Document #2118023
ACCORD – Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation (Author)
20. November 2024
Das vorliegende Dokument beruht auf einer zeitlich begrenzten Recherche in öffentlich zugänglichen Dokumenten, die ACCORD derzeit zur Verfügung stehen, sowie gegebenenfalls auf Auskünften von Expert·innen und wurde in Übereinstimmung mit den Standards von ACCORD und den Common EU Guidelines for processing Country of Origin Information (COI) erstellt.
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Allgemeine Informationen zur Situation in den UNRWA-Lagern in Syrien
Khan Eshieh
Sbeineh
Quellen
Anhang: Quellenbeschreibungen und Informationen aus ausgewählten Quellen
Allgemeine Informationen zur Situation in den UNRWA-Lagern in Syrien
In der Provinz Rif Dimashq stelle UNRWA in den folgenden Lagern Dienstleistungen zur Verfügung: Sbeineh, Khan Eshieh, Khan Dunoun und Qabr Essiet (UNRWA, August 2022).
Die Action Group for Palestinians of Syria (AGPS), eine in London ansässige Menschenrechtsorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Situation palästinensischer Flüchtlinge in Syrien zu dokumentieren, erklärt in einer E-Mail-Auskunft an ACCORD vom November 2024, dass sich die Lage palästinensischer Flüchtlinge in Syrien in den letzten zehn Jahren aufgrund des Krieges in Syrien verschlechtert habe, darunter auch die Lage in Khan Eshieh und Sbeineh. Extreme Armut sei unter den Palästinenser·innen in Syrien weit verbreitet, was sie von den Hilfsleistungen des UNRWA abhängig mache. Laut AGPS würden 95 Prozent der Palästinenser·innen in Syrien aufgrund der hohen Preise und des Mangels an finanziellen Mitteln Schwierigkeiten haben, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, und nur eine Mahlzeit am Tag zu bekommen. Aufgrund des Anstiegs der Preise für Heizmaterial seien sie gezwungen, abgenutzte Kleidung und Plastikabfälle als alternatives Heizmaterial zu verwenden. Viele würden persönliches Eigentum wie Möbel verkaufen, um Grundbedürfnisse zu befriedigen.
Was Unterkünfte angehe, so habe bei der Einrichtung der Flüchtlingslager für Palästinenser·innen Ende der 1940er bis Anfang der 1950er Jahre das UNRWA Familien dabei unterstützt, im Lager ein kleines Stück Land zu erwerben und kleine Beträge zur Verfügung gestellt, um eine Behausung zu errichten. Jedoch seien Palästinenser·innen seitdem auf sich gestellt, was den Bau und den Besitz von Häusern angehe, Wohnraum befinde sich in privatem Besitz. Wenn jemand von einem UNRWA-Lager in ein anderes ziehe, dann sei die Person selbst dafür verantwortlich, eine Wohnung zu finden. Das UNRWA leiste keine Unterstützung oder finanzielle Hilfe bei der Miete oder Unterbringung (AGPS, 16. November 2024).
Der katarische Nachrichtensender Al Jazeera berichtet im November 2023, dass trotz aller Bemühungen die Lager in Syrien weiterhin in unterschiedlichem Maße unter den gleichen Problemen wie palästinensische Lager in anderen Ländern leiden würden. Sie seien im Allgemeinen überbelegt, unzureichend belüftet und beleuchtet, und viele Gebäude würden zu eng aneinander stehen und müssten renoviert oder wieder aufgebaut werden. Außerdem seien die baufällige Infrastruktur der Lager, die engen Gassen und kaputten Straßen, der Wassermangel und das alte Abwassersystem problematisch. Im Allgemeinen seien sie mit den Problemen der Überbelegung und der engen Nachbarschaft von Gebäuden konfrontiert, von denen viele renoviert oder wieder aufgebaut werden müssten, mit mangelnder Belüftung und Beleuchtung, baufälliger Infrastruktur, engen Gassen, kaputten Straßen, Wassermangel und einem alten Abwassersystem. Die schlechten Lebensbedingungen würden sich negativ auf die Gesundheit auswirken und Krankheiten würden sich ausbreiten; hinzu würden Umweltprobleme kommen, die sich aus der fehlenden Abfallentsorgung und den schlechten Abwassersystemen ergeben würden. Der Rückgang des Bildungsniveaus, hohe Schulabbrecher-Quoten, die Verbreitung von Drogen und hohe Scheidungsraten seien wiederkehrende Phänomene in den Lagern (Al Jazeera, 13. November 2023).
In einer undatierten Übersicht des UNRWA zum Lager Khan Eshieh südwestlich von Damaskus wird berichtet, dass in dem Lager vor dem Krieg in Syrien 20.000 palästinensische Flüchtlinge gelebt hätten und mit Stand 2022 etwa 16.000 Menschen dort leben würden. Zwischen 2013 und 2016 sei die Arbeit des UNRWA im Lager behindert worden, da der Zugang für humanitäre Hilfe nach Khan Eshieh eingeschränkt gewesen sei und keine medizinischen Hilfsgüter in das Lager hätten gebracht werden dürfen. Häuser und Infrastruktur des Lagers seien stark in Mitleidenschaft gezogen worden, darunter auch UNRWA-Einrichtungen. Zwei UNRWA-Schulen und das Gemeindezentrum seien fast komplett zerstört worden. Im Dezember 2016 habe UNRWA wieder Zugang zum Lager erhalten und habe mit der Instandsetzung einiger seiner Einrichtungen beginnen können. Die von UNRWA betriebenen Einrichtungen im Lager würden mehrere Schulen, zwei zerstörte Schulgebäude, ein Lebensmittelverteilungszentrum, ein Gesundheitszentrum (2017 instandgesetzt), ein Gemeindezentrum, einen Kindergarten, ein Büro für Sanitärbelange („sanitation office“), und ein Büro für Sozialarbeit („social workers office“), das noch instandgesetzt werden müsse, umfassen. Als Programme der UNRWA im Lager werden Notfallhilfe, Gesundheit, Bildung, Nothilfe und soziale Dienste, Infrastrukturverbesserung/Sanitärversorgung, Mikrofinanzierung und Schutz genannt (UNRWA, ohne Datum (b)).
Im November 2024 berichtet AGPS über andauernde Stromausfälle in Khan Eshieh von bis zu 20 Stunden am Tag. Bewohner·innen hätten als Grund für den Stromausfall den Diebstahl von Kupferkabeln angegeben, die bis zu diesem Zeitpunkt die Stromversorgung von weiten Teilen des Lagers sichergestellt hätten. Die Bewohner·innen hätten sich bei den zuständigen Behörden gemeldet und einen Ersatz der Kabel gefordert, was jedoch abgelehnt worden sei. Folglich sei den Bewohner·innen nichts anderes übriggeblieben, als Geld zu sammeln, um die notwendigen Kabel zu kaufen. Die Ersatzkabel seien jedoch aus Aluminium gewesen, hätten der hohen Spannung nicht standgehalten und daher sei es erneut zu Ausfällen gekommen (AGPS, 9. November 2024).
Das Palestinian Return Centre, eine in London ansässige Interessensvertretung, die sich unter anderem für das Recht der Rückkehr von Palästinenser·innen einsetzt, berichtet im Juli 2024 über Ausfälle der Strom- und Wasserversorgung im Lager Khan Eshieh. Laut einem Bewohner gebe es in den meisten Teilen des Lagers nur ein bis zweimal pro Woche Stromversorgung für zwei bis drei Stunden. Seit Jahren gebe es bereits dieses Problem, jedoch seien die Netze nicht wirklich repariert worden. Im östlichen Teil des Lagers seien seit dem Ende der militärischen Auseinandersetzungen in Syrien im Jahr 2016 weder Wasser- noch Abwasserleitungen wieder instandgesetzt worden. Die zuständigen Behörden seien mehrmals aufgefordert worden, Solarpaneele und leistungsstarke Pumpen zu installieren, um die Häuser mit Wasser zu versorgen, es habe jedoch keine Reaktion gegeben. Der zuvor zitierte Bewohner habe erklärt, dass die Strom- und Wasserkrise dazu führe, dass Familien hohe Kosten für den Kauf von Wasser zu Preisen aufbringen müssten, die für viele unerschwinglich seien (Palestinian Return Centre, 2. Juli 2024).
AGPS meldet im Juli 2024, dass die Lebensbedingungen in Khan Eshieh schwer seien und sich aufgrund eines Mangels grundlegender Dienstleistungen, der Ausweitung von Erwerbslosigkeit und Armut, sowie einer Ausbreitung von Drogenabhängigkeit zuspitzen würden (AGPS, 31. Juli 2024).
Das Palestinian Information Center, eine Webseite, die seit 1997 über palästinensische Angelegenheiten berichtet und von Al Jazeera mit der Hamas in Verbindung gebracht wird (Al Jazeera, 15. Juni 2017), berichtet im Mai 2023, dass Bewohner·innen des Lagers Khan Eshieh seit sieben Jahren an Wasserknappheit leiden würden und sich die Lage in den Sommermonaten noch zusätzlich verschärfe. Ein Korrespondent habe berichtet, dass die östlichen Teile des Lagers besonders betroffen seien, und Haushalte dort nur zwei Mal pro Woche mit Wasser versorgt würden. Ausfälle der Stromversorgung würden die Lage noch zusätzlich verschärfen. Laut Abu Qasim, einem Bewohner des Lagers, habe man mit Unterbrechungen nur insgesamt zwei bis drei Stunden Strom am Tag, und die Versorgung sei zu schwach und unregelmäßig, um Wasserpumpen zu betreiben. Bewohner·innen von Khan Eshieh würden sich vor dem Hintergrund von Kürzungen bei UNRWA generell über die Verschlechterung der Dienstleistungen im Lager beschweren, darunter die Wasser- und Abwasserinfrastruktur, Elektrizitätsversorgung sowie Gesundheits- und Bildungsleistungen (The Palestinian Information Center, 18. Mai 2023).
Informationen zu Gesundheitsleistungen in Khan Eshieh entnehmen Sie bitte Teil 1 dieser Anfragebeantwortung (a‑12456-1).
Auf einer undatierten Übersicht des UNRWA zum Lager Sbeineh südlich von Damaskus wird berichtet, dass aufgrund des Konflikts in Syrien alle Einwohner·innen im Jahr 2013 aus dem Lager geflohen und mit Stand März 2021 nur etwa 16.000 der ursprünglich 22.600 Bewohner·innen zurückgekehrt seien. 4.000 weitere Menschen würden im Umkreis des Lagers leben und ebenfalls UNRWA-Dienste im Lager beziehen. Die von UNRWA betriebenen Einrichtungen im Lager würden mehrere Schulen, ein Büro für Sanitärbelange („sanitation office“), ein Büro für Sozialarbeit („social workers office“), eine Lebensmittelverteilungsstelle, ein Gemeinschaftszentrum und ein Gesundheitszentrum umfassen. Als Programme der UNRWA im Lager werden Notfallhilfe, Gesundheit, Bildung, Nothilfe und soziale Dienste, Infrastrukturverbesserung/Sanitärversorgung, Mikrofinanzierung und Schutz genannt (UNRWA, ohne Datum (a)).
Der oppositionelle, syrische Sender Syria TV mit Sitz in Istanbul berichtet im April und September 2024 über Probleme mit dem Abwassersystem in Sbeineh (Syria TV, 9. September 2024; Syria TV, 28. April 2024). Im April 2024, so schreibt Syria TV, hätten sich Bewohner·innen von Sbeineh darüber beschwert, dass Abwasser in die Straßen und Häuser geflossen sei und sich die Regierung nicht bemühe, das Problem zu beheben. Laut der regierungsfreundlichen Nachrichtenseite Athr Press sei das Problem das alte Abwassersystem und Belastung des Systems aufgrund von dichter Besiedelung. In Sbeineh befinde sich auch ein Dienstleistungszentrum des UNRWA, das palästinensischen Flüchtlingen, die in Sbeineh leben würden, Dienstleistungen zur Verfügung stelle. Neben dem Abwasserproblem in Sbeineh gebe es auch noch Probleme mit der Stromversorgung sowie der Telefon- und Internetverbindung, da häufig Kabel gestohlen würden (Syria TV, 28. April 2024). Im September 2024 berichtet Syria TV erneut, dass Wohnhäuser in Sbeineh aufgrund von Mängeln im Abwassersystem mit Abwasser geflutet worden seien (Syria TV, 9. September 2024).
AGPS berichtet im September 2023, dass laut Bewohner·innen von Sbeineh ein Teil des Lagers aufgrund einer defekten Wasserpumpe seit zwei Wochen an akutem Trinkwassermangel leide. Die betroffenen Bewohner·innen müssten sich Trinkwasser von Tanklastern zu hohen Preisen kaufen (AGPS, 25. September 2023). Bereits im Dezember 2022 berichtet AGPS vom Ausfall der Wasserversorgung in Sbeineh. Laut einem Korrespondenten von AGPS in Sbeineh könnten sich viele Familien aufgrund ihrer angespannten finanziellen Lage und verbreiteter Arbeitslosigkeit kein Wasser von Tanklastern leisten. Ein Bewohner des Lagers habe berichtet, dass Wasser nur einmal alle zwei Wochen für ein bis zwei Stunden verfügbar sei (AGPS, 3. Dezember 2022).
AGPS berichtet im Dezember 2023, dass Teile des Sbeineh-Camps seit mehr als einem Monat keine Telefon- und Internetverbindungen hätten. Einige Bewohner·innen hätten den Ausfall auf den Diebstahl eines Kabels zurückgeführt, das das Lager mit dem öffentlichen Netzwerk verbinde (AGPS, 29. Dezember 2023).
Informationen zu Gesundheitsleistungen in Sbeineh entnehmen Sie bitte Teil 1 dieser Anfragebeantwortung (a‑12456-1).
Ältere Informationen zur Lage palästinensischer Flüchtlinge in Syrien finden sich in folgender Anfragebeantwortung vom Juni 2023:
· ACCORD - Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Möglichkeit für palästinensische Flüchtlinge aus Syrien in Lager mit UNRWA-Dienstleistungen zurückzukehren, aktuelle Situation für palästinensische Flüchtlinge aus Syrien in Gebieten unter Regierungskontrolle [a-12130-2], 27. Juni 2023
https://www.ecoi.net/de/dokument/2095279.html
Quellen: (Zugriff auf alle Quellen am 20. November 2024)
· ACCORD - Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Anfragebeantwortung zu Syrien: Möglichkeit für palästinensische Flüchtlinge aus Syrien in Lager mit UNRWA-Dienstleistungen zurückzukehren, aktuelle Situation für palästinensische Flüchtlinge aus Syrien in Gebieten unter Regierungskontrolle [a-12130-2], 27. Juni 2023
https://www.ecoi.net/de/dokument/2095279.html
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Beschwerden aufgrund andauernder Rationierung von Wasser sowie Unterbrechungen in der Wasserversorgung im Lager Sbeineh [Arabisch], 3. Dezember 2022
https://www.actionpal.org.uk/ar/post/18137/%D9%85%D8%AC%D9%85%D9%88%D8%B9%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D9%85%D9%84-%D9%85%D9%86-%D8%A3%D8%AC%D9%84-%D9%81%D9%84%D8%B3%D8%B7%D9%8A%D9%86%D9%8A%D9%8A-%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A9/%D8%B4%D9%83%D9%88%D9%89-%D9%85%D9%86-%D8%AA%D9%82%D9%86%D9%8A%D9%86-%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%8A%D8%A7%D9%87-%D8%A7%D9%84%D8%B7%D9%88%D9%8A%D9%84-%D9%88%D8%A7%D9%86%D9%82%D8%B7%D8%A7%D8%B9%D9%87%D8%A7-%D9%81%D9%8A-%D9%85%D8%AE%D9%8A%D9%85-%D8%B3%D8%A8%D9%8A%D9%86%D8%A9
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Bewohner·innen des Lagers Sbeineh ohne Zugang zu Wasser aufgrund defekter Wasserpumpe [Arabisch], 25. September 2023
https://www.actionpal.org.uk/ar/post/19464/%D9%85%D8%AC%D9%85%D9%88%D8%B9%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D9%85%D9%84-%D9%85%D9%86-%D8%A3%D8%AC%D9%84-%D9%81%D9%84%D8%B3%D8%B7%D9%8A%D9%86%D9%8A%D9%8A-%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A9/%D9%85%D8%B6%D8%AE%D8%A9-%D9%85%D9%8A%D8%A7%D9%87-%D9%85%D8%B9%D8%B7%D9%84%D8%A9-%D8%AA%D8%AD%D8%B1%D9%85-%D8%A3%D9%87%D8%A7%D9%84%D9%8A-%D9%85%D8%AE%D9%8A%D9%85-%D8%B3%D8%A8%D9%8A%D9%86%D8%A9-%D9%85%D9%86-%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%A7%D8%A1
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Teile des Sbeineh-Camps seit mehr als einem Monat ohne Telefon- und Internetverbindung [Arabisch], 29. Dezember 2023
https://www.actionpal.org.uk/ar/post/19879/%D9%85%D8%AC%D9%85%D9%88%D8%B9%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D9%85%D9%84-%D9%85%D9%86-%D8%A3%D8%AC%D9%84-%D9%81%D9%84%D8%B3%D8%B7%D9%8A%D9%86%D9%8A%D9%8A-%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A9/%D8%A3%D8%AD%D9%8A%D8%A7%D8%A1-%D9%85%D9%86-%D9%85%D8%AE%D9%8A%D9%85-%D8%B3%D8%A8%D9%8A%D9%86%D8%A9-%D8%A8%D8%AF%D9%88%D9%86-%D8%A7%D8%AA%D8%B5%D8%A7%D9%84%D8%A7%D8%AA-%D9%88%D8%A5%D9%86%D8%AA%D8%B1%D9%86%D8%AA-%D9%85%D9%86%D8%B0-%D8%A3%D9%83%D8%AB%D8%B1-%D9%85%D9%86-%D8%B4%D9%87%D8%B1
· AGPS - Action Group for Palestinians of Syria: Lager Khan Eshieh – Beschwerden über die Verschlechterung der Gesundheitsdienste im UNRWA-Gesundheitszentrum [Arabisch], 31. Juli 2024
https://www.actionpal.org.uk/ar/post/20528/%D8%A2%D8%AE%D8%B1-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D8%AE%D8%A8%D8%A7%D8%B1/%D9%85%D8%AE%D9%8A%D9%85-%D8%AE%D8%A7%D9%86-%D8%A7%D9%84%D8%B4%D9%8A%D8%AD-%D8%B4%D9%83%D8%A7%D9%88%D9%89-%D9%85%D9%86-%D8%AA%D8%AF%D9%87%D9%88%D8%B1-%D8%A7%D9%84%D8%AE%D8%AF%D9%85%D8%A7%D8%AA-%D8%A7%D9%84%D8%B7%D8%A8%D9%8A%D8%A9-%D9%81%D9%8A-%D9%85%D8%B3%D8%AA%D9%88%D8%B5%D9%81-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D9%88%D9%86%D8%B1%D9%88%D8%A7
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: Khan Eshieh Camp – Beschwerden über stundenlange Stromausfälle aufgrund von gestohlenen Kabeln [Arabisch], 9. November 2024
https://www.actionpal.org.uk/ar/post/20806/%D8%A2%D8%AE%D8%B1-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D8%AE%D8%A8%D8%A7%D8%B1/%D9%85%D8%AE%D9%8A%D9%85-%D8%AE%D8%A7%D9%86-%D8%A7%D9%84%D8%B4%D9%8A%D8%AD-%D8%B4%D9%83%D8%A7%D9%88%D9%89-%D9%85%D9%86-%D8%A7%D9%86%D9%82%D8%B7%D8%A7%D8%B9-%D8%A7%D9%84%D9%83%D9%87%D8%B1%D8%A8%D8%A7%D8%A1-%D9%84%D8%B3%D8%A7%D8%B9%D8%A7%D8%AA-%D8%B7%D9%88%D9%8A%D9%84%D8%A9-%D9%86%D8%AA%D9%8A%D8%AC%D8%A9-%D8%B3%D8%B1%D9%82%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%83%D8%A7%D8%A8%D9%84%D8%A7%D8%AA
· AGPS – Action Group for Palestinians of Syria: E-Mail Auskunft, 16. November 2024
· Al Jazeera: Palestinian Authority blocks 11 news websites, 15. Juni 2017
https://www.aljazeera.com/news/2017/6/15/palestinian-authority-blocks-11-news-websites
· Al Jazeera: Palästinensische Lager in Jordanien, Syrien und im Libanon – Flüchtlinge in benachbarten Ländern [Arabisch], 13. November 2023
https://www.aljazeera.net/encyclopedia/2023/11/13/%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%AE%D9%8A%D9%85%D8%A7%D8%AA-%D8%A7%D9%84%D9%81%D9%84%D8%B3%D8%B7%D9%8A%D9%86%D9%8A%D8%A9-%D9%81%D9%8A-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D8%B1%D8%AF%D9%86-%D9%88%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A7
· Palestinian Information Center (The): Khan Eshieh-Camp für palästinensische Flüchtlinge in Syrien – Wasser ist der Grund für schwere Krise [Arabisch], 18. Mai 2023
https://palinfo.com/news/2023/05/18/837113/
· Palestinian Refugees Portal: Khan Eshieh leidet weiterhin aufgrund von Ausfällen der Strom- und Wasserversorgung [Arabisch], 2. Juli 2024
https://refugeesps.net/post/28178/%D8%A7%D8%B3%D8%AA%D9%85%D8%B1%D8%A7%D8%B1-%D9%85%D8%B9%D8%A7%D9%86%D8%A7%D8%A9-%D9%85%D8%AE%D9%8A%D9%85-%D8%AE%D8%A7%D9%86-%D8%A7%D9%84%D8%B4%D9%8A%D8%AE-%D8%A8%D8%B1%D9%8A%D9%81-%D8%AF%D9%85%D8%B4%D9%82-%D8%A8%D8%B3%D8%A8%D8%A8-%D8%A7%D9%86%D9%82%D8%B7%D8%A7%D8%B9-%D8%A7%D9%84%D9%83%D9%87%D8%B1%D8%A8%D8%A7%D8%A1-%D9%88%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%8A%D8%A7%D9%87
· Syria TV: Der Ort ist am Rande der Katastrophe – Abwasser fließt auf den Straßen und dringt in die Häuser in Sbeineh in Rif Dimashq ein [Arabisch], 28. April 2024
https://www.syria.tv/%D8%A7%D9%84%D8%A8%D9%84%D8%AF%D8%A9-%D8%B9%D9%84%D9%89-%D8%B4%D9%81%D8%A7-%D9%83%D8%A7%D8%B1%D8%AB%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%B5%D8%B1%D9%81-%D8%A7%D9%84%D8%B5%D8%AD%D9%8A-%D9%8A%D8%AA%D8%B3%D8%B1%D8%A8-%D8%A5%D9%84%D9%89-%D8%B4%D9%88%D8%A7%D8%B1%D8%B9-%D9%88%D9%85%D9%86%D8%A7%D8%B2%D9%84-%D8%A7%D9%84%D8%B3%D8%A8%D9%8A%D9%86%D8%A9-%D8%A8%D8%B1%D9%8A%D9%81-%D8%AF%D9%85%D8%B4%D9%82
· Syria TV: Abwasser flutet Häuser in Sbeineh in Rif Dimashq [Arabisch], 9. September 2024
https://www.syria.tv/%D9%85%D9%8A%D8%A7%D9%87-%D8%A7%D9%84%D8%B5%D8%B1%D9%81-%D8%A7%D9%84%D8%B5%D8%AD%D9%8A-%D8%AA%D8%BA%D9%85%D8%B1-%D9%85%D9%86%D8%A7%D8%B2%D9%84-%D8%A7%D9%84%D8%B3%D8%A8%D9%8A%D9%86%D8%A9-%D8%A8%D8%B1%D9%8A%D9%81-%D8%AF%D9%85%D8%B4%D9%82
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Sbeineh Camp, ohne Datum (a)
https://www.unrwa.org/where-we-work/syria/sbeineh-camp
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Khan Eshieh Camp, ohne Datum (b)
https://www.unrwa.org/where-we-work/syria/khan-eshieh-camp
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Where we work – Syria, August 2022
https://www.unrwa.org/where-we-work/syria
Anhang: Quellenbeschreibungen und Informationen aus ausgewählten Quellen
Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA) ist ein Hilfsprogramm der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in Gaza und Amman, das Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten unterstützt.
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Sbeineh Camp, ohne Datum (a)
https://www.unrwa.org/where-we-work/syria/sbeineh-camp
„Sbeineh camp is situated beside Sbeineh town, 14 km south of Damascus and was established in 1948. […] In 2013, the entire camp population, which originally comprised of 22,600 residents, was displaced due to the military encounters that took place inside the camp. Many families were accommodated in UNRWA’s IDP shelters, and many are reported to have also fled the country. The camp remained closed to civilians for almost four years and houses and infrastructure were damaged in the fighting.
In September 2017, refugees were able to return to their homes. All UNRWA installations were in need of repairs. The agency, with support of funding from donors, focussed on rehabilitation of the damaged installations and by 2018, all UNRWA installations were rehabilitated, including three school premises, the sanitation office, the social workers’ office, the food distribution centre, the health centre and the community centre. The Agency also provided support to Palestine refugees through water trucking and carried out removal of rubble from the main streets and by lanes.
More than 16,000 of the original 22,600 residents who used to live in the camp before the crisis have returned to the camp as of March 2021 and another 4,000 live in the area around the camp and access UNRWA services in the camp. As of the 2021-2022 school year, there are more than 3,584 children enrolled at six UNRWA schools.
UNRWA INSTALLATIONS:
· Six double-shift schools in three school premises
· One sanitation office
· One social workers office
· One food distribution centre
· One health centre
· One community centre
PROGRAMMES IN THE CAMP:
· Emergency assistance
· Health
· Education
· Relief and Social Services
· ICIP [Infrastructure and Camp Improvement programme]/sanitation
· Microfinance
· Protection“ (UNRWA, ohne Datum (a))
· UNRWA – United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East: Khan Eshieh Camp, ohne Datum (b)
https://www.unrwa.org/where-we-work/syria/khan-eshieh-camp
„Khan Eshieh camp lies beside the ancient ruins of Khan Eshieh, 27 km south-west of Damascus. […]
Before the conflict in Syria, the camp was home to more than 20,000 Palestine refugees. Due to the fighting in the nearby farms, the population in the camp dropped to appx 2,000 individuals in 2016. Since then, the refugees have started to return and as of 2022, a total of 16,000 Palestine refugees are residing inside the camp.
Throughout the crisis, UNRWA strived to maintain support to Palestine refugees through limited services offered in its three schools, a health clinic, a community centre and a sanitation office. The Agency’s work was impeded by the fact that between 2013 and 2016, humanitarian access to Khan Eshieh was constrained, with no medical supplies being allowed into the camp. This lack of access meant that Palestine refugees travelled long distances to UNRWA distribution centres in Sahnaya gathering or Khan Dunoun camp to receive assistance. Houses and infrastructure in the camp were severely affected including UNRWA installations. Two UNRWA schools and the community centre were almost razed to the ground. In December 2016, UNRWA was able to access the camp and able to begin rehabilitation of some of its installations. Residents have also slowly started to return, with the camp now accommodating 16,000 people. […]
UNRWA INSTALLATIONS:
· Four double-shift schools in two buildings, which were both rehabilitated in 2017 and 2018
· Two destroyed school buildings
· One food distribution centre (did not need rehabilitation)
· One health centre (rehabilitated in 2017)
· One Community Centre (completely destroyed): UNRWA services are provided in a rented community centre
· One Kindergarten
· One Sanitation Office
· One Social Worker Office (needs rehabilitation)
PROGRAMMES IN THE CAMP:
· Emergency assistance
· Health
· Education
· Relief and Social Services
· ICIP [Infrastructure and Camp Improvement programme]/sanitation
· Microfinance
· Protection” (UNRWA, ohne Datum (b))