(ehemals: MENTAL DISABILITY RIGHTS INTERNATIONAL, MDRI) 
Letzte Aktualisierung dieser Quellenbeschreibung: 6. November 2016, weiterhin gültig mit Stand 26. September 2019
 
In einem Satz: Disability Rights International (DRI) ist eine unabhängige, nichtstaatliche Menschenrechtsorganisation, ansässig in Washington DC, die für den Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen und deren volle gesellschaftliche Integration kämpft.
 
Abdeckung auf ecoi.net:
Diverse Veröffentlichungen (SR)
Vierteljährliche Abdeckung auf ecoi.net, zu Ländern mit Priorität A-C.
 
Leitbild/Mandat/Ziele:
„Disability Rights International (DRI – ehemals Mental Disability Rights International) ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich den Rechten und der vollen Beteiligung in der Gesellschaft von Menschen mit Behinderungen widmet. DRI dokumentiert Missbrauch und fördert internationales Bewusstsein und Übersicht über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. DRI trainiert und unterstützt Behinderten- und MenschenrechtsaktivistInnen weltweit, um die Durchsetzung der Rechte und eine Reform des Dienstleistungssystems zu fördern.“ (DRI-Website: Our Reports & Publications: Twice Violated, 2015, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
Laut ihrer Mission widmet sich DRI der „Förderung von Menschenrechten und der vollen Beteiligung von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft weltweit“ (DRI-Website: About us, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD) und „das Recht jedes Kindes mit seinen Geliebten leben zu können zu beschützen, und dass diese nicht zu einem Leben inhumanem Missbrauchs und der Abgrenzung verurteilt werden.“ (DRI-Website: Jorge’s Story, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
Disability Rights Internationals oberste Priorität ist die „Worldwide Campaign to End the Institutionalization of Children” (DRI-Website: Our work, ohne Datum), „die es anstrebt, die Aufmerksamkeit auf die allgegenwärtige und missbräuchliche Durchführung von Einweisungen von Kindern mit Behinderung zu lenken und diese zu beenden.” (DRI-Website: About us, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
„Indem DRI auf die Fähigkeiten und die Erfahrung von Anwälten, psychosozialen Fachkräften, MenschenrechtsverteidigerInnen, Menschen mit Behinderungen und ihren Familien zurückgreifen, trainiert und unterstützt Disability Rights International FürsprecherInnen, die eine Reform des Rechts- und Dienstleistungssystem anstreben und die Regierungen dabei unterstützen, Gesetze und Strategien zu entwickeln, die eine Integration in der Gemeinschaft und eine Durchsetzung der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen fördern.“ (DRI-Website: About us, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD
 
„Disability Rights International betreibt eine mehrjährigen Kampagne, um durch unsere Berichte über die Türkei, Rumänien, Serbien, die Vereinigten Staaten und unsere Gerichtsverfahren gegen Paraguay in der interamerikanischen Menschenrechtskommission, weltweite Anerkennung zu erzielen, dass der Missbrauch von Kindern und Erwachsenen mit Behinderungen Folter darstellen kann.“ (DRI-Website: International Policy Advocacy, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
„Disability Rights International verwendet die ‘UN-Konventionen‘ als ein Druckmittel um Regierungen und internationale Geldgeber verantwortlich zu machen. Wir publizieren das Leiden der großen Anzahl der Kinder mit Behinderungen, die missbräuchlich in Einrichtungen platziert wurden und wir unterstützen die Bemühungen von Familienmitgliedern und AktivistInnen, die dafür arbeiten, eine benötigte Veränderung zu bewirken.“ (DRI-Website: Our work, ohne Datum, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
Finanzierung:
Projekte, durchgeführt von DRI, werden durch verschiedene Stiftungen wie Overbrook Foundation, Holthues Trust, Open Society Foundations, Jacob & Hilda Blaustein Foundation, Morton & Jane Blaustein Foundation etc. finanziert. DRI wird ebenfalls durch seine Botschafterin Holly Valance und viele andere Individuen und durch Spenden von Stiftungen für DRI unterstützt (siehe „acknowledgments” in mehreren MDRI-Berichten).
 
Umfang der Berichterstattung:
Geographischer Schwerpunkt: Nord-, Mittel- und Südamerika, Asien, Europa, und Nahost
 
Thematischer Schwerpunkt: Spezieller Fokus liegt auf ihrer Kampagne um die Zwangseinweisung von Kindern zu beenden; alle Arten der Folter und grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung von behinderten Menschen; Taten, die psychisches Leiden, gefährliche und lebensbedrohliche Gesundheitszustände, Verletzungen durch ungerechtfertigte Medikation verursachen; Missbrauch von PatientInnen, MitarbeiterInnen und anderen; willkürliche Inhaftierung; Mangel an ordnungsgemäßen Gerichtsverfahren und Schutz
 
Methodologie:
„DRI hat Menschenrechtsbedingungen untersucht und mit AktivistInnen in mehr als zwei Duzend Ländern aus Nord-, Mittel- und Südamerika, Asien, Europa und dem Nahost zusammengearbeitet.“ (DRI-Website: Twice Violated Abuse and Denial of Sexual and Reproductive Rights of Women with Psychosocial Disabilities in Mexico, 2015, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
Zum Beispielist der Bericht „Exclusion of Children and Adults with Disabilities from Reform and Rights Protection in the Republic of Georgia“ aus 2013 „das Produkt aus umfangreichen Bemühungen für die Erforschung des Sachverhalts, in Zusammenarbeit mit einem breiten Spektrum aus lokalen staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen in Georgien, sowie mit Rechts-, Medizin-, und Behinderten-Fachkräften aus dem Ausland. Von Juli 2010 bis September 2013 stattete DRI 6 ermittelnde Besuche der Republik Georgien ab. DRI untersuchte die Bedingungen in 10 Wohneinrichtungen, die alle staatlich geleiteten Baby- und Waisenhäuser für Kinder mit Behinderungen inkludierten. Dieser Bericht untersucht nicht Georgiens psychiatrische Spitäler. DRI setzte die Erfahrung von Freiwilligen einer hochrangigen Gruppe von Experten ein. […]
In jeder Institution, die wir besuchten, versuchten wir so sorgfältig zu sein wie wir konnten beim Verstehen der Menschrechtssituation der Menschen, die in diesen Einrichtungen leben – in vielen Fällen, indem mehrere Male zur Institution zurückgekehrt wurde. Wir baten alle Teile der Institutionen besuchen zu dürfen. Wir interviewten die Obrigkeiten der Institutionen, Mitarbeiter und Bewohner. Während jedes Standortbesuchs brachte DRI eine Kamera mit, um die Beobachtungen aufzunehmen. (DRI-Website: Left Behind; The Exclusion of Children and Adults with Disabilities from Reform and Rights Protection in the Republic of Georgia, 2013, Arbeitsübersetzung ACCORD)
 
Der Bericht “Hidden Suffering: Romania’s Segregation and Abuse of Infants and Children with Disabilities” von 2006 „beschreibt die Ergebnisse einer 18-monatigen Untersuchung der Menschenrechte von Menschen mit geistigen Behinderungen (das ist ein breiter Begriff, der Menschen mit der Diagnose einer psychischen Erkrankung und Menschen mit einer intellektuellen Einschränkung sowie einer geistigen Zurückgebliebenheit inkludiert) der ‚Mental Disability Rights International (MDRI)‘ in Rumänien. Diese Arbeit ist das Produkt aus Besuchen in Rumänien im Februar, Juni und Dezember 2005 und Februar 2006. Unsere Besuche von Erwachsenen-Einrichtungen wurden gemeinsam mit dem ‚Center for Legal Ressources (CLR)‘ durchgeführt. MDRI führte alle Standortbesuche zu Kindereinrichtungen und Interviews mit den Obrigkeiten des Kinderschutzes allein durch.“ (DRI-Website: Hidden suffering; Romania’s Segregation and Abuse of Infants and Children with Disabilities, 2006, Arbeitsübersetzung)
 
Sprache(n), in der/denen die Quelle publiziert:

Jeder Bericht wird auf Englisch veröffentlicht. Fast alle Berichte wurden ebenfalls in der Sprache des Landes veröffentlicht, über das berichtet wurde.
 
Zugriff auf alle Links am 06. November 2016.
 
Homepage:
https://www.driadvocacy.org/
Suche:
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