Anfragebeantwortung zu Afghanistan: Identitätsnachweise und Dokumente zum Nachweis der Mutterschaft: Tazkira, Heiratsurkunde, Geburtsurkunde [a-11555]

18. Mai 2021

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Identitätsdokumente und Nachweis der Mutterschaft

Sowohl die afghanische Botschaft in Wien als auch ich Berlin informieren auf ihrer Website, dass ihre Konsulatsabteilungen afghanische Identitätsnachweise wie Geburtsurkunden, Reisepässe oder Tazkiras ausstellen würden (Afghanische Botschaft Berlin, ohne Datum(a); Afghanische Botschaft Wien, ohne Datum).

Laut telefonischer Auskunft eines Mitarbeiters des Konsulats der afghanischen Botschaft in Wien könne das Verwandtschaftsverhältnis zwischen Mutter und Sohn durch eine Geburtsurkunde des Sohnes nachgewiesen werden. In der Geburtsurkunde stehe der Name der Mutter. Eine Person, die eine Tazkira hat, könne damit am Konsulat in Wien ihre Geburtsurkunde beantragen. Die Anwesenheit der Mutter sei nicht erforderlich. Dies sei auch dann möglich, wenn bei der Geburt keine Geburtsurkunde ausgestellt wurde (Mitarbeiter des Konsulats der afghanischen Botschaft in Wien, 11. Mai 2021).

Tazkira

Die Tazkira sei der primäre Identitätsnachweis für afghanische Staatsangehörige (DFAT, 27. Juni 2019, S. 52; Migrationsverket, 22. September 2020, S. 13). Sie könne als einseitige Papierurkunde ausgestellt werden, oder, seit 2018, in Form einer Plastikkarte mit integriertem Microchip (e-Tazkira), die internationalen Standards für elektronische Identitätsdokumente entspreche (DFAT, 27. Juni 2019, S. 52). Das Dokument enthalte neben dem Namen des Inhabers auch den Namen des Vaters und des Großvaters väterlicherseits. Darüber hinaus seien Angaben zum Geburtsort, zum Familienstand, zum Geschlecht, zur Muttersprache, zum Beruf und zu den körperlichen Merkmalen (Augenfarbe, sichtbare Narben, Beeinträchtigungen, etc.) sowie Angaben zu Adresse und Wohnort enthalten. Auf der Tazkira befinde sich darüber hinaus die Registrierungsnummer, die in den Büchern des Bevölkerungsregistrierungsamtes (Population Registration Department, PRD) vermerkt sei. Seit 2001 würden neu ausgestellte Tazkiras laut einer vom norwegischen Herkunftsländerinformationszentrum Landinfo befragten Quelle zudem Angaben zur Religion enthalten. (Landinfo, 22. Mai 2019, S. 9) Ab einem Alter von 18 Jahren könne man sich eigene persönliche Identitätsdokumente ausstellen lassen (UNICEF, 2018, S. 34).

Auf telefonische Nachfrage bestätigte ein Mitarbeiter des Konsulats der afghanischen Botschaft in Wien, dass es möglich sei, über das Konsulat eine Tazkira von Österreich aus zu beantragen und daher eine persönliche Anwesenheit in Afghanistan nicht notwendig sei. Dazu gebe es einen Link auf der Homepage des Konsulats.[1] Der Antragsteller brauche einen männlichen Angehörigen aus der väterlichen Linie als Zeugen (Mitarbeiter des Konsulats der afghanischen Botschaft in Wien, 11. Mai 2021). Die Aussendung einer Migrationsberatungsstelle (MBSH) des deutschen Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein (FRSH) vom Mai 2019 informiert darüber, dass eine Kopie der Tazkira eines Angehörigen aus der väterlichen Linie für die Beantragung der Tazkira am Konsulat ausreiche und der betreffende Angehörige nicht anwesend oder in Deutschland aufhältig sein müsse (FRSH, 21. Mai 2019, S. 1). Der FRSH veröffentlichte zudem die schrittweise Anleitung der afghanischen Botschaft in Berlin vom Oktober 2018 zur Beantragung einer Tazkira aus dem Ausland, welche an das Innenministerium von Schleswig-Holstein übermittelt wurde (FRSH, 22. Oktober 2018, S. 2).

Der Besitz einer Tazkira sei notwendig, um andere Arten von Dokumenten wie Reisepässe und Führerscheine zu erhalten. Der Besitz einer Tazkira sei auch für eine Anstellung bei der Regierung und in weiten Teilen des Privatsektors erforderlich. Für eine Person ohne Tazkira sei es schwierig, eine Immobilie zu kaufen oder eine SIM-Karte zu erwerben/zu registrieren. Obwohl die Tazkira das verbreitetste afghanische Ausweisdokument sei, gebe es gesellschaftliche Gruppen, in denen der Besitz der Tazkira weniger verbreitet sei. Dazu würden Frauen, Bewohner ländlicher Gebiete, Binnenflüchtlinge und verschiedene Nomadengruppen gehören (Migrationsverket, 22. September 2020, S. 13).

Geburtsurkunde

Das norwegische Herkunftsländerinformationszentrum Landinfo zitiert im Mai 2019 die Auskunft einer anonymen internationalen Quelle vom September 2015, die besagt, dass eine afghanische Geburtsurkunde nur den Namen des Vaters, nicht den Namen der Mutter enthalten würde. Jedenfalls enthalte sie das genaue Datum der Geburt. Das Feld für den Namen des Kindes werde vom Krankenhaus, das die Urkunde ausstelle, ausgelassen, da afghanische Kinder erst nach Ablauf einer bestimmten Zeit einen Namen erhalten würden (Landinfo, 22. Mai 2019, S. 20).

Heiratsurkunde

Eine Frau, deren Ehemann bereits verstorben sei, könne keine Heiratsurkunde erhalten (Mitarbeiter des Konsulats der afghanischen Botschaft in Wien, 11. Mai 2021).

Grundsätzlich würden drei Formen von Heiratsdokumenten existieren:

nikah nama (islamischer Ehevertrag)

Die nikah nama sei eine informelle Heiratsurkunde ohne rechtliche Relevanz, die von den Ehepartner·innen und Zeugen in Anwesenheit eines Mullahs unterzeichnet werde. Um rechtlich offiziellen Status zu bekommen, müsse die Heirat bei einem Zivil- oder Familiengericht registriert werden (DFAT, 27. Juni 2019, S. 52-53).

nikah khat (Heiratsurkunde)

Bei Registrierung der Ehe stelle das Gericht eine nikah khat aus, welches das offizielle Heiratsdokument in Afghanistan darstelle. Die nikah khat sei ein 16-seitiges Papierheft mit dunklem grünem Einband. Das Dokument könne in Paschtu und Dari ausgestellt werden und enthalte Photographien des Ehepaares und der Zeugen mit dem Zeichen des Höchstgerichts (oder einer Auslandsvertretung). Dieses Dokument stelle das zuständige Gericht zeitnah nach der Heirat aus, jedenfalls bevor aus der Verbindung ein Kind geboren werde. Vor Gericht sei die Vorsprache zweier Zeugen erforderlich (DFAT, 27. Juni 2019, S. 52-53).

wasiqa

Wenn zu einem Zeitpunkt, zu dem die Heirat bereits lange zurückliegt und bereits Kinder aus der Verbindung geboren wurden, eine Heiratsurkunde ausgestellt werden soll, werde vom lokalen Gericht anstelle der nikah khat eine wasiqa ausgestellt. Die wasiqa sei ein einseitiges Dokument, das aufgrund der Aussage von fünf Zeugen den Status der Ehe bestätige. Die wasiqa sei nur innerhalb Afghanistans für rechtliche und behördliche Angelegenheiten gültig (DFAT, 27. Juni 2019, S. 53).

Quellen: (Zugriff auf alle Quellen am 18. Mai 2021)

·      Afghanische Botschaft Berlin, Konsulatsdienste, ohne Datum (a)
https://botschaft-afghanistan.de/consulate/legal-services/

·      Afghanische Botschaft Berlin, Heiratsurkunde, ohne Datum (b)
https://botschaft-afghanistan.de/consulate/legal-services/marriage-certificate/

·      Afghanische Botschaft Wien, Konsulatsdienste, ohne Datum
http://www.afghanistan-vienna.org/consulate/

·      DFAT – Australian Government - Department of Foreign Affairs and Trade: DFAT Country Information Report Afghanistan, 27. Juni 2019
https://www.ecoi.net/en/file/local/2014349/country-information-report-afghanistan.pdf

·      FRSH- Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein, Informationen der afghanischen Botschaft zu Passfragen und Tazkira, 22. Oktober 2018
https://www.frsh.de/fileadmin/pdf/Aktuelles/Afgh.Botschaft_zu-Passfragen-und-Tskira_20181022.pdf

·      FRSH - Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein, Nachricht der MBSH-Beratungsstelle: Neuerdings Beschaffung der Tazkira auch über die Afghanische Botschaft, 21. Mai 2019
https://www.frsh.de/fileadmin/pdf/Aktuelles/AFG-Passbeschaffung_20190521.pdf

·      Landinfo – Norwegian Country of Origin Information Centre: Afghanistan: Tazkera, passports and other ID documents, 22. Mai 2019
https://www.ecoi.net/en/file/local/2024733/Afghanistan-Tazkera-passports-and-other-ID-documents-22052019-final.pdf

·      Migrationsverket, Migrationsanalys. Migrationsverkets funktion för land- och omvärldsanalys, Landinformation: Afghanistan - Medborgarskap, folkbokföring och identitetshandlingar (version 2.1), 22. September 2020
https://lifos.migrationsverket.se/dokument?documentAttachmentId=47970

·      Mitarbeiter des Konsulats der afghanischen Botschaft in Wien, telefonische Auskunft, 11. Mai 2021

·      UNICEF - United Nations Children’s Fund: Child Notice Afghanistan, 2018
https://www.unicef.nl/files/Child%20Notice_Afghanistan%20EN%20(2018)%20FINAL.pdf


 

Anhang: Quellenbeschreibungen und Informationen aus ausgewählten Quellen

Das Department of Foreign Affairs and Trade (DFAT) ist das australische Außen- und Handelsministerium.

·      DFAT – Australian Government - Department of Foreign Affairs and Trade: DFAT Country Information Report Afghanistan, 27. Juni 2019
https://www.ecoi.net/en/file/local/2014349/country-information-report-afghanistan.pdf

„The taskira, a one-page official identity certificate issued by NSIA [National Statistic and Information Authority], is the primary form of identification for Afghan citizens. In addition to being required for employment, and admission to schools and universities, to obtain approval to run a business, and to buy, rent and sell property, taskiras act as the primary document necessary to obtain other forms of identification. NSIA is responsible for issuing taskiras. In May 2018, President Ghani announced the official launch of the electronic taskira (the e-taskira), becoming the first person to be issued with one. The new e-taskira cards contain a watermark security feature and microchip and comply with international standards for electronic identity documents. The e-taskira is a rectangular plastic card that includes the bearer’s photograph and signature. The card contains printed data in English, Dari, and Pashto, including the bearer’s full name, person identification number, place and date of birth, issuing authority, and dates of issue and expiry. The card is valid for either five or ten years and there is no lower age limit to issuance. It is unclear how many Afghans are in possession of e-taskiras, or what the timeline is for distribution. Earlier taskiras were printed on plain paper, and include the names of the bearer, his/her father and grandfather; date and place of birth; place of residency; type of occupation; and military service status. They also include physical identification descriptions of the bearer, including:a photograph; height; colour of eyes, eyebrows, skin,and hair; and notes about any disabilities. Other than stamped seals, they do not include any security features. Issuing officers at district population registration officers complete taskiras manually. The biographical information in them varies according to the individual issuing officer and is often incomplete.“ (DFAT, 27. Juni 2019, S. 52)

Most Afghan marriages are based on an informal document (nikah nama) that is signed by the couple and witnesses in the presence of a mullah, who acts as marriage celebrant. While symbolic, the nikah nama has no legal significance in and of itself. Article 61(a) of the Civil Code mandates that married couples must register their marriage with a family/civil court (or Afghan diplomatic mission) for it to be considered legally valid. In practice, however, the vast majority of marriage contracts are not validly registered. Most Afghan couples reportedly consider the social recognition of their marriage to be sufficient, and only take steps to register their marriage when a certificate is required for litigation or for presentation to a foreign government for the purpose of international travel. The official marriage contract book (nikah khat) is a 16-page stapled paper booklet with a dark green cover. The booklets are issued in Pashto and Dari. A completed booklet carries the photographs of the couple and witnesses/attorneys with a wet stamp of the Supreme Court (or diplomatic mission) across the photographs. The relevant court issues the certificate soon after the marriage but before any child is born from the relationship. Two witnesses are required to testify a couple’s marriage in the court. Many married couples seek to have their marriage officially recognised after a substantial time has elapsed since the marriage ceremony and the marriage has produced children. In such cases, a local court will issue a wasiqa rather than a nikah khat. A wasiqa is a one-page document that verifies the couple’s marriage status based on the testimony of five witnesses. The wasiqa is valid for use in relation to legal and administrative matters within Afghanistan only.(DFAT, 27. Juni 2019, S. 52-53)

Der deutsche Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein (FRSH) ist ein unabhängiger Verein der Flüchtlingshilfe und Integrationsförderung in Schleswig-Holstein anbietet.

·      FRSH - Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein, Nachricht der MBSH-Beratungsstelle: Neuerdings Beschaffung der Tazkira auch über die Afghanische Botschaft, 21. Mai 2019
https://www.frsh.de/fileadmin/pdf/Aktuelles/AFG-Passbeschaffung_20190521.pdf

„Nach telefonischer Rücksprache mit dem LfA wurde mir erläutert, welche Bedingungen die Zeugen erfüllen müssen. Sie müssen volljährig sein, afghanische Ausweisdokumente (Tazkira und/oder Reisepass) und einen deutschen Aufenthaltstitel (Aufenthaltserlaubnis oder Niederlassungserlaubnis) besitzen. Ein weiterer Weg ist zudem, mittels einer Kopie der Tazkira eines Verwandten väterlicherseits! die Tazkira an der Botschaft zu beantragen. Dabei sei es unerheblich, ob der/die Verwandte sich derzeit in Afghanistan oder Deutschland aufhält.“ (FRSH, 21. Mai 2019, S. 2)

·      Landinfo – Norwegian Country of Origin Information Centre: Afghanistan: Tazkera, passports and other ID documents, 22. Mai 2019
https://www.ecoi.net/en/file/local/2024733/Afghanistan-Tazkera-passports-and-other-ID-documents-22052019-final.pdf

„In addition to the name of the holder, the document also contains the name of the father and paternal grandfather. In addition, information is given on place of birth, civil status, gender, mother tongue, occupation and physical characteristics (eye colour, visible scars, disabilities, etc.) as well as information on address and place of residence (Norwegian ID Centre, e-mail May 2019).“ (Landinfo, 22. Mai 2019, S. 9)

„The tazkera also contains the registration number shown in PRD’s [Population Registration Department] registration books (TLO 2013, p. 36). There is conflicting information whether the tazkera also gives the holder’s religion. The report from The Liaison Office, referred to above, does not give information on this. However, a diplomat source (e-mail 17th February 2019) states that tazkeras issued after 2001 contain information on religion. This is also confirmed by the Afghan embassy in Oslo (e-mail 1st March 2019).“ (Landinfo, 22. Mai 2019, S. 9)

„The birth certificate gives the father’s name, but not the mother’s and it confirms the exact date of birth. If the hospital completes the form in connection with a birth, they do not complete the box stating the child’s name, as an Afghan child is never given a name before a period has passed after birth (international source, meeting in September 2015).“ (Landinfo, 22. Mai 2019, S. 20)

Das Schwedische Einwanderungsamt (Migrationsverket) ist die Behörde, die über Anträge von Personen entscheidet, die sich in Schweden niederlassen wollen, Schweden besuchen wollen oder dort Schutz suchen. Die Abteilung für Herkunftsländerinformationen des Einwanderungsamtes liefert Berichte zur Lage in relevanten Herkunftsländern. Lifos ist die Datenbank der schwedischen Migrationsbehörden für rechtliche Informationen und Herkunftsländerinformation.

·      Migrationsverket, Migrationsanalys. Migrationsverkets funktion för land- och omvärldsanalys, Landinformation: Afghanistan - Medborgarskap, folkbokföring och identitetshandlingar (version 2.1), 22. September 2020
https://lifos.migrationsverket.se/dokument?documentAttachmentId=47970

„Det viktigaste identitetsdokumentet för en afghansk medborgare är tazkiran.“ (Migrationsverket, 22. September 2020, S. 13)

„Att inneha en tazkira är nödvändigt för att skaffa sig andra typer av dokument så som passhandling och körkort. Tazkira-innehav är också nödvändigt för statlig anställning samt för anställning inom stora delar av den privata sektorn. För en person som saknar tazkira är det svårt att köpa egendom eller köpa/registrera ett SIM-kort.“ (Migrationsverket, 22. September 2020, S. 13)

„Även om tazkiran utgör det afghanska identitetsdokument som det är vanligast att en afghansk medborgare är i besittning av så finns det grupper i samhället där tazkira-innehav är mindre vanligt. Till dessa hör exempelvis kvinnor, landsbygdsbor, internflyktingar samt olika nomadgrupper.“ (Migrationsverket, 22. September 2020, S. 13)

·      Mitarbeiter des Konsulats der afghanischen Botschaft in Wien, telefonische Auskunft, 11. Mai 2021

Es ist inzwischen möglich, eine Tazkira von Österreich aus zu beantragen. Dazu gibt es einen Link auf der Homepage des Konsulats. Eine persönliche Anwesenheit in Afghanistan ist dafür nicht notwendig. Der Antragsteller braucht einen männlichen Angehörigen aus der väterlichen Linie als Zeugen. (Mitarbeiter des Konsulats der afghanischen Botschaft in Wien, 11. Mai 2021)

Eine Frau, deren Ehemann schon verstorben ist, kann keine Heiratsurkunde erhalten. Wenn jemand eine Tazkira hat, kann er im Konsulat in Wien eine Geburtsurkunde beantragen. „Das geht ganz einfach, wenn jemand eine Tazkira hat“. In der Geburtsurkunde steht der Name der Mutter. Die Anwesenheit der Mutter ist nicht erforderlich. Das ist auch möglich, wenn bei der Geburt keine Geburtsurkunde ausgestellt wurde. (Mitarbeiter des Konsulats der afghanischen Botschaft in Wien, 11. Mai 2021)

Der United Nations Children’s Fund (UNICEF) ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.

·      UNICEF - United Nations Children’s Fund: Child Notice Afghanistan, 2018
https://www.unicef.nl/files/Child%20Notice_Afghanistan%20EN%20(2018)%20FINAL.pdf

After 18 years old, Afghans are able to access passports and identity documents independently, however they must have the tazkira (national ID) of their father or other male relative to show as proof of nationality. (UNICEF, 2018, S. 34)



[1] http://www.afghanistan-vienna.org/consulate/online-tazkira-services/

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