Document #2118027
ACCORD – Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation (Author)
20. November 2024
Das vorliegende Dokument beruht auf einer zeitlich begrenzten Recherche in öffentlich zugänglichen Dokumenten, die ACCORD derzeit zur Verfügung stehen, sowie gegebenenfalls auf Auskünften von Expert·innen und wurde in Übereinstimmung mit den Standards von ACCORD und den Common EU Guidelines for processing Country of Origin Information (COI) erstellt.
Dieses Produkt stellt keine Meinung zum Inhalt eines Ansuchens um Asyl oder anderen internationalen Schutz dar.
Wir empfehlen, die verwendeten Materialien im Original durchzusehen. Originaldokumente, die nicht kostenfrei oder online abrufbar sind, können bei ACCORD eingesehen oder angefordert werden.
Kurzbeschreibungen zu den in dieser Anfragebeantwortung verwendeten Quellen sowie Ausschnitte mit Informationen aus diesen Quellen finden Sie im Anhang.
Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA) bezeichnet in seinem Emergency Appeal 2024 Mitglieder weiblich geführter Haushalte als besonders schutzbedürftige Flüchtlinge (UNRWA, 3. April 2024, S. 11). Laut UNRWA seien weibliche palästinensische Haushaltsvorstände in Syrien besonders gefährdet, in noch tiefere Armut und in Ausbeutung abzurutschen. Geschlechtsspezifische Gewalt sei nach wie vor ein erhebliches Problem und betreffe überproportional Frauen und Mädchen (UNRWA, 3. April 2024, S. 12).
Die Action Group for Palestinians of Syria (AGPS) berichtet im Jänner 2023, dass eine palästinensisch-syrische Frau im Flüchtlingslager Al-Husseiniyeh in der Provinz Rif Damashq (Umland Damaskus) von einem maskierten Mann unter Waffengewalt auf der Straße ausgeraubt worden sei. (Der Artikel geht nicht darauf ein, ob die Frau alleinstehend bzw. alleine unterwegs gewesen sei, Anmerkung ACCORD) Laut AGPS seien in den vergangenen Jahren in Flüchtlingslagern in Syrien vermehr Eigentumsdiebstähle und Wohnungseinbrüche gemeldet worden, insbesondere nachts als Folge von Stromausfällen (AGPS, 16. Januar 2023).
Im November 2021 veröffentlicht AGPS einen Artikel über die Situation palästinensisch-syrischer Witwen in Syrien. AGPS zitiert unter anderem Asmaa, eine Bewohnerin des Lagers Yarmouk (in Damaskus, Anmerkung ACCORD). Die 30-jährige Frau sei Witwe und Mutter eines neunjährigen Kindes. Sie werde auf der Straße von Angehörigen der Sicherheitskräfte sexuell belästigt. Sie bemühe sich, ihren sozialen Status zu verbergen, da Männer – sobald sie erfahren würden, dass sie Witwe sei – versuchen würden, sie zu belästigen oder auszubeuten. Männer würden ihr eine heimliche Ehe oder Sex gegen Geld oder Geschenke anbieten (AGPS, 6. November 2021).
UNRWA schreibt in einem undatierten Beitrag auf seiner Webseite über das Lager Sbeineh, dass die Mehrheit der Frauen aus dem Lager in Damaskus als Hausangestellte gearbeitet hätten, um das Familieneinkommen aufzubessern. Aufgrund des Konflikts sei diese Möglichkeit jedoch zurückgegangen und die Arbeitslosenquote sei hoch (UNRWA, ohne Datum a). Laut einem undatierten Beitrag über das Lager Jaramana arbeite die Mehrheit der Frauen aus dem Lager weiterhin als Hausangestellte in Damaskus, um das Familieneinkommen aufzubessern (UNRWA, ohne Datum b).
Das Danish Immigration Service (DIS) schreibt in einem Bericht zu Palästinenser·innen in Damaskus und Rif Damashq vom Oktober 2021, dass es für Frauen in Syrien generell schwieriger sei als für Männer einen Job zu finden. Von Frauen geführte Haushalte würden daher oft auf die Hilfe von Verwandten oder das Einkommen ihrer Kinder zurückgreifen, oder sexuelle Beziehungen als Bewältigungsstrategie nutzen (DIS, Oktober 2021, S. 34). Eine für den Bericht interviewte internationale Organisation habe Anfang 2021 gegenüber DIS angegeben, dass die großflächige Vertreibung und Zerstreuung palästinensischer Familien in Syrien zu einer hohen Zahl an verlassenen („abandoned“) Frauen und älteren Menschen geführt habe, die sich nicht mehr auf Nachbarschafts- oder Familiennetzwerde verlassen könnten. Diese Personen seien in hohem Maße von der Unterstützung der Organisation abhängig (DIS, Oktober 2021, S. 60). Tom Rollins, unabhängiger Journalist und Forscher mit Schwerpunkt Syrien, insbesondere der Situation der Palästinenser·innen in Syrien, habe gegenüber DIS erklärt, dass von Frauen geführte Haushalte mit besonderen Hindernissen konfrontiert sein könnten, wenn es darum gehe, eine Unterkunft im Lager zu erhalten, da die Gesetzgebung von vor dem Krieg vorgeschrieben habe, dass ein männlicher Haushaltsvorstand anwesend sein müsse, damit eine Familie Eigentum besitzen könne. Es sei laut Rollins möglich, dass diese Regelung gelockert worden sei, da viele männliche Haushaltsvorstände verschwunden seien oder getötet worden seien; dennoch bleibe das Verfahren kompliziert (DIS, Oktober 2021, S. 76). Laut der internationalen Organisation gebe es bei Mietwohnungen, Einzelfallberichten zufolge, keine formalen Hürden für Haushalte mit weiblichem Haushaltsvorstand, da kein Familienbuch erforderlich sei. Ob es in der Praxis aufgrund von Geschlechterdiskriminierung für Haushalte mit weiblichem Haushaltsvorstand zu Problemen bei der Miete komme, könne die Organisation nicht beurteilen (DIS, Oktober 2021, S. 64).
UNRWA veröffentlicht im März 2019 einen Artikel über Bedeutung der Bargeldhilfe des UNRWA für Haushalte mit weiblichem Haushaltsvorstand in Syrien. Der Artikel zitiert Najat, eine palästinensische Geflüchtete aus dem Lager Husseiniyeh, in der Nähe von Damaskus. Najat lebe in einem reinen Frauenhaushalt und teile sich das Haus mit ihren fünf Schwestern. Ihre Eltern seien verstorben und ihr Bruder sei verschwunden. Die Frau des verschwundenen Bruders und ihre vier Kinder würden ebenfalls bei den sechs Schwestern leben. Eine ihre Schwestern habe in einem Bekleidungsgeschäft gearbeitet, den Job jedoch verloren. Eine weitere Schwester habe als Sekretärin bei einem Arzt gearbeitet. Auch sie habe ihren Job verloren, als der Arzt Syrien verlassen habe. Eine Schwester arbeite als Lehrerin an einer UNRWA-Schule. Ein Einkommen reiche jedoch nicht aus, um elf Menschen zu ernähren. Die Bargeldhilfe von UNRWA sei laut Najat eine große Hilfe. Der Artikel zitiert außerdem Ranya, eine 34-jährige Mutter dreier Töchter, deren Ehemann 2012 verschwunden sei. (Der Artikel nennt nicht den Wohnort der Interviewten, Anmerkung ACCORD). Die Bargeldhilfe des UNRWA sei das einzige Einkommen der Familie. Den größten Teil der Bargeldhilfe verwende Ranya für die Miete ihrer Einzimmerwohnung. Sie und ihre Kinder würden mit Instantnudeln und Kartoffeln überleben. Sie erhalte auch Unterstützung von ihren Nachbarn. Sie würden ihr Kleidung für ihre Kinder geben und Ranya dürfe bei ihnen kochen, da sie sich in den zwei Monaten vor dem Interview das Gas nicht mehr habe leisten können. Sie kaufe oft auf Kredit in ihrem örtlichen Laden, dessen Besitzer ihren Kindern manchmal Süßigkeiten schenke (UNRWA, 14. März 2019).
Wir haben zu der Fragestellung einen externen Experten kontaktiert, allerdings noch keine Auskunft erhalten. Sollten eine Antwort bei uns einlangen, werden wir diese umgehend an Sie weiterleiten.
Informationen über die allgemeine Situation alleinstehender Frauen in Damaskus finden Sie in folgender Anfragebeantwortung von ACCORD vom Februar 2020:
· ACCORD - Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Lage alleinstehender Frauen in Damaskus [a-11191], 12. Februar 2020
https://www.ecoi.net/de/dokument/2025044.html
Quellen: (Zugriff auf alle Quellen am 20. November 2024)
· ACCORD - Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Lage alleinstehender Frauen in Damaskus [a-11191], 12. Februar 2020
https://www.ecoi.net/de/dokument/2025044.html
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Die palästinensisch-syrische Witwe ist Elend, Kummer und Ausbeutung ausgesetzt [Arabisch], 6. November 2021
https://www.actionpal.org.uk/ar/post/16325/%D9%85%D8%AC%D9%85%D9%88%D8%B9%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D9%85%D9%84-%D9%85%D9%86-%D8%A3%D8%AC%D9%84-%D9%81%D9%84%D8%B3%D8%B7%D9%8A%D9%86%D9%8A%D9%8A-%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A9/%D8%A7%D9%84%D8%A3%D8%B1%D9%85%D9%84%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%81%D9%84%D8%B3%D8%B7%D9%8A%D9%86%D9%8A%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A9-%D8%A8%D8%A4%D8%B3-%D9%88%D8%B4%D9%82%D8%A7%D8%A1-%D9%88%D8%A7%D8%B3%D8%AA%D8%BA%D9%84%D8%A7%D9%84
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Woman Subjected to Violent Robbery at Palestinian Refugee Camp in Syria, 16. Jänner 2023
https://www.actionpal.org.uk/en/reports/daily/16-1-2023.pdf
· DIS - Danish Immigration Service: Syria: Palestinians in Damascus and rural Damascus governorates, Oktober 2021
https://www.ecoi.net/en/file/local/2063240/coi_report_prs_october_2021.pdf
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Sbeineh Camp, ohne Datum a
https://www.unrwa.org/where-we-work/syria/sbeineh-camp
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Jaramana Camp, ohne Datum b
https://www.unrwa.org/where-we-work/syria/jaramana-camp
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: UNRWA cash assistance makes a difference in the lives of female-headed households in Syria: “We stick together, but UNRWA cash assistance provides great support”, 14. März 2019
https://www.unrwa.org/newsroom/features/unrwa-cash-assistance-makes-difference-lives-female-headed-households-syria-%E2%80%9Cwe
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Syria, Lebanon and Jordan emergency appeal 2024, 3. April 2024
https://www.unrwa.org/sites/default/files/content/resources/2024_ea_syria_lebanon_and_jordan_final_1.pdf
Anhang: Quellenbeschreibungen und Informationen aus ausgewählten Quellen
Die Action Group for Palestinians of Syria (AGPS) ist eine in London ansässige Menschenrechtsorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Situation palästinensischer Flüchtlinge in Syrien nachzuverfolgen und zu dokumentieren.
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Woman Subjected to Violent Robbery at Palestinian Refugee Camp in Syria, 16. Jänner 2023
https://www.actionpal.org.uk/en/reports/daily/16-1-2023.pdf
„A Palestinian-Syrian woman sheltered in AlHusainiya refugee camp, in Rif Dimashq, was violently robbed by an anonymous gangster.
The victim said a masked man carrying a white gun attacked her at 06:45 p.m. and tightlipped her before he dragged her to an abandoned street near AlSyeda Aisha Mosque and took away her bag containing a sum of 350,000 Syrian pounds and her identity documents.
Over recent years, property-theft and home burglary have been increasingly reported in displacement camps across the war-ravaged Syrian territories, particularly overnight due to power blackout.“ (AGPS, 16. Jänner 2023)
Das Danish Immigration Service (DIS) ist die in Dänemark für Einwanderung, Einreise und Aufenthalt von Ausländer·innen zuständige Behörde des Ministeriums für Einwanderung und Integration.
· DIS - Danish Immigration Service: Syria: Palestinians in Damascus and rural Damascus governorates, Oktober 2021
https://www.ecoi.net/en/file/local/2063240/coi_report_prs_october_2021.pdf
„It is generally harder for women in Syria to find a job. Therefore, female-headed households often turn to assistance from relatives, income from their children or engage in sexual relationships as coping strategies.“ (DIS, Oktober 2021, S. 34)
„Minutes of meeting (a) with an international organisation, Skype, 18 January 2021 […]
The large-scale displacement and scattering of Palestinian families in Syria, has resulted in a high number of abandoned women and elderly people who can no longer rely on neighborhood or family networks because their families have disappeared. These persons are very highly dependent on the organisation.“ (DIS, Oktober 2021, S. 60)
„Minutes from meeting (b) with an international organisation, Skype, 2 February 2021 […]
In case of rented accommodation, anecdotal information indicates there are no formal obstacles for female-headed households, as no family booklet is required. The organisation is not in a position to comment on whether, in practice, gender discrimination makes it more difficult for female-headed households to rent in practice.“ (DIS, Oktober 2021, S. 64)
„Minutes from meeting with Tom Rollins, Skype, 28 January 2021 […]
Female-headed households might face particular obstacles to obtain housing in camps, as pre-war legislation required that a male head of household should be present for a family to own a property. This might have been relaxed recently as many male head of households have disappeared or been killed; yet, the procedure remains complicated.“ (DIS, Oktober 2021, S. 76)
Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA) ist ein temporäres Hilfsprogramm der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in Gaza und Amman, das Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten unterstützt.
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Sbeineh Camp, ohne Datum a
https://www.unrwa.org/where-we-work/syria/sbeineh-camp
„The majority of women were domestic workers in Damascus to supplement family income. However, due the conflict, such opportunities have dwindled and the unemployment rate is high.“ (UNRWA, ohne Datum a)
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Jaramana Camp, ohne Datum b
https://www.unrwa.org/where-we-work/syria/jaramana-camp
„The majority of women are domestic workers in Damascus to supplement family income.“ (UNRWA, ohne Datum b)
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: UNRWA cash assistance makes a difference in the lives of female-headed households in Syria: “We stick together, but UNRWA cash assistance provides great support”, 14. März 2019
https://www.unrwa.org/newsroom/features/unrwa-cash-assistance-makes-difference-lives-female-headed-households-syria-%E2%80%9Cwe
„Ranya al Musa, 34, has three daughters aged between six and twelve years-old. She has raisied them on her own since her husband went missing in 2012. ‘My youngest was just one month old when my husband disappeared,’ she says. The family’s only income is UNRWA cash assistance. ‘We survive on instant noodles and potatoes. Now that I have received cash assistance, I will buy some chicken as a treat,’ she explains.
UNRWA operates one of the largest cash assistance programmes in an active conflict setting anywhere in the world. During the first round of emergency cash assistance for 2019, more than 400,000 Palestine refugees are receiving SYP [Syrian Pounds] 20,000 SYP (US$ 46) each. Palestine refugees use UNRWA cash assistance to put food on the table, and pay for a roof over their head. Ranya pays SYP 25.000 (US$ 58) a month for the rent of her one bedroom apartment. ‘Most of the cash assistance we use to pay rent. I will go pay three months up front now.’ Luckily, she also receives a lot of support from her neighbours. ‘They are of great help,’ she says. They give her clothes for her children. And recently, they have allowed Ranya to cook at their house, as she hasn’t been able to afford gas for the last two months. ‘It’s been very cold. And we have been eating a lot of cold meals; labneh and bread, because we don’t have any gas to cook with.’ The owner of her local store, where she often buys on credit, has also been kind. ‘He sometimes gives my kids treats and doesn’t charge us, because he knows their life is hard.’
Ranya is one of thousands of female-headed households in Syria. Since the start of the conflict, 120,000 Palestine refugees have fled the country, many of them men. Hundreds of Palestine refugees have disappeared or died. ‘We are a household of women,’ says Najat, a Palestine refugee from Husseiniyeh, a gathering of Palestine refugees near Damascus. She shares a house with her five sisters. Her parents died during the conflict. The family was displaced for three years, but recently moved back into their home in Husseiniyeh. In 2015, Najat’s brother went missing. ‘He just disappeared one day. He has four children. They all live with us now, as well as his wife,’ she says.
But as the family expanded, income dwindled. One sister lost her job in a clothing shop, the other saw her job as a secretary disappear when the doctor she worked for left Syria. One sister is a teacher at an UNRWA school, but a single income would struggle to feed eleven people. ‘We stick together, but UNRWA cash assistance has been of great support,’ she says.“ (UNRWA, 14. März 2019)
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Syria, Lebanon and Jordan emergency appeal 2024, 3. April 2024
https://www.unrwa.org/sites/default/files/content/resources/2024_ea_syria_lebanon_and_jordan_final_1.pdf
„Priority has been given to the most vulnerable refugees, including households headed by women, persons with a disability, older persons and unaccompanied minors / orphans.“ (UNRWA, 3. April 2024, S. 11)
„Moreover, as a sign of the declining capacity of refugee households to cope with growing poverty, individuals are increasingly resorting to negative coping strategies. Notably, these strategies involve child neglect, child labour, early forced marriages leading to premature school drop-out and drug abuse. Female heads of households, unaccompanied and separated children, older individuals and persons with disabilities are at particular risk of descending into deeper poverty and exploitation. Gender-based violence (GBV) continues to be a significant concern, disproportionally affecting women and girls.“ (UNRWA, 3. April 2024, S. 12)