Anfragebeantwortung zu Syrien: Lage staatenloser Palästinenser·innen und UNRWA-Schutz [a-12598]

10. Juni 2025

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Inhaltsverzeichnis

Haltung der neuen Regierung unter Ahmad Al-Sharaa       

Situation in den Lagern          

Lage des UNRWA in Syrien    

Quellen           

Anhang: Quellenbeschreibungen und Informationen aus ausgewählten Quellen   

Kurzbeschreibungen zu den in dieser Anfragebeantwortung verwendeten Quellen sowie Ausschnitte mit Informationen aus diesen Quellen finden Sie im Anhang.

Haltung der neuen Regierung unter Ahmad Al-Sharaa

Die Action Group for Palestinians of Syria (AGPS) veröffentlicht im März 2025 einen Bericht zur Lage der Palästinenser·innen in Syrien im Jahr 2024, der auch Informationen zu Entwicklungen nach dem Sturz von Baschar Al-Assad enthält. Es sei laut AGPS noch nicht klar, wie die neue syrische Führung mit der palästinensischen Frage umgehen werde, und es seien keine offiziellen Erklärungen zum rechtlichen Status oder zu Änderungen in Bezug auf die Palästinenser·innen in Syrien abgegeben worden. Entwicklungen vor Ort würde jedoch darauf hindeuten, dass die Lage normal sei und es keine Diskriminierung oder Unterscheidung zwischen Palästinenser·innen und Syrer·innen in Bezug auf Rechte, Beschäftigung, Dienstleistungen und dergleichen gebe. Offizielle Delegationen der Übergangsregierung und Anführer von Hay’at Tahrir Al-Scham (HTS) hätten sich mit Würdenträgern und Bewohner·innen mehrerer palästinensischer Lager getroffen und erörtert, wie wichtig es sei, die Sicherheit in den Lagern durch die Bildung lokaler Komitees in Abstimmung mit den zuständigen Behörden zu stärken sowie die Versorgungslage zu verbessern (AGPS, März 2025, S. 43). Die neue Regierung habe sich nicht in die Arbeit der palästinensischen zivilgesellschaftlichen Institutionen eingemischt, und die Arbeit der palästinensischen Wohltätigkeits- und Hilfsvereine, darunter die Palestinian Charitable Society, die Al-Quds Charitable Society, die Jafra Foundation, die Nour Foundation for Relief and Development, die Palestine Student Association, die Fatah Youth Association und der Palästinensische Rote Halbmond, sei in den palästinensischen Lagern und Siedlungen in Syrien fortgesetzt worden (AGPS, März 2025, S. 47).

Nidal Betare, Leiter der Organisation People Demand Change, beschreibt in einem für das Arab Center Washington DC verfassten Artikel die Haltung von Hay’at Tahrir Al-Scham (HTS) gegenüber Palästinenser·innen in Syrien seit der Rebellenoffensive bis zur Übernahme der Staatsmacht. Als HTS im Dezember 2024 in Damaskus einmarschiert sei und die Assad-Regierung gestürzt habe, hätten sich die Anführer der Gruppe bald den palästinensischen Gruppierungen gewidmet. Eine der ersten großen Entscheidungen sei gewesen, die Palästinensische Befreiungsarmee (Palestinian Liberation Army, PLA)[1] aufzulösen und weitere Gruppierungen dazu aufzufordern, ihre Waffen abzugeben. Seitdem HTS die Kontrolle in Syrien übernommen habe, sei sie entschlossen gegen die palästinensischen Gruppierungen vorgegangen, habe Büros und Militärlager von PFLP-GC (Popular Front for the Liberation of Palestine – General Command)[2], Al-Sa'iqa[3] und Fateh Al-Intifada[4] geschlossen und deren Waffen beschlagnahmt. Die Büros weiterer palästinensischer Organisationen wie Islamischer Dschihad[5], der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas (DFLP), sowie Fatah und Hamas hätten geöffnet bleiben dürfen. Alle Gruppierungen müssten jedoch innerhalb der von den neuen Behörden in Damaskus festgelegten Grenzen operieren. HTS habe noch keine vollständige politische Handlungsweise gegenüber dem israelisch-palästinensischen Konflikt entwickelt. Sie habe jedoch die traditionelle politische Struktur der Palästinenser·innen, die sich über viele Jahrzehnte unter dem Assad-Regime entwickelt habe, aufgelöst, mit dem Ziel, die Präsenz dieser Gruppen in Syrien zu verringern und sie in gemeindebasierte Organisationen umzuwandeln (Betare, 21. März 2025). Laut einem Artikel von AFP habe sich das Vorgehen der neuen syrischen Behörden insbesondere gegen pro-iranische Gruppierungen gerichtet, die Teil der iranischen Widerstandsachse gegen Israel seien. Manche von ihnen hätten auch seit Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 2011 auf Seite von Baschar Al-Assad gekämpft (AFP, 23. Mai 2025).

Das Online-Nachrichtenmagazin The Cradle veröffentlicht im März 2025 den Kommentar eines anonymen Palästina-Korrespondenten. Laut ihm verfolge die neue Übergangsregierung in Damaskus eine Strategie des Vorgehens gegen „die palästinensische Sache“ und eines Beiseiteschiebens der UNRWA. Es wird wie im oben genannten Artikel über die Konfiszierung der Büros und Besitztümer verschiedener palästinensischer Gruppierungen berichtet. Mehrere Anführer seien festgenommen, unter Hausarrest gestellt oder verhört worden. Das harte Vorgehen gegen politische Gruppierungen habe in den Palästinenserlagern Syriens ein Führungsvakuum geschaffen (The Cradle, 25. März 2025).

BBC News berichtet im Mai 2025 über die Lage der palästinensischen Gruppierungen unter der neuen Führung in Damaskus. Der Artikel zitiert einen palästinensischen Aktivisten namens Firas Schihabi. Laut Schihabi erlebe die palästinensische Szene in Syrien derzeit einen Wandel, manche Fraktionen hätten ihre Arbeit eingestellt beziehungsweise ihre Rolle sei geschwächt worden. Fraktionen, die mit Baschar Al-Assad verbündet gewesen seien, hätten ihre Stellung verloren und manche ihrer Mitglieder, die an Bluttaten beteiligt gewesen seien, seien festgenommen worden. Laut Schihabi habe das politische und gesellschaftliche Vakuum, dass durch den Niedergang palästinensischer Gruppierungen entstanden sei, eine große Auswirkung auf die palästinensische Gemeinschaft in Syrien, die Gruppierungen würden nicht länger die Bestrebungen der Gemeinschaft reflektieren. Palästinenser·innen hätten die gleichen Sorgen wie Syrer·innen in Bezug auf die politische Ungewissheit, die sich verschlechternde Sicherheitslage und Angst vor der religiösen Ausrichtung des neuen Systems. Zudem fürchte man die Anwendung eines Eigentumsgesetzes, das Palästinenser·innen als Ausländer·innen behandeln würde und bereits unter Baschar Al-Assad gegen sie zur Anwendung gekommen sei. Das Lager Yarmouk, das schwerem Bombardement ausgesetzt gewesen sei, sei am meisten zerstört. Es sei bestimmt Teil des Wiederaufbauplans, aber wer würde sich dessen wohl annehmen, habe sich Schihabi gefragt. Trotz aller Sorgen erwarte Schihabi jedoch keine imminenten Änderungen des rechtlichen Status von Palästinenser·innen in Syrien (BBC News, 14. Mai 2025).

Situation in den Lagern

Die Action Group for Palestinians of Syria (AGPS) schreibt in ihrem Bericht vom März 2025 zur Lage nach dem Sturz von Baschar Al-Assad, dass in dessen Folge die Preise von Brot und Treibstoff gesunken seien. Die Bewohner·innen mehrerer palästinensischer Lager hätten ein rasches Eingreifen gefordert, um die sich verschlechternden humanitären Bedingungen in den Lagern zu verbessern. Diese würden unter einem schwerwiegenden Mangel an allen grundlegenden Dienstleistungen leiden, insbesondere das Lager Handarat, in dem es an Trinkwasser, Strom und Gas für den Haushalt fehle (AGPS, März 2025, S. 30-31).

Der anonyme Palästina-Korrespondent setzt in seinem in The Cradle erschienenen Artikel fort, dass die ohnehin bereits schlechten Lebensbedingungen in den palästinensischen Lagern sich weiter verschlechtert hätten. Am 24. Februar 2025 habe das Komitee für Gemeindeentwicklung in Deraa, unter dem Vorwand, die Bereitstellung von Dienstleistungen zu verbessern, mit der Erhebung detaillierter personenbezogener Daten von Bewohner·innen der Lager begonnen. Eine ähnliche Zählung sei einige Tage zuvor in Dscharamana durchgeführt worden, aber der Zweck und die Geldgeber dieser Bemühungen seien unklar geblieben. Die Hamas habe das Führungsvakuum ausgenutzt und habe mithilfe von verbündeten Organisationen wie der Palästinensischen Entwicklungsbehörde (Palestine Development Authority) begonnen, Lebensmittel und finanzielle Hilfen zu verteilen, häufig über in HTS eingebettete Mittelsmänner. Dies sei zur selben Zeit geschehen, als vormals von Palestinian Islamic Jihad (PIJ) angebotene Dienstleistungen – einschließlich Transport, Gemeinschaftsküchen und medizinische Unterstützung – eingestellt worden seien. Sogar das Hauptquartier der Palästinensisch-Iranischen Freundschaftsgesellschaft in Yarmouk sei von HTS-Elementen übernommen und umfunktioniert worden. Andere Akteure, wie die Jafra Foundation und der Palästinensische Rote Halbmond, seien trotz erheblicher Einschränkungen weiterhin tätig. Ihre Bemühungen würden jedoch nicht ausreichen, um die Nachfrage zu decken, zumal die lokale Wirtschaft weiter einbreche. Die meisten Flüchtlinge seien auf informelle Arbeit angewiesen, und da ein Großteil der Wirtschaft lahmgelegt sei, sei das tägliche Überleben prekär geworden (The Cradle, 25. März 2025).

Lage des UNRWA in Syrien

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) veröffentlicht im März 2025 einen Überblick zur Lage der Palästinenser·innen in Syrien und zu Aktivitäten der UNRWA. UNRWA betreue 438.000 Palästina-Flüchtlinge in Syrien, die zu den vulnerabelsten Bevölkerungsgruppen gehören würden: über 90 Prozent von ihnen würden unterhalb der Armutsgrenze leben und seien auf die von UNRWA bereitgestellte Bargeld-Nothilfe als Haupteinkommensquelle angewiesen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. Mehr als zwei Drittel (62 Prozent) der Palästina-Flüchtlinge seien Anfang 2024 von Ernährungsunsicherheit betroffen gewesen (gegenüber 46 Prozent im Jahr 2022) (UNRWA, 13. März 2025, S. 1). UNRWA benötige dringende Finanzierung für lebensrettende Hilfsleistungen, darunter die Aufrechterhaltung der Dienste für die vulnerabelsten Menschen. Zudem werde dringend Unterstützung benötigt, um beschädigte Unterkünfte und UNRWA-Einrichtungen in den Lagern instand zu setzen, um den zurückkehrenden Flüchtlingen menschenwürdige Lebensbedingungen zu bieten und dem Hilfswerk die Wiederaufnahme grundlegender Dienstleistungen, einschließlich Bildung und Gesundheitsversorgung, in größerem Umfang zu ermöglichen. Im Zeitraum 2024/2025 habe das Hilfswerk eine Schule und ein Dienstleistungszentrum im Lager Yarmouk sowie ein Gesundheitszentrum im Lager Ein Al-Tal instandgesetzt (UNRWA, 13. März 2025, S. 3).

Laut dem Bericht der Action Group for Palestinians of Syria (AGPS) vom März 2025 sei die finanzielle Lage des UNRWA instabil; das Hilfswerk werde 2024 mit einem Defizit abschließen, und es werde nach zusätzlichen Mitteln gesucht. Jedoch würden die laufende Kampagne gegen UNRWA[6] und die Tatsache, dass viele Geber ebenfalls mit Sparmaßnahmen konfrontiert seien, bedeuten, dass das Jahr 2025 wahrscheinlich noch schwieriger werde. Die Finanzierung von UNRWA hänge fast ausschließlich von freiwilligen Beiträgen der Geberländer ab, was bedeute, dass Dauer, Art und Umfang der humanitären Hilfe für die Palästinenser·innen von der Höhe dieser Beiträge abhängen werde. Mit Stand 2024 sei der Nothilfeaufruf des UNRWA für Syrien nur zu 16,72 Prozent finanziert gewesen. Trotz aller Bemühungen des Hilfswerks, mehr Mittel von den Gebern zu mobilisieren, sei es nicht gelungen, mehr Gelder zu bekommen. Außerdem sei die Gesamtfinanzierung für Syrien ebenfalls zurückgegangen und UNO-Organisationen seien gezwungen, viele ihrer Programme aufgrund der fehlenden Finanzierung zu kürzen (AGPS, März 2025, S. 72-73). Trotz all dieser Umstände sei UNRWA im Laufe des Jahres 2024 in der Lage gewesen, palästinensischen Flüchtlingen eine gewisse grundlegende humanitäre Hilfe zukommen zu lassen: das Hilfswerk habe zwei Runden Bargeld-Nothilfe verteilt und Nahrungsmittelhilfe für die bedürftigsten Flüchtlinge bereitgestellt. Andere geplante humanitäre Maßnahmen, wie die Unterstützung von Familien während der Wintersaison, hätten nicht durchgeführt werden können. Angesichts des plötzlichen Zustroms von bedürftigen palästinensischen Flüchtlingen aus dem Libanon habe UNRWA zusätzliche Mittel mobilisieren können und habe Nahrungsmittel und Bargeldhilfe und weitere Hilfsgüter an betroffene Familien verteilt. Seit Mitte Jänner 2025 würden palästinensische Flüchtlinge, die sich in Nordsyrien aufgehalten hätten, in ihre Häuser zurückkehren; sie würden dringend jedwede Hilfe, darunter Bargeld, Nahrungsmittel und weitere Hilfsgüter, benötigen. UNRWA habe damit begonnen, verschiedene Geber über diesen Bedarf zu informieren, und diese Flüchtlinge würden Unterstützung erhalten, sobald Mittel dafür eingegangen seien (AGPS, März 2025, S. 74-75).

Der oben erwähnte anonyme palästinensische Korrespondent schreibt in seinem Artikel für The Cradle, dass die neuen syrischen Behörden zwar UNRWA nicht offen ins Visier genommen hätten, ihre mangelnde Kooperation jedoch Bände spreche. Das UNRWA scheine nicht mehr als die wichtigste Institution für palästinensische Angelegenheiten in Syrien angesehen zu werden. Im Lager Khan Eshieh habe ein lokales Komitee, das mit der neuen Verwaltung zusammenarbeite, das Gouvernement Damaskus dazu aufgefordert, einen kommunalen Plan zur Sanierung der Infrastruktur des Lagers auszuarbeiten. Die Schlussfolgerung sei klar: die syrischen Behörden würden sich darauf vorbereiten, die Verwaltung des Lagers gemäß dem jordanischen Modell von der UNRWA zu übernehmen (The Cradle, 25. März 2025).

The New Arab berichtet im April 2025, dass der Generalkommissar der UNRWA, Philippe Lazzarini, im Vorfeld einer geplanten Reise durch die Palästinenserlager des Landes Damaskus besucht habe. Der Besuch habe zum Ziel, die Zusammenarbeit, Unterstützung und die Dienstleistungen für palästinensische Flüchtlinge im Land zu verbessern. Im Rahmen des Besuchs habe er sich mit der syrischen Sozialministerin Hind Kabawat sowie mit dem Minister für Notfall- und Katastrophenmanagement, Raed Al-Saleh getroffen. In Gesprächen mit letzterem sei es unter anderem darum gegangen, welche Mechanismen eingerichtet werden können, um die Kontinuität der UNRWA-Dienste zu gewährleisten (The New Arab, 15. April 2025).

Ältere Informationen zu Tätigkeiten von UNRWA in Syrien finden sich auch in folgenden Anfragebeantwortungen:

·      ACCORD – Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Provinz Rif Dimashq: Tätigkeit und Ausmaß der Tätigkeiten des Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA); Angebot medizinischer Versorgung von registrierten palästinensischen Flüchtlingen [a-12456-1], 20. November 2024
https://www.ecoi.net/de/dokument/2118021.html

·      ACCORD – Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Provinz Rif Dimashq: Lager Khan Eshieh und Sbeineh: Betreiber; Lage bezüglich Versorgung, Nahrung, Gesundheit, Unterkünfte [a-12456-2], 20. November 2024
https://www.ecoi.net/de/dokument/2118023.html

·      ACCORD – Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Möglichkeit für Personen, sich in einem anderen UNRWA-Lager niederzulassen als in jenem, in dem sie registriert sind [a-12456-3], 20. November 2024
https://www.ecoi.net/de/dokument/2118024.html

Quellen: (Zugriff auf alle Quellen am 10. Juni 2025)

·      ACCORD – Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Provinz Rif Dimashq: Tätigkeit und Ausmaß der Tätigkeiten des Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA); Angebot medizinischer Versorgung von registrierten palästinensischen Flüchtlingen [a-12456-1], 20. November 2024
https://www.ecoi.net/de/dokument/2118021.html

·      ACCORD – Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Provinz Rif Dimashq: Lager Khan Eshieh und Sbeineh: Betreiber; Lage bezüglich Versorgung, Nahrung, Gesundheit, Unterkünfte [a-12456-2], 20. November 2024
https://www.ecoi.net/de/dokument/2118023.html

·      ACCORD – Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Möglichkeit für Personen, sich in einem anderen UNRWA-Lager niederzulassen als in jenem, in dem sie registriert sind [a-12456-3], 20. November 2024
https://www.ecoi.net/de/dokument/2118024.html

·      AFP – Agence France-Presse: Palestinian faction chiefs quit Damascus amid pressure: faction sources, 23. Mai 2025 (verfügbar über Factiva)

·      AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: What happened to the Palestinian Liberation Army?, 21. Jänner 2025
https://www.actionpal.org.uk/en/post/13943/flash-news/what-happened-to-the-palestinian-liberation-army

·      AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: The General scene of the Palestinians of Syria during the Year 2024, März 2025
https://actionpal.org.uk/en/reports/special/general-scene-of-pal-sy-2024.pdf

·      BBC News: Palästinenser·innen in Syrien: was ist das Schicksal der Fraktionen angesichts der neuen Regierung? [Arabisch], 14. Mai 2025
https://www.bbc.com/arabic/articles/c0qnv521qpno

·      Cradle (The): How Syria's HTS is quietly dismantling the Palestinian cause, 25. März 2025
https://thecradle.co/articles-id/29627

·      DW – Deutsche Welle: Geber drehen UN-Hilfswerk für Palästinenser den Geldhahn zu, 28. Jänner 2024
https://www.dw.com/de/geber-drehen-un-hilfswerk-f%C3%BCr-pal%C3%A4stinenser-den-geldhahn-zu/a-68104978

·      ECFR – European Council on Foreign Relations: Popular Front for the Liberation of Palestine-General Command (PFLP-GC), ohne Datum (a)
https://ecfr.eu/special/mapping_palestinian_politics/popular_front_for_the_liberation_of_palestine_general_command/#

·      ECFR – European Council on Foreign Relations: Islamic Jihad (PIJ), ohne Datum (b)
https://ecfr.eu/special/mapping_palestinian_politics/palestinian_islamic_jihad/

·      Encyclopaedia Britannica: al-āʿiqah, ohne Datum
https://www.britannica.com/topic/al-Saiqah

·      HRW - Human Rights Watch: Gaza: US, UK Outliers in Holding Back UNRWA Funding, 18. Juli 2024
https://www.hrw.org/news/2024/07/18/gaza-us-uk-outliers-holding-back-unrwa-funding

·      New Arab (The): UNRWA chief in Damascus to discuss support of Palestinians in Syrian camps, 15. April 2025
https://www.newarab.com/news/unrwa-chief-damascus-discuss-support-palestinians

·      Syria TV: Die mit dem Assad-Regime assoziierten palästinensischen Fraktionen richten sich außerhalb Syriens neu aus [Arabisch], 14. Februar 2025
https://www.syria.tv/%D8%A7%D9%84%D9%81%D8%B5%D8%A7%D8%A6%D9%84-%D8%A7%D9%84%D9%81%D9%84%D8%B3%D8%B7%D9%8A%D9%86%D9%8A%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%B1%D8%AA%D8%A8%D8%B7%D8%A9-%D8%A8%D9%86%D8%B8%D8%A7%D9%85-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D8%B3%D8%AF-%D8%AA%D8%B9%D9%8A%D8%AF-%D8%AA%D9%85%D9%88%D8%B6%D8%B9%D9%87%D8%A7-%D8%AE%D8%A7%D8%B1%D8%AC-%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A7

·      UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: UNRWA in Syria – Factsheet, 13. März 2025
https://www.unrwa.org/sites/default/files/content/resources/unrwa_in_syria_2025_factsheet.pdf

Anhang: Quellenbeschreibungen und Informationen aus ausgewählten Quellen

Die Action Group for Palestinians of Syria (AGPS) ist eine in London ansässige Menschenrechtsorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Situation palästinensischer Flüchtlinge in Syrien zu dokumentieren.

·      AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: The General scene of the Palestinians of Syria during the Year 2024, März 2025
https://actionpal.org.uk/en/reports/special/general-scene-of-pal-sy-2024.pdf

„The commercial markets witnessed a noticeable decrease in the prices of materials, and an influx of a number of materials from rural areas to cities. The price of bread also decreased with its permanent availability, and the organization of bakeries and the distribution process. Fuel was also available at gas stations and mobile cars that sell burnt materials, and its prices decreased, with international promises to supply Syria with food, oils, and other materials. Residents in a number of Palestinian camps called for the need for rapid intervention to improve the deteriorating humanitarian conditions in the camps, which suffer from a severe shortage of all basic services, especially Handarat camp, which lacks drinking water, electricity, and domestic gas, in addition to the urgent need to secure food aid.” (AGPS, März 2025, S. 30-31)

„It is not yet clear how the new Syrian leadership will deal with the Palestinian issue, and no official statements have been issued regarding the legal status or any changes regarding the Palestinians of Syria, but the field developments indicate that the situation is normal and there is no discrimination or differentiation between Palestinians and Syrians in rights, employment, services, etc. Official delegations from the caretaker government in Syria and leaders from the ‘Hayat Tahrir al-Sham’ met with dignitaries and residents of a number of Palestinian camps, and discussed the importance of strengthening security within the camps by forming local committees to protect them in coordination with the relevant authorities, in addition to improving the service reality.” (AGPS, März 2025, S. 43)

„The new administration in Syria did not interfere in the work of Palestinian popular institutions, and the work of Palestinian charitable and relief associations continued inside the Palestinian camps and gatherings in Syria, the most prominent of which are the ‘Palestinian Charitable Society’, the ‘Al-Quds Charitable Society’, the ‘Jafra Foundation’, the ‘Nour Foundation for Relief and Development’, the ‘Palestine Student Association’, the ‘Fatah Youth Association’, the ‘Palestinian Red Crescent’, the ‘Union of Palestinian Jurists’, and many popular and social institutions in the Palestinian camps. The ‘Palestine Development Authority’ also entered from northern Syria after the fall of the regime and began its work in the Palestinian camps.” (AGPS, März 2025, S. 47)

„The financial situation of the agency is unstable; The agency will end 2024 with a deficit, and additional funding is being sought; but the ongoing campaign against UNRWA [United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East] and the fact that many donors are also facing austerity measures mean that 2025 is likely to be even more difficult. UNRWA relies almost entirely on voluntary contributions from donor countries for its funding, meaning that the duration, nature and amount of humanitarian assistance provided to Palestinians will depend on the level of these contributions.

As of 2024, UNRWA’s emergency appeal for Syria was only 16.72% funded, and despite all the agency’s efforts to mobilize funds from donors, it has not been possible to mobilize more. It is worth noting that overall funding for Syria has also declined and UN agencies have been forced to cut many of their programmes due to lack of funding.” (AGPS, März 2025, S. 72-73)

„Despite all the above circumstances, UNRWA was able to provide some basic humanitarian assistance to refugees; the agency distributed two rounds of emergency cash assistance throughout the year, and provided food assistance to the most vulnerable refugees. It was not possible to implement any of the other planned humanitarian response activities; such as supporting families during the winter season. With the sudden influx of vulnerable refugees coming from Lebanon, the agency was able to mobilize additional funding and distributed emergency cash assistance; in addition to food and non-food items to these families. Since mid-January, Palestinian refugees who were in northern Syria have started returning to their homes; they were in dire need of all kinds of assistance; cash, food, non-food items and other needs. UNRWA has started informing various donors of these needs, and these refugees will be supported with assistance as soon as funding is received.” (AGPS, März 2025, S. 74-75)

Nidal Betare ist Mitbegründer und Leiter der in den USA ansässigen Organisation People Demand Change. Diese beschreibt sich selbst als eine kleine Firma im Humanitär- und Entwicklungsbereich, die die Zivilgesellschaft in der arabischen Welt unterstützt.

·      Betare, Nidal: A New Opportunity for Palestinians in Syria, Arab Center Washington DC (Hg.), 21. März 2025
https://arabcenterdc.org/resource/a-new-opportunity-for-palestinians-in-syria/

„When Hay’at Tahrir al Sham (HTS) entered Damascus in December 2024 and toppled the Assad regime, its leaders quickly addressed the Palestinian factions. HTS’s first big decision was to dissolve the Palestinian Liberation Army (PLA) and ask other factions to surrender their arms. Syria’s new de facto president, Ahmed al-Sharaa, has since communicated that under his leadership, Syria will not serve as a base for launching attacks against neighbors and other nations and Syria will continue to adhere to its 1974 disengagement agreement with Israel. This has been his consistent position since taking control, despite the Israeli bombing of Syria’s military bases immediately after Bashar’s fall and the ongoing Israeli invasion of Syrian territories, including on the rural outskirts of Damascus. […]

As HTS has taken control in Syria, it has taken decisive action against the Palestinian factions. It has closed and confiscated the offices, weapons, and military camps of PFLP-GC [Popular Front for the Liberation of Palestine – General Command], al-Sa’iqa, and Fateh al Intifada. HTS has allowed the offices of Islamic Jihad, Popular Front for the Liberation of Palestine (PFLP), Democratic Front for the Liberation of Palestine (DFLP), Fatah, and Hamas to stay open. Still, all factions have to operate within the permissible limits established by the new authorities in Damascus. […]

HTS has not yet established a complete policy toward the Israeli-Palestinian conflict. But it has dismantled the traditional Palestinian political structure developed over many decades under the Assad regimes, with the goals of reducing the presence of these groups in Syria and transforming them into community-based organizations. The Palestinian leaders who agreed to this have remained in Syria, adjusting their roles and restructuring their presence accordingly. Those who have opposed it have left Syria for Lebanon, where some Palestinian factions still have assets and resources, although limited.” (Betare, 21. März 2025)

The Cradle ist ein Online-Nachrichtenmagazin, in dem Journalist·innen aus der Region über die Geopolitik Westasiens berichten und Entwicklungen analysieren und kommentieren.

·      Cradle (The): How Syria's HTS is quietly dismantling the Palestinian cause, 25. März 2025
https://thecradle.co/articles-id/29627

„The day after HTS forces entered Damascus, they launched a wave of closures targeting Palestinian faction offices. Those belonging to Fatah al-Intifada, the Baath-aligned Al-Sa'iqa movement, and the PFLP-GC [Popular Front for the Liberation of Palestine – General Command] were shuttered, with their weapons, vehicles, and real estate seized. The Democratic Front for the Liberation of Palestine (DFLP), which had maintained a lower profile during the Syrian war, was allowed to continue operating – though under observation. […]

In early February, Fatah al-Intifada’s Secretary-General Abu Hazem Ziad al-Saghir was arrested at his home. After hours of interrogation and a raid on his office – where documents reportedly linked him to Iran’s Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) – he was released. A week later, he was re-arrested and held at a newly established detention site behind the Abbasid Stadium. A financial settlement was reached: $500,000 in exchange for his release and deportation to Lebanon. […]

The Palestinian Baathist faction, Al-Sa'iqa, fared no better. Its Secretary-General Muhammad Qais was interrogated and stripped of the group’s assets. Though he was not in command during the Battle of Yarmouk and thus escaped harsher punishment, HTS ordered the removal of the term ‘Baath’ from all official materials. A statement soon emerged from within the occupied territories denouncing Qais as a ‘regime remnant,’ suggesting a growing internal split.

HTS also clamped down hard on the PFLP-GC, whose Secretary-General, Talal Naji, was placed under house arrest and interrogated multiple times. All the group’s offices, vehicles, and weapons were confiscated, their headquarters shuttered, and its members beaten and humiliated. Their radio station, Al-Quds Radio, was seized, and their Umayyah Hospital is reportedly next in line. […]

The crackdown on political groups has created a leadership vacuum in Syria’s Palestinian camps. Living conditions – already dire – have deteriorated further. In early February, protests erupted in several camps over Israel's brutal attacks on the occupied West Bank's Jenin Camp, following the PA [Palestinian Authority] delegation’s visit and the Syrian government’s formal recognition of Ramallah’s authority. Many feared this shift would accelerate plans for permanent resettlement of the refugees. At the same time, residents say they were coerced into public rallies in support of Sharaa’s self-declared presidency.

On 24 February, the Community Development Committee in Deraa began collecting detailed personal data from camp residents under the pretext of improving service delivery. A similar census was launched days earlier in Jaramana, but the purpose and funders of these efforts remain unclear.

Into this vacuum stepped Hamas. Through affiliated organizations like the Palestine Development Authority, Hamas began distributing food and financial aid, often via operatives embedded within HTS. This effort came as services once offered by the PIJ [Palestinian Islamic Jihad] – including transportation, communal kitchens, and medical support – were halted. Even the Palestinian-Iranian Friendship Association’s headquarters in Yarmouk was taken over and repurposed by HTS elements.

Other actors, such as the Jafra Foundation and the Palestinian Red Crescent, continue to operate despite significant constraints. Their efforts have been insufficient to meet demand, particularly as the local economy continues to collapse. Most refugees rely on informal work, and with much of the economy paralyzed, daily survival has become precarious. […]

Though the new Syrian authorities have not openly targeted UNRWA, their lack of cooperation speaks volumes. UNRWA no longer appears to be viewed as the primary institution responsible for Palestinian affairs in Syria.

In Khan Eshieh Camp, a local committee working with the new administration petitioned the Damascus Governorate to prepare a municipal plan for rehabilitating the camp’s infrastructure. The implication was clear: Syrian authorities are preparing to take over camp management from UNRWA, following the Jordanian model.

Meanwhile, the Immigration and Passports Department resumed issuing travel documents for Palestinian refugees in January, a bureaucratic move that revealed the new government’s intention to reassert control. Around the same time, the Palestinian Arab Refugee Association in Damascus suspended its operations following a break-in that reportedly disrupted pension payments to retired refugees.” (The Cradle, 25. März 2025)

The New Arab ist eine englischsprachige Informationswebseite mit Sitz in London. The New Arab beschreibt sich als fortschrittliches, unparteiisches Nachrichtenportal, das sich auf Themen wie Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte konzentriert, insbesondere in arabischen Staaten. Herausgegeben wird The New Arab vom katarischen Handelsunternehmen Fadaat Media Group.

·      New Arab (The): UNRWA chief in Damascus to discuss support of Palestinians in Syrian camps, 15. April 2025
https://www.newarab.com/news/unrwa-chief-damascus-discuss-support-palestinians

„The commissioner general of the UN agency for Palestinian refugees, Philippe Lazzarini, visited Syria's capital Damascus on Monday to hold talks with officials ahead of a planned tour of Palestinian camps in the country. An informed source told The New Arab’s Arabic language sister publication, Al-Araby Al-Jadeed, that the visit aims to enhance cooperation, support and services provided to Palestinian refugees in the country. Lazzarini met with Syria’s minister of social affairs, Hind Qabbat, early on Monday, with the pair discussing how the UN and Syrian government can work together to aid Palestinian refugees, particularly regarding the support of UNRWA schools and health centres. […] The UN chief also met with the Syrian minister of emergency and disaster management, Raed al-Saleh, where they discussed how to enhance the humanitarian response provided to Palestinians, and mechanisms that can be put in place to ensure the continuity of UNRWA services.” (The New Arab, 15. April 2025)

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA) ist ein Hilfsprogramm der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in Gaza und Amman, das Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten unterstützt.

·      UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: UNRWA in Syria – Factsheet, 13. März 2025
https://www.unrwa.org/sites/default/files/content/resources/unrwa_in_syria_2025_factsheet.pdf

„UNRWA serves 438,000 Palestine Refugees in Syria, where Palestine Refugees are amongst the most vulnerable: over 90 percent live below the poverty line, relying on UNRWA’s emergency cash assistance as main source of income to meet their basic needs. More than two thirds (or 62 percent) of Palestine Refugees were food insecure in early 2024 (compared to 46 percent in 2022).” (UNRWA, 13. März 2025, S. 1)

Urgent funding needed for lifesaving assistance: UNRWA provides essential services to Palestine Refugees in Syria, survivors of a brutal war. Urgent funding is required to sustain these services for the most vulnerable. Rebuilding lives and essential infrastructure: urgent support is needed to repair damaged shelters and UNRWA installations in Palestine Refugee camps, to provide returning refugees with dignified living conditions and allow the Agency to resume essential services, including education and healthcare, at a larger scale. In 2024/2025, the Agency has rehabilitated one school and service centre in Yarmouk camp, and one health centre in Ein el Tal camp” (UNRWA, 13. März 2025, S. 3)



[1] Unter Baschar Al-Assad mussten in Syrien lebende Palästinenser innerhalb der sogenannten Palestinian Liberation Army Wehrdienst leisten (siehe AGPS, 21. Jänner 2025).

[2] PFLP-GC ist eine von der Assad-Regierung und vom Iran unterstützte Gruppierung, die sich an Kämpfen gegen die syrische Opposition beteiligte (siehe ECFR, ohne Datum a).

[3] Al-Sa'iqa wurde 1968 als bewaffnete Gruppe des palästinensischen Arms der syrischen Baath-Partei eingerichtet (siehe Encyclopaedia Britannica, ohne Datum). Sie unterstützte die Assad-Regierung und ging mit Gewalt gegen PalästinenserInnen vor, die Sympathien für die syrische Revolution zeigten (Syria TV, 14. Februar 2025).

[4] Fateh Al-Intifada ist eine Gruppe, die als Abspaltung von Fatah und als enger Verbündeter der Assad-Regierung beschrieben wird. Sie unterstützte die Assad-Regierung und ging mit Gewalt gegen PalästinenserInnen vor, die Sympathien für die syrische Revolution zeigten (Syria TV, 14. Februar 2025).

[5] Palästinensischer Islamischer Jihad (PIJ) wurde 1981 im Gazastreifen gegründet, wird vom Iran unterstützt und führte bis 2007 Selbstmordanschläge in Israel durch (siehe ECFR, ohne Datum b).

[6] Gemeint ist der Stopp der Finanzierung von UNRWA durch mehrere Geberländer infolge von Vorwürfen der Beteiligung von UNRWA-Mitarbeitern in Gaza an der Hamas-Attacke auf Israel am 7. Oktober 2023 (siehe DW, 28. Jänner 2024; HRW, 18. Juli 2024)