HUMAN RIGHTS WATCH (HRW)
http://www.hrw.org
Letzte Aktualisierung dieser Quellenbeschreibung: 14. November 2016
 
In einem Satz: Human Rights Watch ist eine Non-Profit-, nichtstaatliche Menschenrechtsorganisation, die Berichte und Briefings über Menschenrechtsbedingungen von über 90 Ländern veröffentlicht.
 
Abdeckung auf ecoi.net:
Pressemitteilungen (PressR), Berichte (SR/PR)
Tägliche Abdeckung auf ecoi.net, zu Ländern mit Priorität A, B1, B2, C - Jahresberichte auch für D und E (alle verfügbaren Länder).
 
Leitbild/Mandat/Ziele:
HRWs Leitbild lautet: „Human Rights Watch verteidigt die Rechte der Menschen weltweit. Wir untersuchen Missbräuche ganz genau, enthüllen Fakten, und setzten die Mächtigen unter Druck, die Rechte zu respektieren und Gerechtigkeit sicherzustellen. Human Rights Watch ist eine unabhängige, internationale Organisation, die als Teil einer dynamischen Bewegung dafür arbeitet, dass Menschenwürde aufrechterhalten wird und die Menschenrechte für alle weiterentwickelt werden. […]
Unsere Arbeit wird durch internationale Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht und dem Respekt für die Würde eines jeden Menschen geleitet.
Wir engagieren uns dafür, die hohen Standards der Sorgfalt und Fairness aufrechtzuerhalten, unter anderem indem wir zahlreiche Perspektiven erkunden, um ein gründliches, analytisches Verstehen von Geschehnissen zu entwickeln. Wir nehmen eine besondere Verantwortung für die Opfer und ZeugInnen, die ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben, wahr. […]
Wir engagieren uns auch dafür, in schwierigen Situationen zu arbeiten, in denen eine langzeitige Aufmerksamkeit für eine bedeutsame Auswirkung benötigt wird. […]
Wir sprechen uns gegen Angriffe auf die Zivilgesellschaft aus und verteidigen den politischen Raum, innerhalb dem die breite Menschenrechtsbewegung handelt.“ (Human Rights Watch-Website: About Us, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
“Wenn wir Menschrechtsverletzungen untersuchen und enthüllen, streben wir es an, Unterdrücker zur Verantwortung zu ziehen gegenüber ihrer Bevölkerung, der internationalen Gemeinschaft, und ihren Verpflichtungen unter dem internationalen Recht. Wir streben es an, den Raum für Veränderungen bezüglich Gesetzen oder Politik zu bilden, lokalen Aktivismus zu bestärken, und missbräuchliches Verhalten beim Namen zu nennen, welches in manchen lokalen Zusammenhängen nicht als solches identifiziert wird. Wir arbeiten dafür, dass die schlimmsten Peiniger in der Heimat vor Gericht kommen oder vor internationale Tribunale. Wir streben gezielte Sanktionen an – solche, die Peinigern schaden, aber nicht der Bevölkerung im Allgemeinen. Wir arbeiten dafür, dass die Kosten für Menschenrechtsverletzungen steigen. Je mehr Tyrannen wir vor Gericht bringen, desto mehr potenzielle Peiniger werden es überdenken, Menschenrechtsverletzungen zu begehen.“ (Human Rights Watch-Website: Frequently Asked Questions, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
Finanzierung:
„Wir sind eine vollständig unabhängige, nichtstaatliche Organisation, die durch Beiträgen von privaten Individuen und Stiftungen weltweit unterstützt wird. Um unsere Unabhängigkeit aufrechtzuerhalten, nehmen wir kein Geld von irgendeiner Regierung, direkt oder indirekt, an. (Human Rights Watch-Website: Frequently Asked Questions, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
HRWs insgesamte, öffentliche Unterstützungen und Einkommen betrugen 68,511,163 US$ im Jahr 2015. (Human Rights Watch-Website: Annual Report 2015, 2015, S.46)
 
Umfang der Berichterstattung:
Geographischer Schwerpunkt: mehr als 90 Länder in Afrika, Nord-, Mittel- und Südamerika, Asien, Europa/Zentralasien, Nahost/Nordafrika, die Vereinigten Staaten
 
Thematischer Schwerpunkt: Waffen; Wirtschaft & Menschenrechte; Rechte der Kinder; Terrorismus & Terrorismusbekämpfung; Gesundheit & Menschenrechte; Internationale Gerechtigkeit; LGBT-Rechte; Flüchtlinge; und Rechte der Frauen
 
Methodologie:
„Unsere Vor-Ort-ForscherInnen überwachen konstant die Menschenrechtsbedingungen in um die 80 Länder rund um die Welt. Diese ForscherInnen bilden die Grundlage unserer Arbeit, indem sie mit Menschen sprechen, die entweder missbraucht wurden oder ZeugInnen von Missbrauch geworden sind. Human Rights Watch spricht ebenfalls mit lokalen MenschenrechtsvertreterInnen, JournalistInnen, LänderexpertInnen, und RegierungsvertreterInnen. Wir veröffentlichen unsere Untersuchungsergebnisse in mehr als 100 Berichten und hunderten von Pressemitteilungen jedes Jahr. In Zeiten von Krisen sind wir an vorderster Front, veröffentlichen aktuelle Informationen und befürworten Handeln. […]
Wir stehen ebenfalls in konstantem Kontakt mit zuverlässigen lokalen Organisationen.“ (Human Rights Watch website: Frequently Asked Questions, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
“Wir wählen unsere Länder, auf die wir Fokus legen, und die Themen mit denen wir uns befassen, basierend auf wo wir denken, dass unsere Aufmerksamkeit benötigt wird, und wo wir einen Unterschied bewirken können.
Im Herzen unserer Arbeit sind mehr als 80 RechercheurInnen im Personal. Die ForscherInnen arbeiten mit einer etablierten, geprüften, und konsistenten Methodologie, die auf einer Informationseinholung von einem breiten Spektrum von Quellen, und mit einer feld-basierte Recherche im Kern, basiert. Manche unserer RechercheurInnen sind dauerhaft auf dem Gebiet, innerhalb oder nahe zu den Orten, auf die sie fokussieren, in Orten so vielfältig wie Bujumbura, Kairo, Bangkok, und Taschkent. Andere abreiten von unseren Hauptbüros aus in New York, Berlin, Brüssel, London, Johannesburg, Moskau oder Washington DC. Alle sind regelmäßig auf Missionen, um Feldforschung zu betreiben, um Opfer und ZeugInnen zu interviewen um menschliche Geschichten in den Vordergrund und ins Zentrum unserer Berichterstattung und Fürsprache zu stellen. Sie kooperieren mit lokalen Zivilgesellschafts-AktivistInnen, AnwältInnen, and JournalistInnen, und sie suchen Kontakt mit Staats- und RegierungsvertreterInnen.
Human Rights Watch entwickelt Forschungsstrategien und wählt Forschungsthemen aus, basierend auf den Leitprinzipien der Organisation.
Jede Menschenrechtsverletzung oder jeder Fall, den Human Rights Watch untersucht, und jedes Opfer oder jede/r Zeuge/in, den ein/e Forscher/in interviewt, ist einzigartig. Aus diesem Grund gibt es keine uniforme Interview-Methodologie, die universell angewandt wird von der Organisation. Aber die Prinzipien, anhand von denen Human Rights Watch ForscherInnen Interviews mit Opfern und ZeugInnen durchführen, sind standardisiert: Obwohl Interviewtechniken variiert oder angepasst werden an jede Situation, sind die Leitprinzipien, wie das Bedürfnis die Wahrheit zu ermitteln, den Wahrheitsgehalt der Aussagen zu bestätigen, die Sicherheit und Würde der ZeugInnen zu schützen, und unparteilich zu bleiben, durch die Organisation hindurch konstant.“ (Human Rights Watch-Website: About Our Research, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
Sprache(n), in der/denen die Quelle publiziert:
Englisch; Human Rights Watch übersetzt so viel wie möglich auf Arabisch, Französisch, und Spanisch für ihre diversen Versionen der Website. Es ist zusätzlich noch limitierter Inhalt auf Chinesisch, Deutsch, Japanisch und Russisch verfügbar.
 
Weitere Informationen:
Human Rights Watch YouTube Channel
https://www.youtube.com/user/HumanRightsWatch

HRW – Human Rights Watch: Why We Report on 'Open' Societies, 20 October 2009
https://www.hrw.org/news/2009/10/20/why-we-report-open-societies

HRW – Human Rights Watch: Frequently Asked Questions, undated
https://www.hrw.org/frequently-asked-questions

Democracy Now!: Debate: Is Human Rights Watch Too Close to U.S. Gov't to Criticize Its Foreign Policy?, 11 June 2014
http://www.democracynow.org/2014/6/11/debate_is_human_rights_watch_too

Welch, Claude E., Jr. [ed.]: NGOs and Human Rights: Promise and Performance [chapters 3 & 4], 2001
http://www.upenn.edu/pennpress/book/13418.html
 
Zugriff auf alle Links am 14. November 2016.
 
 
Homepage:
http://www.hrw.org/
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