Document #2134940
ACCORD – Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation (Author)
11. Dezember 2025
Das vorliegende Dokument beruht auf einer zeitlich begrenzten Recherche in öffentlich zugänglichen Dokumenten, die ACCORD derzeit zur Verfügung stehen, sowie gegebenenfalls auf Auskünften von Expert·innen und wurde in Übereinstimmung mit den Standards von ACCORD und den Common EU Guidelines for processing Country of Origin Information (COI) erstellt.
Dieses Produkt stellt keine Meinung zum Inhalt eines Ansuchens um Asyl oder anderen internationalen Schutz dar.
Wir empfehlen, die verwendeten Materialien im Original durchzusehen. Originaldokumente, die nicht kostenfrei oder online abrufbar sind, können bei ACCORD eingesehen oder angefordert werden.
Möglichkeit der Rückkehr von Palästinenser·innen nach Syrien, die früher in Syrien gelebt haben
Voraussetzungen
Die Haltung der syrischen Übergangsregierung zu Palästinenser·innen in Syrien
Die Haltung anderer Akteure zu Palästinenser·innen
Zugang zu Gesundheitsversorgung, Arbeitsmarkt, Schulbildung und Wohnungsmarkt für Palästinenser·innen in Syrien
Gesundheitsversorgung
Arbeitsmarkt
Schulbildung
Wohnungsmarkt 7
Anspruch auf Ausweise und Reisedokumente (Art der Dokumente, Kennzeichnung)
Quellen
Anhang: Quellenbeschreibungen und Informationen aus ausgewählten Quellen
Kurzbeschreibungen zu den in dieser Anfragebeantwortung verwendeten Quellen sowie Ausschnitte mit Informationen aus diesen Quellen finden Sie im Anhang.
Möglichkeit der Rückkehr von Palästinenser·innen nach Syrien, die früher in Syrien gelebt haben
Auf der vom Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) entwickelten Informationsplattform Syria is Home wird festgehalten, dass staatenlose Personen, deren gewöhnlicher Aufenthaltsort in Syrien liege, nach Syrien zurückkehren könnten. Es gebe jedoch keinen eindeutigen Rahmen für die Rechte staatenloser Personen in Syrien (Syria is Home, ohne Datum).
Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA) berichtet im November 2025, dass im ersten Halbjahr 2025 mehr als 29.000 palästinensische Flüchtlinge nach Syrien zurückgekehrt seien (UNRWA, 19. November 2025, S. 2).
Eine vom Danish Immigration Service (DIS) interviewte humanitäre Organisation berichtet im September 2025, dass es für palästinensische Flüchtlinge aus Syrien, die während des Konflikts aus dem Land geflohen seien, grundsätzlich möglich sei zurückzukehren. Es würden keine Berichte über Einreiseverweigerungen vorliegen (DIS, Dezember 2025, S. 100-101).
Die oben genannte von DIS interviewte humanitäre Organisation erklärt, dass sowohl Palästinenser·innen, die bei der Allgemeinen Behörde für palästinensisch-arabische Flüchtlinge (General Authority for Palestinian Arab Refugees, GAPAR[1]) registrierte seien, als auch nicht registrierte Palästinenser·innen (die in Syrien geboren wurden und dort vor ihrer Ausreise ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten) einreisen dürften. Auch Personen ohne die erforderlichen offiziellen Dokumente könnten einreisen, sofern sie in Syrien geboren wurden und zuvor dort gelebt haben. Offiziell müssten bei der GAPAR registrierte Palästinenser·innen einen Nachweis ihres Wohnsitzes vorlegen, um nach Syrien einreisen zu dürfen. Nicht registrierte Palästinenser·innen seien auf die palästinensische Botschaft angewiesen, die ihnen Dokumente ausstelle, die ihren Flüchtlingsstatus bestätigen würden. Diese Dokumente würden jedoch von der neuen syrischen Übergangsregierung nicht vollständig anerkannt, und verschiedene staatliche Stellen würden unterschiedliche Verfahren bei der Bearbeitung der von den palästinensischen Behörden ausgestellten Dokumente anwenden. In der Praxis würden die Behörden diese Einreisebestimmungen jedoch in der Regel großzügig auslegen und würden beiden Kategorien die Einreise nach Syrien auf die eine oder andere Weise gestatten. Es gebe keine formellen Rechtsvorschriften oder offiziellen Regelungen zu diesem Thema. Die von der Quelle präsentierten Informationen würden daher laut DIS hauptsächlich auf Beobachtungen, Berichten und Sekundärberichten von Flüchtlingen und anderen nicht-offiziellen Quellen basieren. Es wird das Beispiel eines palästinensischen Flüchtlings aus Syrien und seiner syrischen Ehefrau genannt, die während des Konflikts mit ihren zwei Kindern in den Libanon geflohen seien. Im Libanon habe das Paar drei weitere Kinder bekommen, die nicht registriert worden seien. Nach dem Regierungswechsel sei die Familie nach Syrien zurückgekehrt und habe die Grenze passiere können, obwohl die drei jüngsten Kinder nicht registriert gewesen seien (DIS, Dezember 2025, S. 100–101).
Eine weitere humanitäre Organisation habe gegenüber DIS ebenfalls im September 2025 berichtet, dass palästinensische Flüchtlinge aus Syrien in der Regel Dokumente der GAPAR besitzen würden und mit diesen nach Syrien einreisen könnten (DIS, Dezember 2025, S. 89).
Laut einer von DIS in Damaskus interviewten internationalen Organisation dürften auch palästinensische Flüchtlinge aus Syrien mit abgelaufenen Reisedokumenten wieder nach Syrien einreisen (DIS, Dezember 2025, S. 84).
Es konnten keine weiteren Quellen mit aktuellen Informationen zu den spezifischen Voraussetzungen für die Rückkehr von Palästinenser·innen nach Syrien gefunden werden.
Die Haltung der syrischen Übergangsregierung zu Palästinenser·innen in Syrien
Laut der ersten oben genannten von DIS interviewten humanitären Organisation sei mit September 2025 keine Veränderung in der Haltung der syrischen Behörden gegenüber palästinensischen Flüchtlingen in Syrien festzustellen. Die Vorgängerregierung habe eine unterstützende Haltung gegenüber Palästinenser·innen im Land vertreten, und diese Position sei von der aktuellen Regierung fortgeführt worden (DIS, Dezember 2025, S. 96).
Watan berichtet im Juli 2025, dass die syrischen Behörden ohne vorherige Ankündigung die Personenstandsurkunden von Palästinenser·innen im Land verändert hätten. Die rechtliche Einstufung sei von der Benennung „syrische Palästinenser·innen“ zu „palästinensischen Einwohner·innen“ (Resident Palestinian) geändert worden. Laut einem Sonderbericht der syrischen Nachrichtenagentur Zaman al-Wasl hätten Standesämter begonnen, diese Änderungen umzusetzen, was zu Unsicherheiten bezüglich des Umgangs mit palästinensischen Flüchtlingen in Syrien geführt habe. Laut dem Artikel herrsche die Sorge, dass Palästenser·innen mit einem veränderten rechtlichen Status zuvor gewährte Rechte entzogen werden könnten (Watan, 11. Juli 2025; siehe auch: Shafaq News, 12. Juli 2025). Shafaq News schreibt hierzu, dass einige regierungsnahe Quellen eine offizielle Kursänderung im Umgang mit palästinensischen Flüchtlingen in Syrien dementiert hätten. Die Änderungen seien auf technische Fehler bei der Integration der Personenstandsregister in Gebieten wie Idlib zurückzuführen und Unstimmigkeiten würden korrigiert werden. Laut Shafaq News seien jedoch ähnlich geänderte Dokumente aus anderen Gebieten Syriens, darunter Daraa und der Provinz Damaskus gemeldet worden. Das wiederholte Auftreten in mehreren Provinzen werfe die Frage auf, ob es sich um vereinzelte Verwaltungsfehler oder einen umfassenderen Kurswechsel gegenüber dem Status von Palästinenser·innen in Syrien handle (Shafaq News, 12. Juli 2025). The New Arab berichtet einige Tage später ebenfalls, dass syrische Beamt·innen einen technischen Fehler für die Herabstufung palästinensischer Flüchtlinge zu „Ausländer·innen“ verantwortlich gemacht hätten. Der Fehler sei korrigiert worden. Laut The New Arab würden Palästinenser·innen weiterhin Unsicherheit über ihren Status in Syrien unter der Übergangsregierung verspüren (The New Arab, 15. Juli 2025). The New Arab schreibt in einem Artikel vom September 2025, dass die Unsicherheit der palästinensischen Gemeinschaft in Syrien weiterhin vorherrsche. Laut Musaab Balchi, Risikoanalyst und Gründer von Miftah, einem Medienprojekt über palästinensische Flüchtlinge in Syrien, herrsche vonseiten der Übergangsregierung weiterhin Unklarheit über den Rechtsstatus und die Zukunft der palästinensischen Flüchtlinge in Syrien. Der Artikel erklärt außerdem, dass die Übergangsregierung in den Monaten zuvor palästinensische Gruppierungen und politische Organisationen in Yarmouk (einem großen palästinensischen Flüchtlingslager in Damaskus, Anmerkung ACCORD) zerschlagen habe (The New Arab, 9. September 2025).
Die Haltung anderer Akteure zu Palästinenser·innen
Es konnten im Rahmen der Recherche keine Informationen zur Haltung anderer Akteure zu Palästinenser·innen gefunden werden. Gesucht wurde auf Arabisch, Deutsch und Englisch mittels ecoi.net, Factiva und Google nach einer Kombination aus folgenden Suchbegriffen: Syrien, Palästinenser·innen, palästinensische Flüchtlinge, Diskriminierung, Angriffe, Probleme, Milizen, bewaffnete Gruppierungen
Zugang zu Gesundheitsversorgung, Arbeitsmarkt, Schulbildung und Wohnungsmarkt für Palästinenser·innen in Syrien
UNRWA veröffentlicht im August 2025 Informationen zu den UNRWA-Dienstleistungen für palästinensische Flüchtlinge aus Syrien, die aufgrund der Syrienkrise vertrieben wurden und nun zurückkehren. Alle Palästinenser·innen aus Syrien, die aufgrund der Konflikte in Syrien in andere Länder oder innerhalb Syriens vertrieben worden seien und zurückkehren würden, hätten Anspruch auf dieselben Leistungen der UNRWA, wie diejenigen, die bereits in Syrien leben, sofern die Mittel verfügbar seien. Um diese Leistungen und Hilfen in Anspruch nehmen zu können, müssten palästinensische Flüchtlinge UNRWA kontaktieren und ihre Registrierung reaktivieren oder ihre Akte aus dem Land, aus dem sie zurückkehren, nach Syrien übermitteln lassen (UNRWA, 7. August 2025, S. 1).
Im November 2025 veröffentlicht UNRWA seinen Fortschrittsbericht zum Notappell 2025. Laut dem Bericht würden unzureichende Unterkünfte und fehlende Erwerbsmöglichkeiten von palästinensischen Flüchtlingen aus Syrien am häufigsten als Hinderungsgründe einer Rückkehr genannt (UNRWA, 19. November 2025, S. 1). Laut UNRWA seien immer mehr Rückkehrer·innen mit zerstörten Häusern und Infrastruktur konfrontiert. Während des Berichtszeitraums (Anfang Jänner bis Ende Juni 2025) hätten 43 Familien (174 Personen) im Lager Yarmouk im Rahmen einer Unterstützung zur Selbsthilfe Bargeld für kleinere Reparaturen an ihren Unterkünften erhalten. Gleichzeitig hätten 603 palästinensische Flüchtlinge kurzfristige Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in Anspruch genommen und 1.729 Studierende sich für kurz- und langfristige technische und berufliche Aus- und Weiterbildungskurse eingeschrieben (UNRWA, 19. November 2025, S. 2).
Die von DIS interviewte humanitäre Organisation erklärt im September 2025 hinsichtlich des Zugangs von Palästinenser·innen zu Dienstleistungen, die von anderen Akteuren als der UNRWA angeboten würden, dass Palästinenser·innen sowohl von den syrischen Behörden wie auch von NGOs an die UNRWA verwiesen würden (DIS, Dezember 2025, S. 97).
Im oben genannten Informationsbericht stehen palästinensischen Flüchtlingen laut UNRWA die folgenden Gesundheitsleistungen nach ihrer Rückkehr nach Syrien zu: Primärversorgung (ärztliche Beratung, Medikamente, diagnostische Tests, Überweisungen ins Krankenhaus und zu radiologischen Fachärzt·innen); Erkennung und Behandlung chronischer Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes, Medikamente gegen Krebs (Chemotherapie) und bis zu 75 % Kostenübernahme für bestimmte Medikamente; Erkennung und Eindämmung der Ausbreitung übertragbarer und ansteckender Krankheiten; Mutter-Kind-Versorgung; Medizinische Hilfsmittel wie Hörgeräte und Prothesen sowie Physiotherapie; Mund- und Zahngesundheit (Zahnextraktionen, Wurzelbehandlungen, Füllungen, Röntgenaufnahmen, Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere, Vorschulkinder und Kinder); Gesundheitsversorgung von Schulkindern; psychische Gesundheit und psychologische Unterstützung, einschließlich Überweisungen an einen Psychiater; und Standardimpfungen (UNRWA, 7. August 2025, S. 1). Zurückkehrende Palästinenser·innen könnten diese Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen, in dem sie ein UNRWA-Gesundheitszentrum mit ihren UNRWA-Registrierungskarten und Ausweisdokumenten aufsuchen. Für einige Leistungen sei die Übermittlung ihrer medizinischen Unterlagen (über UNRWA e-Health) nach Syrien erforderlich (UNRWA, 7. August 2025, S. 2).
The New Arab schreibt, dass mit Ende September 2025 palästinensische Flüchtlinge, die (oder deren Vorfahren, Anmerkung ACCORD) nach 1956 nach Syrien gekommen seien – und nicht bei der GAPAR registriert seien – keinen Zugang zum syrischen Gesundheitssystem hätten (The New Arab, 29. September 2025).
Die von DIS interviewte humanitäre Organisation erklärt im September 2025, dass bestehende Finanzierungslücken bei der UNRWA Kürzungen bei der Gesundheitsversorgung von palästinensischen Flüchtlingen in Syrien zur Folge hätten. Die UNRWA sei zwar weiterhin in der Lage, die medizinische Grundversorgung – wie Gesundheitsdienste für Mütter und Kinder sowie grundlegende Geburtshilfe – sicherzustellen, doch müsse dabei nun streng nach Prioritäten vorgegangen werden. Gleichzeitig sei die UNRWA nicht mehr in der Lage, die sekundäre Gesundheitsversorgung, einschließlich der Krebsbehandlung, zu unterstützen, die sie zuvor zu bis zu 75 Prozent subventioniert habe. Darüber hinaus sei das Programm, durch das schutzbedürftige Patient·innen an Krankenhäuser überwiesen worden seien und eine teilweise Kostenübernahme erhalten hätten, um die Hälfte oder mehr gekürzt worden (DIS, Dezember 2025, S. 98).
Die Action Group for Palestinians of Syria (AGPS) berichtet im Juni 2025, dass Palästinenser·innen in Syrien unter einem gravierenden Mangel an medizinischer Versorgung leiden würden. Den UNRWA-Gesundheitszentren würden notwendige Ressourcen fehlen, was zu einer Beeinträchtigung einer angemessenen medizinischen Versorgung führe. Der Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten stelle eine der größten Herausforderungen dar. Der Artikel beschreibt das Beispiel einer palästinensischen Familie aus dem Lager Jaramana. Die Ehefrau leide an Bluthochdruck, könne jedoch in der örtlichen Klinik keine blutdrucksenkenden Medikamente erhalten. Sie sei stattdessen gezwungen auf Aspirin oder Ibuprofen auszuweichen, die bei ihr jedoch wirkungslos seien. Gleichzeitig leide der Ehemann an einer Herzkrankheit und Diabetes. Auch die von ihm benötigten Medikamente seien in der Klinik nicht verfügbar. Er sei gezwungen gewesen die Medikamente in privaten Apotheken zu einem hohen Preis zu kaufen. Er könne jedoch die finanzielle Belastung nicht mehr tragen, da die Medikamentenpreise auf dem freien Markt für seine Familie unerschwinglich seien. Er habe wiederholt versucht Hilfe durch einen Antrag auf Unterstützung für besonders Bedürftige zu erhalten. Dieser Antrag sei jedoch abgelehnt worden, obwohl er die erforderlichen Kriterien erfülle. Laut AGPS sei es nicht ungewöhnlich, dass Palästinenser·innen Schwierigkeiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung haben. Das Problem beschränke sich nicht nur auf den Medikamentenmangel. Es herrsche außerdem Vetternwirtschaft bei der Medikamentenverteilung. Laut einem Interviewpartner würden manche Gesundheitsarbeiter·innen Medikamente an ihre Verwandten weitergeben (AGPS, 19. Juni 2025).
Laut UNRWA hätten bei GAPAR registrierte Palästinenser·innen denselben Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten wie Syrer·innen. Bei UNRWA können palästinensische Flüchtlinge – sofern sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen, Kredite beantragen, wobei der Schwerpunkt auf der Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen liege (UNRWA, 7. August 2025, S. 3).
The New Arab schreibt, dass mit Ende September 2025 palästinensische Flüchtlinge, die (oder deren Vorfahren, Anmerkung ACCORD) nach 1956 nach Syrien gekommen seien – und nicht bei GAPAR registriert seien – keine Arbeitserlaubnis hätten (The New Arab, 29. September 2025).
Die palästinensische Nachrichtenwebseite Palestinian Information Center zitiert in einem Artikel vom September 2025 Muhannad Samer, Medienberater der Enzyklopädie der palästinensischen Lager. Laut Samer gebe es selbst in den Lagern, die während der Konflikte nicht direkt zerstört wurden, einen Mangel an Arbeitsmöglichkeiten (The Palestinian Information Center, 6. September 2025).
Laut dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA, UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs) seien im ersten Halbjahr 2025 nur 33 Prozent der in Syrien verbliebenen palästinensischen Erwachsenen einer Erwerbstätigkeit nachgegangen (UN OCHA, 24. Juli 2025, S. 13).
Weitere Informationen zum Zugang zum Arbeitsmarkt von vor dem Regierungswechsel in Syrien finden Sie in Kapitel 6.1 des folgenden Berichts des Danish Immigration Service vom Oktober 2021:
· DIS - Danish Immigration Service: Syria: Palestinians in Damascus and rural Damascus governorates, Oktober 2021
https://www.ecoi.net/en/file/local/2063240/coi_report_prs_october_2021.pdf
Laut dem oben genannten UNRWA-Bericht würde zurückkehrenden Palästinenser·innen folgendes Bildungsangebot zur Verfügung stehen: Im Rahmen der kostenlosen Grundbildung gebe es das Angebot der Grundschulbildung (Klassen 1-9) nach dem syrischen Lehrplan. Schulbildung ab der 10. Klasse werde im Rahmen des staatlichen Schulsystems angeboten, zu dem GAPAR-registrierte palästinensische Flüchtlinge berechtigt seien. Außerdem gebe es psychosoziale Unterstützung, Nachhilfeunterricht und Unterstützung beim Übergang zum in Syrien verwendeten Lehrplan. Kinder mit Behinderungen, deren Bedürfnisse an UNRWA-Schulen nicht erfüllt werden können, könnten an das UNRWA-Lernzentrum in Damaskus verwiesen werden. Bei GAPAR-registrierte palästinensische Schulkinder könnten sich an staatlichen Schulen bewerben, wobei zurückkehrende Schüler·innen einen Einstufungstest absolvieren müssten. Weiters biete UNRWA in Damaskus, Daraa, Homs, Hama, Latakia und Aleppo technische und berufsbildende Bildungsmöglichkeiten, sowie eine Reihe von Kurzzeitkursen. (Nähere Informationen finden Sie im Anhang) (UNRWA, 7. August 2025, S. 2).
AGPS zitiert in einem Artikel vom Oktober 2025 UNRWA. Laut UNRWA würden mit Beginn des Schuljahres 2025/26 mehr als 50.000 palästinensische Flüchtlingskinder in 104 UNRWA-Schulen in Syrien unterrichtet werden. Rund 1.900 Schüler·innen würden außerdem an berufsbildenden Programmen teilnehmen. Überbelegung der Schulen, beengte Klassenzimmer, das Versäumnis zerstörte Schulen wiederaufzubauen und ein Mangel an qualifiziertem Lehrpersonal seien die größten Herausforderungen für UNRWA. Dies betreffe auch Schulen im Flüchtlingslager Yarmouk (in Damaskus, Anmerkung ACCORD). UNRWA habe von den 28 im Lager stehenden Schulen mit Oktober 2025 nur eine einzige Schule renovieren können (AGPS, 2. Oktober 2025).
Laut der von DIS interviewten humanitären Organisation habe die UNRWA mit Beginn des Schuljahres 2025/26 nur in etwa 60 Prozent der benötigten Lehr- und Arbeitsbücher beschaffen können. Die restlichen 40 Prozent seien wiederverwendet worden, wobei insbesondere Arbeitsbücher schwer wiederzuverwenden seien (DIS, Dezember 2025, S. 98).
The New Arab hält fest, dass mit Ende September 2025 palästinensische Flüchtlinge, die (oder deren Vorfahren, Anmerkung ACCORD) nach 1956 nach Syrien gekommen seien – und nicht bei GAPAR registriert seien – keinen Zugang zum syrischen Bildungssystem hätten (The New Arab, 29. September 2025).
Laut der von DIS im September 2025 interviewten humanitären Organisation könnten palästinensische Flüchtlinge sich in Syrien frei bewegen und überall wohnen. Es seien mit September 2025 keine Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Status festgestellt worden. Palästinenser·innen müssten keine Dokumente vorweisen um Zugang zu UNRWA-Lagern zu erhalten. Auch Gebiete wie Yarmouk, die während des Konflikts gesperrt gewesen seien, seien frei zugänglich (DIS, Dezember 2025, S. 97). Von den zwölf UNRWA-Lagern des Landes seien drei schwer zerstört: Yarmouk in Damaskus, Daraa im Süden und Ain el-Tal im Norden. Es gebe palästinensische Flüchtlinge, die auch in diese Lager zurückkehren würden, weil sie sich keine Unterkunft außerhalb des Lagers leisten könnten (DIS, Dezember 2025, S. 99–100).
UNRWA habe laut eigenen Angaben die Möglichkeit Palästinenser·innen in Flüchtlingslagern bei kleineren Reparaturen an beschädigten Unterkünften zu unterstützen. Diese Unterstützung basiere auf einer detaillierten Bewertung der sozioökonomischen Lage der Antragsteller·innen und des Zustands der Unterkunft (UNRWA, 7. August 2025, S. 3).
Laut oben genanntem Muhannad Samer könne man die palästinensischen Lager in Syrien in zwei Gruppen einteilen: Die erste Gruppe sei nicht direkt zerstört worden, leide jedoch dennoch unter katastrophalen wirtschaftlichen Bedingungen und großen Problemen der Infrastruktur. Die zweite Gruppe, zu der etwas das Lager Yarmouk in Damaskus, das Lager Daraa und das Lager Handarat in Aleppo gehöre, sei direkt vom Krieg betroffen gewesen; die Infrastruktur sei zerstört, die meisten Häuser gebe es nicht mehr und grundlegende Dienstleistungen seien nicht verfügbar. Die Lebenshaltungskosten in syrischen Städten seien so hoch, dass eine Rückkehr von Palästinenser·innen, die ihre Häuser verloren hatten, laut Samer praktisch unmöglich sei (The Palestinian Information Center, 6. September 2025).
Laut UN OCHA seien trotz Bemühungen um den Wiederaufbau von Lagern wie Yarmouk, Ain el Tal und Daraa die Schäden mit Ende des ersten Halbjahres 2025 weiterhin immens. Berichten zufolge seien 71 Prozent der Häuser in Yarmouk beschädigt (UN OCHA, 24. Juli 2025, S. 13).
Die Los Angeles Time veröffentlicht im August 2025 einen Artikel über die Situation im Lager Yarmouk. Yarmouk wird als einstige De-Fact-Hauptstadt der palästinensischen Diaspora bezeichnet. Die nach 14 Jahren Bürgerkrieg verbleibenden Gebäude seien baufällig. Viele hätten fehlende Dächer und Wände. Die meisten würden Einschusslöcher von Kugeln oder Granatsplittern aufweisen. Es würden sich Berge von Schutt in fast jeder Straße türmen. Lebenswichtige Dienstleistungen wie Strom, Wasser und insbesondere Abwasserentsorgung seien sporadisch oder gar nicht verfügbar. Los Angeles Times berichtet von einem Bewohner, der aus wirtschaftlichen Gründen zur Rückkehr nach Yarmouk gezwungen gewesen sei. Er habe sich die Miete in den anderen Vororten von Damaskus nicht mehr leisten können (Los Angeles Times, 9. August 2025). The New Arab schreibt im September 2025, dass laut AGPS fast zwei Drittel der Gebäude in Yarmouk während der Konflikte beschädigt oder zerstört worden seien. Der Wiederaufbau verlaufe langsam und lückenhaft. Seit dem Sturz von Baschar Al-Assad seien rund 5.000 Personen nach Yarmouk zurückgekehrt. Laut dem Artikel hätten die Bewohner·innen kleinere Reparaturen an ihren Häusern vorgenommen, würden jedoch ohne fließendes Wasser und Strom leben und würden kaum Unterstützung durch den Staat oder internationale Organisationen erhalten (The New Arab, 9. September 2025).
AGPS berichtet im September 2025, dass Palästinenser·innen in Syrien nicht dasselbe Recht auf Immobilieneigentum wie Staatsangehörige hätten. Palästinenser·innen sei es erlaubt eine einzelne Wohnung oder ein Grundstück von maximal 200 Quadratmeter zu besitzen. Die Vererbung oder der Verkauf dieser Immobilie sei (außer unter sehr komplexen Bedingungen) verboten und könne Jahre in Anspruch nehmen (AGPS, 11. September 2025).
Weitere Informationen zum Zugang zum Wohnungsmarkt von vor dem Regierungswechsel in Syrien finde Sie in Kapiteln 5 und 6 des folgenden Berichts des Danish Immigration Service vom Oktober 2021:
· DIS - Danish Immigration Service: Syria: Palestinians in Damascus and rural Damascus governorates, Oktober 2021
https://www.ecoi.net/en/file/local/2063240/coi_report_prs_october_2021.pdf
Anspruch auf Ausweise und Reisedokumente (Art der Dokumente, Kennzeichnung)
The New Arab berichtet Ende September 2025, dass die syrische Übergangsregierung alle Palästinenser·innen in Syrien dazu aufgerufen habe, sich bei den Behörden zu registrieren. Ziel dieses Schrittes sei es, die jahrzehntelange Staatenlosigkeit Zehntausender palästinensischer Flüchtlinge zu beenden. In einem Rundschreiben erkläre die GAPAR, dass sie erstmals nicht registrierten Palästinenser·innen (Palästinenser·innen, die nach 1956 nach Syrien gekommen seien, seien nicht bei der Regierung registriert und würden als Ausländer·innen behandelt) die Möglichkeit gebe, offizielle syrisch-palästinensische Dokumente zu erhalten. Die GAPAR, die dem Ministerium für Soziales und Arbeit untersteht, habe mitgeteilt, dass Registrierungsanträge entweder bei der GAPAR selbst oder bei einer ihrer regionalen Niederlassungen zusammen mit den erforderlichen Dokumenten und Unterlagen einzureichen seien. Bis zu diesem Zeitpunkt hätten Palästinenser·innen, die nach 1956 nach Syrien gekommen seien, ihre Visa jährlich erneuern müssen. Die Zahl der nicht registrierten Palästinenser·innen in Syrien sei unbekannt. Der palästinensische Anwalt Ayman Abu Hashem begrüße die Entscheidung der Behörden, warne jedoch, dass die bestehenden Regeln weiterhin die Registrierung von Palästinenser·innen verhindern würden. Zu den Registrierungsbedingungen gehöre der Besitz einer gültigen Aufenthaltskarte des Innenministeriums, was laut Abu Hashem die meisten Menschen disqualifiziere (The New Arab, 29. September 2025; siehe auch: AGPS, 28. September 2025).
Weitere Informationen zum Anspruch auf Ausweise und Reisedokumente von vor dem Regierungswechsel in Syrien finden Sie in Kapitel 7 des folgenden Berichts des Danish Immigration Service vom Oktober 2021:
· DIS - Danish Immigration Service: Syria: Palestinians in Damascus and rural Damascus governorates, Oktober 2021
https://www.ecoi.net/en/file/local/2063240/coi_report_prs_october_2021.pdf
Detaillierte (vor dem Regierungswechsel zusammengestellte) Informationen über die in Syrien für Palästinenser·innen erhältlichen Dokumente finden Sie auch in folgendem Bericht auf Schwedisch der schwedischen Einwanderungsbehörde, Migrationsverket, vom Jänner 2024:
· Migrationsverket - Schwedische Einwanderungsbehörde: Syrien; Officiella syriska handlingar och dokument; Procedurer vid registrering, ansökan och utfärdande [Version 1.0], 24. Jänner 2024
https://www.ecoi.net/en/file/local/2103862/240131300.pdf
Allgemeine Informationen zur Situation staatenloser Palästinenser·innen in Syrien im ersten Halbjahr 2025 finden Sie in folgender Anfragebeantwortung von ACCORD vom Juni 2025:
· ACCORD - Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Lage staatenloser Palästinenser·innen und UNRWA-Schutz [a-12598], 10. Juni 2025
https://www.ecoi.net/de/dokument/2128867.html
Quellen: (Zugriff auf alle Quellen am 11. Dezember 2025)
· ACCORD - Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Lage staatenloser Palästinenser·innen und UNRWA-Schutz [a-12598], 10. Juni 2025
https://www.ecoi.net/de/dokument/2128867.html
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Palestinians in Syria: Continuing struggle to access basic healthcare, 19. Juni 2025
https://www.actionpal.org.uk/en/post/14071/news-and-reports/palestinians-in-syria-continuing-struggle-to-access-basic-healthcare
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Palestinian refugees in Syria between property rights and the laws of the former regime. The story of one family as an example, 11. September 2025
https://www.actionpal.org.uk/en/post/14136/palestinian-refugees-in-syria-between-property-rights-and-the-laws-of-the-former-regime-the-story-of-one-family-as-an-example
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Die Generalbehörde für palästinensisch-arabische Flüchtlinge ruft nicht registrierte Palästinenser dazu auf, die Initiative zu ergreifen und sich gemäß ihren Bestimmungen zu registrieren [Arabisch], 28. September 2025
https://www.actionpal.org.uk/ar/post/22068/%D8%A2%D8%AE%D8%B1-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D8%AE%D8%A8%D8%A7%D8%B1/%D8%A7%D9%84%D9%87%D9%8A%D8%A6%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%A7%D9%85%D8%A9-%D9%84%D9%84%D8%A7%D8%AC%D8%A6%D9%8A%D9%86-%D8%A7%D9%84%D9%81%D9%84%D8%B3%D8%B7%D9%8A%D9%86%D9%8A%D9%8A%D9%86-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%B1%D8%A8-%D8%AA%D8%AF%D8%B9%D9%88-%D8%A7%D9%84%D9%81%D9%84%D8%B3%D8%B7%D9%8A%D9%86%D9%8A%D9%8A%D9%86-%D8%BA%D9%8A%D8%B1-%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%B3%D8%AC%D9%84%D9%8A%D9%86-%D9%84%D9%84%D9%85%D8%A8%D8%A7%D8%AF%D8%B1%D8%A9-%D8%A8%D8%A7%D9%84%D8%AA%D8%B3%D8%AC%D9%8A%D9%84-%D8%A8%D9%82%D9%8A%D9%88%D8%AF%D9%87%D8%A7
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Syria. UNRWA: 104 schools open their doors to more than 50,000 Palestinian students., 2. Oktober 2025
https://www.actionpal.org.uk/en/post/14155/news-and-reports/syria-unrwa-104-schools-open-their-doors-to-more-than-50-000-palestinian-students
· DIS - Danish Immigration Service: Syria: Palestinians in Damascus and rural Damascus governorates, Oktober 2021
https://www.ecoi.net/en/file/local/2063240/coi_report_prs_october_2021.pdf
· DIS - Danish Immigration Service: Syria: Security Situation, Return and Documents, Dezember 2025
https://us.dk/media/xifjzgzn/rapport-syria-security-situation-return-documents-2025.pdf
· Los Angeles Times: Once a symbol of Palestinian identity, a Syrian city struggles to rise again, 9. August 2025
https://www.latimes.com/world-nation/story/2025-08-09/syria-palestinians-yarmouk-damascus-middle-east
· Migrationsverket - Schwedische Einwanderungsbehörde: Syrien; Officiella syriska handlingar och dokument; Procedurer vid registrering, ansökan och utfärdande [Version 1.0], 24. Jänner 2024
https://www.ecoi.net/en/file/local/2103862/240131300.pdf
· New Arab (The): Syria corrects ‘erroneous’ classification of Palestinians as foreigners amid shock, 15. Juli 2025
https://www.newarab.com/news/syria-backtracks-classification-palestinians-foreigners
· New Arab (The): Among the rubble, Yarmouk's Palestinians search for a future in the new Syria, 9. September 2025
https://www.newarab.com/analysis/yarmouks-palestinians-hope-better-future-new-syria
· New Arab (The): Syria invites undocumented Palestinian refugees to legalise for first time in decades, 29. September 2025
https://www.newarab.com/news/syria-invites-undocumented-palestinian-refugees-register
· Shafaq News: Syria's "Resident Palestinian" shift triggers alarm over rights, 12. Juli 2025
https://shafaq.com/en/Middle-East/Syria-s-Resident-Palestinian-shift-triggers-alarm-over-rights
· Stateless Hub: Syria, 14. Jänner 2024
https://www.statelesshub.org/country/syria
· Syria is Home: Frequently Asked Questions, ohne Datum
https://syriaishome.org/en/faq/
The Palestinian Information Center: Die erzwungene Rückführung palästinensischer Flüchtlinge aus Syrien vom Libanon: ein rechtliches Vakuum und humanitäre Risiken [Arabisch], 6. September 2025
https://palinfo.com/news/2025/09/06/972011/
· UN OCHA – United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs: Syrian Arab Republic: Humanitarian Response Priorities (January to December 2025), 24. Juli 2025
https://reliefweb.int/attachments/fae2dfd6-c668-46cf-a33b-2a8cb7a10983/syria_humanitarian_response_priorities_jan_dec%202025_en_20240724.pdf
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Information on UNRWA services available to Palestine Refugees from Syria returning from displacement due to the Syria crisis – July 2025, 7. August 2025
https://www.unrwa.org/sites/default/files/content/resources/syria_returning_from_displacement_english.pdf
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Syria, Lebanon and Jordan Emergency Appeal 2025 Progress Report, 19. November 2025
https://www.unrwa.org/resources/reports/syria-lebanon-and-jordan-emergency-appeal-2025-progress-report
· Watan: Syria Quietly Strips “Syrian Palestinian” Identity from Refugee Documents, 11. Juli 2025
https://www.watanserb.com/en/2025/07/11/syria-quietly-strips-syrian-palestinian-identity-from-refugee-documents/
Anhang: Quellenbeschreibungen und Informationen aus ausgewählten Quellen
Die Action Group for Palestinians of Syria (AGPS) ist eine in London ansässige Menschenrechtsorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Situation palästinensischer Flüchtlinge in Syrien zu dokumentieren.
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Palestinians in Syria: Continuing struggle to access basic healthcare, 19. Juni 2025
https://www.actionpal.org.uk/en/post/14071/news-and-reports/palestinians-in-syria-continuing-struggle-to-access-basic-healthcare
„Palestinian refugees in Syria live under exceptional and challenging circumstances, suffering from a severe shortage of medical services, which have become a basic necessity for life. UNRWA health centers, which represent the first line of defense for refugees' health, face numerous difficulties that hinder their ability to provide adequate medical care.
Prominent among these challenges is the difficulty of accessing essential medicines, a vital component of refugees' lives. Economic challenges also deepen their suffering. Despite increasing estimates of Palestinian refugees' need for essential medicines, health centers still lack these resources.
In Jaramana camp, Palestinian refugees complain of significant difficulties in obtaining appropriate medications. […]
A Palestinian refugee woman, displaced from Yarmouk Camp to Jaramana in 2011, recounts her experience with the lack of medication. She regularly visits the local Al-Kabri clinic, but is often confronted with the lack of essential medications. She suffers from high blood pressure and is unable to find medication to regulate it at the clinic. Instead, she is forced to obtain simple medications, such as aspirin or ibuprofen, which are ineffective for her condition, exacerbating her health suffering.
In addition to her health problems, the woman's husband, who suffers from heart disease and diabetes, used to rely on the medications distributed at the clinic. However, after the necessary medications disappeared, he was forced to purchase them from private pharmacies at high prices. ‘I cannot bear these financial burdens, and the prices of medications on the market have become beyond our means. The economic situation in Syria is not helping us,’ the husband says in a tone of despair.
The husband spoke of his repeated attempts to obtain assistance by submitting a "most needy" request. However, this request was rejected despite meeting the required criteria, including the type of illness and his advanced age. […]
It is not unusual for Palestinian refugees to struggle with accessing healthcare, but the problem is not limited to the shortage of medications alone. It also includes social obstacles related to favoritism in the distribution of medications.
One man displaced from Yarmouk camp said, ‘There are negative practices by some health workers. Some rely on tribal connections to dispense medications to their relatives, which creates a sense of injustice, while others suffer from not receiving the necessary treatment.’“ (AGPS, 19. Juni 2025)
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Palestinian refugees in Syria between property rights and the laws of the former regime. The story of one family as an example, 11. September 2025
https://www.actionpal.org.uk/en/post/14136/palestinian-refugees-in-syria-between-property-rights-and-the-laws-of-the-former-regime-the-story-of-one-family-as-an-example
„These restrictions are based on Legislative Decree No. 260 of 1956, which granted Palestinians in Syria the status of ‘citizens’ with regard to rights and duties, with the exception of the right to real estate ownership. It limited their ownership to a single residential apartment or a plot of land no larger than 200 square meters, and prohibited the inheritance or sale of these properties except under complex conditions.
Later amended laws, such as Decree 43 of 2008, further tightened restrictions by prohibiting sales, transfers, or donations based on power of attorney, and requiring complex security and administrative approvals that can take years, leaving many heirs vulnerable to losing their legal rights.
Human rights activists believe that these laws, enacted under the former regime, constitute a clear violation of the right to property and a clear contravention of the Syrian Constitution itself and international human rights conventions. They assert that they constitute a form of discrimination against Palestinian refugees in Syria and threaten their livelihood and economic stability.
In light of this situation, the Palestinian family appealed to the Ministry of Justice and legislators in the new Syrian state to urgently review these laws and expedite the repeal of laws that confiscate Palestinian property or impede their access to inheritance rights, in line with the principles of justice, fairness, and human rights.“ (AGPS, 11. September 2025)
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Syria. UNRWA: 104 schools open their doors to more than 50,000 Palestinian students., 2. Oktober 2025
https://www.actionpal.org.uk/en/post/14155/news-and-reports/syria-unrwa-104-schools-open-their-doors-to-more-than-50-000-palestinian-students
„In light of the enormous challenges facing Palestinian communities in Syria, and with reconstruction and return efforts continuing in camps like Yarmouk, education remains the cornerstone of ensuring the future of young generations
At the start of the 2025-2026 school year in Syria, UNRWA announced that more than 50,000 Palestinian refugee students are receiving education in its schools in cities and communities across Syria. UNRWA stated that it currently operates 104 schools providing basic education to Palestinian students, providing a safe haven for children to learn and regain some of their normal lives.
The agency's role is not limited to academic education, but extends to include building future skills. Approximately 1,900 male and female students are enrolled in its vocational training programs. These programs aim to provide young people with the necessary technical and professional skills to prepare them for a future in a challenging job market.
In its announcement, the Agency affirms its continued provision of these essential services, and that supporting education is an investment in the resilience and future of Palestine refugees in Syria. The educational process in Syria faces difficulties due to overcrowding, cramped classrooms, the failure to restore destroyed schools, and the lack of qualified teaching staff. This includes schools in Yarmouk camp, which suffers from neglect, overcrowding, and a lack of qualified staff. The Agency has only been able to renovate one school, despite having 28 UNRWA schools.“ (AGPS, 2. Oktober 2025)
Der Danish Immigration Service (DIS) ist die für Einwanderung, Einreise und Aufenthalt von Ausländer·innen zuständige Behörde des dänischen Ministeriums für Einwanderung und Integration.
· DIS - Danish Immigration Service: Syria: Security Situation, Return and Documents, Dezember 2025
https://us.dk/media/xifjzgzn/rapport-syria-security-situation-return-documents-2025.pdf
„Meeting with an international organisation (2) in Damascus, 22 September 2025 […]
A Palestinian Refugee from Syria (PRS) would be allowed to enter Syria on an expired travel document for PRS.” (DIS, Dezember 2025, S. 84)
„Meeting with a humanitarian organisation (1) working in Syria, Damascus, 23 September 2025 […]
Palestinian Refugees from Syria (PRS) typically possess documents from the Syrian authorities (i.e. the General Authority for Palestine Arab Refugees (GAPAR)) by which they can enter Syria.” (DIS, Dezember 2025, S. 89)
„Meeting with a humanitarian organisation (2) in Damascus, 24 September 2025 […]
There has been no observed change in the Syrian authorities’ perception of PRS. The previous government held a supportive stance toward Palestinian Refugees from Syria (PRS), and this position has been maintained by the current government.” (DIS, Dezember 2025, S. 96)
„Two trends have been observed by the source regarding PRS [Palestinian Refugees from Syria]’ access to services provided by actors other than UNRWA [United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East]. Firstly, when PRS seek access to public services - primarily healthcare and, in some cases, education - they are increasingly being referred by the authorities to UNRWA. The current government, like the previous one, expects UNRWA to assume its share of the burden; if UNRWA does not fulfil its mandate, the responsibility falls back on the Syrian authorities. Secondly, the same pattern is seen when PRS approach NGOs for assistance, as these organisations are also increasingly directing PRS to UNRWA due to limited resources.
Freedom of movement
PRS can move freely and reside anywhere in Syria, and no restrictions on their freedom of movement based on their background or status have been observed so far. However, certain areas remain sensitive for all residents, including both Syrians and PRS, such as locations near military camps and airports.
PRS - like Syrians - are not required to show any documents to access UNRWA camps. There is also free access to areas such as Yarmouk, which had been restricted during the conflict.” (DIS, Dezember 2025, S. 97)
„The funding shortfall has had a wide impact on UNRWA [United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East]’s services. In general, reduced funding has resulted in cuts to some core services, including hospitalisation. While UNRWA is still able to provide primary healthcare - such as maternal and child health services and basic obstetric care - this now requires strict prioritisation. However, UNRWA is no longer able to support secondary healthcare, including cancer treatment, which it previously subsidised by up to 75 %. In addition, the programme through which vulnerable cases were referred to hospitals and received partial cost coverage has now been reduced by half or more.
Another example is that this year UNRWA has only been able to procure around 60 % of the required textbooks and workbooks. The remaining 40 % are being reused, although workbooks in particular are difficult to reuse.” (DIS, Dezember 2025, S. 98)
„PRS [Palestinian Refugees from Syria] have begun returning to camps that remain contaminated by explosive remnants of war and affected by rubble and widespread destruction of housing. These returns are driven by necessity rather than choice, as many PRS can no longer afford to live outside the camps.
Of the 12 UNRWA camps, three have been severely destroyed: Yarmouk in Damascus, Deraa in the south and Ein el-Tal in the north. Living conditions in these camps are harsh. Many families reside in housing without doors or windows, with only plastic coverings providing minimal protection from the elements. Sanitary facilities often lack doors, resulting in a complete absence of privacy. These conditions persist because the affected families are unable to afford rented accommodation elsewhere.” (DIS, Dezember 2025, S. 99-100)
„Entry conditions for PRS [Palestinian Refugees from Syria]
In general, it is possible for PRS who fled Syria during the conflict to return to Syria and there are no reports of PRS being denied access to Syria. Both GAPAR [General Authority for Palestine Arab Refugees]-registered PRS and unregistered PRS (who were born and de facto residing in Syria as a habitual residential place before leaving the country) are permitted entry. Even those who do not have required official documents can enter, provided that they were born in Syria and have previously lived there.
Officially, GAPAR-registered PRS are required to present a document proving their residency in order to enter Syria. Unregistered PRS rely on the Palestinian embassy to issue documentation confirming their status as Palestine refugees but such documents are not fully recognised by the new Syrian government, and different state bodies apply varying approaches to documents issued by the Palestinian authorities. In practice, however, the authorities generally apply these entry requirements leniently and allow both categories to enter Syria in one way or another. There are no formal legal provisions or official regulations governing this matter. The information presented by the source in this section is therefore based primarily on observations, accounts, and secondary reporting from refugees and other non-official sources.
The source gave an example of the lenient approach of the Syrian authorities regarding PRS entry. A PRS man and his Syrian spouse, who initially had two children registered in their family booklet, fled to Lebanon, where three additional children were born but not registered. Following the change of government, the family returned to Syria. At the border, the authorities accepted the parents’ account and allowed all five children to enter, despite the lack of registration for the three youngest children, aged 8, 10 and 13, none of whom had attended school.” (DIS, Dezember 2025, S. 100-101)
Die Los Angeles Times ist eine US-amerikanische Tageszeitung.
· Los Angeles Times: Once a symbol of Palestinian identity, a Syrian city struggles to rise again, 9. August 2025
https://www.latimes.com/world-nation/story/2025-08-09/syria-palestinians-yarmouk-damascus-middle-east
„The alley was typical of what Yarmouk had become after 14 years of Syria’s grinding civil war, which had cut the camp’s population from 1.2 million people — 160,000 of them Palestinian refugees — to fewer than several hundred and turned what had been the de facto capital of the Palestinian diaspora and resistance movements into a wasteland.
The ramshackle structures that survive — often with missing roofs and walls, and stairs leading nowhere — have little in common, save for their shambolic, ad hoc construction designed less for permanence than speed and low price. Most have a sprinkling of holes picked out by bullets or shrapnel. […]
Vital services like electricity, water and especially sewage are at best intermittent or unavailable. Even now, mountains of rubble — enough to fill 40 Olympic-sized swimming pools, the committee estimates — line almost every street. […]
Many others were forced back to Yarmouk by sheer economics, including Wael Oweymar, a 50-year-old interior contractor who returned in 2021 because he could no longer afford rent in other Damascene suburbs. He spent the last four years fixing up not only what remained of his apartment, but its surroundings.“ (Los Angeles Times, 9. August 2025)
The New Arab ist eine englischsprachige Informationswebseite mit Sitz in London. The New Arab versteht sich als fortschrittliches, unparteiisches Nachrichtenportal, das sich auf Themen wie Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte konzentriert, insbesondere in arabischen Staaten. Herausgegeben wird The New Arab vom katarischen Handelsunternehmen Fadaat Media Group.
· New Arab (The): Syria corrects ‘erroneous’ classification of Palestinians as foreigners amid shock, 15. Juli 2025
https://www.newarab.com/news/syria-backtracks-classification-palestinians-foreigners
„Syrian officials have blamed a ‘technical error’ for the reclassification of Palestinian refugees resident in the country as ‘foreigners’.
The ‘error’ has been corrected, but Palestinians have reacted with anger, outrage, and shock amid continued uncertainty over their status in post-Assad Syria.
The Action Group for Palestinians of Syria (AGPS), an NGO focused on the rights of Palestinians resident in Syria, said that the error was made amid broader changes to the data of Palestinian refugees in Syrian civil records.
These included the unification of the civil registry database of Palestinian refugees with the general Syrian one. […]
Palestinians in Syria previously had their records registered by the General Authority for Palestinian Arab Refugees, separately from the general Syrian population. However, Syrian authorities are now seeking to merge them, according to the AGPS.
The programme has resulted in changes to Palestinian residents, according to the AGPS, many of which have fuelled concern about the future status of Palestinians in Syria.
The ‘date of asylum’ in Syria is no longer recorded and the Palestinians' original place of residence in their home country, prior to the 1948 Nakba, also no longer appears, being replaced by the generic term ‘Palestinian resident’. Instead, the Syrian province in which they live is listed as their permanent residence.“ (The New Arab, 15. Juli 2025)
· New Arab (The): Among the rubble, Yarmouk's Palestinians search for a future in the new Syria, 9. September 2025
https://www.newarab.com/analysis/yarmouks-palestinians-hope-better-future-new-syria
„But since the toppling of Bashar Al-Assad’s regime in December, some 5,000 people have returned to Yarmouk, where Qusay and his sons have already spent two years living among the ruins.
Together, they are hoping to pick up the pieces of their ‘little Palestine’. But as refugees and a minority group in Syria’s rapidly shifting political landscape, they are worried about how they will fit into the new order once the dust settles.
Over the past months, the new government in Damascus has dismantled Palestinian factions and political organisations in Yarmouk.
With no local leadership and no guarantees from the government on their future status or rights, the camp’s residents are growing increasingly anxious.
Almost two-thirds of Yarmouk’s buildings were damaged or destroyed during the conflict, according to the UK-based Action Group for Palestinians of Syria (AGPS). Reconstruction is slow and piecemeal, partly due to the rampant looting of building materials by Assad’s soldiers.
Those who can afford it have made minor repairs to their homes, but all are living without running water and electricity, and with scant support from the state or international organisations.
Across Syria, a population beset by poverty and the devastation of war is trying to get back on its feet. But Syria’s Palestinian refugees – about 450,000 in total – are also grappling with the uncertainty of how they will fare under the new government in Damascus.
Nine months after Assad’s fall, questions around their future status and rights as refugees remain unanswered. Nervous doubts spring from the alternatives. If it is full naturalisation as Syrian citizens, they worry this will come at the expense of losing their Palestinian identity, their right of return, and the few benefits they receive as refugees.
On the other hand, if they are not fully integrated, they fear becoming second-class citizens and a continuation of the repression they faced as Palestinians under Assad.
Compounding the fear and mistrust, news spread in July that Syrian authorities were altering the residency status of Syrian Palestinians to ‘foreign resident’ on civil documents, though the government later attributed the incident to a technical error.
‘It’s like being in limbo,’ Musaab Balchi, risk analyst and founder of Miftah, an upcoming media project on Palestinian refugees in Syria, told The New Arab.
‘There’s a lack of clarity from the Syrian government over the legal status and the future of Palestinian refugees … and the community feels anxious.’“ (The New Arab, 9. September 2025)
· New Arab (The): Syria invites undocumented Palestinian refugees to legalise for first time in decades, 29. September 2025
https://www.newarab.com/news/syria-invites-undocumented-palestinian-refugees-register
„The Syrian government on Sunday called on all Palestinians in Syria to register with the authorities in a move aimed at ending decades of statelessness among tens of thousands of Palestinian refugees.
In a circular, the General Authority for Palestinian Arab Refugees said that it was allowing unregistered Palestinians to obtain official Syrian-Palestinian documents for the first time.
The authority, which operates under the social affairs and labour ministry, said that registration requests must be submitted either to the authority or to its provincial branches, along with the required documents and paperwork.
Unlike those who fled the Nakba in 1948, Palestinians who arrived in Syria after 1956 have not been registered with the government and are treated as foreigners.
A 1956 law guaranteed Palestinian refugees the same rights as Syrian citizens but was not applied to those who fled to the country during the 1967 war and the 1970 conflict in Jordan.
This has left them unable to obtain work permits and denied access to basic services such as healthcare and education. They are also required to renew their visas every year.
More than 80% of Palestinian refugees in Syria are below the poverty line and are reliant on humanitarian support.
The number of unregistered Palestinians living in Syria is unknown. The UN Palestinian refugee agency's (UNRWA) registry does not include most people who came to the country in the decades following the 1948 war.
Palestinian lawyer Ayman Abu Hashem praised the authorities' decision but warned that the rules would continue to prevent Palestinians from registering.
Among the registration conditions is a requirement to have a valid residency card issued by the interior ministry, which he said would disqualify most people.“ (The New Arab, 29. September 2025)
Shafaq News ist eine englischsprachige Online-Nachrichtenplattform mit Fokus auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen im Irak und dem Nahen Osten.
· Shafaq News: Syria's "Resident Palestinian" shift triggers alarm over rights, 12. Juli 2025
https://shafaq.com/en/Middle-East/Syria-s-Resident-Palestinian-shift-triggers-alarm-over-rights
„Syrian authorities have introduced changes to civil status documents issued to Palestinians residing in the country, according to local media outlets.
The amendments have appeared in recent official documents, including the family registration certificate, where the nationality now reads “Resident Palestinian.” Previous versions had listed Palestinians as “Syrian Palestinians,” with their place of residence identified by provinces—even for those born in Syria.
A report published by the Syrian outlet Zaman al-Wasl highlighted that the new classification has already been applied in multiple regions. The removal of regional identifiers and the shift in legal description have raised concerns among Palestinian refugees and rights organizations, which view the changes as a potential erosion of long-standing civil and legal protections.
While some government-affiliated sources have denied the existence of an official policy shift, they attributed the developments to technical errors during the integration of civil registries in areas such as Idlib. These sources indicated that any inconsistencies would be corrected.
However, similar documentation has been reported in other areas, including Daraa and the Damascus countryside. The recurrence across several provinces has prompted questions over whether the issue extends beyond isolated administrative errors and reflects a broader shift in policy.
If formally adopted, the new classification could limit access to key rights Palestinians in Syria have historically been granted, particularly in education, employment, and property ownership.
Rights groups also warned that reclassifying them as “foreign residents” rather than refugees may undermine protections established under Syrian Law No. 260 of 1956, which affords Palestinians most civil rights without treating them as foreign nationals.
Human rights advocates and Palestinian community representatives are urging Syrian authorities to clarify the situation and restore the previous legal designations.
As of the time of publication, the Syrian government has not issued a formal statement confirming or explaining the nature of the changes.“ (Shafaq News, 12. Juli 2025)
Stateless Hub ist eine vom Institut für Staatenlosigkeit und Inklusion (ISI) entwickelte Online-Plattform für Wissen und Zusammenarbeit zum Thema Staatenlosigkeit und Recht auf Staatsangehörigkeit.
· Stateless Hub: Syria, 14. Jänner 2024
https://www.statelesshub.org/country/syria
„Palestinian refugees fall under the mandate of the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) and can be divided into two groups: those who arrived up to 1956 (and their descendants) and those who came after 1956. The first group is registered with the Syrian General Authority for Palestinian and Arab Refugees (GAPAR) and the second group is not. Those registered with GAPAR enjoy almost the same rights as Syrian citizens. However, they cannot vote in elections or stand for election and have limited property ownership rights. Palestinians not registered with GAPAR are regarded by the Syrian authorities as foreigners residing in Syria.” (Stateless Hub, 14. Jänner 2024)
Syria is Home ist eine vom Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) entwickelte Informationsplattform, die Syrer·innen helfen soll, fundierte Entscheidungen über die Rückkehr nach Syrien zu treffen.
· Syria is Home: Frequently Asked Questions, ohne Datum
https://syriaishome.org/en/faq/
„If I am from Syria, but am stateless, without any nationality and identity documents, what are my rights upon return?
Stateless individuals whose place of habitual residence is Syria can return to Syria.
However, there is no clear framework regarding the rights of stateless persons in Syria.” (Syria is Home, ohne Datum)
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA, UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs) ist verantwortlich für die Mobilisierung und Koordinierung von Akteur·innen im humanitären Bereich, damit für kohärente Maßnahmen in Hinblick auf Notsituationen gesorgt ist, für die Verteidigung der Rechte von hilfsbedürftigen Menschen, für die Förderung von Bereitschaft und Prävention sowie für die Bereitstellung nachhaltiger Lösungen.
· UN OCHA – United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs: Syrian Arab Republic: Humanitarian Response Priorities (January to December 2025), 24. Juli 2025
https://reliefweb.int/attachments/fae2dfd6-c668-46cf-a33b-2a8cb7a10983/syria_humanitarian_response_priorities_jan_dec%202025_en_20240724.pdf
„Among the 438,000 Palestine Refugees remaining in Syria, 40 per cent are in protracted displacement, facing worsening socio-economic conditions and increasing hardship. With only 33 per cent of adults in employment and most households spending the majority of their income on food, reliance on the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) has never been greater. […]
Despite efforts to rehabilitate camps such as Yarmouk, Ein el Tal and Dar’a, the damage remains extensive, with 71 per cent of homes in Yarmouk reported to be affected.“ (UN OCHA, 24. Juli 2025, S. 13)
Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA) ist ein Hilfsprogramm der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in Gaza und Amman, das Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten unterstützt.
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Information on UNRWA services available to Palestine Refugees from Syria returning from displacement due to the Syria crisis – July 2025, 7. August 2025
https://www.unrwa.org/sites/default/files/content/resources/syria_returning_from_displacement_english.pdf
„All Palestine Refugees from Syria returning from displacement to other countries or from internal displacement due to the crisis in Syria are entitled to the same services that are provided by UNRWA as those already living in the country, subject to availability of funding. To access these services and assistance, Palestine Refugees must contact UNRWA and reactivate their registration or transfer their file to Syria from the country that they are returning from.
What healthcare services are Palestine Refugees eligible for when they return to Syria?
• Primary healthcare services: consultations, medication, diagnostic tests (laboratory and radiological), hospital and radiology referrals.
• Disease prevention and control: detection and treatment of chronic diseases, including hypertension and diabetes, medication for cancer (chemotherapy) and up to 75 per cent reimbursement for some medications; detecting and limiting the spread of communicable and infectious diseases.
• Maternal and childcare: family planning, preconception care, during pregnancy and postnatal care, child growth monitoring, and vaccinations.
• Medical prosthetic devices, including hearing aids and prosthetic limbs, as well as physical therapy.
• Oral and dental health: extractions, endodontic treatment, fillings, imagery, preventive services for pregnant women, preschool children, and children sitting examinations.
• School health: initial examinations for new students and screening for 4th and 7th-Grade students, vaccinations, dental health, deworming and eyeglasses.
• Mental health and psychological support, including referrals to a psychiatrist.
• Standard vaccinations.“ (UNRWA, 7. August 2025, S. 1)
„How can a Palestine Refugee access the above health services in Syria?
Palestine Refugees returning to Syria can directly access the UNRWA health centres using their UNRWA registration cards and identification documents to obtain services. Some services will require the transfer of their medical files (via UNRWA e-Health) to Syria.
What education services are Palestine Refugees eligible for when they return to Syria?
Free basic Education
• Basic education (Grades 1-9), following the Syrian curriculum.
• Education for children from Grade 10 is provided under the public education system which GAPAR2 -registered Palestine Refugees are eligible to access.
• Psychosocial support.
• Catch-up classes and bridging programmes, including support to transition to the different curriculum taught in Syria, are provided to returning students.
• Children with disabilities whose needs cannot be met at UNRWA schools may be referred to the UNRWA Learning Support Centre in Damascus.
What is the procedure for enrolling in UNRWA and public schools?
GAPAR-registered Palestine Refugee students are eligible to apply to public/government schools. Returning Palestine Refugee students will be required to sit a Ministry of Education placement test to assess the grade level they should attend. […]
Are there opportunities for Technical and Vocational Education?
UNRWA offers a wide range of technical and vocational education opportunities across Damascus, Dera’a, Homs, Hama, Latakia, and Aleppo. These programmes aim to equip youth with practical skills for employment and self-reliance.
• Technical Courses (2 years): for students who have completed Grade 12. Specialisations include Graphic Design, Business Administration, Electronics, Mechatronics, AI, Medical Lab Technology, and more.
• Vocational Courses (1–2 years): for students who have completed Grade 9. Fields include Plumbing, Welding, Automotive Systems, Solar Installation, and Industrial Clothing Technology.
• Short-Term Courses (3 months): available in trades such as mechanics, plumbing, electrical work, and construction.“ (UNRWA, 7. August 2025, S. 2)
„What other services does UNRWA provide in Palestine Refugee camps? […]
• Minor repair of damaged home, based on detailed assessment of socio-economic situation and condition of the shelter. […]
What kind of microfinance interventions are Palestine Refugees eligible for when they return to Syria? Loans are accessible to Palestine Refugees, if eligible, with a focus on Small and Medium Enterprises to support self-reliance. […]
Additional important information on:
• Access to public services: Palestine Refugees registered with GAPAR have the same access to public services and employment as Syrians. However, the conflict has severely diminished the capacity of public services in Syria.“ (UNRWA, 7. August 2025, S. 3)
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Syria, Lebanon and Jordan Emergency Appeal 2025 Progress Report, 19. November 2025
https://www.unrwa.org/resources/reports/syria-lebanon-and-jordan-emergency-appeal-2025-progress-report
„Palestine refugee returns to and within Syria during the first half of 2025 exceeded 29,000, more than double the approximately 14,000 recorded over the previous five years combined. Inability to pay rent in displacement and the desire for family reunification were key drivers of returns, even to areas where homes remained partially destroyed, some still lacking walls or electricity, and where public infrastructure remained heavily damaged. Food insecurity sharply increased, rising from 56 per cent in 2023 to 63 per cent in 2024, and reached 92 per cent in 2025. […]
For many PRS [Palestinian Refugees from Syria] returning to Syria, mounting legal restrictions in their countries of refuge, and associated economic hardship, contributed to the decision to return, whereas inadequate shelter and lack of livelihood opportunities were the most frequently cited challenges to return.“ (UNRWA, 19. November 2025, S. 1)
„In Syria, where an increasing number of returnees were faced with destroyed homes and infrastructure, 43 families (175 individuals) received cash assistance for minor shelter repairs under the self-help approach in Yarmouk camp, while 603 Palestine refugees accessed short-term cash-for-work (CfW) opportunities and 1,729 students enrolled in long- and short-term technical and vocational education and training courses to support future livelihoods.“ (UNRWA, 19. November 2025, S. 2)
Watan ist eine wöchentlich erscheinende arabisch-amerikanische Zeitung, mit Sitz in Washington DC.
· Watan: Syria Quietly Strips “Syrian Palestinian” Identity from Refugee Documents, 11. Juli 2025
https://www.watanserb.com/en/2025/07/11/syria-quietly-strips-syrian-palestinian-identity-from-refugee-documents/
„In a surprising and unannounced move, Syrian authorities have begun implementing major changes to the civil documents of Palestinians residing in the country. These changes include altering their legal classification from ‘Syrian Palestinian’ to ‘Resident Palestinian,’ and replacing the governorate field with the term ‘foreigner’—even for those born in Syria.
According to a special report by the Syrian news outlet Zaman al-Wasl, civil registry offices have recently started to enforce these changes, prompting widespread questions and concerns among human rights advocates and Palestinian refugees alike. Notably, this shift has occurred without any official statement or clarification from the relevant government bodies.
The newspaper, which reviewed a recent ‘family registration document,’ revealed that the new designation applies to individuals aged between 30 and 50. In these documents, the nationality is clearly listed as ‘Resident Palestinian,’ while the governorate information has been removed in favor of a general ‘foreigner’ label.
Administrative Update or Policy Shift?
These new changes represent a significant departure from Syria’s historical approach to Palestinian refugees, who have held a special legal status since the 1948 Nakba. While Palestinians in Syria were never granted full Syrian citizenship, they have enjoyed near-equal rights in areas like education, employment, residency, and property ownership under specific conditions. Their civil documents were issued under the authority of the General Authority for Palestinian Arab Refugees.
However, under the new classification, removing the label ‘Syrian Palestinian’ and replacing it with ‘foreign resident’ threatens to dismantle decades of acquired legal and social recognition. This shift may result in Palestinians being placed under a new legal category that could strip them of many previously granted rights.
Official Silence and Human Rights Concerns
As of the time this report was prepared, no official response or explanation has been issued by Syrian authorities. This silence leaves room for multiple interpretations: is Syria redefining eligibility for legal residence, revising its refugee settlement policies, or attempting to restrict Palestinian refugees’ mobility, employment, or access to documentation?
There are growing concerns that these measures might be applied retroactively, affecting generations of Palestinians who were born and raised in Syria—estimated to number in the hundreds of thousands.
Potential Impact on Civil Rights
Many fear that these legal adjustments will severely impact Palestinians’ access to essential services in Syria, including education, healthcare, marriage and birth registration, and travel document renewals. It may also complicate their legal status if they attempt to travel abroad, return to Syria, or apply for permanent residency in other countries.
A Threatened Identity in the Absence of Answers
In the absence of official transparency, the future of the ‘Syrian Palestinian’ designation remains unknown. Concerns are mounting that this could mark the beginning of a more complex and restrictive phase in Syria’s approach to the Palestinian refugee issue. These developments come amid a shifting political landscape in the region and raise urgent questions about the future of refugee identity, belonging, and legal rights.“ (Watan, 11. Juli 2025)
[1] GAPAR ist die syrische Generalbehörde für palästinensische und arabische Flüchtlinge, bei der alle palästinensischen Flüchtlinge (und ihre Nachkommen) registriert sind, die bis 1956 in Syrien ankamen (Stateless Hub, 14. Jänner 2024).