a-3779 (ACC-ALG-3779)

Nach einer Recherche in unserer Länderdokumentation und im Internet können wir Ihnen zu oben genannter Fragestellung Materialien zur Verfügung stellen, die unter anderem folgende Informationen enthalten:

 

Folgende Quellen geben einen allgemeinien Überblick über die Lage in Algerien:

 

Homepage von algeria-watch: http://www.algeria-watch.de/index.html

 

Besonders hervorzuheben sind die Infomappen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten erschienen sind: http://www.algeria-watch.de/de/infomap/infomap.htm

 

UNHCR/ACCORD: Algeria Country Report, 7th European Country of Origin Information Seminar Berlin, 11-12 June 2001: http://www.ecoi.net/pub/mv99_cois2001-alg.pdf

 

UK Home Office Country-Report, Oktober 2003, Abschnitt 4: http://www.ind.homeoffice.gov.uk/default.asp?PageId=164

Amnesty International Jahresbericht 2003: http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/c1070c04ee5add56c12567df002695be/80b443d8ea50e5a7c1256d320038a89b?OpenDocument

 

Al-Takfir wa-l Hijra

 

Das Innenministerium Nordrhein-Westfalen (IM-NRW) schreibt auf seiner Homepage unter dem Stichwort ’Al-Takfir wa l-Hijra’ zur Entstehung und Aktivitäten dieser Strömung in Ägypten:

 
“Bei ’Al-Takfir wa l-Hijra’ (TwH) handelt es sich um eine in der gesamten islamischen Welt verbreitete militant-islamistische Strömung, deren Anhänger in Anlehnung an die Ideologie von Sayyid Qutb die bestehenden Staatsordnungen ihrer Herkunftsländer als unislamisch bekämpfen. Die TwH entstand zu Beginn der 1970er Jahre in Ägypten, wo sie sich vor allem an den Universitäten etablierte. Im Zentrum ihrer Aktivitäten stand die praktische Unterstützung ihrer studentischen Anhängerschaft in Form von kostenlosen Fahrdiensten zur Universität, der Vergabe von Stipendien und der Bereitstellung unentgeltlicher, medizinischer Versorgung. Von den Sympathisanten der Bewegung und Nutznießern ihrer sozialen Dienste wurde im Gegenzug ein frommes Verhalten sowie die optische Anpassung an die religiösen Normen der Bewegung verlangt - für Frauen galt die Schleierpflicht, Männer hatten Bärte zu tragen.“ (IM-NRW, Homepage)
 

Über die Organisation von ’Al-Takfir wa l-Hijra’, deren Verbot in Ägypten und den Einfluss ihrer Ideologie auf Gruppen in der arabischen Welt, darunter Algerien, berichtet das IM-NRW:

 
„In ihren Anfängen wurde die TwH als Organisation geführt. Als ihr Gründer gilt der 1942 in Assiut geborene Mustafa Shukri. 1977 löste die ägyptische Regierung die Organisation offiziell auf. Vorausgegangen waren zahlreiche Gewaltaktionen ihrer Anhänger seit 1974, die ihren Höhepunkt in der Ermordung des Ministers für Religiöse Stiftungen, Hussein Al-Dhahaby, hatten. Shukri sowie mehrere seiner Anhänger wurden dafür zum Tode verurteilt und im März 1978 hingerichtet. Die bis dahin streng hierarchisch strukturierte TwH bestand zwar fortan nicht mehr offiziell als Organisation, ihre Ideologie lebte aber fort. Sympathisanten der TwH bauten in den Folgejahren Kontakte nach Pakistan, in die Golfstaaten, in die Türkei, nach Syrien, Jordanien, Libyen, Sudan, Libanon und in die Maghrebstaaten, insbesondere Algerien, auf. Die Ideologie der TwH prägte eine Reihe militant-islamistischer Gruppierungen beziehungsweise Organisationen, wie die algerische GIA (’Groupes Islamiques Armés’ - ’Bewaffnete Islamische Gruppen’), die ägyptische ’Al-Jamaat al-Islamiyya’ und den ebenfalls ägyptischen ’Jihad Islami’. (IM-NRW, Homepage)
 

Weiters berichtet das IM-NRW vom Einfluss Usama Bin Laden auf die Verbreitung der Ideologie von ’Al-Takfir wa l-Hijra’ im Sudan:

 
„Das Gedankengut der TwH verbreitete sich im Sudan insbesondere unter dem Einfluss Usama Bin Ladens und seiner arabischen Afghanen, die in den 90er Jahren die sudanesischen Volksverteidigungskräfte (PFD) ideologisch unterwiesen und militärisch ausbildeten. Ihre Anhänger spalteten sich damals von den wahhabitisch ausgerichteten Ansar al-Sunna ab. Schätzungen zufolge gibt es allein im Sudan mehr als 1.000 Sympathisanten der TwH.“ (IM-NRW, Homepage)
 

Auf einer privaten US-amerikanischen Website namens Terrorist Watch wird die Takfir-Doktrin näher erläutert:

 
„The Takfir Doctrine: Ayman al-Zawahiri, Usama bin Laden’s top Lieutenant, formed the Egyptian terrorist group al Jihad, whose tenets embraced the Takfir wal Hijra ideology. The Takfir doctrine justifies not only the incomprehensibly brutal torture and murder of `infidels’ but also of Muslims who do not adhere to the Takfir doctrines. It is in actuality an Islamic fascism. Azzam Tamimi, director of the Institute of Islamic Political thought in London says of Zawahiri, "His ideas negate the existence of common ground with others". He also states “Zawahiri is al Qai’da’s ideologue now.” Zawahiri is considered by some intelligence analysts as the dominant influence which steered bin Laden and al Qaeda towards the adoption of  the Takfir ideology.“ (Terrorist Watch, Homepage)
 

In einer Presseaussendung der Bank of England findet sich in einer Liste von Personen und Organisationen, deren Konten wegen Verdacht auf terroristische Aktivitäten einzufrieren seien, auch der Eintrag „Al-Takfir and al-Hijra“, sowie 17 Personen, die als Mitglieder dieser Organisation angegeben werden. (Bank of England, 13.12.2002)

 

In einem Artikel von Mohammed M. Hafez über bewaffnete islamistische Bewegungen und politische Gewalt in Algerien, veröffentlicht im Middle East Journal im Herbst 2000, wird Takfir wal Hijra als eine jener Gruppierungen genannt, die Anfang der neunziger Jahre außerhalb der islamischen Heilsfront FIS geblieben sei, weil sie nicht geglaubt hätten, dass ein islamischer Staat durch Wahlen und Demokratie etabliert werden könne. (Hafez, 2000, S. 573)

 

Auf der deutschen Homepage des Menschenrechtsvereins „algeria-watch“ wird in einem Bericht, der auf einem Gespräch mit einem algerischen Flüchtling basiert, geschildert, wie bewaffnete Männer der GIA (groupes islamiques armés) und von "Hijra wa Takfir" ab 1994 über Gebiete in Algerien herrschten:

 
„In den Jahren 1994-1995 änderte sich das Bild. Die Männer, die zu den Waffen griffen, waren uns immer weniger bekannt. Wir wußten nicht, wo die FIS-Mitglieder aus unserer Gegend, die im Untergrund aktiv waren, sich befanden: manche gingen in die Berge, von anderen hörten wir, daß sie getötet worden waren, wieder andere waren festgenommen worden oder verschwunden. Es wurden immer mehr Menschen getötet, von denen wir nicht wußten, warum. Die Morde wurden immer willkürlicher. Für uns war klar, daß es keine FIS-Leute waren, sondern Extremisten, von denen manche aus Afghanistan kamen. Jetzt sprachen die Leute von den GIA (groupes islamiques armés) und von "Hijra wa Takfir". (1) Die meisten stammten auch nicht aus unseren Vierteln, manche allerdings waren uns als Kriminelle bekannt, als Männer, die sich nie für religiöse Belange interessiert hatten und die jetzt im Namen der Religion den Kampf führten. Die Bevölkerung distanzierte sich von ihnen. Diese bewaffneten Männer kontrollierten die Gegend, indem sie Straßensperren errichteten und entschieden, wer durchfahren durfte, wer Geld zu entrichten hatte, wer ermordet werden sollte. Sie hatten Listen mit Namen, auch Namen von Männern, die den Militärdienst absolviert hatten oder diesen antreten mußten. Sie haben die Leute aus den Häusern herausgeholt und liquidiert. Sie konnten sich frei bewegen, obwohl die Gendarmerie und die Militärkaserne in unmittelbarer Nähe waren. Genau das haben wir nicht verstanden. Die GIA-Männer waren gar nicht so zahlreich, herrschten aber über unsere Gegend: sie traten öffentlich auf, stolzierten mit ihren Waffen herum, setzten die Menschen unter Druck, verordneten das Kopftuch und verboten z.B. den Französischunterricht an Schulen. Später schlossen sogar die Schulen, da sie immer öfter angegriffen wurden. Im Gymnasium wurde mehrmals Feuer gelegt. Drei Monate lang waren die Schulen geschlossen.“ (algeria-watch, Homepage)
 

In der Fußnote zu „Hijra wa Takfir" geht algeria-watch näher auf die „Afghanen“ ein:

 
„1) Kleine extremistische Gruppierung, die die gesamte algerische Gesellschaft als nicht-muslimisch deklariert (takfir) und von daher die Notwendigkeit einer erneuten Auswanderung (hijra) der "wahren Muslime" propagiert. In dieser Gruppierung spielen die sogenannten Afghanen eine besondere Rolle. Als "Afghanen" werden zurückgekehrte Kriegsfreiwillige bezeichnet, die aus verschiedenen Ländern stammen und nach Afghanistan aufgebrochen sind, um dort am Krieg teilzunehmen. Dies geschah zum Teil mit der Unterstützung der jeweiligen Staaten. Diese "Kämpfer" wurden in Pakistan - nicht zuletzt durch den CIA militärisch und mit saudischer Hilfe ideologisch - ausgebildet. [Anm. v. algeria-watch]” (algeria-watch, Homepage)
 

In einem UNHCR CDR Background Paper on Refugees and Asylum Seekers from Algeria vom Oktober 1995 wird der wahrscheinliche Führer von At-Takfir wal-Hijra, Tayeb al-Afghani, genannt, sowie die Zusammensetzung der Gruppe aus algerischen Kämpfern, die in Afghanistan ausgebildet worden seien:

 
„Repentance and Flight - At-Takfir wal-Hijra: Founded: possibly in the early 1980s, and its leader is believed to be Tayeb al-Afghani. Described as a clandestine organization linked to an Egyptian group of the same name, and reportedly composed of Algerians who may have been trained by Afghan mujaheddin in Afghanistan. Their aims are said to be unclear, but it is assumed they supported the overthrow of the FLN-dominated government and the institution of an Islamic state (Office fédéral des réfugiés, octobre 1994).“ (UNHCR, 1995)
 

In einem auf der Homepage der Dalistan Organisation zitierten Artikel von James Bruce in Jane’s Intelligence Review über die arabischen Veteranen des Afghanistan-Krieges vom April 1995 wird erwähnt, dass die GIA für Morde an Ausländern und Intellektuellen rund um Algier verantwortlich sei.

 
“The main thrust of the Islamic revolution is currently in Algeria. The bloody civil war that erupted there in January 1992 when the army denied power to the Islamic Salvation Front (FIS) is spearheaded by the ’Afghans’. There are an estimated 1000-1500 of them and they form the core of the hard-line fundamentalists. The FIS has an armed wing, the Movement Islamic Army (MIA). The MIA appears to be increasingly split, with hardliners seeking to join forces with the radical Group Islamic Army (GIA) which has been primarily responsible for the killing of scores of foreigners and Algerian intellectuals in and around the capital. The MIA, on the other hand, largely confines its attacks to military and government targets. The western and eastern regions of Algeria are the domain of the MIA, while the GIA is strongest around Algiers.” (Bruce, 1. April 1995)
 

Die GIA sei von den „Afghanen“ dominiert, einer ihrer frühen Führer sei Tayeb al-Afghani gewesen:

 
“The GIA is dominated by the ’Afghans’. A key qualifications for any leader is that he must take part in operations in the field; this has drastically lowered the commander’s life expectancy. One of the GIA’s early leaders was Tayeb al-Afghani, nom de guerre of an Afghan veteran and a former smuggler. He became a symbol of the ’Afghans’ and fundamentalism in Algeria until he was captured after an attack on a police station at al-Gummar in southeastern Algeria in November 1992. That triggered a wider war, pitting the fundamentalists against the Algerian army. A subsequent leader was Sid Ahmed Mourad, alias Jaafar el-Afghani, who had also fought in Afghanistan. However, he was killed by security forces in March 1994 after succeeding Abdelhak Layada; the latter was arrested in Morocco in June 1993 and extradited to Algeria where he remains in detention (Bruce, 1. April 1995)
 

In einer Analyse bezeichnet Jean-Louis Bruguière, Ausbildner und Koordinator der Antiterrorismus-Abteilung im Pariser Palais de justice, die GIA und die Takfir Wal Hijra als zwei antagonistische Gruppen, die aber in Europa logistische Verbindungen geschaffen hätten:

 
“The analysis of the situation has been made all the more difficult since the operational schemes observed in Algeria were not, in some cases, pertinent any more for Europe. In such a way, one has been able to observe in France, but also in Switzerland and in Italy, the existence of logistic ties between the «G.I.A.» and the "Takfir Wal Hijra" ("Anathema and Exile"), two organizations which are, however, strongly antagonistic, and also with other components of the Algerian Islamic nebula. Takfir Wal Hijra, set up as a secret society, often defined as a sect, the members of which are subjected to the practices of dissimulation and secrecy, was practically unknown until 1994. It was to appear in the light, and its dangerous nature sprang up on the occasion of another large-scale operation triggered in France in November 1994 and June 1995 over a vast clandestine network, mainly implanted, at that time, in the Paris region, with connections in Marseilles, in southern France, and also in other European countries, as a more recent investigation confirmed. Led by Mohamed Chalabi, an individual more notorious for his association with thugs than for his ties with Islamism, this well organized terrorist structure had activities encompassing providing shelter to fighters affiliated to the Takfir after their deportation out of Algeria, the falsification of official documentation and trafficking in weapons and explosives. It was in direct connection with Emir M’Ahmed who in 1992 had federated all of the components of the Takfir in Algeria. Mohamed Chalabi, a cousin of Nouredine Sediki, co-founder of the movement, had put all of his know-how in banditism to the service of his assignment. Besides, he had set up operational ties with members of the "G.I.A." living in France, among others Mohamed Kerrouche, close to Redouane Abou Bassir, number 2 of the "G.I.A." and to Rachid Ramda, involved in the bombing campaign in 1995, who is being subjected to an extradition procedure. Likewise, faithful to the Takfir doctrine which legitimizes acts of mobster-like violence, assassination and appropriation of apostates’ properties, the Chalabi network highlighted the complex ties susceptible of emerging between gangsterism and terrorist activity, and also with other Islamic organizations, notably the "G.I.A.". (Bruguière, September 2001, S. 4)
 

In einem Artikel der Agence France Presse vom 24. Juli 1998 wird Takfir Wall Hijra als “Algerian Armed Islamic Group (GIA)” bezeichnet:

 
“Four suspected members of the Algerian Armed Islamic Group (GIA) Takfir Wall Hijra were on Wednesday (22 July) placed under investigation for "criminal association in connection with a terrorist undertaking" and remanded in custody by the Paris investigating magistrate Jean-Francois Ricard, it was learned from a judicial source on Friday (24 July).” (AFP, 24. Juli 1998)
 

Agence France Presse berichtet im Dezember 1998, dass sich 100 Mitgliedern der Takfir wa Hidjra den algerischen Behörden ergeben hätten:

 
“Demain L’Algerie reports that around 100 armed Islamists from the Takfir wa Hidjra (Redemption and Exile) Battalion have surrendered to the authorities in the regions of Tipaza, Chlef and Ain Defla in western Algeria.” (AFP, 13. Dezember 1998)
 

Ansaservice erwähnt im Oktober 2000 eine Verbindung zwischen Takfir und dem algerischen Geheimdienst:

 
“The Takfir organization was identified in France in early 1998 thanks to the disclosures of a "turncoat" who revealed that the group was allegedly in contact also with the Algerian Government’s secret services.” (ANSA, 18. Oktober 2000)
 

Le Monde berichtet am 5. Oktober 2001 von einer Gerichtsverhandlung in Frankreich gegen 24 algerische mutmaßliche Mitglieder der Bewegung Takfir, die sich Usama Bin Ladins Bewegung 1999 angeschlossen hätte:

 
“Imprisoned for over two years, the 40-year-old electrical engineer is accused, like the 23 other prisoners, of criminal association "in relation to a terrorist enterprise," which specialized in trafficking weapons, cars, and forged papers for the GIA (Armed Islamic Group) in Algeria. Aged from 29 to 50, all of them Algerian or of Algerian origin, the 24 prisoners are also suspected of membership of Takfir, the Islamist extremist movement, which joined the internationalist movement of Usama Bin Ladin in 1999.” (Le Monde, 5. Oktober 2001)
 

Einzelheiten zur GIA werden auch in einer Anfragebeantwortung des Immigration and Refugee Board, Ottawa (IRB) vom 24. Juli 2000 genannt. (wird mitgeschickt)

 

Militärdienst und Passausstellung

 

Im jüngsten US State Department Country Report on Human Rights Practices zu Algerien vom Februar 2004 wird erwähnt, dass von Ausnahmen abgesehen wehrpflichtige Männer das Land nicht verlassen dürften. Dieselbe Information fand sich auch im Bericht von 2001:

 
“The Government also does not permit young men who are eligible for the draft and who have not yet completed their military service to leave the country if they do not have special authorization; such authorization may be granted to students and to those individuals with special family circumstances.” (USDOS, 23. Februar 2001 und 25. Februar 2004, Sek. 2.d.)
 

Laut Angaben im Bericht des UK Home Office können wehrpflichtige Männer das Land nicht legal verlassen, es gebe aber Ausnahmen:

 
“Algerians who want to obtain a passport or an identity card have to submit a document attesting that they have been registered for national service or granted a deferment or exemption. [8n] [8ag] [11] [20] Young Algerians who are liable for military service cannot leave the country before fulfilling their military obligations, although special permission may be granted to students and people in exceptional family circumstances. [8n] [8ag] [11] [12] However, an Algerian consular official stated in April 2002 that not having regularised one’s position is not in itself an obstacle to renewing an Algerian passport.” (UK Home Office, Oktober 2003, Par. 5.83)
 

Im Bericht des UK Home Office wird das Canadian Immigration and Refugee Board zitiert, wonach ein zur Musterung nicht erscheinender Mann das Land nicht legal verlassen könne und auch keinen Pass erhalte:

 
“If he fails to present himself after the first call-up letter, the person is sent two reminders (not clear within what period of time). If he still does not respond, his file is passed to a military tribunal, which will usually issue a ’notice of search’ (“avis de recherche”). This remains outstanding until such time as the person comes forward to appear for a hearing before a military tribunal. Once an “avis de recherche” has been issued, a person cannot legally leave Algeria. [8ar] He cannot obtain a passport, extend his old one and cannot obtain any official document from the Algerian authorities.” (UK Home Office, Oktober 2003, Par. 5.53)
 

Weitere Details zur algerischen Militärgesetzgebung sind in einem Bericht der Sektion Schweiz von Amnesty International vom Juli 1998, veröffentlicht von algeria-watch unter http://www.algeria-watch.de/mrv/mrvrap/milges.htm zu finden.

 

Quellen:

 

Al-Takfir wa-l Hijra

   

Militärdienst und Passausstellung