Anfragebeantwortung zum Irak: Sozioökonomische Lage in Mossul: Aktueller Stand des Wiederaufbaus, Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung und Wohnraum, Wasserversorgung, sanitäre Verhältnisse, Arbeitsmarkt, medizinische Versorgung, Armutsgefährdung, Unterschiede zwischen den Lebensverhältnissen von Sunniten und Schiiten in Mossul [a-11534-2]

  1. April 2021

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Kurzbeschreibungen zu den in dieser Anfragebeantwortung verwendeten Quellen sowie Ausschnitte mit Informationen aus diesen Quellen finden Sie im Anhang.

Aktueller Stand des Wiederaufbaus

Die Bertelsmann Stiftung fasst die Situation im Irak allgemein, und Mossul im speziellen, in ihrem Länderbericht von 2020 wie folgt zusammen: Die Verwaltungskapazität des Staates sei schwach. Weite Teile der Bevölkerung seien unzufrieden mit der bestehenden Grundversorgung. In Gebieten, die sich vormals unter IS-Kontrolle befunden hätten, fehle es an ausreichender Strom- und Wasserversorgung. Darüber hinaus gebe es keine unmittelbaren Wiederaufbaupläne für während des Krieges zerstörte Gebiete, insbesondere die Stadt Mossul. (Bertelsmann Stiftung, 29. April 2020, S. 9)

The Art Newspaper berichtet in einem Artikel vom Juni 2020 vom Beginn einiger Denkmalerhaltungsprojekte im Rahmen eines UNESCO-Programms zur Wiederherstellung des kulturellen Erbes der Altstadt. Die Restaurierungsarbeiten würden die Al-Aghawat Moschee, 30 Häuser der Altstadt, sowie die dominikanische Al-Saa’a Kirche miteinschließen. Brendan Cassar, Leiter der Kulturabteilung von UNESCO im Irak, sagt über die Altstadt von Mossul, dass auf rund 20 Quadratkilometern über 10.000 Gebäude zerstört seien. (The Art Newspaper, 15. Juni 2020)

Ein im Juni 2020 veröffentlichter Bericht der American University of Iraq, Sulaimani und der Konrad-Adenauer-Stiftung zu den Versäumnissen beim Wiederaufbau von Mossul zitiert ein Mitglied des Provinzrates von Mossul. Er erklärt, dass Arbeiten zum Wiederaufbau fragmentiert seien. Es gebe keine einheitliche Vision. Die Zentralregierung setze Projekte um, ohne sich mit der lokalen Regierung abzustimmen. Der irakische Staat sei jedoch nicht der einzige am Wiederaufbau beteiligte Akteur. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, UNDP, habe alle Wasseraufbereitungsanlagen und Umspannwerke, drei Entbindungskliniken, 144 Schulen, 40 Colleges an der Universität Mosul und neun Polizeistationen in Mossul wiederaufgebaut. UNDP habe außerdem über 2000 Häuser fertiggestellt, mit dem Ziel, insgesamt 15.000 Häuser fertigzustellen. (IRIS, 10. Juni 2020, S. 13-14) Der Bericht stellt weiters fest, dass Korruption ein Problem beim Wiederaufbau darstelle, sowie Vernachlässigung durch die Regierung. UNDP habe zum Beispiel Schulen aufgebaut, die in Folge von der Regierung nicht für Schüler·innen geöffnet worden seien. (IRIS, 10. Juni 2020, S. 15)

AP beschreibt in einem Artikel vom Dezember 2020, dass das Leben langsam wieder nach Mossul zurückkehre. Speziell in den neueren Teilen der Stadt seien Geschäfte und Restaurants geöffnet. Die Altstadt sei nach wie vor zerstört. Der Fortschritt des Wiederaufbaus sei sehr langsam. Es gebe keine zentrale Behörde, die den Wiederaufbau koordiniere und nur wenig Geld vom Staat. Der Staat habe die Grundversorgung der Stadt wiederhergestellt, doch es bliebe noch viel zu tun. (AP, 9. Dezember 2020)

The Arab Weekly berichtet in einem Artikel vom Jänner 2021, dass die Altstadt von Mossul weiterhin zerstört sei. Gesamte Nachbarschaften hätten in Mossul unter üblem Geruch zu leiden, was laut Einwohnern an noch nicht geborgenen Leichen, einem defekten Abwassersystem und illegalen Müllplätzen liege. Viele Häuser am Tigris seien unversehrt, doch nicht bewohnbar, da der Islamische Staat sie mit versteckten Sprengladungen versehen habe. Laut einem Makler aus Mossul seien die öffentlichen Dienstleistungen nicht wiederhergestellt, Regierungsgebäude seien nicht wiedereröffnet und Brücken seien nicht wiederaufgebaut. The Arab Weekly gibt an, dass laut örtlicher Behörden die Stadt Mossul 90.000 Anträge auf Entschädigung an die Zentralregierung geschickt habe, darunter 40.000 für den Verlust eines geliebten Menschen und 50.000 für zerstörtes Eigentum. Die Zentralregierung habe nur 2.500 Familien entschädigt. (AW, 28. Jänner 2021)

Laut einem Artikel von Reuters vom Februar 2019 habe die Stadt Mossul nicht genügend Ausrüstung, um die Trümmer in der Stadt zu beseitigen. Hunderte von Fahrzeugen der Stadtverwaltung seien im Kampf zerstört worden. Nur wenige seien ersetzt worden. Unternehmen, die beauftragt worden seien, um das Defizit auszugleichen, würden laut Gesetzgebern und Einheimischen absichtlich langsam oder manchmal gar nicht arbeiten. Der Wiederaufbau gehe aufgrund von schlechter Planung, Korruption und zu wenig Geld sehr langsam voran. Abdelsattar al-Hibbu, der für die Stadtregierung zuständig sei, habe in einer telefonischen Auskunft angegeben, dass von geschätzten sieben Millionen Tonnen Trümmern noch mehr als die Hälfte nicht geräumt worden sei. (Reuters, 4. Februar 2019)

Aktuelle sozioökonomische Lage in Mossul

Nahrung

Die Organisationen Weltbank, WFP, FAO und IFAD bewerteten im September 2020 die Nahrungsmittelverfügbarkeit im Irak. Die einzelnen Provinzen wurden individuell bewertet (Ninewa erhielt im Juli 2020 zehn von zehn möglichen Punkten) mit der Schlussfolgerung, dass die Verfügbarkeit von Lebensmitteln auf den Märkten im ganzen Land gut sei. (World Bank et al., September 2020, S. 18)

Es konnten darüber hinaus keine weiteren aktuellen Informationen zur Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln in der Region gefunden werden.

Wasserversorgung und sanitäre Verhältnisse

Die tschechische NGO CARE führte im Juni 2020 eine Befragung mit 256 Interviews unter anderem zur Wasserversorgung in zwei Bezirken von West-Mossul, Zandschili und Ghazlani, durch. Laut den Befragten würden 85 Prozent der Haushalte ihr Wasser für den Haushalt über das allgemeine Wasserversorgungsnetz erhalten. Für 95 Prozent der Befragten sei versiegeltes Wasser in Flaschen eine bevorzugte Trinkwasserquelle und 15 Prozent würde Wasser aus Flaschen als sekundäre Wasserquelle verwenden. Die Befragten hätten unterschiedliche Angaben gemacht an wie vielen Tagen pro Woche Wasser aus dem allgemeinen Wasserersorgungsnetz zur Verfügung steht, jedoch hätten 97 Prozent der Haushalte angegeben, ausreichend Zugang zu Wasser für den Haushalt zu haben (Anmerkung ACCORD: im Irak besitzen Haushalte allgemein Wassertanks auf ihren Häusern. Eine elektrisch betriebene Pumpe pumpt das Wasser der staatlichen Wasserversorgung in die Wassertanks. Daher steht Haushalten für einen gewissen Zeitraum auch dann Wasser zur Verfügung, wenn das allgemeine Wasserversorgungsnetz ausfällt. Es ist jedoch notwendig Zugang zu Strom zu haben, um die Wassertanks zu befüllen). 92 Prozent der Befragten hätten angegeben, mit der Wasserqualität zufrieden zu sein, auch als Trinkwasser. 53 Prozent der Einwohner würden das Wasser behandeln, um die Trinkwasserqualität zu verbessern. 62 Prozent der Haushalte hätten angegeben, zufrieden mit der Menge an sicherer Wasserversorgung zu sein. (Care/Czech Republic Humanitarian Aid, Juni 2020, S. 12-13)

Die Befragung durch CARE in Zandschili und Ghazlani habe außerdem ergeben, dass fast alle Befragten Zugang zu einer Toilette hätten. (Care, Juni 2020, S. 20)

UN-Habitat berichtet in einem Beitrag auf seiner Webseite vom März 2021 von der erfolgreichen Initiative, 5.000 Meter Wasserleitung, an der 430 Häuser angeschlossen seien, in Mossul saniert zu haben. (UN-Habitat., 18. März 2021)

Arbeitsmarkt und Armutsgefährdung

AP zitiert in einem Artikel vom Dezember 2020 einen Unternehmer, dessen Betrieb auf Kaffee spezialisiert sei. Nach der Befreiung habe er circa 40 US Dollar (33,95 Euro)[1] pro Tag eingenommen. Die Situation habe sich verbessert und Ende 2020 nehme sein Geschäft circa 2.500 US Dollar (2.121,86 Euro) pro Tag ein. Die Situation sei jedoch eine andere für Arbeiter. Die Angestellten des Kaffeeunternehmens würden circa acht US Dollar (6,79 Euro) pro Tag verdienen. Damit sei es nicht möglich, dass sie ihre Häuser wiederaufbauen, so der Unternehmer. (AP, 9. Dezember 2020)

Eine im April 2020 durchgeführte Marktstudie des Norwegian Refugee Council (NRC) gab an, dass 60 Prozent der Befragten in den Provinzen Ninewa und Dohuk angegeben hätten, dass sie beschäftigt sein, doch nur 14 Prozent der Befragten hätten eine feste Anstellung. Die Mehrheit (83%) der Beschäftigten verdiene zwischen 83 und 333 US Dollar pro Monat (70,44 – 282,63 Euro), weniger als das Existenzminium (von der Cash Working Group auf 400 USD für eine durchschnittliche sechsköpfige Familie geschätzt). Weitere acht Prozent hätten angegeben, zwischen 334 und 417 US-Dollar (283,48 – 353,93 Euro) zu verdienen.

Die Mehrheit der Arbeitgeber (61%) habe in den vergangenen sechs Monaten keine neuen Arbeitnehmer eingestellt.

Nur ein Viertel der Befragten in Mossul habe angegeben, keine Schulden zu haben.

Aufgrund der COVID-19 Situation hätten 100 Prozent der Tagelöhner in Mosul laut IOM angegeben, von den COVID-19-Beschränkungen betroffen zu sein. 83 Prozent hätten ihren Arbeitsplatz verloren und stünden vor finanziellen Problemen.“ (NRC, Juli 2020, S. 2)

Spark veröffentlicht im November 2019 eine Evaluierung der Arbeitsmarktsituation in Mossul. Der lokale Arbeitsmarkt sei anämisch, informell und in einigen Sektoren nicht vorhanden. Dies habe dazu geführt, dass eine große Anzahl von Student·innen, die die Universität abgeschlossen hätten, sich unabhängig von ihrer Qualifikation nicht in den bestehenden Arbeitsmarkt einfügen könnten. Für die wenigen hochbezahlten Sektoren, die noch in Mossul tätig seien (Bauwesen, IT und humanitäre Hilfe), seien die äußerst spezifischen Kriterien, die für den Erfolg in diesen Bereichen erforderlich seien, in den Lehrplänen für Studierende an öffentlichen oder privaten Hochschuleinrichtungen nicht enthalten. (Spark, November 2019, S. 3)

Was mögliche Unterstützung von der Regierung betrifft, so fasst EASO in einem COI-Bericht vom September 2020 zusammen, dass die irakische Regierung allen Bürger·innen ohne Diskriminierung, einschließlich Rückkehrer·innen, grundlegende Dienstleistungen wie kostenlose Bildung, Gesundheitsversorgung und Lebensmittelrationen zur Verfügung stelle. Zusätzlich zur staatlichen Unterstützung, würden laut UNOCHA akut schutzbedürftige Rückkehrer·innen unter Umständen Unterstützung von humanitären Organisationen erhalten können. (EASO, September 2020, S. 29-30)

Laut dem irakischen Sozialschutzgesetz von 2014 sei es für Personen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, möglich, Geldleistungen und Sozialleistungen zu erhalten, inklusive Hilfe bei Ausbildung oder Arbeitssuche. (Social Protection Law 2014, Artikel 1, 6, 9) Sozialleistungen einer Einzelperson würden 105.000 IQD pro Monat (59,94 Euro) betragen. (Social Protection Law 2014, Annex) Einer vom Welternährungsprogramm in Auftrag gegebenen Studie vom Dezember 2015 zur Folge würden jedoch mehrere Hindernisse den Zugang zu Sozialschutz einschränken. Das Verfahren sei bürokratisch und es fehle eine klare Informationsbasis. Dies führe zum Ausschluss vieler bedürftiger Menschen. (Alzobaidee, Dezember 2015, S. 24)

Medizinische Versorgung

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen bezeichnet das Gesundheitssystem in Mossul im August 2020 als fragil. Mossul liegt in der Region Ninewa. Bei einer Bevölkerung von 3,5 Millionen, gebe es in Ninewa ein Krankenhausbett pro 3.000 Einwohner. (MSF, 5 August 2020)

Xinhua Net zitiert in einem Artikel vom Dezember 2020 den Generaldirektor des Gesundheitsamts von Ninewa, Falah Hassan al-Taie. Laut al-Taie seien alle Spitäler und Gesundheitszentren der Region durch die Kämpfe mit dem Islamischen Staat vollständig oder teilweise zerstört worden. Nur zwei Spitäler seien wiederaufgebaut worden. (Xinhua Net, 9. Dezember 2020)

Kirkuk Now schreibt in einem Artikel vom Februar 2020 von den Schwierigkeiten, in Mossul medizinisch behandelt zu werden. In öffentlichen Einrichtungen würden Bewohner nicht die Behandlung bekommen, die sie suchen und private Kliniken oder Ärzte seien nicht leistbar. Ein Termin bei einem Privatarzt koste zwischen 20 und 50 tausend Dinare (zwischen 11,45 und 28,62 Euro). (Kirkuk Now, 13. Februar 2020)

Ärzte ohne Grenzen beschreibt auf ihrer undatierten Webseite ihre Aktivitäten im Irak. Ärzte ohne Grenzen betreibe eine spezialisierte Entbindungsstation im Nablus-Krankenhaus in West-Mossul. Im Medizinischen Zentrum Al-Rafadain in West-Mossul biete Ärzte ohne Grenzen eine routinemäßige Geburtshilfe und Neugeborenenversorgung an.

Eine postoperative Pflegeeinrichtung in Ost-Mossul biete seit April 2018 chirurgische und rehabilitative Versorgung sowie Dienstleistungen im Bereich der psychischen Gesundheit an. Außerdem habe Ärzte ohne Grenzen psychosoziale Dienste in ihr Rehabilitationsprojekt in Mossul aufgenommen. Die Teams würden weiters in zwei allgemeinen Gesundheitszentren arbeiten und Beratung, psychosoziale Erste Hilfe, psychosoziale Unterstützung und Überweisungsservice für Patient·innen mit psychischen Krankheiten anbieten.

Ärzte ohne Grenzen habe in Ost-Mossul Ende November 2020 im Al-Salam-Krankenhaus eine 16-Betten-Einrichtung zur Behandlung von Patient·innen mit schweren COVID-19-Symptomen eröffnet. (MSF, ohne Datum)

Die Weltgesundheitsorganisation schreibt im Juli 2020, dass sie mobile medizinische Kliniken in Mossul zur Verfügung stelle. Diese seien speziell zum Einsatz gekommen, als Bewohner bestimmter Nachbarschaften während des COVID-19 Lockdowns keinen Zugang zu medizinische Grundversorgungseinrichtungen gehabt hätten. (WHO, 20. Juli 2020)

Wohnraum

Minority Rights Group International schreibt in einem Bericht zur Lage in Mossul vom Jänner 2020 hinsichtlich Verfügbarkeit von Entschädigungsleistungen, dass Mietpreise explodiert seien und einige Menschen sich Häuser mit anderen Familien teilen müssten, um sich eine Unterkunft leisten zu können. Viele Menschen seien arbeitslos und könnten sich die Mieten nicht leisten, ihre eigenen Häuser seien aber noch nicht wiederaufgebaut. (MRG, 21. Jänner 2020, S. 16)

Eine Erhebung des Norwegian Refugee Council (NRC) vom April 2020 gab an, dass 64 Prozent der in Mietwohnungen lebenden Befragten in Mossul und Dohuk vorausgesagt hätten, dass sie ihre Miete in den kommenden drei Monaten nicht zahlen werden können, und 42 Prozent der Befragten würden erwarten, dass sie infolgedessen delogiert würden. (NRC, Juli 2020, S. 1)

Laut einem AP-Artikel vom Dezember 2020 hätten 16,000 Bewohner von Mossul um staatliche Unterstützungsleistungen für den Wiederaufbau ihrer Häuser angesucht. Laut Zuhair al-Araji, dem Bürgermeister von Mossul, hätten nur 2,000 Menschen finanzielle Hilfe erhalten. (AP, 9. Dezember 2020)

France 24 schreibt in einem Artikel vom Juli 2020 von den finanziellen Schwierigkeiten für Bewohner von Mossul, ihre Häuser wiederaufzubauen. Laut dem Vorsitzenden des Unterausschusses für Schadensersatzansprüche, Mohammed Mahmoud, habe der Ausschuss 90.000 Ansuchen erhalten, von denen etwa 48.000 bis 49.000 für Waren, Häuser, Geschäfte und andere Immobilien und 39.000 für menschliche Verluste gewesen seien. Drei Viertel der Schadensersatzansprüche seien bearbeitet, doch es gebe nicht genügend Mittel, um sie tatsächlich auszuzahlen. Man habe nur 2.500 Familien entschädigen können. Es gebe Wiederaufbaumaßnahmen, die von Einzelpersonen durchgeführt würden. Die Vereinten Nationen hätten seit 2018 2.000 Häuser, sowie Dutzende von Schulen, Gesundheitszentren und Wasser- oder Kraftwerke in Mossul wiederaufgebaut. (France 24, 10. Juli 2020)

The Arab Weekly zitiert in einem Artikel vom Jänner 2021 einen Makler aus Mossul, der angibt, dass viele Bewohner der Stadt sich um Grundstücke in den Vororten bemühen würden, wo die Dienstleistungen, wie Strom- und Trinkwasserversorgung, besser und die Grundstückspreise billiger seien ($75 bis $200 (63,66 – 169,75 Euro) pro Quadratmeter). (AW, 28. Jänner 2021)

Die Webseite Numbeo gibt mithilfe von nutzergenerierten Daten die Durchschnittspreise für Konsumgüter, Wohnkosten und weitere Lebenskosten in ausgewählten Städten an. Nutzer, die über Informationen zum Preisniveau verschiedener Güter in einer bestimmten Stadt verfügen, können diese auf Numbeo eintragen. Aus den verschiedenen Preisangaben der Nutzer werden dann Durchschnittspreise für die einzelnen Güter angegeben. Solche Preisprofile existieren auch für die Stadt Mossul. Zum Preisprofil für Mossul haben nach Angaben von Numbeo fünf Nutzer mit dem Stand März 2021 in den vorangegangenen 18 Monaten Einträge beigetragen. Es ist nicht ersichtlich, welche Daten genau wann eingegeben wurden, und aus wie vielen einzelnen Beiträgen die angegebenen Durchschnittspreise errechnet wurden. Laut Numbeo würden die monatlichen Betriebskosten (Strom, Heizung, Kühlung, Wasser, Müllabfuhr) für eine 85m2 Wohnung 50.500,00 IQD (28,93 Euro) betragen. Die monatliche Miete für eine Wohnung mit einem Schlafzimmer im Stadtzentrum betrage 125.000,00 IQD (71,61 Euro), außerhalb des Zentrums betrage die Miete 50.000,00 IQD (28,64 Euro). Für eine Wohnung mit drei Schlafzimmern betrage die Monatsmiete im Stadtzentrum 500.000,00 IQD (286,42 Euro) und außerhalb des Zentrums 125.000,00 IQD (71,61 Euro). (Numbeo, Stand: März 2021)

Reuters zitiert in einem Artikel vom Juli 2019 Ärzte ohne Grenzen. Die Organisation habe im Mai 3.557 Fälle in ihrer Notaufnahme in Westmossul betreut, von denen 95 Prozent auf unsichere Lebensbedingungen zurückzuführen seien, z. B. Menschen, die von beschädigten Gebäuden gefallen seien oder durch einstürzende Mauern oder Gebäudeverletzt worden seien. (Reuters, 17. Juli 2019)

Unterschiede hinsichtlich der Lebensverhältnisse in Mossul zwischen Sunniten und Schiiten

Es konnten keine Informationen zu Unterschieden hinsichtlich der Lebensverhältnisse von Sunniten und Schiiten gefunden werden. Dies bedeutet nicht notwendigerweise, dass diese nicht existieren.

Gesucht wurde mittels ecoi.net, Factiva und Google auf Deutsch, Englisch und Arabisch nach einer Kombination aus folgenden Suchbegriffen: Mossul, Lebensverhältnisse, Sunniten, Schiiten, Unterschiede, Viertel, Behandlung, Gleichberechtigung, Reichtum, Armut, Versorgg

 


Quellen: (Zugriff auf alle Quellen am 16. April 2021)

·      Alzobaidee, Hasan Latef K.: Social Protection and Safety Nets in Iraq, Dezember 2015
https://www.ids.ac.uk/download.php?file=files/dmfile/SocialprotectionandsafetynetsinIraq.pdf

·      AP – Associated Press: Iraqis slowly rebuild Mosul, with little aid from government, 9. Dezember 2020
https://apnews.com/article/international-news-islamic-state-group-iraq-7833d6cdd0f8ae2ac189e388f62571e7

·      AW – The Arab Weekly: ISIS real estate damage in Mosul difficult to undo, 28. Jänner 2021
https://thearabweekly.com/isis-real-estate-damage-mosul-difficult-undo

·      Bertelsmann Stiftung: BTI 2020 Country Report Iraq, 29. April 2020
https://www.ecoi.net/en/file/local/2029486/country_report_2020_IRQ.pdf

·      Care/Czech Republic Humanitarian Aid: Restoring Water Supply System and improved Sanitation and Hygiene Practices in West Mosul, Iraq – Phase III, Juni 2020
https://reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/Restoring%20water%20supply%20system%20and%20improved%20sanitation%20and%20hygiene%20practices%20in%20West%20Mosul%2C%20Iraq%20%E2%80%93%20Phase%20III.pdf

·      EASO – European Asylum Support Office: Iraq; Key socio-economic indicators; For Baghdad, Basra and Erbil, September 2020
https://www.ecoi.net/en/file/local/2037976/2020_09_EASO_COI_Report_Iraq_Key_socio_economic_indicators_Baghdad_Basra_Erbil.pdf

·      France 24: Three years after IS, slim funds keep Mosul in ruins, 10. Juli 2020
https://www.france24.com/en/20200710-three-years-after-is-slim-funds-keep-mosul-in-ruins

·      IRIS – Institute of Regional and International Studies, American University of Iraq, Sulaimani und KAS – Konrad-Adenauer-Stiftung: The Failure of Reconstruction in Mosul: Root Causes from 2003 to the Post-ISIS Period, 10. Juni 2020
https://www.kas.de/documents/266761/6686921/IRIS+KAS+report+-+The+Failure+of+Reconstruction+in+Mosul_1.pdf/a4d42b92-765a-8c73-c7de-fbcc2a59b424?version=1.0&t=1592211092284

·      Kirkuk Now: People of Mosul cannot afford medical expenses, 13. Februar 2020
https://kirkuknow.com/en/news/61468

·      MRG – Minority Rights Group International: Mosul after the Battle: Reparations for civilian harm and the future of Ninewa, 21. Jänner 2020
https://www.ecoi.net/en/file/local/2023155/MRG_CFR_Iraq_EN_Jan201.pdf

·      MSF – Medicins Sans Frontieres: Health system struggling to make ends meet in some areas of Iraq, ohne Datum
https://www.msf.org/iraq-narrative

·      MSF – Médecins Sans Frontières: Mosul, Iraq: MSF on dual front of coronavirus COVID-19 and lifesaving care, 5 August 2020
https://www.ecoi.net/en/document/2036122.html

·      NRC – Norwegian Refugee Council: Three years after end of IS in Mosul, Juli 2020
https://www.nrc.no/globalassets/pdf/briefing-notes/three-years-after-end-of-is-in-mosul.-covid-19-brings-new-economic-challenges-for-its-residents/bn_mosul_3rd-year-after-the-war_eng__07072020_amended2.pdf

·      Numbeo: Cost of Living in Mosul, Stand: März 2021
https://www.numbeo.com/cost-of-living/in/Mosul-Iraq

·      Reuters: No plan for Mosul: chaos and neglect slow Iraqi city's recovery, 4. Februar 2019
https://www.reuters.com/article/us-iraq-mosul/no-plan-for-mosul-chaos-and-neglect-slow-iraqi-citys-recovery-idUSKCN1PT0JV

·      Social Protection Law No. 11 of 2014, 19. März 2014, inoffizielle Übersetzung veröffentlicht von UNHCR
https://www.refworld.org/docid/5c755aa47.html

·      Spark: Increasing Jobs, Changing Perspectives in Iraq, Improving Prospectives for Refugees and Vulnerable Host Community, November 2019
https://aidstream.org/files/documents/Annex-4-J&P-Labour-Market-Assessment_Increasing-Jobs-Changing-Perspectives_Iraq-20200331060326.pdf

·      The Art Newspaper - Unesco's plan to ‘revive spirit’ of devastated Mosul gets under way, 15. Juni 2020
https://www.theartnewspaper.com/news/unesco-plan-to-revive-spirit-of-devastated-mosul-gets-under-way

·      UN-Habitat: UN-Habitat marks World Water Day by water network rehabilitation in five cities across Iraq, 18 März 2021
https://unhabitat.org/un-habitat-marks-world-water-day-by-water-network-rehabilitation-in-five-cities-across-iraq

·      WHO – World Health Organisation: WHO mobile clinics serving the vulnerable in Mosul amid COVID-19 outbreak, 20. Juli 2020
https://reliefweb.int/report/iraq/who-mobile-clinics-serving-vulnerable-mosul-amid-covid-19-outbreak-enar

·      World Bank, WFP – World Food Programme, FAO - Food and Agriculture Organization of the United Nations, IFAD - International Fund for Agricultural Development: Food Securiy in Iraq - Impact of COVID-19, with a Special Feature on Digital Innovation, September 2020
https://reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/Iraq Food Security Report August 2020 - Arabic.pdf

·      Xinhua Net: Spotlight: Iraq's Mosul struggling to cope with COVID-19 challenges, 9. Dezember 2020
http://www.xinhuanet.com/english/2020-12/09/c_139576129_2.htm

 


 

Anhang: Quellenbeschreibungen und Informationen aus ausgewählten Quellen

Der zitierte Bericht ist das Ergebnis einer regionalen Studie über Sozialschutz- und Sicherheitsnetze im Nahen Osten und in Nordafrika, die vom Welternährungsprogramm (WFP) des Zentrums für Sozialschutz in Auftrag gegeben und vom Autor durchgeführt wurde.

·      Alzobaidee, Hasan Latef K.: Social Protection and Safety Nets in Iraq, Dezember 2015
https://www.ids.ac.uk/download.php?file=files/dmfile/SocialprotectionandsafetynetsinIraq.pdf

„Social welfare system: However, several obstacles impeded the application of the program. Perhaps the most serious one was that the network became vulnerable to the unjust or careless application of the beneficiary selection-criteria, which has led to the exclusion of many poor people. That is in addition to bureaucratic procedures, the lack of a clear information base, the lack of social researchers, and their exposure to threats.“ (Alzobaidee., Dezember 2015, S. 24 )

Associated Press (AP) ist eine globale Nachrichtenagentur.

·      AP – Associated Press: Iraqis slowly rebuild Mosul, with little aid from government, 9. Dezember 2020
https://apnews.com/article/international-news-islamic-state-group-iraq-7833d6cdd0f8ae2ac189e388f62571e7

„Such resilience is apparent elsewhere in the city, at a time when Baghdad’s cash-strapped government fails to fund reconstruction efforts and IS is becoming more active across the disputed territories of northern Iraq.

Life is slowly coming back to Mosul these days: merchants are busy in their shops, local musicians again serenade small, enthralled crowds. At night, the city lights gleam as restaurant patrons spill out onto the streets. […]

The Old City on the west bank of the Tigris River, once the jewel of Mosul, remains in ruins even as newer parts of the city have seen a cautious recovery. The revival, the residents say, is mostly their own doing.

‘I didn’t see a single dollar from the government,’ said Ahmed Sarhan, who runs a family coffee business. […]

‘After the liberation, it was complete chaos. No one had any money. The economy was zero,’ he said. His business raked in a measly 50,000 Iraqi dinars a day, or around $40. Now, he makes closer to about $2,500.

But even as Sarhan and other merchants are starting to see profits — despite the impact of the coronavirus pandemic — ordinary laborers are struggling. Sarhan employs 28 workers, each getting about $8 a day.

‘It is nothing ... they will never be able to rebuild their homes,’ he says.

Since the ouster of IS in 2017, the task of rebuilding Mosul has been painfully slow. Delays have been caused by lack of coherent governance at the provincial level; the governor of Nineveh province, which includes Mosul, has been replaced three times since liberation.

With no central authority to coordinate, a tangled web of entities overseeing reconstruction work — from the local, provincial and federal government to international organizations and aid groups — has added to the chaos.

The government has made progress on larger infrastructure projects and restored basic services to the city, but much remains unfinished.

Funds earmarked for reconstruction by the World Bank were diverted to help the federal government fight the coronavirus as state coffers dwindled with plunging oil prices. Meanwhile, at least 16,000 Mosul residents appealed for government cash assistance to rebuild their homes.

Only 2,000 received financial assistance, said Zuhair al-Araji, the mayor of Mosul district. […]

The Old City, with its labyrinth of narrow streets dating back to the Middle Ages, now serves as an eerie museum of IS horrors. Misshapen iron rods jut out of what’s left of houses they were designed to fortify.“ (AP, 9. Dezember 2020)

The Arab Weekly (Al-Arab, AW) ist eine in Großbritannien, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten erscheinende Wochenzeitung.

·      AW – The Arab Weekly: ISIS real estate damage in Mosul difficult to undo, 28. Jänner 2021
https://thearabweekly.com/isis-real-estate-damage-mosul-difficult-undo

„Mosul’s Old City still lies in ruins three years after intense fighting drove out ISIS extremists. With rebuilding unlikely and Iraq’s economy in tailspin, homeowners are desperate to sell. […]

Entire neighbourhoods remain blanketed by a pungent stench which locals say is caused by still unrecovered bodies, broken sewage systems and illegal trash dumps.

Many family homes on the banks of the Tigris river have remained largely undamaged, but are still off limits because ISIS booby-trapped them. […]

Mosul real estate agent Maher al-Naqib said property prices have collapsed across a devastated city which has seen little government help.

‘The state has not paid for the damage, public services have not been restored, government buildings haven’t reopened and bridges have not been rebuilt,’ he said.

According to local authorities, Mosul has sent 90,000 requests for compensation to the central government, including 40,000 for the loss of a loved one and 50,000 for destroyed property.

But with dwindling state resources, Baghdad has compensated just 2,500 families. […]

Naqib said its original residents have been flocking to his offices to enquire about buying land in the suburbs, which is cheaper and now features better services.

On Mosul’s outer edges, farmlands are being gradually replaced by residential complexes with neatly paved roads, reliable electricity and clean water. […]

It’s also cheaper, he said, with land selling at the equivalent of $75 to $200 per square metre.“ (AW, 28. Jänner 2021)

Die wirtschaftsliberale Bertelsmann Stiftung ist eine deutsche gemeinnützige Denkfabrik mit Sitz in Gütersloh.

·      Bertelsmann Stiftung: BTI 2020 Country Report Iraq, 29. April 2020
https://www.ecoi.net/en/file/local/2029486/country_report_2020_IRQ.pdf

„The state’s administrative capacity is weak. There is widespread public discontent with central and local authorities due to the effects of poor governance on the provision of basic needs. Areas that were under IS control still lack sufficient electricity and water supplies. In addition, there are still no signs of immediate reconstruction plans for areas destroyed during the war, especially the city of Mosul.“ (Bertelsmann Stiftung, 29. April 2020, S. 9)

CARE ist eine private Hilfsorganisation, die global mit dem Ziel tätig ist, Armut zu verringern.

·      Care/Czech Republic Humanitarian Aid: Restoring Water Supply System and improved Sanitation and Hygiene Practices in West Mosul, Iraq – Phase III, Juni 2020
https://reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/Restoring%20water%20supply%20system%20and%20improved%20sanitation%20and%20hygiene%20practices%20in%20West%20Mosul%2C%20Iraq%20%E2%80%93%20Phase%20III.pdf

„Water supply

Majority of households in Zanjili and Ghazlani neighbourhoods with 85% (n=113 in Zanjili and n=110) get water for the household purposes, such as, washing, cooking, utensil washing and hand washing through the water supply network directly to their overhead water tanks. However; a higher percentage 95% (49% men & boys, 46% women & girls) is true for the preferred source of drinking water, and about 15% indicated that Sealed bottled water is a secondary source of water.

In regards to water network schedule, respondents were asked to indicate how many days per week is water available from the aforementioned source, community seems to have different opinion with 32% (n=18 in Zanjili and n=65 in Ghazlani) are in agreement with once a week, followed by 22% (n=14 in Zanjili and n=45 in Ghazlani) reporting each 6 days and 20% (n=47 in Zanjili and n=6 in Ghazlani). Based on this finding, it appears that Ghazlani usually gets less water compare to Zanjili neighbourhood. However; almost every household with 97% (n=122 in Zanjili and n=132 in Ghazlani) reporting having sufficient access to drinking/cooking water for their householdsand only 3% in Zanjili neighbourhood complaints about quantity of water due to regular disruption of water network in the area.

About 92% of the respondents (of which 47% men & boys, 45% women & girls) described the water they receive through the network as ‘good for drinking’ and 5% (3% men & boys, 2% women & girls) were ‘concerned about the quality of the water for drinking.’ […]

62% of households (88 Male, 75 Female) expressed that they are satisfied with access to sufficient quantity of safe water supply, however 38% of households in both neighbourhoods were un-satisfied and showed that they are not getting adequate quantity of drinking water, this due to topography of some houses in the neighbourhoods which is irregular and different slop area, also recently lack of public electrical power to operate boreholes water pumps. The municipality agreed with these findings and explained that during the summer the demand is higher but the access to electricity is reduced. […]

A 53 percentage (n=66 in Zanjili and n=73 in Ghazlani) of the residents in both neighbourhoods treat the water to make it safer to drink.“ (Care/Czech Republic Humanitarian Aid, Juni 2020, S. 12-13)

„Toilet Availability & Maintenance:

Although the results from both neighbourhoods indicate that the almost all of respondents have access to a toilet. (Care/Czech Republic Humanitarian Aid, Juni 2020, S. 20)

Das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen (European Asylum Support Office, EASO) ist eine Agentur der Europäischen Union, die die praktische Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten im Asylbereich fördern soll und die Mitgliedsstaaten unter anderem durch Recherche von Herkunftsländerinformation und entsprechende Publikationen unterstützt.

·      EASO – European Asylum Support Office: Iraq; Key socio-economic indicators; For Baghdad, Basra and Erbil, September 2020
https://www.ecoi.net/en/file/local/2037976/2020_09_EASO_COI_Report_Iraq_Key_socio_economic_indicators_Baghdad_Basra_Erbil.pdf

„Welfare services

The IOM 2019 Iraq Factsheet stated that the Iraqi government provided basic services such as free education, healthcare, and food rations to all citizens without discrimination, including returnees. The welfare system varied between municipalities and provinces, and criteria existed, based on which cases of people with vulnerabilities, e.g. disabled individuals and families with widows, were assessed. The eligibility criteria were applicable to returnees who needed to register at the Ministry of Labour and Social Affairs Offices and submit their ID and Food Ration Cards, as well as other documents the Ministry might request.169 In addition to government assistance, UNOCHA stated in the 2020 Global Humanitarian Overview that ‘humanitarian organizations will provide support related to well-being and living standards for acutely vulnerable returnees’. According to the report, the focus in 2020 will be on 1.8 million persons who are the most vulnerable out of the 4.1 million persons in need of assistance in Iraq.“ (EASO., September 2020, S. 29-30 )

France 24 ist das französische Auslandsfernsehen.

·      France 24: Three years after IS, slim funds keep Mosul in ruins, 10. Juli 2020
https://www.france24.com/en/20200710-three-years-after-is-slim-funds-keep-mosul-in-ruins

„Ahmed Hamed has dreamt of rebuilding his pulverised home in Iraq's Mosul from the moment government forces recaptured the city from jihadists in 2017. But three years on, it remains a pile of rubble.

He is among tens of thousands of Iraqis who have filed claims to the Nineveh province's Subcommittee for Compensation, seeking reparations for material goods, injuries and even lives lost in the months-long fight to retake Mosul from the Islamic State group.

‘I still haven't gotten a cent, even though it's been so long since the liberation,’ said Hamed, 25, who works menial day jobs to afford a small apartment. […]

According to subcommittee head Mohammed Mahmoud, the body has received ‘90,000 claims, of which about 48,000 to 49,000 were for goods, houses, shops and other properties, and 39,000 for human loss -- dead, wounded or missing’.

‘We processed three-fourths of the claims on material damage, but there aren't enough funds to actually pay them out. We were only able to compensate 2,500 families,’ he said.

Most of the rebuilding efforts in the northern city have either been undertaken by individuals or by the United Nations and other international organisations.

The UN has reconstructed 2,000 homes, dozens of schools, healthcare centres, and water or power plants in Mosul since 2018, but even it has faced challenges. “ (France 24, 10. Juli 2020)

Das Institute of Regional and International Studies (IRIS) ist ein Forschungszentrum der American University of Iraq, Sulaimani (AUIS), das laut eigenen Angaben unabhängige und empirische politische Analysen zum Irak und zur weiteren Region des Nahen Ostens erstellt.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. (KAS) ist eine parteinahe Stiftung in der Rechtsform eines Vereins aus Deutschland, die ideell der Christlich Demokratischen Union nahesteht und überwiegend durch Mittel des Bundes und der Länder finanziert wird. Sie gilt als ein führender Think-Tank (Denkfabrik) Deutschlands.

·      IRIS – Institute of Regional and International Studies, American University of Iraq, Sulaimani und KAS – Konrad-Adenauer-Stiftung: The Failure of Reconstruction in Mosul: Root Causes from 2003 to the Post-ISIS Period, 10. Juni 2020
https://www.kas.de/documents/266761/6686921/IRIS+KAS+report+-+The+Failure+of+Reconstruction+in+Mosul_1.pdf/a4d42b92-765a-8c73-c7de-fbcc2a59b424?version=1.0&t=1592211092284

„A provincial council member from Mosul commented: ‘Reconstruction effort is fragmented and there is no clear vision and aim among the implementing parties. For instance, the central government ministries implement projects without coordinating with the local government and the local provincial council. This has meant that Baghdad authorities, who are less informed about the needs and the priorities of Nineveh, have determined which projects are prioritized and where.’

Of course the government is not the only actor involved in reconstruction. UNDP officials emphasize that the media’s fixation on government corruption and failure in Mosul has resulted in an overly gloomy narrative towards all reconstruction actors, including those representing the international community. One UNDP official noted that the Mosul city team has rebuilt all the water treatment plants and electrical substations, 3 maternity hospitals, 144 schools, 40 colleges at Mosul University, and 9 police stations across Mosul ‘from zero,’ including the police headquarters. As for housing they, have completed over 2000 houses, with the aim of completing 15,000 in total.“ (IRIS, 10. Juni 2020, S. 13-14)

„There was a distinct difference in the level of interference between Mosul city and the surrounding smaller towns and rural areas comprising most of the province’s geographic area. The UNDP teams in these areas noted far less interest on the part of the governor, mostly working with the directorates for approvals and secondarily the local mayors. One official analyzed this hands-off approach as a question of scale: ‘A school we do in the rural areas costs $30,000 and in Mosul city it’d be 2 million dollars, so there’s less to gain from a corruption scheme.’ The major problem facing reconstruction in the rural areas is the degree of government neglect. Many rebuilt schools, for instance, are standing empty, and the government has shown no signs of re-opening them for students.“ (IRIS, 10. Juni 2020, S. 15)

Kirkuk Now ist eine irakische Nachrichtenagentur, die ihre Nachrichten auf Kurdisch, Turkmenisch und Arabisch veröffentlicht.

·      Kirkuk Now: People of Mosul cannot afford medical expenses, 13. Februar 2020
https://kirkuknow.com/en/news/61468

„KirkukNow reporter visited numerous private clinics and listened to several patients who had concerns with high price of doctor appointments, diagnosis, and drugs.

‘Health care has become a business in Mosul… it is now only to receive money from patients without considering their difficult financial situation,’ Marwan Abdul Azim said.

A doctor visit costs 20 thousand to 50 thousand and the cost depends on the popularity and the expertise of the doctors.

Azim explained that people of Mosul can neither afford private clinics' expenses nor do they receive proper health care at the public hospitals.[…]

He claims that the private clinics have taken advantages of the inappropriate public health sector.“ (Kirkuk Now, 13. Februar 2020)

Die Minority Rights Group International (MRG) ist eine in Großbritannien ansässige internationale Menschenrechtsorganisation, die sich für die Rechte von ethnischen, religiösen und sprachlichen Minderheiten und indigenen Völkern weltweit einsetzt.

·      Minority Rights Group International: Mosul after the Battle: Reparations for civilian harm and the future of Ninewa, 21. Jänner 2020
https://www.ecoi.net/en/file/local/2023155/MRG_CFR_Iraq_EN_Jan201.pdf

„One of the problems referred to most often by interviewees was the long wait for their claims to be processed, often leading to additional expenses, while Ninewa suffered from an economic crisis. The conflict triggered mass displacement of residents across the Tigris or to other parts of the governorate. Rents thus exploded in the face of the influx and some people had to share houses with other families to be able to afford accommodation. Since many people are still unemployed, reconstruction in Mosul is a major preoccupation of the families whose houses were destroyed and who are unable to afford rent on the other side of the city.“ (MRG, 21. Jänner 2020, S. 16)

„Beyond the Law 20 compensation process, perceptions of reconstruction and reparation in Ninewa are also mixed. Many interviewees emphasize being forced to rely on their own initiatives, or those of their community. Corruption and discrimination in the disbursement of funds are also common themes.” (MRG, 21. Jänner 2020, S. 18)

Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, MSF) ist eine internationale Organisation für medizinische Nothilfe.

·      MSF – Medicins Sans Frontieres: Health system struggling to make ends meet in some areas of Iraq, ohne Datum
https://www.msf.org/iraq-narrative

„To respond to the high needs, MSF runs a specialised maternity unit in Nablus hospital, west of Mosul city. Staff there have provided safe, high quality and free maternal and neonatal care since 2017. Our teams in Nablus hospital assisted 14,103 births and performed 775 caesareans in the first six months of 2020. They are also providing emergency room care and mental health consultations in the same hospital.

In Al-Rafadain general healthcare centre, also in west Mosul, MSF teams have provided routine obstetric and newborn care since July 2019.

Many people returning home to Mosul have suffered war-related injuries, while others are subjected to violence or accidental trauma. Our post-operative care facility in east Mosul has been providing them with surgical and rehabilitative care as well as mental health services since April 2018. […]

We have incorporated mental health services into our rehabilitative projects in Mosul and Baghdad. Our teams support the invisible scares of trauma patients throughout their recovery process in the two facilities.

We also run a mental health programme in Mosul, ensuring the people have access to high quality care and psychosocial support. Our teams are working in two general healthcare centres, offering counselling, psychosocial first aid, psychosocial support and referral service for psychiatric cases. […]

In east Mosul, between April and October 2020, we temporarily repurposed our post-operative care centre to serve as a COVID-19 treatment centre, expanding it to 62 beds, with inpatient wards and isolation rooms for confirmed and suspected COVID-19 patients. By the end of 2020, the centre had received 969 patients and resumed its everyday activities alongside COVID-19 care. In late November 2020, we opened a 16-bed facility in Al-Salam Hospital in east Mosul for the treatment of patients with severe symptoms of COVID-19.“ (MSF, ohne Datum)

·      MSF – Médecins Sans Frontières: Mosul, Iraq: MSF on dual front of coronavirus COVID-19 and lifesaving care, 5 August 2020
https://www.ecoi.net/en/document/2036122.html

„Three years later, the consequences of the conflicts in Mosul are still evident. One is the terrible impact on medical care, as many health facilities in Mosul were completely destroyed.. The city’s inhabitants are left with a fragile health system that barely meets their most basic needs. Mosul is located in Ninewa governorate, home to a population of 3.5 million, with only one hospital bed for every 3,000 people.“ (MSF, 5 August 2020)

Das Norwegian Refugee Council (NRC) ist eine unabhängige, humanitäre, gemeinnützige Nichtregierungsorganisation (NGO), die Flüchtlingen und intern Vertriebenen auf der ganzen Welt Unterstützung, Schutz und dauerhafte Lösungen anbietet.

·      NRC – Norwegian Refugee Council: Three years after end of IS in Mosul, Juli 2020
https://www.nrc.no/globalassets/pdf/briefing-notes/three-years-after-end-of-is-in-mosul.-covid-19-brings-new-economic-challenges-for-its-residents/bn_mosul_3rd-year-after-the-war_eng__07072020_amended2.pdf

„An NRC assessment in April 2020 in Mosul and Dohuk found that 64 per cent of respondents in rented accommodation predicted they would not be able to pay their rent in the next three months and 42 per cent of those respondents expected to be evicted as a result.“ (NRC, Juli 2020, S. 1)

„EMPLOYMENT: 60% of respondents reported to be engaged in some form of employment, but only 14% of those hold permanent jobs. (58% were engaged in temporary employment while 28% reported to be self-employed.)

MONTHLY EARNINGS: The majority (83%) of those employed earn between USD83-USD333/month, less than the survival minimum expenditure basket (estimated by the Cash Working Group to be USD400 for an average family of six). An additional 8% reported to earn between $334-417.

JOB OPPORTUNITIES: The majority of employers (61%) had not hired any new employee in the past six months. In Mosul, 50% of employers indicated they did not have the capacity to increase the workforce due to limited profits.

DEBT: Only a quarter of respondents reported not owing any debt in Mosul compared to approximately half of the respondents (53%) in Dohuk. Over a quarter (27%) of respondents indicated owing a debt of more than USD4,167.

COVID-19 IMPACT: (100%) of daily labourers in Mosul have been affected by COVID-19 restrictions according to IOM. 83% have lost their jobs and face financial problems.“ (NRC, Juli 2020, S. 2)

Die von einem in Serbien ansässigen Softwareentwickler betriebene Website Numbeo gibt mithilfe von nutzergenerierten Daten die Durchschnittspreise für Konsumgüter, Wohnkosten und weitere Lebenskosten in ausgewählten Städten an.

·      Numbeo: Cost of Living in Mosul, Stand: März 2021
https://www.numbeo.com/cost-of-living/in/Mosul-Iraq

Utilities (Monthly)

 

 

Basic (Electricity, Heating, Cooling, Water, Garbage) for 85m2 Apartment

50,500.00 IQD

 

1 min. of Prepaid Mobile Tariff Local (No Discounts or Plans)

85.00 IQD

 

Internet (60 Mbps or More, Unlimited Data, Cable/ADSL)

51,318.92 IQD

 

Rent Per Month

   

Apartment (1 bedroom) in City Centre

125,000.00 IQD

 

Apartment (1 bedroom) Outside of Centre

50,000.00 IQD

 

Apartment (3 bedrooms) in City Centre

500,000.00 IQD

 

Apartment (3 bedrooms) Outside of Centre

125,000.00 IQD

 
           

.“ (Numbeo, Stand: März 2021)

·      Reuters: No plan for Mosul: chaos and neglect slow Iraqi city's recovery, 4. Februar 2019
https://www.reuters.com/article/us-iraq-mosul/no-plan-for-mosul-chaos-and-neglect-slow-iraqi-citys-recovery-idUSKCN1PT0JV

„Two years after the battle in which Iraqi forces recaptured Mosul from IS, the authorities do not own enough equipment to clear the rubble littered across the city.

Hundreds of Mosul council’s vehicles were destroyed in fighting or used by IS as suicide bombs. Few have been replaced.

Companies hired by the governor on lucrative contracts to make up the shortfall work deliberately slowly, or sometimes do not exist, lawmakers and locals say […]

Poor planning allows mismanagement of reconstruction efforts and alleged corruption, making recovery slow and haphazard. […]

Abdelsattar al-Hibbu, who is in charge of the municipal government -- and is still recognized by Baghdad as such, despite the governor’s attempts to remove him -- said the little money allocated to Mosul was being misspent.

‘With the amount spent so far on removing rubble, the city could have been completely cleared by now,’ he said by telephone. Of an estimated 7 million tonnes of debris, more than half remains, he said.“ (Reuters, 4. Februar 2019)

Social Protection Law ist das irakische Sozialschutzgesetz.

·      Social Protection Law No. 11 of 2014, 19. März 2014, inoffizielle Übersetzung veröffentlicht von UNHCR
https://www.refworld.org/docid/5c755aa47.html

„ Article 1 - First: The provisions of this law shall apply to the following categories of Iraqi families and individuals who live below the poverty line, and nationals of other States residing in the Republic of Iraq permanently, continuously and legally with regard to social protection assistance in those countries, as follows: […]

i) Households with no income or income below the poverty line“ (Social Protection Law 2014, Artikel 1)

„Article 6 - First: Every individual or family living below the poverty line has the right to receive cash benefits and social services in accordance with the provisions of this law. “ (Social Protection Law 2014, Artikel 6)

„Article 9 - First: Assistance in entering the labor market through:

A. Training, vocational education, and building the persons' capacity B. Assistance in obtaining employment, a loan, or grant to establish small income generating projects.“ (Social Protection Law 2014, Artikel 9)

„Annex: Social benefits table Family (Number of members) 1, Amount of monthly subsidy: (105000) one hundred five thousand Iraqi Dinars.“ (Social Protection Law 2014, Annex)

Spark ist eine niederländische NRO, die jungen Menschen die Instrumente an die Hand gibt, die sie brauchen, um in Regionen, die von Konflikten, Klimakrise und Vertreibung betroffen sind, erfolgreich zu sein, indem sie unter anderem Studien und Unternehmertum unterstützt.

·      Spark: Increasing Jobs, Changing Perspectives in Iraq, Improving Prospectives for Refugees and Vulnerable Host Community, November 2019
https://aidstream.org/files/documents/Annex-4-J&P-Labour-Market-Assessment_Increasing-Jobs-Changing-Perspectives_Iraq-20200331060326.pdf

„Two years after the liberation of Mosul, the local job market is anemic, informal, and in some sectors - non-existent. This has resulted in massive numbers of Mosulian students graduating from university and finding themselves unable to fit into the existing job market, regardless of their qualifications. […]

In the few high-paying sectors still operating in Mosul (construction, IT, and humanitarian aid), the extremely specific criteria needed to achieve success in these fields are not available in the curricula offered to students in either public or private higher education institutions.“ (Spark, November 2019, S. 3)

„Since Catalystas last assessment, the United Nations Development Program (UNP)’s Funding Facility for Stabilization (FFS) has rebuilt or is near to rebuilding much of the basic necessity infrastructure, including water treatment centers, power grids, bridges, schools, and hospitals. FFS, which plans to leave Mosul late next year, has only a few lingering programs remaining. However, Mosul is still in dire need of not only infrastructural, but social and economic rehabilitation. With little to no private sector work, and anemic stability at best, which locals do not believe will hold, it has been difficult to rehabilitate the city “ (Spark, November 2019, S. 8)

The Art Newspaper ist eine Online- und Printpublikation, die über die internationale Kunstwelt berichtet, mit Büros in London und New York.

·      The Art Newspaper - Unesco's plan to ‘revive spirit’ of devastated Mosul gets under way, 15. Juni 2020
https://www.theartnewspaper.com/news/unesco-plan-to-revive-spirit-of-devastated-mosul-gets-under-way

„After a five-week lockdown, several conservation projects have begun in earnest in Mosul as part of a Unesco programme aimed at restoring the rich heritage of the war-ravaged Iraqi city’s old quarter. Restoration work funded by Germany has begun on the Al-Aghawat mosque, houses are being refurbished with the aid of the European Union, and the rehabilitation of the Dominican Al-Saa’a church is under way with funding from the United Arab Emirates.

Brendan Cassar, the head of Unesco’s culture unit in Iraq, says the projects grouped under its ‘Revive the Spirit of Mosul’ initiative are ‘modest attempt’ to rehabilitate the devastated city, whose full reconstruction would cost hundreds of billions of dollars. […]

The clearance of unexploded ordnance and rubble is also a priority in the rehabilitation of old city houses on the north side of the Al-Nuri mosque. While the mosque site has been de-mined and its existing structures stabilised, the mainly Ottoman-era housing is still vulnerable. ‘We have to move slowly and carefully,’ Cassar says. ‘Scattered everywhere—under every pile of rubble—is battlefield detritus including bullets and live mortar rounds.’

Choosing what to restore is a painstaking process, with a general rule of thumb that edifices that are 50% intact will be considered. For the first phase, 30 houses have been selected for rehabilitation. As Cassar notes of Mosul’s old city: ‘There are over 10,000 buildings destroyed in some 20 square kilometres, and every house has a story—but not every story can be told.’“ (The Art Newspaper, 15. Juni 2020)

UN-HABITAT (United Nations Human Settlements Programme) ist das Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen.

·      UN-Habitat: UN-Habitat marks World Water Day by water network rehabilitation in five cities across Iraq, 18. März 2021
https://unhabitat.org/un-habitat-marks-world-water-day-by-water-network-rehabilitation-in-five-cities-across-iraq

„Their house is one of the 430 in Mosul connected by almost 5,000m of rehabilitated water pipes delivering potable water with high efficiency to beneficiaries affected by the conflicts. The urban recovery initiative is part of the Headway Programme “Strengthening the Long-Term Resilience of Subnational Authorities in Countries Affected by the Syrian and Iraqi Crisis,” funded by the EU and managed by UN-Habitat in partnership with the United Nations Development Programme (UNDP). “ (UN-Habitat., 18. März 2021)

WHO (World Health Organization) ist die Weltgesundheitsorganisation.

·      WHO – World Health Organisation: WHO mobile clinics serving the vulnerable in Mosul amid COVID-19 outbreak, 20. Juli 2020
https://reliefweb.int/report/iraq/who-mobile-clinics-serving-vulnerable-mosul-amid-covid-19-outbreak-enar

„First deployed during the Mosul crisis of 2014, a network of WHO-supported mobile medical clinics is again delivering first-line health care services, and helping to contain the spread of COVID-19 in remote and conflict-affected areas. […]

The streets of Yarmouk in west Mosul looked almost empty apart from a few individuals gathered in a line practising social distancing as much as possible. ‘Maha couldn’t sleep all night yesterday. She had a fever and severe pain in her abdomen with frequent vomiting,’ said Ali Yasir, father of 9-year-old Maha. ‘The mobile clinic saved my daughter. I couldn’t take her to the city hospital with the lockdown in place. The checkpoints wouldn’t allow me; the nearest health facility to my place is over 20 kms away,’ he explained.

The health services delivered by the mobile clinics during the COVID-19 response operation have been rescheduled to cover outreach locations and neighbourhoods where the population is unable to access primary health care facilities due to the country-wide imposed lockdown.“ (WHO, 20. Juli 2020)

Die Weltbank (World Bank Group, WBG) ist ein Zusammenschluss internationaler Organisationen, die armen Staaten fremdfinanzierte Kredite bietet.

Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) ist Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, im deutschen Sprachraum auch als Welternährungsorganisation bezeichnet, ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Rom.

International Fund for Agricultural Development (IFAD) ist der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung, eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen.

·      World Bank, WFP – World Food Programme, FAO - Food and Agriculture Organization of the United Nations, IFAD - International Fund for Agricultural Development: Food Securiy in Iraq - Impact of COVID-19, with a Special Feature on Digital Innovation, September 2020
https://reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/Iraq Food Security Report August 2020 - Arabic.pdf

„Availability: The average availability score in all the governorates was 10 except for Kirkuk, where the availability score was 8.3 during Round 7 (4th week of July). Hence the availability of food and non-food items in markets was good across the country.“ (World Bank et al., September 2020, S. 18)

Xinhua Net ist die Nachrichtenagentur der Regierung der Volksrepublik China und die größere der beiden Nachrichtenagenturen des Landes

·      Xinhua Net: Spotlight: Iraq's Mosul struggling to cope with COVID-19 challenges, 9. Dezember 2020
http://www.xinhuanet.com/english/2020-12/09/c_139576129_2.htm

„Falah Hassan al-Taie, director general of Nineveh's Health Department, said the province had 18 hospitals and 192 health centers before the occupation of IS in 2014.

‘They were all destroyed, and some of them were destroyed 100 percent, especially in the old city of Mosul," al-Taie said. "Only two hospitals have been rebuilt. Some are operating in the same destroyed locations. The rest are operating in alternative locations.’

Al-Taie said health personnel have been fighting the coronavirus during the last eight months despite limited resources. At the same time they have been providing medical and therapeutic services in temporary hospitals.

Only 2,800 hospital beds and 235 ambulances are available for the population of the province, according to al-Taie. However, the World Health Organization has warned that in November the province saw an increase of 36 percent in COVID-19 cases in a single week.“ (Xinhua Net, 9. Dezember 2020)



[1] Alle Währungsumrechnungen wurden mithilfe von https://www1.oanda.com/currency/converter/ im April 2021 durchgeführt.

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