ecoi.net-Themendossier zu Somalia: Sicherheitslage / ecoi.net featured topic on Somalia: Security Situation

English Version below

Die ecoi.net-Themendossiers bieten einen Überblick zu einem ausgewählten Thema. Das Themendossier Somalia behandelt die wichtigsten aktuellen sicherheitsrelevanten Vorfälle, gegliedert in die drei Akteure Clans, al-Schabaab und ausländische Truppen bzw. Truppen der Mission der Afrikanischen Union in Somalia. Die Informationen stammen aus ausgewählten Quellen und erheben nicht den Anspruch vollständig zu sein.
 

1. Allgemeine Informationen
2. Übersicht zu sicherheitsrelevanten Vorfällen
3. Sicherheitslage in Süd- und Zentralsomalia
3.1. Clankonflikte
3.2. Angriffe der al-Schabaab
3.3. Tötungen durch ausländische Truppen und somalische Regierungsstreitkräfte
4. Quellen

 

Allgemeine Informationen


Somalia entstand im Jahr 1960 aus dem Zusammenschluss von Britisch- und Italienisch Somaliland. 1969 kam Mohamed Siad Barre mittels eines Putsches an die Macht (CIA, 22. März 2016)[i] bis er 1991 von bewaffneten oppositionellen Gruppen gestürzt wurde (Al Jazeera, 9. September 2012)[ii]. Darauf folgte ein jahrzehntelanger Bürgerkrieg zwischen rivalisierenden Clan-Warlords. Kurz nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs erklärte Somaliland einseitig seine Unabhängigkeit (BBC, 4. Februar 2016)[iii], die aber von keiner ausländischen Regierung anerkannt wurde. Puntland erklärte sich im Jahr 1998 zu einem autonomen Staat, strebt aber in Gegensatz zu Somaliland keine Unabhängigkeit an (Al Jazeera, 9. September 2012). Im Jahr 2000 wurde die Übergangsregierung, Transitional National Government (TNG), gebildet, die aber hinsichtlich der Bildung angemessener Sicherheits- und Regierungsstrukturen scheiterte. Unter Führung der Regierung von Kenia wurde ein weiterer Friedensprozess eingeleitet, der im Oktober 2004 mit der Wahl von Abdullahi Yusuf Ahmed zum Präsidenten der zweiten Übergangsregierung, Transitional Federal Government (TFG), abgeschlossen wurde (CIA, 22. März 2016). Die TFG regierte zu Beginn von Kenia aus, bis sie im Jahr 2007 nach Baidoa, im Süden Somalias, übersiedelte. Im Juli 2006 übernahm die Union Islamischer Gerichte (Islamic Courts Union ICU), eine Gruppe von Scharia-Gerichten, die Kontrolle in Mogadischu und in großen Teilen der südlichen Region (Peace Direct, Jänner 2014)[iv] und setzte in Gebieten unter ihrer Kontrolle eine strenge Auslegung der Scharia durch (Al Jazeera, 9. September 2012). Dies führte zu einer Intervention durch Äthiopien und etwas später von Streitkräften der Mission der Afrikanischen Union in Somalia, AMISOM. 2009 zog sich Äthiopien zurück, jedoch kam es nach dem Vorrücken der al-Schaabab, eines dschihadistischen Ablegers der ICU, in Süd- und Zentralsomalia zu einem bewaffneten Eingreifen Kenias (BBC, 4. Februar 2016). Der Übergangsprozess der TFG endete im September 2012, nachdem Clanälteste ein neues Parlament mit 275 Abgeordneten ernannten, die in der Folge einen neuen Präsidenten wählten (CIA, 22. März 2016). Hassan Sheikh Mohamud setzte sich bei der ersten Präsidentenwahl auf somalischen Boden seit 1967 gegen Sheikh Sharif Sheikh Ahmed durch. 2015 kündigte der Präsident an, dass die für 2016 geplanten Wahlen aufgrund der instabilen Sicherheitslage nicht als direkte Wahlen erfolgen werden. Im Februar 2017 wurde Mohamed Abdullahi Mohamed, der besser unter dem Namen “Farmajo” bekannt ist, nach zwei Abstimmungsrunden des somalischen Parlaments zum neuen Präsidenten gewählt. (BBC, 4. Februar 2016, VOA, 8. Februar 2017[v], VOA, 29. Juli 2015).

 

Übersicht zu sicherheitsrelevanten Vorfällen


In folgender vom Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation (ACCORD) erstellter Karte sind Vorfälle verzeichnet, die sich von April bis Juni 2017 ereigneten. Die in der Karte aufbereiteten Daten stammen vom Armed Conflict Location & Event Data Project (ACLED) der University of Sussex:

Weitere Informationen zu ACLED sowie den verzeichneten Vorfällen entnehmen Sie bitte folgendem Dokument:

 

Sicherheitslage in Süd- und Zentralsomalia


Insgesamt blieb die Sicherheitslage im vierten Quartal 2017 landesweit volatil, darunter auch in Mogadischu. Im August 2017 kam es in Mogadischu zu einer Reihe von Explosionen von Autobomben. Im September 2017 kam es zu bewaffneten Zusammenstößen niederer Intensität und in Zusammenhang mit Kriminalität und Terrorismus stehenden Zwischenfällen. Es kam weiterhin zur gezielten Tötung von Geschäftsleuten, Sicherheitsbeamten, Beamten und Regierungsbeamten. (UN Security Council, 26. Dezember 2017, S.2)[vi]

In Puntland kam es im vierten Quartal 2017 zu bewaffneten Vorfällen zwischen al-Schabaab und Sicherheitskräften. In und in der Nähe von Boosaaso, Puntland, wurde über Aktivitäten von Mitgliedern des Islamischen Staats im Irak und der Levante (ISIL) berichtet. Zudem wurde über die Einreise von Kämpfern aus dem Jemen nach Puntland berichtet.

Die Sicherheitslage in Somalialand blieb im vierten Quartal 2017 relativ ruhig, jedoch kam es vor und nach den Präsidentschaftswahlen vom 13. November 2017 zu einigen Unruhen, großteils gewaltsamen Protesten von Unterstützern oppositioneller Parteien. (UN Security Council, 26. Dezember 2017, S.3)

Die Sicherheitslage in Mogadischu ist trotz einiger Verbesserungen aufgrund von Initiativen der Regierung gemeinsam mit der Regionalverwaltung von Benadir weiterhin volatil. Bei Zwischenfällen am 8., 15. Und 17. Mai 2017 mit sprengstoffbeladenen Fahrzeugen wurden mindestens 11 Personen getötet und viele weitere verletzt. Die al-Schabaab bekannte sich zu einem Sprengstoffanschlag mit 17 Toten und 30 Verletzten am 20. Juni 2017. Am 22. Juni 2017 kam es zu einem Anschlag auf eine Polizeistation mit einer darauf folgenden zweiten Explosion. Es gab mehere Tote und Verletzte. Am 12. Juni und 4. Juli 2017 wurden insgesamt neun Mörsergranaten auf AMISOM-Stützpunkte am Stadion von Mogadischu und der Villa Somalia abgefeuert. Ein Soldat wurde getötet und zwei weitere verletzt. (UN Security Council, 5. September 2017, S.3)

In Mogadischu kam es in der Nähe des Flughafens am 2. Jänner 2017 zu einem Anschlag mit zwei sprengstoffbeladenen Fahrzeugen. 16 Personen wurden getötet und 23 weiter verletzt. Am 25. Jänner wurden bei einem Anschlag auf das Hotel Daya 38 Personen getötet und über 50 weitere verletzt. Am 16. Februar wurden nahe der Villa Somalia vier Granaten abgefeuert. Am 19. Februar wurden bei einem Autobombenanschlag auf einen Markt mindestens 34 Menschen getötet und 50 verletzt. Am 22. Februar explodierten im selben Gebiet drei Granaten, wobei vier ZivilistInnen verletzt wurden. Am 13. März explodierten zwei Sprengstoffbeladene Fahrzeuge nahe dem ehemaligen Jazeera-Ausbildungszentrum und vor dem Hotel Wehliye, wobei 18 Menschen getötet und weitere verletzt wurden. Bei der Explosion einer weiteren Autobombe bei einem Kontrollpunkt nahe des Nationaltheaters am 21. März wurden mehr als zehn Personen getötet und weitere verletzt. In beiden Fällen bekannte sich die al-Schabaab zu den Anschlägen. Am 9. und 10. April wurden bei vier terroristischen Anschlägen in Mogadischu mindestens 12 somalische SoldatInnen und 18 ZivilistInnen getötet. Die al-Schabaab übernahm die Verantwortung für einen Bombenanschlag nahe des Verteidigungsministeriums am 9. April und einen Selbstmordanschlag am 10. April vor dem ehemaligen Jazeera-Ausbildungszentrum. (UN Security Council, 9. Mai 2017, S. 3)

 

Clankonflikte

Im April 2017 wurden mindestens drei Personen bei Zusammenstößen in Middle Shabelle getötet, als ein dominierender Clan Berichten zufolge versucht habe, sich umstrittenes Land gewaltsam anzueignen. Laut Angaben von ZivilistInnen wurden viele Häuser während den Kämpfen niedergebrannt, was zu Vertreibungen führte. Einige marginalisierte Gemeinschaften, insbesondere die Bantu/Jareerweyn wurden laut eigenen Angaben Opfer von Angriffen und hatten keine Regressansprüche, da die regionale Verwaltung die Zwischenfälle als Clankonflikte charakterisierte. (USDOS, 20. April 2018, Section 1g) [vii]

Insbesondere in Lower Shabelle, Hiraan und Galguduud wurden ZivilistInnen zum Ziel von willkürlichen Angriffen während Kämpfen um Ressourcen, politische Positionen und Kontrolle zwischen Clanmilizen und regionalen Kräften. (HRW, 18. Jänner 2018) [viii]

Am 11. Jänner 2017 wurden bei Zusammenstößen zwischen Clanmilizen in der Stadt Abudwaaq sechs Personen getötet (AMISOM, 12. Jänner 2017)[ix]. Am 22. Jänner wurden laut BewohnerInnen mindestens zwei Menschen bei Zusammenstößen zwischen Clans in der Region Middle Shabelle getötet (AMISOM, 23. Jänner 2017). Im Februar 2017 forderte der Präsident der Übergangsverwaltung von HirShabelle, Ali Abdullahi Osoble, eine sofortige Beendigung der Kämpfe zwischen Clans nahe der Stadt Adalla in der Provinz Middle Shabelle (AMISOM, 27. Februar 2017). Am 12. Mai 2017 wurden sieben Personen bei Landstreitigkeiten nahe Dhuusamareeb, in der Region Galgaduud getötet (UN Security Council, 5. September 2017, S. 3). Am 14. Mai wurden bei Zusammenstößen zwischen Clans sechs Menschen in der Region Galgaduud getötet (AMISOM, 15. Mai 2017). Am 25. Mai wurden Berichten zufolge mindestens zwei Personen bei Kämpfen zwischen Angehörigen von Clanmilizen der gegnerischen „Bundesstaaten“ Puntland und Galmudug im Gebiet Balli-Busle getötet und mehrere weitere verletzt (AMISOM, 25. Mai 2017). Im Juni 2017 wurden mindestens zwei Personen bei schweren Kämpfen zwischen Clans nahe Galkayo getötet und über fünf weitere verletzt (AMISOM, 6. Juni 2017).

 

Angriffe der al-Schabaab

Die al-Schabaab beging im Jahr 2017 politisch motivierte Tötungen, die auf ZivilistInnen abzielten, die der Regierung nahestanden, sowie Angriffe auf MitarbeiterInnen humanitärer NGOs, MitarbeiterInnen der UNO und diplomatische Missionen. Die al-Schabaab setzte oftmals Selbstmordattentate, Granatenangriffe und improvisierte Sprengsätze ein. Al-Schabaab tötete zudem bekannte Friedensaktivisten, Gemeinschaftsführer, Clan-Älteste, Wahldelegierte und deren Familienmitglieder. Al-Schabaab enthauptete Personen, die der Spionage und der Zusammenarbeit mit den somalischen Streitkräften und verbündeter Milizen beschuldigt wurden. Gezielte Tötungen, insbesondere von Wahldelegierten und Ältesten, Mitarbeitern im humanitären Bereich und ZivilistInnen stiegen in der ersten Jahreshälfte 2017 im Vergleich zu früheren Jahren. Gleiches gilt für gewaltsame Bestrafungen wie Amputationen und Steinigungen. (USDOS, 20. April 2018, Section 1g)

Die Al-Schabaab entführte im ersten Halbjahr 2017 216 Personen und ließ 127 frei. Zwischen 21. und 24. Mai 2017 entführte die al-Schabaab während Angriffen in Lower Shabelle etwa 70 Personen, darunter Frauen und Kinder, und setzte zahlreiche Häuser in Brand. Über 15.000 Personen flohen während der Angriffe. (USDOS, 20. April 2018, Section 1g)

Im Jahr 2017 kam es vermehrt zu Angriffen auf ZivilistInnen durch die al-Schabaab. Am 14. Oktober etwa wurden 512 Menschen bei einem Angriff der al-Schabaab auf ein Hotel in Mogadischu getötet. (AI, 22. Februar 2018) [x]

Am 28. Oktober 2017 wurden 23 Menschen bei einem Angriff auf ein Hotel in Mogadischu getötet. Die al-Schabaab bekannte sich zu dem Anschlag, bei dem 30 Personen verletzt wurden. (UN Security Council, 26. Dezember 2017, S. 3)

Im vierten Quartal 2017 griff die al-Schabaab Sicherheitseinrichtungen in Bulo Gaduud, Belet Xaawa, Ceel Waaq und Afgooye an. Vor den Wahlen in Kenia am 26. Oktober 2017 kam es in der Grenzregion zwischen Somalia und Kenia zu einem Anstieg der Angriffe. Mindestens acht Angriffe der al-Schabaab wurden in diesem Zeitraum berichtet, im Vergleich zu zwei Angriffen im September und drei im August. (UN Security Council, 26. Dezember 2017, S. 3)

Anschläge der al-Schabaab in Mogadischu auf ZivilistInnen und zivile Objekte mittels Autobomben führten zu einem starken Anstieg von zivilen Opfern. Die Gruppe bekannte sich zudem zu mehreren gezielten Tötungen, insbesondere von Regierungsbeamten und Wahldelegierten. Ende Mai 2017 entführten Kämpfer der al-Schbaab ZivilistInnen, stahlen Vieh und legten Feuer, was zur Flucht von mehr als 15.000 Menschen in der umkämpften Region Lower Shabelle führte. (HRW, 18. Jänner 2018)

In den ländlichen Gebieten in den zentralen und südlichen Landesteilen kam es weiterhin zu Guerilla-Kämpfen mit der al-Schabaab. Es wurden regelmäßig Angriffe auf somalische Truppen und Truppen der AMISOM entlang Versorgungsrouten berichtet. (UN Security Council, 5. September 2017, S. 3)

In den Galgala-Bergen in Puntland kam es zu Luft- und Bodenangriffen gegen al-Schabaab-Stellungen. Am 8. Juni wurden mindestens 70 Sicherheitskräfte Puntlands nahe Boosaaso von al-Schabaab-Kämpfern getötet. Zudem kam es nahe Qandala zu weiteren Aktivitäten einer Splittergruppe, die sich zum IS bekennt. (UN Security Council, 5. September 2017, S. 3)

Ende Mai 2017 setzte die al-Schabaab zahlreiche Häuser bei Angriffen auf Ortschaften in der Region Lower Shabelle in Brand. Kämpfer der al-Schabaab entführten zudem ZivilistInnen und stahlen Vieh, was zur Flucht von über 15.000 Personen führte. (HRW, 26. Juli 2017)

Im Jänner und Februar 2017 kam es nahe den Galgala-Bergen in Puntland zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und der al-Schabaab. In Boosaaso erschossen mutmaßliche Mitglieder der al-Schabaab am 25. Jänner einen traditionellen Ältesten. Bei Granatenanschlägen auf eine Bank, einen Polizeikontrollpunkt und das Zivilgericht am 24. und 26. Februar und am 4. März wurden mindestens fünf Menschen getötet. In Gaalkacyo wurde bei einem Autobombenanschlag der al-Schabaab am 8. März ein Parlamentarier Puntlands verletzt. Am 27. Jänner entführten Anhänger des IS fünf Darawish-Soldaten und enthaupteten drei von ihnen. Am 8. Februar griffen vier mutmaßliche IS-Anhänger ein Hotel in Boosaaso an. Vier Mitglieder einer Miliz und zwei ZivilistInnen wurden getötet. (UN Security Council, 9. Mai 2017, S. 4)

 

Tötungen durch ausländischer Truppen und somalische Regierungsstreitkräfte

Zwischen Jänner und November 2017 wurden ZivilistInnen bei Angriffen der Sicherheitskräfte gegen al-Schabaab, andere bewaffnete Gruppen oder Einzelpersonen und ZivilistInnen getötet. Durch die somalischen Sicherheitskräfte wurden 107 ZivilistInnen getötet und 115 verletzt und durch AMISOM 33 ZivilistInnen getötet und 60 verletzt. Im April 2017 wurde berichtet, dass AMISOM-Soldaten nach einem Bombenanschlag auf AMISOM-Streitkräfte fünf ZivilistInnen in der Region Lower Shabelle getötet hätten, darunter drei Kinder. (USDOS, 20. April 2018, Section 1g)

Medienberichten zufolge änderte die US-Regierung ihre Vorschriften zur Anwendung tödlicher Gewalt bei Anti-Terror-Einsätzen. Dies bedeutete, dass US-Soldaten mutmaßliche al-Schabaab-Kämpfer ohne Bewilligung von höherer Ebene töten konnten. Einer NGO zufolge wurden 2017 bis zu drei ZivilistInnen bei 31 US-Luftangriffen getötet. (AI, 22. Februar 2018)

Die Sicherheitskräfte töteten und verletzten im Jahr 2017 unrechtmäßig ZivilistInnen während Kämpfen um Land, Kontrolle von Strassensperren, Abrüstungseinsätzen und der Verteilung von Hilfsgütern. Am 9. Juni 2017 wurden mindestens 13 ZivilistInnen bei Kämpfen zwischen Regierungskräften auf einem Gelände zur Verteilung von Hilfsgütern in Baidoa getötet und zwanzig weitere verletzt. ZivilistInnen waren von willkürlichen Angriffen während Kämpfen zwischen Clan-Milizen und regionalen Streitkräften um Ressourcen und politische Positionen und Kontrolle betroffen oder wurden selbst zum Ziel, insbesondere in Lower Shabelle, Hiraan und Galguduud. Am 26. September 2017 griff ein mutmaßlich kenianischer Kampfjet die Ortschaft Taraka in der Region Gedo an, die zuvor von der al-Schbaaab eingenommen worden war und verletzte vier ZivilistInnen und tötete 20 Kamele. Eine Rechenschaftspflicht für Verletzungen durch Sicherheitskräfte war fast gänzlich inexistent. (HRW, 18. Jänner 2018)

 

Quellen: (Zugriff auf alle Links am 26. April 2017)


 


[i] Die Central Intelligence Agency (CIA) ist der Nachrichtendienst der USA.

[ii] Al-Jazeera ist ein in Doha ansässiger arabische Nachrichtensender.

[iii] Die British Broadcasting Corporation (BBC) ist die öffentlich rechtliche britische Rundfunkanstalt.

[iv] Peace Direct ist eine internationale NGO die sich für Friedenskonsolidierung in Konfliktzonen einsetzt.

[v] Voice of America (VOA) ist der offizielle staatliche Auslandssender der USA.

[vi] Der UN Security Council ist ein Organ der Vereinten Nationen, das für die Wahrung de Friedens und der Sicherheit zuständig ist.

[vii] Das US Department of State (USDOS) ist das US-amerikanische Außenministerium.

[viii] Human Rights Watch (HRW) ist eine internationale Menschenrechtsorganisation.

[ix] Die African Union Mission in Somalia (AMISOM) ist die Friedenstruppe der Afrikanischen Union in Somalia.

[x] Amnesty International (AI) ist eine internationale Menschenrechtsorganisation.

Dieses Themendossier beruht auf einer zeitlich begrenzten Recherche ausschließlich auf ecoi.net. Es ist als Einstieg in bzw. Überblick über ein Thema gedacht und stellt keine Meinung zum Inhalt eines Ansuchens um Asyl oder anderen internationalen Schutz dar. Alle Übersetzungen sind Arbeitsübersetzungen für die keine Gewähr übernommen werden kann. Chronologien stellen keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Jede Aussage stammt von einem Dokument, das auf ecoi.net verfügbar ist und wird mit einem Link zum entsprechenden Dokument auf ecoi.net referenziert.

ecoi.net's featured topics offer an overview on selected issues. The featured topic for Somalia covers the main current security incidents regarding clans, al-Shabaab and foreign armed forces. The information was found in selected sources and is not intended to be comprehensive.

1. Background Information
2. Overview on conflict-related incidents
3. Security Situation in South and Central Somalia
3.1. Conflicts between clans
3.2. Attacks by al-Shabaab
3.3. Attacks by foreign troops and Somali Government forces
4. Sources

 

Background Information


 

“The state of Somalia was born in 1960, when British Somaliland and what had formerly been Italian Somaliland united and declared independence.” (Al Jazeera, 9 September 2012)[i]

“In 1969, a coup headed by Mohamed SIAD Barre ushered in an authoritarian socialist rule characterized by the persecution, jailing, and torture of political opponents and dissidents.” (CIA, 22 March 2016)[ii]

“Armed opposition groups overthrew Barre’s regime in 1991, and Somalia descended into civil war and anarchy.” (Al Jazeera, 9 September 2012)

“The ousting of Mohamed Siad Barre in 1991 sparks a decades-long civil war between rival clan warlords and the disintegration of central authority. Former British Somaliland declares unilateral independence.” (BBC, 4 February 2016)[iii]

“Somalia lacks a unified central government. Somaliland, in the north, declared independence from Somalia shortly after the civil war broke out in 1991, although it has not been recognised by any foreign governments. Puntland, in Somalia’s northeast, declared itself an autonomous state in 1998. Unlike Somaliland, Puntland does not seek independence.” (Al Jazeera, 9 September 2012)

“In 2000, the Somalia National Peace Conference (SNPC) held in Djibouti resulted in the formation of an interim government, known as the Transitional National Government (TNG). When the TNG failed to establish adequate security or governing institutions, the Government of Kenya, under the auspices of the Intergovernmental Authority on Development (IGAD), led a subsequent peace process that concluded in October 2004 with the election of Abdullahi YUSUF Ahmed as President of a second interim government, known as the Transitional Federal Government (TFG) of the Somali Republic. The TFG included a 275-member parliamentary body, known as the Transitional Federal Parliament (TFP).” (CIA, 22 March 2016)

“In 2004, [the TNG] was replaced by the Transitional Federal Government, which initially ruled from Kenya until it moved to Baidoa in 2007. In July 2006, the Islamic Courts Union (ICU), a group of Sharia courts, defeated the US-backed and secular Alliance for the Restoration of Peace and Counter-Terrorism. The ICU took control of Mogadishu and large parts of the southern region.” (Peace Direct, January 2014)[iv]

“In 2006, the Islamic Courts Union (ICU) took control of much of central and southern Somalia, imposing a strict interpretation of sharia law over the areas it ruled. […] Ethiopian troops intervened later that year to fight ICU forces. […] A radical offshoot of the ICU called al-Shabab, now affiliated with al-Qaeda, controls much of southern Somalia, although African Union troops have recently seen major victories against al-Shabaab.” (Al Jazeera, 9 September 2012)

“The seizure of the capital Mogadishu and much of the country's south by a coalition of Islamist shariah courts in 2006 prompted an intervention by Ethiopian, and later, African Union, forces. […] 2007-11 - An African Union peacekeeping force, Amisom, begins to deploy and Ethiopian troops withdraw in 2009. Al-Shabab - a jihadist breakaway from the Islamic Courts - advance into southern and central Somalia, prompting an armed intervention by Kenya.” (BBC, 4 February 2016)

“In 2009, the TFP amended the TFC to extend TFG's mandate until 2011 and in 2011 Somali principals agreed to institute political transition by August 2012. The transition process ended in September 2012 when clan elders replaced the TFP by appointing 275 members to a new parliament who subsequently elected a new president.” (CIA, 22 March 2016)

“A relatively new figure in Somali politics, academic and civic activist Hassan Sheikh Mohamud beat the incumbent Sheikh Sharif Sheikh Ahmed in a run-off presidential vote in September 2012. This was the first presidential election held on Somali soil since 1967, and held among members of parliament elected by clan elders. In 2015, Hassan Sheikh Mohamud shelved plans to hold the next presidential election the following as a direct popular vote, citing a lack of security and infrastructure.” (BBC, 4 February 2016)

“Somali lawmakers elected a new president Wednesday, choosing a former prime minister who is a dual U.S.-Somali citizen. Mohamed Abdullahi Mohamed, better known as ‘Farmajo,’ was declared the winner after two rounds of voting by the Somali parliament in Mogadishu. Farmajo won the largest share of votes in the second round, far outdistancing incumbent leader Hassan Sheikh Mohamud and former president Sheikh Sharif Sheikh Ahmed.” (VOA, 8 February 2017)[v]

“The president of Somalia has told VOA that his government will not hold popular elections next year, due to continuing insecurity in the country.” (VOA, 29 July 2015)

 

Overview on conflict-related incidents


The following map, compiled by the Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation (ACCORD), contains information on conflict-related incidents according to the Armed Conflict Location & Event Data Project (ACLED) at the University of Sussex (covering April to June 2017):

For further information on ACLED and the recorded incidents please see:

 

Security Situation in South and Central Somalia


“The overall security situation remained volatile across Somalia, including in Mogadishu, despite the operationalization of the Mogadishu stabilization force and strengthened security measures. In August, there were a number explosions caused by vehicle-borne improvised explosive devices, mainly in the vicinity of Makka Al-Mukarama Road, an area frequented by Government officials, with some commercial establishments. There was a steady flow of low-intensity armed clashes, crime and terrorism-related incidents in September, with two large-scale attacks using vehicle-borne improvised explosive devices. Targeted assassinations continued in the city with a record number of 12 assassinations targeting businessmen, security personnel, civil servants and Government officials.” (UN Security Council, 26 December 2017, p.2) [vi]

“Periodic armed encounters between Al-Shabaab and Somali security forces occurred in Puntland. Al-Shabaab fighters fired six mortar shells at the village of Af Urur in the Galgala mountains on 15 November near a camp of Puntland security forces. No injuries were reported in the incident. Movement and activity by members of Islamic State of Iraq and Levant (ISIL) was reported in and near Boosaaso, Puntland, and responsibility for a suicide attack outside a police station in Boosaaso on 4 October was claimed by ISIL. Reports of incoming fighters from Yemen to areas in Puntland were also received. While the security situation remained relatively calm in ‘Somaliland’ during the reporting period, there was some unrest before and after the presidential election of 13 November, mainly violent demonstrations in New Hargeysa, Erigavo, in the disputed Sanaag region, and in Burao, in ‘Somaliland’, by supporters of opposition parties.” (UN Security Council, 26 December 2017, p.3)

“The security situation in Mogadishu remains volatile notwithstanding some improvements as a result of initiatives taken by the Federal Government in conjunction with the Banadir Regional Administration. […] Incidents on 8, 15 and 17 May involving explosive -laden vehicles killed at least 11 people and injured many more. On 20 June, an explosive -laden minibus detonated at the entrance gate of the Wadajir District Commission, causing 17 deaths and 30 injuries. Al-Shabaab claimed responsibility. On 22 June, a vehicle -borne improvised explosive device detonated in front of a police station, followed by a secondary explosion targeting first responders, resulting in several deaths and injuries. On 12 June and 4 July, a total of nine mortar shells targeted the African Union Mission in Somalia (AMISOM) bases at Mogadishu Stadium and Villa Somalia, killing one soldier and injuring two others.” (UN Security Council, 5 September 2017, p.3)

“In Mogadishu, Al-Shabaab failed to disrupt the electoral process, despite conducting two attacks there in January. On 2 January, two explosive -laden vehicles detonated near the Mogadishu International Airport, killing 16 people and injuring 23. On 25 January, four assailants launched a complex attack on the Daya Hotel, resulting in 38 fatalities and more than 50 injured. No security incidents were reported during the presidential election on 8 February, but terrorist activities resumed the following week. On 16 February, four mortar rounds landed near Villa Somalia at the time of the presidential handover ceremony. On 19 February, a car bomb in a market area killed at least 34 people and injured 50. On 22 February, three mortar rounds impacted the same area, injuring four civilians. Al-Shabaab senior leaders have expressed hostility towards the new President and vowed to continue waging war on the Federal Government. On 13 March, two explosive-laden vehicles detonated near the former Jazeera Training Centre and in front of the Wehliye Hotel, killing 18 people and injuring others. Another car bombing at a checkpoint near the National Theatre on 21 March resulted in over 10 fatalities and more injured. In both cases, Al-Shabaab claimed responsibility. […] On 9 and 10 April, four terrorist attacks in the city killed at least 12 national army soldiers and 18 civilians, injuring many more. Al -Shabaab claimed responsibility for a car bombing on 9 April near the Ministry of Defence, reportedly targeting the new Commander of the Army, and a suicide attack at the former Jazeera Training Centre on 10 April.” (UN Security Council, 9 May 2017, p.3)

Conflicts between clans

“For example, in April at least three persons were killed in clashes in Middle Shabelle when a dominant clan reportedly attempted to take over disputed land by force. Civilians reported that many residences were burned down during the fighting, prompting displacement of village residents. Some marginalized communities, particularly the Somali Bantu/Jareerweyn, reported they were victims of attacks with no recourse since regional administrations characterized incidents as clan conflicts.” (USDOS, 20 April 2018, Section 1g) [vii]

“Civilians were targeted or faced indiscriminate attack during fighting over resources and political positions and control between clan militia and regional forces, particularly in Lower Shabelle, Hiraan, and Galguduud.” (HRW, 18 January 2018) [viii]

“Six people were reported killed on Wednesday [11 January 2017] in renewed clashes between two clans in central Somalia. The battle between local clan militias broke out in Abudwaaq town of the central Mudug region. ‘The situation is tense, the two sides are regrouping for a new conflict.’ said Abdi Osman Ali, a resident in the town by phone.” (AMISOM, 12 January 2017)[ix]

“[A]ccording to reports by resident, at least two people have been killed in a deadly inter-clan fighting in the rural areas near Mahaday district in Middle Shabelle region on Sunday [22 January 2017]. The fighting which started in Mir-Tugo and El baraf villages in the early hours of Sunday has intensified after the two sides received reinforcements which spanned out the standoff.” (AMISOM, 23 January 2017)

“Ali Abdullahi Osoble, the President of the Interim Administration of HirShabelle called for an immediate end to the inter-clan fighting near Adalla town in Middle Shabelle province. HirShabelle President urged both warring clan militias to urgently stop the ‘unfortunate bloodshed,’ and end their differences through a peaceful dialogue, according to a statement.” (AMISOM, 27 February 2017)

“Galmudug and HirShabelle saw increased volatility owing to clan conflicts, political tensions and Al-Shabaab activities. On 12 May, seven people were killed in a land dispute near Dhuusamarreeb, Galguduud region.” (UN Security Council, 5 September 2017, p.3)

“Tension has been reported in eastern Galgaduud region on Sunday [14 May 2017] following a deadly inter-clan fighting on Saturday that left six people dead. Residents in Labi-Ano reported that both clan militiamen are mobilising around the village, in preparation for another battle. Local villagers began to flee their houses due to the conflict.” (AMISOM, 15 May 2017)

“At least two people were reported to have been killed, and several others wounded in a renewed inter-clan fighting in central Somalia on Thursday [25 May 2017] morning. The fighting broke out between two armed clan militiamen hailing from the rival Puntland and Galmudug states at Balli-Busle area, located east of Mudug region, according to the reports.” (AMISOM, 25 May 2017)

“At least two people were killed, and more than five others wounded in a heavy inter-clan fighting at a small rural settlement near Galkayo, the regional capital of Mudug province. Residents said the Fighting broke out between two sub-clans over grazing pasture and water at Saaho village, about 90Km away from Galkayo city, the regional capital of Mudug region.” (AMISOM, 6 June 2017)

 

Attacks by al-Shabaab

“Al-Shabaab committed politically motivated killings that targeted civilians affiliated with the government and attacks on humanitarian NGO employees, UN staff, and diplomatic missions. Al-Shabaab often used suicide attacks, mortar attacks, and improvised explosive devices (IEDs). It also killed prominent peace activists, community leaders, clan elders, electoral delegates, and their family members for their roles in peace building, and it beheaded persons accused of spying for and collaborating with Somali national forces and affiliated militias. Targeted assassinations, particularly of electoral delegates and elders, humanitarian workers, and civilians, increased in the first half of the year compared with prior years, as did violent punishments including amputations and stonings.” (USDOS, 20 April 2018, Section 1g)

“Al-Shabaab abducted 216 persons in the first half of the year and released 127, according to UNSOM. Between May 21 and May 24, al-Shabaab abducted approximately 70 persons, including women and children, burned numerous homes, and caused more than 15,000 persons to flee their homes during raids in Lower Shabelle, according to the United Nations. Some men who were abducted told human rights groups they were held in makeshift facilities in an al-Shabaab-controlled town for up to three weeks with scarce food and water and no opportunity to contest their detention.” (USDOS, 20 April 2018, Section 1g)

“Attacks on civilians by al-Shabaab intensified over the year; the most serious took place at a hotel in Mogadishu, the capital, on 14 October in which, according to the government, over 512 people were killed.” (AI, 22 February 2018) [x]

“On 28 October, a complex attack targeted the Naasa Hablood 2 Hotel in Mogadishu, in which 23 people were killed, including the Minister of the Interior, Federalism and Reconciliation of the Interim South-West Administration, Madobe Mohamed Nunow. Thirty people sustained injuries in the attack, including one national staff member of the World Food Programme. Al-Shabaab claimed responsibility for the attack.” (UN Security Council, 26 December 2017, p.3)

“There were four large-scale Al-Shabaab attacks on towns and security installations in these regions, namely on Bulo Gaduud, Belet Xaawa, Ceel Waaq and Afgooye. An increase in the number of attacks by Al-Shabaab was also recorded along the Kenya-Somalia border region in the run-up to the rescheduled elections in Kenya on 26 October. At least eight attacks by Al-Shabaab were recorded during this period, compared to two in September and three in August.” (UN Security Council, 26 December 2017, p.3)

“Attacks against civilians and civilian objects using vehicle-borne improvised explosive devices in Mogadishu resulted in a sharp rise in civilian casualties. The group also claimed responsibility for several targeted assassinations, particularly of government officials and electoral delegates. In late May, Al-Shabab fighters abducted civilians, stole livestock, and committed arson in attacks that caused more than 15,000 people to flee their homes in the highly contested region of Lower Shabelle.” (HRW, 18 January 2018)

“Al-Shabaab guerrilla warfare continued in rural areas of central and southern Somalia. Attacks on Somali and AMISOM forces along logistics routes were regularly reported.” (UN Security Council, 5 September 2017, p.3)

“Puntland witnessed renewed armed conflict. Aerial and ground offensives against Al-Shabaab hideouts took place in the Galgalo Mountains. On 8 June, Al-Shabaab fighters killed at least 70 Puntland security force soldiers at a military base in Af-Urur camp near Boosaaso, making it the most lethal Al-Shabaab attack in Puntland since 2010. In addition, the splinter group professing allegiance to pro-Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) fighters also continued its activities near Qandala.” (UN Security Council, 5 September 2017, p.3)

“The Islamist armed group Al-Shabab burned numerous homes in raids on villages in Somalia’s Lower Shabelle region in late May 2017, Human Rights Watch said today based on witness accounts and satellite imagery analysis. Al-Shabab fighters abducted civilians, stole livestock, and committed arson in attacks that caused more than 15,000 people to flee their homes.” (HRW, 26 July 2017)

“Puntland witnessed renewed armed conflict and acts of terrorism. Security forces clashed with Al-Shabaab fighters near the Galgala Mountains throughout January and February. In Boosaaso, suspected Al-Shabaab elements gunned down a traditional elder on 25 January. Three hand grenade attacks targeting a bank, a police checkpoint, and the Civil Court, on 24 and 26 February and on 4 March, respectively, resulted in at least five casualties. In Gaalkacyo, a Puntland parliamentarian was wounded in an Al-Shabaab car bombing on 8 March. Fresh activities by the splinter group professing allegiance to Islamic State in Iraq and the Levant (ISIL) were reported in Qandala District. On 27 January, ISIL supporters abducted five Darawish soldiers at Karimo and beheaded three of them. On 8 February, four suspected ISIL affiliates attacked a hotel in Boosaaso, killing four members of a militia and two civilians.” (UN Security Council, 9 May 2017, p.4)

 

Attacks by foreign troops and Somali Government forces

“According to UNSOM reports, between January and November security force attacks against al-Shabaab, other armed groups or individuals, and civilians resulted in civilian deaths, with casualties attributed to the SNA (107 deaths, 115 injured) and AMISOM (33 deaths, 60 injured). […] In April AMISOM troops were reported to have killed five civilians, including three children, in Lower Shabelle Region after a bomb blast targeted AMISOM forces in the area. African Union officials had not released a statement regarding the incident by year’s end.” (USDOS, 20 April 2018, Section 1g)

“According to media reports, the US government made secret changes to its rules on the use of lethal force in counter-terror operations, and included Somalia as one of its designated areas for ‘active hostilities’. This effectively meant that US forces could target those thought to be al-Shabaab fighters wherever they were located, regardless of whether they posed an imminent threat to life, and without obtaining high-level authorization. According to the Bureau of Investigative Journalism, a UK-based NGO, up to three civilians were killed in 31 US air strikes and strikes by remotely piloted vehicles (drones) during the year.” (AI, 22 February 2018)

“Security forces unlawfully killed and wounded civilians during infighting over land, control of roadblocks, disarmament operations, and aid distribution. On June 9, at least 13 civilians were killed and 20 injured when fighting broke out between government forces at an aid distribution site in Baidoa. […] According to UNSOM, AMISOM and other foreign forces were responsible for a significant number of civilian casualties during ground operations against Al-Shabab and in airstrikes. On September 26, an alleged Kenyan air force jet struck the village of Taraka in Somalia’s Gedo region recently recaptured by Al-Shabab, wounding 4 civilians and killing 20 camels. Accountability for abuses by security forces was almost nonexistent.” (HRW, 18 January 2018)

 

Sources: (all links accessed at 26 April 2018)



[i] Al-Jazeera is a Qatar-based TV news network.

[ii] The Central Intelligence Agency (CIA) is the civilian foreign intelligence service of the U.S. Government.

[iii] The British Broadcasting Corporation (BBC) is a British public service broadcaster.

[iv] Peace Direct is a charity based in London which supports grassroots peacebuilders in areas of conflict.

[v] Voice of America (VOA) is the official external broadcast institution of the United States federal government.

[vi] The UN Security Council is an organ of the United Nations, charged with the maintenance of international peace and security.

[vii] The US Department of State (USDOS) is responsible for the international relations of the United States.

[viii] Human Rights Watch (HRW) is an international human rights organisation.

[ix] The African Union Mission in Somalia (AMISOM) is a peacekeeping mission operated by the African Union in Somalia.

[x] Amnesty International (AI) is an international human rights organisation.

This featured topic was prepared after researching solely on ecoi.net and within time constraints. It is meant to offer an overview on an issue and is not, and does not purport to be, conclusive as to the merit of any particular claim to refugee status, asylum or other form of international protection. Chronologies are not intended to be exhaustive. Every quotation comes from a document available on ecoi.net and is referred to with a hyperlink to the respective document on ecoi.net.