Letzte Aktualisierung dieser Quellenbeschreibung: 28. November 2019

In einem Satz: Das Global Detention Project (GDP) ist ein regierungsunabhängiges Forschungszentrum, das sich mit Menschenrechten von Personen beschäftigt, die in Zusammenhang mit ihrem Status als Nicht-StaatsbürgerInnen in Haft sind.

Abdeckung auf ecoi.net:

Länderberichte („Country Detention Reports“)

Monatliche Abdeckung auf ecoi.net, zu Ländern mit Priorität D (Länder der Dublin-Verordnung) und zur Türkei.

Leitbild/Mandat/Ziele:

Die Mission des GDP ist es, „die Menschenrechte von inhaftierten MigrantInnen, Flüchtlingen und Asylsuchenden“ und „Transparenz bei der Behandlung von Inhaftierten“ zu fördern. Darüber hinaus plädiert das GDP für eine Reform der Haftsysteme und arbeitet mit WissenschaftlerInnen an Forschung zu Haftsystemen. (GDP: About the GDP, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)

Das GDP zielt darauf ab, „politischen EntscheidungsträgerInnen, AkteurInnen der Zivilgesellschaft und Menschenrechtsinstitutionen eine Quelle für genaue Informationen und Analysen zu Haft und anderen Einwanderungskontrollsystemen zur Verfügung zu stellen, mit besonderem Schwerpunkt auf den Auswirkungen dieser Regelungen auf Gesundheit, Menschenrechte und Wohlergehen von MigrantInnen ohne Papiere, Asylsuchenden und Flüchtlingen“ (GDP: About the GDP, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)

Das GDP „wurde ursprünglich 2005 von Studierenden des Hochschulinstituts für internationale Studien und Entwicklung in Genf als Instrument zur Verbesserung der Transparenz von Haftregelungen konzipiert, durch systematische Dokumentation, wo und unter welchen Bedingungen MigrantInnen und Asylsuchende inhaftiert sind.“ (GDP: About the GDP, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)

Zunächst gehörte das GDP der Abteilung Politikwissenschaft des Graduierteninstituts an und wurde 2014 zu einem unabhängigen Verein (GDP: About the GDP, ohne Datum).

Finanzierung:

Das GDP wird (unter anderem) von der Open Society Foundation, der Oak Foundation, dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten und der Loterie Romande finanziert.

Informationen zu Einnahmen und Ausgaben finden sich in den Jahresberichten des GDP. Siehe z.B. Seiten 36-37 von:

GDP: Annual Report 2018, 26. April 2019
https://www.globaldetentionproject.org/wp-content/uploads/2019/04/GDP-Annual-Report-2018.pdf

Laut diesem Bericht hatte das GDP im Jahr 2018 Einnahmen von rund 443.000 CHF und Ausgaben in etwa der gleichen Höhe, hauptsächlich Personalkosten (S. 36).

Für eine Liste von GeldgeberInnen, siehe: https://www.globaldetentionproject.org/funders

Umfang der Berichterstattung:

Geographischer Umfang: global.

Thematischer Umfang: Haftbedingungen von Haft aus Gründen, die mit Migration bzw. Aufenthaltsstatus zusammenhängen.

Methodologie:

Sekundär- und Feldforschung, inkl. Besuche von Haftzentren. Siehe z.B. folgenden Bericht, der vom Norwegischen Roten Kreuz in Auftrag gegeben wurde:

GDP: Harm Reduction in Immigration Detention: A Comparative Study of Detention Centres in France, Germany, Norway, Sweden, and Switzerland, Oktober 2018, S. 10-13
https://www.globaldetentionproject.org/wp-content/uploads/2018/10/Harm-Reduction-in-Immigration-Detention-GDP-Norwegian-Red-Cross.pdf

Für Details zum Ansatz des GDP zur vergleichenden Analyse nationaler Haftsysteme siehe:

GDP: An Introduction to Data Construction on Immigration-related Detention, Juli 2011
https://www.globaldetentionproject.org/wp-content/uploads/2016/06/GDP_data_introduction_v2.pdf

Sprache(n), in der/denen die Quelle publiziert:

Englisch.

Weitere Informationen:

GDP: Executive Committee, ohne Datum
https://www.globaldetentionproject.org/executive-committee

GDP: Academic Advisory Council, ohne Datum
https://www.globaldetentionproject.org/academic-advisory-council

 

Zugriff auf alle Links am 28. November 2019.