonforum.org/observer_detail/9/

[34] War on the Rocks: The ’Hybrid Armed Actors’ Paradox: A necessary compromise? (Autor: Renad Mansour) 21. Jänner 2021
https://warontherocks.com/2021/01/the-hybrid-armed-actors-paradox-a-necessary-compromise/

[35] Atlantic Council: Iran’s allies lost seats in the Iraqi elections. Now Tehran is recalibrating its strategy, 7. Dezember 2021
https://www.atlanticcouncil.org/blogs/iransource/irans-allies-lost-seats-in-the-iraqi-elections-now-tehran-is-recalibrating-its-strategy/

[36] BBC News: Iraq: At least 23 dead amid fighting after Moqtada al-Sadr quits, 30. August 2022
https://www.bbc.com/news/world-middle-east-62719497

[37] Al Jazeera: Iraq parliament swears in new members after dozens walk out, 23. Juni 2022
https://www.aljazeera.com/news/2022/6/23/iraq-parliament-swears-in-new-members-after-dozens-walk-out;

BBC News: Iraq: At least 23 dead amid fighting after Moqtada al-Sadr quits, 30. August 2022
https://www.bbc.com/news/world-middle-east-62719497

[38] INA – Iraqi News Agency: PMF counts the number of its forces, elaborates its essential duties, 13. Juni 2022
https://ina.iq/eng/20042-pmf-counts-the-number-of-its-forces-elaborates-its-essential-duties.html

[39] Al-Araby Al-Jadeed: Kasernen der PMF – eine iranische Fassade zur Überwachung der irakischen Provinzen معسكرات الحشد الشعبي... واجهة إيرانية لمراقبة المحافظات العراقية]] 12. Februar 2019
https://www.alaraby.co.uk/politics/2019/2/11/%D9%85%D8%B9%D8%B3%D9%83%D8%B1%D8%A7%D8%AA-%D8%A7%D9%84%D8%AD%D8%B4%D8%AF-%D8%A7%D9%84%D8%B4%D8%B9%D8%A8%D9%8A-%D9%88%D8%A7%D8%AC%D9%87%D8%A9-%D8%A5%D9%8A%D8%B1%D8%A7%D9%86%D9%8A%D8%A9-%D9%84%D9%85%D8%B1%D8%A7%D9%82%D8%A8%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%AD%D8%A7%D9%81%D8%B8%D8%A7%D8%AA-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%B1%D8%A7%D9%82%D9%8A%D8%A9;

USDOS – US Department of State: 2021 Report on International Religious Freedom: Iraq, 2. Juni 2022
https://www.ecoi.net/de/dokument/2073956.html

[40] Carnegie Middle East Center: How Deep Is Anti-Iranian Sentiment in Iraq?, 14. November 2019
https://carnegie-mec.org/diwan/80313

[41] ACCORD – Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: ecoi.net-Themendossier zum Irak: Schiitische Milizen im Irak, 20. Dezember 2021
https://www.ecoi.net/de/laender/irak/themendossiers/schiitische-milizen-im-irak/

[42] K4D, Knowledge, evidence and learning for development: Helpdesk Report, The Islamic State in Iraq, April 2019, S.17
https://reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/580_The_Islamic_State_in_Iraq.pdf

[43] Clingendael – Netherlands Institute of International Relations: A stubborn threat: Islamic State in Iraq in early 2022, Mai 2022, S.3
https://www.clingendael.org/sites/default/files/2022-05/Policy_brief_Islamic_State_in_Iraq_in_early_2022.pdf

[44] Rudaw: ISIS attacks killed over 350 people in Iraq in 11 months, 27. Dezember 2021
https://www.rudaw.net/english/middleeast/iraq/27122021

[45] The Jamestown Foundation: Islamic State Strategies and Propaganda in Iraq Raise Prospects for Resurgence, 22. April 2022
https://jamestown.org/program/islamic-state-strategies-and-propaganda-in-iraq-raise-prospects-for-resurgence/

[46] Minority Rights Group International: World Directory of Minorities and Indigenous People: Iraq, Mai 2018
https://minorityrights.org/country/iraq/

[47] Constitution of Iraq 2005, Übersetzung von Constitute Project, vom 25. Jänner 2006, Artikel 3
https://www.constituteproject.org/constitution/Iraq_2005.pdf?lang=en

[48] IILHR – Institute for International Law and Human Rights: Iraq´s Minorities and Other Vulnerable Groups: Legal Framework, Documentation and Human Rights, Mai 2013, S.64-147
http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/droi/dv/702_iraqsminorities_/702_iraqsminorities_en.pdf

[49] HRW – Human Rights Watch: Iraq, At a Crossroads, Human Rights in Iraq Eight Years after the US-Led Invasion, 2010, S.65
https://www.hrw.org/sites/default/files/reports/iraq0211W.pdf

[50] UNPO – Unrepresented Nations and People Organization: The Situation of Minorities in Iraq after ISIS, 7. Juni 2018
https://unpo.org/article/20889

[51] Constitution of Iraq 2005, Übersetzung von Constitute Project, ohne Datumvom 25. Jänner 2006, Artikel 2 und 4
https://www.constituteproject.org/constitution/Iraq_2005.pdf?lang=en

[52] EUAA – European Union Agency for Asylum: Iraq - Targeting of Individuals, Jänner 2022, S. 45-47; 51-52; 54-62
https://www.ecoi.net/en/file/local/2067451/2022_01_EUAA_COI_Report_Iraq_Targeting_of_individuals.pdf