Anfragebeantwortung zu Afghanistan: Lage von Personen mit Tätowierungen (insbesondere christlichen Symbolen); Lage von Personen, die einen westlichen Lebensstil führen bzw. westliche Lokalen oder Geschäfte betreiben (u.a. auch von Künstlern, Musikern oder Personen in binationalen Beziehungen) [a-10011-1]

8. Februar 2017

Das vorliegende Dokument beruht auf einer zeitlich begrenzten Recherche in öffentlich zugänglichen Dokumenten, die ACCORD derzeit zur Verfügung stehen sowie gegebenenfalls auf Expertenauskünften, und wurde in Übereinstimmung mit den Standards von ACCORD und den Common EU Guidelines for processing Country of Origin Information (COI) erstellt.

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Wir empfehlen, die verwendeten Materialien im Original durchzusehen. Originaldokumente, die nicht kostenfrei oder online abrufbar sind, können bei ACCORD eingesehen oder angefordert werden.

Lage von Personen mit Tätowierungen (insbesondere christlichen Symbolen)

In einer älteren Anfragebeantwortung vom Juni 2014 zum Thema „kreuzförmige Narben“ zitiert die Staatendokumentation des österreichischen Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA) eine E-Mail-Auskunft einer anonymen afghanischen Quelle vom Juni 2014, derzufolge Afghanen aus verschiedenen Gründen Narben bzw. Tätowierungen haben könnten. Männer würden dies tun, weil es modisch sei oder um ein Ereignis in ihrem Leben festzuhalten. So stelle ein Kreuz kein Zeichen des Christentums oder Ähnliches dar. Dies sei normalerweise eine persönliche Entscheidung und (nur) die Person, die es trage, kenne für gewöhnlich die Bedeutung des Motivs. Die anonymen Quelle erklärt, sie glaube nicht, dass eine solche Narbe bzw. Tätowierung einen Grund für Verfolgung darstellen würde. Dennoch könne derlei zu einem Problem für die betreffende Person werden und manche Konservativen könnten die Person zur Rede stellen und nach einer Erklärung verlangen bzw. nach dem Grund für die Narbe bzw. Tätowierung fragen:

„Afghans do have a scars/tattoos for various reasons. Rural women has it for beauty purposes. Men has it for fashion and sometimes has it for the purpose of remembering an event in their life. Therefore, a cross wouldn't be a sign of Christianity or something like that..... It is usually a personal choice and the person who has it usually know the meaning behind it. Also, I do not think it can be a reason of prosecution but it can create a problem for him if he has cross like tattoo and some conservatives may ask him for explanation and the reason behind having this.” (Anonyme afghanische Quelle, 23. Juni 2014, zitiert nach Staatendokumentation, 24. Juni 2014)

Die Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) schreibt in einem älteren Artikel vom Dezember 2014, dass seit dem Fall des Taliban-Regimes 2001 und der von den USA angeführten Nato-Intervention Tätowierungen Beliebtheit erlangt hätten, die durch internationale Musikstars, Sportler und US-Soldaten (die häufig Tattoos tragen würden) inspiriert seien. Viele Muslime würden allerdings Tätowierungen als etwas nach islamischem Recht Verbotenes ansehen, und einige Mullahs würden Tätowierungen extrem kritisch gegenüber stehen und sie als Verstümmelung des menschlichen Körpers betrachten. Nach 2011 seien zwar einige Tätowierstudios in Kabul eröffnet worden und hätten öffentlich für ihre Dienste geworben. Doch religiöse Führer hätten sich darüber beschwert, und die Regierung habe die Schließung dieser Studios verfügt. Der Artikel zitiert einen Tattoo-Künstler, der heimlich Tätowierungen steche, da es illegal sei, ein Tattoo-Studio zu haben. Er habe Freunde, die früher Tattoo-Studios gehabt hätten, dann jedoch verhaftet und deren Geschäfte geschlossen worden seien. Ihm zufolge würden Menschen mit Tätowierungen auf dem Arm diese verbergen. Der Artikel zitiert einen Interviewpartner mit Tattoo, der meine, er würde draußen stets langärmliges Gewand tragen und habe Angst, dass die Aufständischen seinen Arm wegen der Tätowierung abhacken würden. Laut einem interviewten Mullah, der eine Moschee in West-Kabul leite, seien Tätowierungen unislamisch und die meisten Leute würden Tätowierungen hassen und sich über deren Träger lustig machen. Tattoos seien Teil der westlichen Kultur und es gebe keinen Platz dafür in Afghanistan:

„Exposure to Western culture since 2001 has transformed Afghanistan's previously isolated society, and a love of tattoos has taken hold - despite inking parlours being illegal. Under the Taliban's tough 1996-2001 regime, personal fashion statements were outlawed and police squads patrolled the streets looking for men who had beards that were too short or hair that was too long. Now, 13 years after the Taliban were ousted, young men in Kabul, Herat and other cities wear skinny jeans and embroidered jackets, and take pride in elaborate hairstyles sculpted with thick gel. Tattoos have also become popular, influenced by international music stars, sports heroes -- and US soldiers -- who often display elaborate body art. The practice is one unexpected legacy of the US-led NATO intervention in Afghanistan, which ends its fighting role against the Taliban on December 31. Many Muslims consider tattoos to be forbidden under Islamic law, and some mullahs in Afghanistan are fiercely critical, describing it as a mutilation of the human body. Faced with such opposition, getting a tattoo requires determination, ingenuity and inside knowledge. ‘It is illegal to have a tattoo shop. I do it in secret and if the government finds out about me they might come and arrest me,’ Reza Yousifi, 19, an underground tattoo artist in Kabul, told AFP [Agence France-Presse]. ‘My friends who are tattoo artists previously had shops but they were arrested and their shops were closed.’ Yousifi, who has a tattoo from the X-Men movies on his arm, first developed his passion while living in Iran as a refugee and then became a skilled artist himself. He uses his friend's male beauty salon in a shopping mall as cover to avoid the attentions of the authorities, keeping his tools hidden at home and only taking them to the salon when he has a client. After 2001, a number of tattoo parlours set up in Kabul, openly advertising their business as Afghans hungrily adopted outside fashions and customs. But religious leaders complained, and the government shut them down. ‘It is considered a sin in Islam to have a tattoo,’ said Yousifi. ‘People who have tattoos on their arms hide them under their sleeves, but despite that it is rapidly growing in popularity.’ […]

At a claustrophobic basement gym echoing with the noise of clanking weights, one in every three men has a tattoo. The designs range from tribal patterns, star signs and names to dragons, swords and eagles. ‘My tattoo shows barbed wire with a bird flying out of it. For me, it means freedom,’ said Basir. In the gym, they proudly show their decorated muscles, but they know that outside a tattoo could bring trouble. ‘When I go outside, I wear long sleeves,’ Basir said. ’The insurgents cut off people's fingers for voting, so I am afraid they might cut my arm for a tattoo.’ With the international presence in Afghanistan falling fast, the future direction of Afghan society is uncertain after the tumultuous experience of recent years. For some mullahs, the end of NATO's war is a chance to re-establish traditional values and end the baleful influence of the West. ’Tattooing is un-Islamic and most people hate it and make fun of those who do it,’ said Mullah Abdul Latif, leader of a mosque in west Kabul. ’It is a Western culture. There is no room for it here.’ (AFP, 21. Dezember 2014)

Es konnten zu den obengenannten Fragen keine weiteren Informationen gefunden werden.

Lage von Personen mit westlicher Lebensweise bzw. westlichen Lokalen (u.a. auch Künstlern, Musikern oder Personen in binationalen Beziehungen)

Das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UN High Commissioner for Refugees, UNHCR) äußert sich in seinen im April 2016 veröffentlichten Richtlinien zur Feststellung des internationalen Schutzbedarfs afghanischer Asylsuchender folgendermaßen über die Lage von Personen, die als „verwestlicht“ wahrgenommen würden:

„Berichten zufolge werden Personen von regierungsfeindlichen Kräften angegriffen, die vermeintlich Werte und/oder ein Erscheinungsbild angenommen haben, die mit westlichen Ländern in Verbindung gebracht werden, und denen deshalb unterstellt wird, die Regierung und die internationale Gemeinschaft zu unterstützen. Es liegen Berichte über Personen vor, die aus westlichen Ländern nach Afghanistan zurückkehrten und von regierungsfeindlichen Gruppen als ‚Ausländer‘ oder vermeintliche für ein westliches Land tätige Spione gefoltert oder getötet wurden. Ähnlich kann Personen mit Profilen gemäß 1.e (Mitarbeiter von humanitären Hilfs- und Entwicklungsorganisationen) und 1.i (Frauen im öffentlichen Leben) von regierungsfeindlichen Gruppen zur Last gelegt werden, Werte und/oder ein Erscheinungsbild übernommen zu haben, die mit westlichen Ländern in Zusammenhang gebracht werden. Auch aus diesem Grund können sie Opfer von Angriffen werden.“ (UNHCR, 19. April 2016, S. 46-47)

Die afghanische Internetzeitung Khaama Press (KP) berichtet im Oktober 2015, dass die Taliban in einer Pressemitteilung die privaten Fernsehsender 1TV und Tolo zu militärischen Zielen (der Taliban) erklärt hätten und diese vor Anschlägen gewarnt hätten. Die beiden Sender würden die „Speerspitze“ unter den „Propagandanetzwerken“ bilden, deren Aufgabe es sei, die intellektuelle und kulturelle Invasion durch die „Ungläubigen“ zu fördern. Mithilfe der Amerikaner würden diese Netzwerke „gefährliche“ Dinge in die Köpfe junger Afghanen einpflanzen wie etwa fehlende Religiosität, Unmoral, Gewalt, Glücksspiel und den gemischten Umgang von Männern und Frauen im Alltag:

„Taliban have warned attacks on 1TV and Tolo private TV channels operating from Kabul with sub offices and reporters in a number of provinces.

A statement published on Taliban website accuses the two TV channels for propagating against them.

‘Tolo and 1 TV channels are spearheads among these propaganda networks tasked with promoting the intellectual, cultural and information invasion of the infidels in Afghanistan. These networks with the complete backing of the Americans ridicule our religious and cultural norms, encourage obscenity and lewdness, inject the minds of youth with dangerous substances such as irreligiousness, immorality, violence, gambling, intermixing and profanity and specifically spread propaganda filled with hate and open enmity against Jihad and Mujahideen.’ The press release states.

It warns that 1TV and Tolo are now military objectives for Taliban.” (KP, 12. Oktober 2015)

Der US-Nachrichtensender CNN berichtet im April 2016, dass die Taliban nun begonnen hätten, offen gegen JournalistInnen vorzugehen. So seien im Jänner 2016 sieben MitarbeiterInnen des afghanischen Senders Tolo auf dem Weg von der Arbeit nach Hause bei einem Selbstmordanschlag auf ihren Minibus getötet worden. Weitere 26 Menschen seien dabei verletzt worden. Unter den Getöteten hätten sich auch Personen befunden, die an der Castingshow „Afghan Star“ mitgewirkt hätten. Aryana Sayeed, ein Jurymitglied von Afghan Star, das den Großteil ihres Lebens in London verbracht habe, habe bemerkt, dass sich Kabul noch nie so gefährlich angefühlt habe wie jetzt:

„After years of threatening the media, the Taliban has begun to openly target journalists, and TOLO has been hit the hardest.

Seven of the channel's employees, including some working on TOLO's version of American Idol -- Afghan Star -- were killed on January 20 as they were ferried home from work when a suicide bomber targeted their minibus. Another 26 people were left injured by the attack. […]

Aryana Sayeed, a judge on the show, lived in London most of her life. There it was OK to dress the way she is now, and doing so did not get her death threats on social media.

She repeats a common refrain about the city, that Kabul has never felt so dangerous as it does now.” (CNN, 21. April 2016)

Wie die Nachrichtenagentur Reuters bemerkt, hätten die Taliban am Tag nach dem Anschlag auf die MitarbeiterInnen von Tolo, zu dem sie sich bekannt hätten, Medienorganisationen davor gewarnt, „Unmoral“ und fremde Kultur zu verbreiten:

„The Taliban warned media organizations on Thursday not to promote immorality and foreign cultures a day after claiming responsibility for killing seven journalists for the country's most-watched television channel. The suicide car bomb attack in Kabul rush hour traffic on Wednesday was condemned by governments, human rights groups and rival news organizations as an assault on press freedom. The Taliban said they targeted Tolo TV, Afghanistan's largest private television channel, because it was producing propaganda for the U.S. military and its allies.Tolo was attacked for ‘promoting obscenity, irreligiousness, foreign culture and nudity,’ the Taliban said in a statement.” (Reuters,

Ein im Februar 2016 veröffentlichter Artikel des von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) herausgegebenen Magazins „Sicherheitsgemeinschaft“ gibt Aussagen einer 1990 in Kandahar geborenen und in Afghanistan tätigen Künstlerin wieder:

„Künstler zu sein ist heute eine Herausforderung, besonders in Afghanistan. Für Frauen bedeutet es eine doppelte Herausforderung. In Afghanistan denkt man, eine Frau sollte zuhause bleiben. Selbst für Männer ist es schwierig, von ihren Familien als Künstler akzeptiert zu werden.“ (OSZE, Februar 2016)

Anfang Jänner 2016 berichtet die britische Tageszeitung Guardian über einen Selbstmordanschlag auf ein französisches Lokal in Kabul, dessen Eigentümer Afghane sei und das häufig von Ausländern und wohlhabenden Afghanen frequentiert werde. Dabei seien zwei Personen getötet und 15 weitere verletzt worden:

A Taliban suicide car-bomber struck a French restaurant popular with foreigners in Kabul, killing two people in a New Year’s Day attack that marks the latest in a series of brazen insurgent assaults.

Fifteen others were wounded in the attack on the Afghan-owned Le Jardin, which left the building engulfed in flames. […]

Security forces cordoned off the area and firefighters and ambulances were seen rushing to the restaurant, which sports a large garden festooned with rose bushes and is a popular venue with foreigners and wealthy Afghans.” (Guardian, 1. Jänner 2016)

Die US-Tageszeitung Washington Post berichtet in einer Reportage vom August 2014 über das „Art Café“ in Kabul, einem von einer Reihe von Lokalen, die im Westen der Stadt eröffnet hätten und eine Mischung aus StudentInnen, KünstlerInnen, JournalistInnen und anderen jungen gebildeten Menschen anziehen würden. Im August 2016 sei dort die Polizei eingefallen und habe Leute im Lokal gepackt und herumgeschubst, einigen Frauen sexuelle Obszönitäten zugerufen und einige der Männer ins Polizeihauptquartier mitgenommen, wo ihnen ihr langes Haar abgeschnitten worden sei. Letzteres sei eine Form der Strafe, wie sie früher von der Religionspolizei der Taliban angewendet worden sei. Das Innenministerium habe sich indes wegen dieses Vorfalls offenbar beschämt gezeigt. Nach Beschwerden durch zivilgesellschaftliche Gruppen hätten Medien berichtet, dass einige der am Vorfall beteiligten Beamten verhaftet worden seien. Ein Ministeriumsvertreter habe von einem „Missverständnis“ gesprochen. Wie die Washington Post weiter bemerkt, würden muslimische Kleriker häufig vor den Gefahren warnen, die westliche Einflüsse auf junge Personen hätten. Doch in den großen Städten wie Kabul, Herat und Mazar-e Sharif hätten sich viele junge Menschen Zufluchtsorte geschaffen, wo sie ungehindert reden, flirten und sich zu Themen wie Politik, aber auch Liebe, austauschen könnten. In Kabul würden sich Lokale wie das Art Café auf den westlichen Stadtteil beschränken, der vor allem von schiitischen Hazara besiedelt sei:

„In one curtained room, half a dozen young men and women huddle on cushions, smoking hookahs and chatting. In the next, a troubadour strums a guitar and sings protest songs for a party of high school soccer players. In a cubicle between, customers take turns kneeling to say their prayers.

Welcome to Kabul’s Art Cafe and Restaurant, the latest front line in a seesawing urban culture war between a post-Taliban, Internet-savvy generation that wants to push the limits of democratic freedom and a deeply conservative Muslim establishment that is determined to preserve its traditions — especially the segregation of the sexes.

The Art Cafe is one of a cluster of hip hangouts that have opened in a busy commercial section of west Kabul in the past year, attracting a mix of students, artists, journalists and other young sophisticates. Police have kept a watchful eye for alcohol and other infractions, but until last week, there had been no serious confrontations.

Then, at 4 p.m. on Aug. 9, a squad of police burst into the cafe with guns drawn and started grabbing and shoving people. According to the co-owner and several witnesses, they shouted sexual insults at some of the women and hustled some of the men off to police headquarters, where their long hair was cut off — a punishment once meted out by the Taliban religious police. […]

But if the city police were trying to enforce an obsolescing moral code, their superiors at the Interior Ministry were apparently embarrassed by the incident. After complaints from civic groups, Afghan news outlets reported that some of the officers involved were arrested, and Wednesday, a delegation of ministry officials visited the cafe to work things out.

‘It was all a misunderstanding,‘ said one official, who spoke on the condition of anonymity, as he left the premises surrounded by half a dozen police guards. Repeated efforts to reach officials and spokesmen for the Kabul police were unsuccessful.

The misunderstanding, though, runs much deeper than ham-handed police vigilantism. The collapse of the Taliban in 2001 and the advent of Western ideas, aid and technology have opened an isolated Islamic society to the modern world. The impact has been especially pronounced in the capital and other large cities, with colleges and jobs for those who learn English and computer skills.

Conflict has been inevitable, often between parents and grown children who seek to marry for love, try to date or simply want to spend time in a mixed-gender environment — all of which are strictly prohibited by Afghan social and religious codes. Muslim clerics often warn of the dangers of Western influence on the young.

‘We are extremely concerned about the spread and infiltration of foreign culture in our society,‘ said Enayatullah Balegh, a member of the national council of Muslim clergy. ‘There is a big distinction between Islamic culture and others in the way we dress and interact with each other. Islam favors modern development and science but not immoral and corrupt behavior.‘ […]

But in large northern cities such as Kabul, Herat and Mazar-e Sharif, many young people have found sanctuaries such as the Art Cafe where they can talk, flirt and express themselves freely about politics and social change as well as love.

On Wednesday, Naser Royan, 27, held a young audience spellbound as he sang a series of original folk songs to an urgent guitar rhythm. One ballad beckoned listeners to visit the ‘reality‘ of Afghan life occurring under city bridges where opium addicts gather. Another was about a girl in Italy who was killed protesting against injustice.

In the hookah room next door, young men and women sat close and laughed with a carefree intimacy that would have shocked many older Afghans. Yet they all described themselves as observant Muslims, and most of them periodically left the room to pray. […]

But there is another dimension to this trend that highlights the differences between ethnic and religious groups in Afghanistan. In Kabul, places such as the Art Cafe are confined mostly to the city’s western district, a redoubt of its Shiite Muslim and ethnic Hazara minority; both Herat and Mazar-e Sharif have large Shiite populations.” (Washington Post, 16. August 2014)

Informationen zur Lage von MusikerInnen in Afghanistan entnehmen Sie bitte unserer Anfragebeantwortung vom a-9728-v2 vom Juli 2016:

·      ACCORD - Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Afghanistan: 1) Allgemeine Situation von MusikerInnen; 2) Situation von MusikerInnen in der Provinz Kapisa [a‑9728-v2] (siehe Kopie im Anhang)

 

Es wurden keine weiteren Informationen zu dieser Frage gefunden.

 

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Quellen: (Zugriff auf alle Quellen am 8. Februar 2017)

·      ACCORD - Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation: Afghanistan: 1) Allgemeine Situation von MusikerInnen; 2) Situation von MusikerInnen in der Provinz Kapisa [a‑9728-v2] (siehe Kopie im Anhang)

·      AFP - Agence France-Presse: Tattoos embody Afghan social revolution, but critics push back, 21. Dezember 2014 (verfügbar auf Factiva)

·      Anonyme afghanische Quelle: E-Mail-Auskunft, 23. Juni 2014 (zitiert nach Staatendokumentation: Anfragebeantwortung der Staatendokumentation; Afghanistan; Kreuzförmige Narben, 24. Juni 2014)

·      CNN: Reporters under fire: Afghan TV station weathers constant Taliban threat, 21. April 2016
http://edition.cnn.com/2016/04/19/asia/tolo-tv-afghanistan/

·      Guardian: Kabul restaurant hit by deadly suicide car bombing, 1. Jänner 2016
https://www.theguardian.com/world/2016/jan/01/kabul-restaurant-hit-by-deadly-suicide-car-bombing

·      KP - Khaama Press: Turning gun on media: Taliban warn attacks on 1TV and Tolo TV channels, 12. Oktober 2015
http://www.khaama.com/turning-gun-on-media-taliban-warn-attacks-on-tolo-and-1tv-channels-3979

·      OSZE – Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa: Eine neue afghanische Künstlergeneration: Das Kabul Art Project. In: Sicherheitsgemeinschaft, Ausgabe 3-4/2015, Februar 2016
http://www.osce.org/de/magazine/228611

·      Reuters: Taliban warns TV station staff not to promote immorality after attack, 21. Jänner 2016
http://www.reuters.com/article/us-afghanistan-taliban-idUSKCN0UZ1RF

·      UNHCR - UN High Commissioner for Refugees: UNHCR-Richtlinien zur Feststellung des internationalen Schutzbedarfs afghanischer Asylsuchender, 19. April 2016 (verfügbar auf ecoi.net)
https://www.ecoi.net/file_upload/90_1471846055_unhcr-20160419-afg-richtlinien-de.pdf

·      Washington Post: Kabul cafe is a front line in a war over culture and social mores in Afghanistan, 16. August 2014
https://www.washingtonpost.com/world/asia_pacific/kabul-cafe-is-a-front-line-in-a-war-over-culture-and-social-mores-in-afghanistan/2014/08/14/5d72f972-23b5-11e4-8b10-7db129976abb_story.html?utm_term=.6a1e04ede6e5

 

 

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