Organization for Refuge, Asylum & Migration (ORAM)
http://www.oraminternational.org/en/
 
Letzte Aktualisierung dieser Quellenbeschreibung: 7. Oktober 2015
 
In einem Satz: Die „Organisation for Refuge, Asylum and Migration“ (ORAM), eine unabhängige, 2008 gegründete und in den USA-angesiedelte NGO, vertritt lesbische, homosexuelle, bisexuelle, transgender und intersexuelle Flüchtlinge und AsylwerberInnen.
 
Abdeckung auf ecoi.net:
Berichte zur Lage sexueller und geschlechtlicher Minderheiten sowie zu LGBTI-Personen.
Monatliche Abdeckung auf ecoi.net zu Ländern mit Priorität A-D.
 
Leitbild/Mandat/Ziele:
„ORAM ist die einzige internationale Organisation mit dezidiertem Schwerpunkt auf Anwaltschaft für lesbische, homosexuelle, bisexuelle, transgender und intersexuelle (LGBTI) Flüchtlinge, die vor Verfolgung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Gender-Identität flüchten.“ (ORAM Website: Mission, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
ORAM arbeitet
  „Wir unterrichten NGOs, Regierungen und das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNO) über die besonderen Bedürfnisse der missverstandenen und stark marginalisierten LGBTI-Bevölkerung.“ (ORAM Website: Mission, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
„Als unabhängige Organisation besteht keine Zugehörigkeit ORAMs zu einer Regierung, Institution oder sonstiger behördlicher Einrichtung. Wir arbeiten mit verschiedensten Organisationen zusammen, die Flüchtlinge und AsylwerberInnen unterstützen und sich für ihre Rechte einsetzen. ORAM arbeitet nur mit Organisationen, die nachweislich über hohe ethische Standards und großes Engagement in ihrer Tätigkeit mit Flüchtlingen verfügen. […]
ORAM hat seinen Sitz in San Francisco, Kalifornien (USA). Wir führen unsere Anwaltschaftsarbeit, Trainings und damit einhergehende Projekte in, bzw. von San Francisco, Washington D.C. (USA), Genf (Schweiz), Ankara (UNHCR-Türkei), Tel Aviv (Israel) und bei Bedarf anderen Orten aus durch.“ (ORAM-Website: FAQ, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
„Bei den von ORAM bearbeiteten Fällen handelt es sich um KlientInnen, die um den Flüchtlingsstatus, bzw. Neuansiedlung in den USA, Kanada, Australien und anderen Ländern ansuchen. Vielen der KlientInnen drohte Folter und Gefängnis. Einigen drohte die Hinrichtung. Praktisch alle wurden von ihren Familien verstoßen  und erhalten, wenn überhaupt, wenig Unterstützung. Einige flüchten vor ihren Familien. Viele von ihnen werden nach ihrer Ankunft in Transitländern mit starker Marginalisierung, Schikanierung und physischer Gewalt konfrontiert. (ORAM: Unsafe Haven: The Security Challenges Facing Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender Asylum Seekers and Refugees in Turkey, June 2011, S. 3 im PDF, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
Finanzierung:
„ORAM wird von philanthropischen Organisationen, Einzelpersonen und internationalen Einrichtungen finanziert.“ (ORAM Website: FAQ, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
Einblick auf eine Spenderliste hier: http://www.oraminternational.org/en/donations-a-giving/donors
 
Umfang der Berichterstattung:
Geografischer Fokus: keiner.
Thematischer Fokus: Rechte von LGBTI-Flüchtlingen und AsylwerberInnen.
 
Methodologie:
„Wir betreiben und veröffentlichen originale und innovative Forschung zur Not von LGBTI-Flüchtlingen und den Organisationen, die für sie arbeiten und helfen so, einen Grundstein für systemweite Veränderungen zu legen. […]
Wir erhalten einen Teil unserer Informationen von einer Vielzahl an NGOs, Beobachtungsagenturen, Regierungen und zwischenstaatlichen Behörden. Der Großteil unserer Informationen stammt jedoch von UnterstützerInnen von LGBTI-Personen auf der ganzen Welt, die sich trauen, die Wahrheit auszusprechen. (ORAM-Website: FAQ, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
Exemplarisch für ORAM-Berichte basiert die 2011er-Ausgabe von „Unsafe Haven“ auf „Informationen, die von 62 LGBTI-Flüchtlingen stammen, die seit der letzten Ausgabe dieses Berichts zusammen vom HCA [Helsinki Citizens’ Assembly] und von ORAM vertreten wurden. Zudem beinhaltet die Ausgabe weiterhin relevante Informationen der ursprünglichen 46 befragten Personen, die in 10 verschiedenen türkischen Städten lebten. Eine Kopie des Fragebogens, der als Grundlage für die Erhebung diente, befindet sich in Appendix A.
Der Interviewprozess wurde streng nach den ethischen Anforderungen der Arbeit mit gefährdeten Personen durchgeführt: Jede befragte Person gab eine Einverständniserklärung zur Verwendung ihrer Informationen im Bericht an HCA und ORAM ab. Alle Befragten wurden informiert und verstanden den Zweck des Berichts. Sie wurden eingeladen, die Empfehlungen des Berichts noch vor seiner Veröffentlichung zu prüfen und zu kommentieren. 23 der Befragten folgten dieser Einladung.
Um die Sicherheit und Anonymität der Berichtspersonen zu wahren, wurde jede Information, aufgrund derer sie als Einzelpersonen identifizierbar geworden wären, ausgelassen. Alle zitierten Befragten gaben ihre ausdrückliche Erlaubnis, bestätigten die Inhalte ihrer Anmerkungen und stimmten der Art des Verweises auf sie zu. Alle durchgeführten Befragungen liegen den VerfasserInnen vor.“ (ORAM: Unsafe Haven: The Security Challenges Facing Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender Asylum Seekers and Refugees in Turkey, Juni 2011, S. 9-10, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
Sprache(n), in der/denen die Quelle publiziert:

Englisch und Sprache des Berichtslandes.
 
Alle auf ecoi.net verfügbaren Dokumente dieser Quelle: http://www.ecoi.net/de/source/4714
Zugriff auf alle Links am 29. September 2015
 
Homepage:
http://www.oraminternational.org
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