TÜRKEI
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- Hinweis: Die Informationen in diesem Themenpapier werden seit November 2008 nicht mehr aktualisiert. Das Themenpapier bleibt bis auf weiteres zu Archivzwecken online.
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Weiterhin Fälle ausgesetzter Verfahren und Urteile für Folter und Misshandlung durch Polizei [ID 14437]
"Durch das am 11. Januar in Kraft getretene Reformpaket wurde die Möglichkeit ausgeschlossen, gegen Polizisten wegen Folter und Misshandlung verhängte Freiheitsstrafen in Bewährungs- oder Geldstrafen umzuwandeln. Das neue Gesetz wurde allerdings nicht rückwirkend angewandt, was zur Folge hat, dass Gerichtsverfahren und Strafen nach wie vor ausgesetzt wurden – in einigen Fällen auf der Grundlage früherer Gesetze.
Am 18. Februar wurde der Prozess gegen den als »Schlauch« bekannten Polizeiinspektor Süleyman Ulusoy unter Berufung auf ein im Dezember 2000 verabschiedetes »Amnestiegesetz« (Gesetz Nr. 4616 über die bedingte Aussetzung von Gerichtsverfahren und Urteilen für Straftaten, die vor April 1999 begangen worden sind) ausgesetzt. Das Fernsehen hatte im Jahr 2000 einen Videofilm ausgestrahlt, der ihn dabei zeigte, wie er in der Polizeizentrale Beyoglu in Istanbul mit einem Schlauch auf Transvestiten einschlug. Süleyman Ulusoy befand sich weiterhin im aktiven Polizeidienst in Istanbul.
Im Juni wurde gegen zwei Polizeibeamte wegen der Misshandlung von Veli Kaya, einem Studenten, der am 6. November 2002 an einer Demonstration teilgenommen hatte, eine sechsmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung verhängt. Im Fernsehen war zu sehen gewesen, wie Veli Kaya aus einem Lagerhaus in der Nähe der Filiale der Seker Bank in Ankara gerettet wurde. Dort war er von Polizisten geschlagen worden. Der Fall wurde an den Obersten Gerichtshof weitergeleitet.
Durch die Reformen vom 11. Januar wurde außerdem eine Bestimmung abgeschafft, die vorgesehen hatte, dass die Einleitung von Ermittlungen zur Aufklärung von Vorwürfen über polizeiliche Folterungen und Misshandlungen der vorherigen Genehmigung eines leitenden Polizeibeamten bedarf. Diese Reform wurde allerdings in einigen Fällen ignoriert.
Am 25. Mai wurden Ali Ulvi Uludogan und sein Bruder Ilhan Uludogan in Haft genommen, weil sie im Bezirk Kulu in der Provinz Konya über eine rote Ampel gefahren waren. Sie sollen auf der Polizeistation Kulu geschlagen, getreten und verbalen sexuellen Belästigungen ausgesetzt worden sein. Am 8. August entschied der kaymakam von Kulu, ein lokaler Staatsbediensteter, keine Untersuchung der von den beiden erhobenen Folter- und Misshandlungsvorwürfe zuzulassen. Damit verstieß er gegen die Reformgesetze vom 11. Januar.
Mit dem Reformpaket vom 7. August wurde Gerichtsverfahren zur Ahndung von Folterungen und Misshandlungen Priorität eingeräumt. Gemessen an der Zahl der gegen Angehörige der Sicherheitskräfte wegen Folterungen und Misshandlungen erstatteten Anzeigen blieb die Verurteilungsquote allerdings weiterhin extrem niedrig.
Das Gerichtsverfahren gegen Polizeibeamte, die angeklagt waren, Fatma Deniz Polattas und die 16 Jahre alte N. C. S. auf der Polizeiwache in Iskenderun im März 1999 gefoltert zu haben, wurde wiederholt verschoben, da nach wie vor Gutachten des Rechtsmedizinischen Instituts über die von den Frauen erlittenen Folterungen ausstanden.
In einigen Fällen wurden Schritte eingeleitet, die für Menschenrechtsverletzungen Verantwortlichen vor Gericht zu bringen.
Am 4. April bestätigte das Berufungsgericht im Fall der »Jugendlichen von Manisa« in letzter Instanz die gegen zehn Polizeibeamte verhängten Freiheitsstrafen in Höhe von fünf bis elf Jahren. Die Polizisten waren für schuldig befunden worden, 16 Jugendliche im Dezember 1995 gefoltert zu haben. Der Fall, über den in den Medien sehr viel berichtet worden war, hatte die Verjährungsfrist bereits überschritten. Weniger bekannte Fälle wären aus diesem Grund bereits eingestellt worden.
Am 22. September wurde Adil Serdar Saçan, der ehemalige Leiter der Istanbuler Abteilung für organisierte Kriminalität, Berichten zufolge vom Innenministerium aus dem Polizeidienst entlassen, weil er Folterungen unter seiner Amtsführung ignoriert hatte. Die Anklageschrift des Staatsanwalts enthielt auch Fälle, in denen er persönlich gefoltert hatte. Seine Entfernung aus dem Polizeidienst war eine wegweisende Entscheidung."
CIREA-Delegation des Vereinigten Königreichs: Strafrechtliche Verfolgung von Sicherheitskräften wegen Folter oder sexueller Übergriffe durch Gesetz zur Verfolgung von Staatsbediensteten (1999) erschwert [ID 14450]
"Police officers who resorted to ill-treatment and torture were rarely brought before justice. Furthermore, the 1999 law on the prosecution of civil servants and other public employees gave the local governor the power to block the prosecutions of security force members for torture, sexual assault, and unlawful killings. In contrast, victims were often charged with insulting the police, security forces or the army. The December 2000 amnesty law allowed the suspension of investigations and trials against officers accused of ill-treatment. It appeared that for this reason most perpetrators who faced criminal proceedings were charged with ill-treatment and not with torture, as the amnesty law did not cover those sentenced for torture."
28.05.2008 - Quelle: Amnesty International
Straflosigkeit für Menschenrechtsverletzungen durch Angehörige der Exekutive ("Jahresbericht 2008") [ID 23435]
"Investigations into human rights violations perpetrated by law enforcement officials remained flawed and there were insufficient prosecutions. Official human rights mechanisms remained ineffective. In June, parliament amended the Law on the Powers and Duties of the Police, giving police further powers to use lethal force by allowing them to shoot escaping suspects if they ignore a warning to stop.
- In April, all four police officers tried for killing Ahmet Kaymaz and his 12-year-old son Uður outside their home were acquitted. The officers said that the deaths were the result of an armed clash, but forensic reports showed that both victims had been shot at close range several times.
- The conviction was overturned of two military police officers and an informer found guilty of the 2005 bombing of a bookshop in the south-east town of Þemdinli in which one person was killed and others were injured. The retrial was heard by a military court. At the first hearing in December, the two military police officers were released to resume their duties.
- In November, 10 police officers were found not guilty of the torture of two women in Istanbul police custody in 2002. The two women, “Y” and “C”, reportedly suffered torture including beatings, being stripped naked and then sprayed with cold water from a high pressure hose, and attempted rape. The verdicts followed a new medical report requested by the defendants that did not show “definite evidence that the crime of torture had been committed”. "
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31.01.2008 - Quelle: Human Rights Watch
Straflosigkeit für Angehörige der Sicherheitskräfte ("World Report 2008") [ID 23473]
"Turkish courts are notoriously lenient towards members of the security forces who are charged with abuse or misconduct, contributing to impunity and the persistence of torture and the resort to lethal force. Many allegations of torture or killings in disputed circumstances never reach the courts and are not investigated. Some controversial court rulings in the first half of 2007 stand out. In May the Court of Cassation quashed the 39-year sentences of two gendarmerie intelligence officers for the November 2005 bombing of a bookshop in the southeastern town of Şemdinli that resulted in one death. This bombing was widely condemned by human rights groups in Turkey as evidence of a resort to lawlessness in the name of counterterrorism. Controversially the court ruled that the crime had been committed in the course of a counterterrorism operation and that the defendants should be retried in a military court. The decision is on appeal.
In April a court in Eskişehir acquitted four police officers for the killing of Ahmet and Uğur Kaymaz, in November 2004 in the southeast town of Kızıltepe. The court ignored substantial forensic evidence demonstrating that the father and son may have been the victims of a summary execution. The case is on appeal.
There was no progress in the investigation into the widespread allegations of police torture following arrests during violent protests in March 2006 in Diyarbakır, into the deaths of 10 demonstrators (eight shot dead) during the protests. "
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04.05.2006 - Quelle: BBC News
Verfahren gegen 2 Militärpolizisten wegen Angriffs gegen Geschäft eines Anhängers der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), bei dem eine Person getötet und eine verletzt worden war, beginnt; Beamte waren laut Staatsanwaltschaft Teil eines Exekutionskommandos ("Police on trial for Kurd attack") [ID 15696]
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12.04.2006 - Quelle: Reporters Sans Frontières
Journalist der linken Zeitung Devrimici Demokrasi (Revolutionäre Demokratie) von Ärzten für hirntot erklärt, nachdem er am 30. März 2006 in südöstlicher Stadt Diyarbakir von Polizei angeschossen wurde, die Feuer auf Demonstranten eröffnete ("Journalist brain-dead from gunshot wound received when police fired on demonstrators") [#49312], [ID 15600]
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08.03.2006 - Quelle: US Department of State
Extralegale Tötungen durch die türkische Polizei ("Country Report on Human Rights Practices 2005") [#46152], [ID 14424]
"At year's end there was no result in the DNA analysis of the remains of 11 persons discovered near the town of Kulp, Diyarbakir Province, in late 2004. Local residents said they believed the remains were those of 11 persons who disappeared after being detained by police in 1993.
The trial of four police officers charged with the November 2004 unlawful killing of Ahmet Kaymaz and his son Ugur was ongoing at year's end. The four defendants reportedly returned to duty and were assigned to different provinces.
Proceedings continued in the trial of three police officers charged in connection with the shooting of Siar Perincek in Adana in May 2004.
In October a Hakkari court convicted Jandarma official Murat Sener of using excessive force in the 2004 killing of Fevzi Can. The court sentenced Sener to a 16-month prison term but postponed the sentence. The ruling was under appeal at year's end.
According to the government, four persons died while in police custody through November: three deaths were recorded as suicides and one as a homicide. Authorities were investigating the deaths at year's end.
According to the HRF, landmines and unattended explosives killed 19 civilians and injured 49 during the year. Both security forces and the PKK used landmines.
According to the government, 34 civilians, 100 members of the security forces, and 160 terrorists were killed in armed clashes during the year through November. Most of the clashes occurred in the southeast."
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06.03.2006 - Quelle: Human Rights Watch
Türkei nimmt durch Beitritt eines Protokolls zum Anti-Folter-Pakt der UN an Programm teil, das nationalen und internationalen Beobachtern den Zugang zu Polizeistationen garantiert; Empfehlungen zur Umsetzung des Programms ("Turkey: First Steps Toward Independent Monitoring of Police Stations and Gendarmeries") [#45789], [ID 14425]
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OSC_30800_0_.txt
15.02.2006 - Quelle: Reporters Sans Frontières
Reporterin Aliye Cetinkaya von der Tageszeitung Sabah während Demonstration gegen Mohammed-Karikaturen in der europäischen Presse tätlich angegriffen; Polizei schreitet nicht ein ("Police fail to stop attack on female journalist during anti-cartoons demonstration") [#44501], [ID 14426]
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18.11.2005 - Quelle: Human Rights Watch
Innerhalb des letzten Jahres ging Polizei wiederholt mit unangemessener und tödlicher Gewalt gegen unbewaffnete Demonstranten vor; Regierung unternahm bislang keine Schritte, sie zu bestrafen ("Turkey: Police Killings Follow Attack on Bookstore") [#39856], [ID 14427]
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10.2005 - Quelle: UK Border Agency (Home Office)
Polizei ("Country Report - October 2005") [#40563], [ID 14428]
"5.94 The USSD 2004 reported: “The Turkish National Police (TNP), under Interior Ministry control, are responsible for security in large urban areas…There were allegations of police corruption.” [5c] (Section 1d)
5.95 The Netherlands Ministry of Foreign Affairs 2002 reported that “The sphere of operation of the police, coming under the Ministry of the interior, is confined to urban areas. For all cases involving political offences, with or without violence, each local police force has a special anti-terrorist section (Terörle Mücadele Şubesi). There are also mobile units, known in Turkish as Çevik Kuvvet (flying squad), to deal with demonstrations and disturbances of public order.” [2a] (p20)
5.96 The USSD 2004 also reported that “The TNP and Jandarma were effective and received specialized training in a number of areas, including human rights and counter-terrorism. Both police and Jandarma received human rights training.” [5c] (Section 1d)"
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22.04.2005 - Quelle: Amnesty International
Freispruch für vier Polizeibeamte vom Vorwurf der Vergewaltigung und Folter von zwei Frauen, die im März 1999 als angebliche PKK-Mitglieder festgenommen worden waren; Gerichtsverfahren gegen die Beamten wurde verschleppt, belastende Gutachten als unzureichend verworfen ("Justice denied to tortured teenage girls") [#31511], [ID 14430]
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21.04.2005 - Quelle: Amnesty International
Anklage gegen Polizisten, die der Folter und Vergewaltigung zweier inhaftierter Jugendlicher beschuldigt werden, könnte aufgrund wiederholter Verzögerungen des Gerichtsverfahrens fallen gelassen werden ("Protecting the torturers?") [#31484], [ID 14431]
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10.03.2005 - Quelle: BBC News
Istanbul: Demonstration zum Weltfrauentag von der Polizei gewaltsam aufgelöst ("MEPs slam 'brutal' Turkish police") [#30021], [ID 14429]
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15.02.2005 - Quelle: Amnesty International
Provinz Tünceli: Rechtsanwalt Hüseyin Aygün von Angehörigen der Gendarmerie bedroht; er vertritt u.a. die Angehörigen von sieben seit September 2004 "verschwundenen" Personen ("UA 36/05") [#29079], [ID 14432]
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16.11.2004 - Quelle: Amnesty International
Durch milde Strafen für Polizeibeamte, die 1999 den Gewerkschafter Süleyman Yeter zu Tode gefoltert hatten, werden die Bemühungen der Regierung zur Bekämpfung der Folter durch die Justiz unterlaufen ("Insufficient and inadequate -- judicial remedies against torturers and killers") [#27038], [ID 14433]
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06.10.2004 - Quelle: Europäische Kommission
Bekämpfung der Straflosigkeit ("Regelmäßiger Bericht 2004 über die Fortschritte der Türkei auf dem Weg zum Beitritt") [#26161], [ID 14434]
"Was die Bekämpfung der Straflosigkeit betrifft, so wurden offiziellen Statistiken zufolge von den 2454 im Jahr 2003 im Zusammenhang mit Vorwürfen der Folter oder Misshandlung angeklagten Vollzugsbeamten 1357 freigesprochen und von den 854 verurteilten Angeklagten 138 inhaftiert. Im Februar 2004 erließ das Innenministerium ein Rundschreiben, mit dem die Präsenz der Angeklagten an Verfahren wegen Folter oder Misshandlung sichergestellt werden soll. In einigen Fällen gelang es den Angeklagten, sich mehrere Jahre lang einem Verfahren zu entziehen und so die Fristen für ihre Fälle verstreichen zu lassen. Nach wie vor herrscht die Sorge, dass die Staatsanwaltschaft trotz der Reformen Ermittlungen wegen Foltervorwürfen gegen Staatsbeamte nicht immer unverzüglich und angemessen führt.
Im Juli 2004 hob das Kassationsgericht ein Urteil gegen vier Polizeibeamte auf, die 2002 der Folter für schuldig befunden und zu Gefängnisstrafen verurteilt worden waren, und begründete dies damit, dass die Strafe (11 Monate und 20 Tage auf Bewährung) die Schwere der Straftat nicht angemessen widerspiegele. Auf diese Entscheidung hin wurde das Verfahren gegen diese Polizeibeamten erneut aufgenommen."
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07.07.2004 - Quelle: World Organisation Against Torture
Frauen besonders gefährdet Opfer sexueller Folter zu werden ("Violence Against Women - 10 reports - year 2003") [#24621], [ID 14435]
"Women in Turkey are particularly at risk of being subjected to sexual torture. Forms of torture inflicted upon women include electro-shocks to the genitals, standing for long periods of time, being forced to strip and stand naked in front of male guards, forced virginity tests, beatings targeting the genitals and breasts, use of high-pressure water hoses, and sexual abuse including rape and threats of rape. Moreover, threats of rape are often compounded by police taunts that rape will deprive women of their virginity and their honour.
These kinds of torture and ill-treatment of women are part of the broader context of widespread and systematic use of torture or other cruel, inhuman or degrading treatment or punishment by the police and gendarmes in Turkey. [...]"
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Turkey
07.07.2004 - Quelle: World Organisation Against Torture
Straffreiheit für ernste Menschenrechtsvergehen weiter ernstes Problem ("Violence Against Women - 10 reports - year 2003") [#24621], [ID 14436]
"Impunity for serious human rights abuses including torture and illtreatment remains a grave problem in Turkey. In an effort to address this problem the Turkish legislature, on 2 December 1999, reformed the Law on Accountability of Civil Servants and other Public Employees.
The old law dating back to the Ottoman period was designed to provide certain immunities to civil servants acting in their official capacity by granting local administrative boards, appointed by provincial governors, the authority to decide whether to prosecute a member of the security forces. The present law unfortunately does not go far enough in curbing impunity and according to UN and Council of Europe experts it continues to perpetuate the “institutional impunity extended to security forces or public employees in cases of crimes committed in connection with their duties.” [...]"
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Introduction and Contents
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Turkey
19.05.2004 - Quelle: Amnesty International
Diyarbakir: Zwölfjährige und ihre Familie von Unbekannten bedroht, nachdem sie eine Beschwerde wegen Misshandlung durch die Polizei eingereicht hatte ("UA 177/04") [#22579], [ID 14438]
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28.04.2004 - Quelle: Human Rights Watch
Unzureichende Umsetzung der Gesetzesreformen; seit Verabschiedung des neuen Gesetzes über öffentliche Versammlungen im Juni 2003 Auflösung von 105 friedlichen Versammlungen und Verhaftung von über 1800 Teilnehmern ("Turkey: Curbs on Assembly Undermine EU Bid") [#21659], [ID 14439]
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30.03.2004 - Quelle: Reporters Sans Frontières
9 Journalisten, die über die Unterdrückung von Protesten gegen Betrug in den Regionalwahlen im südöstlichen Diyarbakir berichteten, von Polizei verprügelt ("Police brutally beat nine journalists") [#20886], [ID 14440]
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25.02.2004 - Quelle: US Department of State
Untersuchung, rechtliche Verfolgung und Bestrafung von Sicherheitskräften für Folter selten ("Country Reports on Human Rights Practices - 2003") [#19741], [ID 14441]
"The investigation, prosecution, and punishment of members of the security forces for torture or other mistreatment was rare, and accused officers usually remained on duty pending a decision, which could take years [...]"
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07.11.2003 - Quelle: International Helsinki Federation for Human Rights
Report focused on torture and inhuman and degrading treatment or punishment in selected Osce states ("Torture and Inhuman or Degrading Treatment or Punishment") [#17377], [ID 14442]
"Women held in custody -- especially if they are of Kurdish origin -- are frequently subjected to rape and other sexual abuse. As Turkish law does not define penetration with objects other than a penis as rape, such practices are carried out with impunity. Another common practice is to strip a victim naked during interrogation, or to subject a woman to sexual violence in the presence of her husband or other family members in order to force the family member to confess. [...]
The January 2003 “harmonization package” included provisions preventing Turkish courts from suspending the prison sentences of those convicted of inflicting torture. The parliament also approved measures stipulating that these prison sentences could no longer be commuted to fines. The amendments incorporated measures obliging the judiciary to hear the statements of defendants and detainees before they reach a verdict on the case before them, as well as provisions detailing that, upon entering and leaving prison, defendants and detainees should be subject to medical examinations about which reports must then be written.
Despite the formal measures taken to prevent torture and ill-treatment, the climate of impunity remains. Prosecutors are reluctant to file charges against alleged torturers, and many torturers who “have not been found” are able to continue their police careers. The burden of proof lies on the victims, and the slow pace of judicial proceedings easily ends up in unresolved cases due to the statute of limitations.
• A case against ten police officers accused of torturing 16 juveniles in detention in Manisa started in 1996, but due to the non-appearance of defendants at the trials, and because the lawyers of some of the defendants withdrew from the trial, the progress was very slow. Only in April 2003, three months before the statute of limitation would have expired the proceedings, the Court of Cassation confirmed the prison sentences given to the police officers. The prison terms ranged from five years to ten year and ten months."
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16.10.2002 - Quelle: BBC News
7 Jahre nach der Festnahme von 15 Jugendlichen wegen Plakatierens politischer Poster in Manisa wurden die Polizisten, die diese folterten, zu Gefängnisstrafen verurteilt ("Turkish policemen jailed for torture") [#9158], [ID 14443]
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09.10.2002 - Quelle: Europäische Kommission
European Commission: Das dritte Reformpaket vom August 2002 enthielt unter anderem eine Änderung des Gesetzes über Aufgaben und Befugnisse der Polizei ("Regelmäßiger Bericht 2002 über die Fortschritte der Türkei auf dem Weg zum Beitritt") [#10217], [ID 14444]
"Das dritte Reformpaket vom August 2002 enthielt unter anderem eine Änderung des Gesetzes über Aufgaben und Befugnisse der Polizei. Mithin wurde die Ermessensbefugnis der Polizei eingeschränkt, wodurch Schutz vor möglichen Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei gewährt werden soll. Dies wurde im September durch eine Änderung der Verordnung über Festnahme, Polizeigewahrsam und Verhör von 1998 bestätigt. Nach wie vor ist jedoch ein Entscheid des Generalstaatsanwalts erforderlich, bevor die Angehörigen einer festgenommenen Person über die Festnahme informiert werden können. Inhaftierten, die unter die Zuständigkeit der Staatssicherheitsgerichte fallen, wird weiterhin das Recht auf kostenlosen Rechtsbeistand und Anwesenheit eines Anwalts bei der Aufnahme der Aussage verwehrt. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, an Gefangenen in Anwesenheit der Polizei medizinische Untersuchungen vorzunehmen.
Die Änderung des Gesetzes über Aufgaben und Befugnisse der Polizei berechtigte die Polizei auch zur Schließung von Internetcafés und anderen Orten mit öffentlichem Internetzugang."
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09.10.2002 - Quelle: Europäische Kommission
European Commission: Straffreiheit ("Regelmäßiger Bericht 2002 über die Fortschritte der Türkei auf dem Weg zum Beitritt") [#10217], [ID 14445]
"Bei Verurteilungen wegen Folter oder Misshandlung fällt das Strafmaß oft gering aus und wird häufig in Geldstrafen umgewandelt oder ausgesetzt. Für die strafrechtliche Verfolgung von Angehörigen des öffentlichen Dienstes ist die Zustimmung der betreffenden Behörde erforderlich. So wurde ausführlich darüber berichtet, dass Ermittlungen gegen Polizeibeamte in Diyarbakir, die der Folter an Hasan Irmak beschuldigt worden waren, trotz Nachweis der Folter durch gerichtsmedizinische Gutachten unterblieben.
Gerichtsverfahren werden verlängert, so dass sie häufig nicht abgeschlossen werden, da sie die gesetzliche Verjährungsfrist überschreiten. Eine derartige Verlängerung kann auch dazu führen, dass Urteile nicht innerhalb kurzer Fristen vollstreckt werden oder die Prozesse übermäßig lang geraten. Ein Beispiel dafür ist das Verfahren gegen zehn Polizeibeamte, die der Folter an 16 jungen Menschen in Manisa (Westanatolien) beschuldigt wurden. Das Verfahren wurde 1996 eröffnet, doch wurden bis heute keine Fortschritte erzielt, da die Beklagten nicht vor Gericht erschienen und sich die Anwälte einiger Beklagter aus dem Prozess zurückzogen. Die gesetzliche Verjährungsfrist für diesen Fall läuft im Juni 2003 ab.
In einem weiteren Fall, der 1996 aufgenommen wurde, blieb das Urteil aus. Hier waren fünf Polizeibeamte beschuldigt worden, Frau Gülderen Baran gefoltert zu haben. Wie bereits erwähnt wurde, verabschiedete das Ministerkomitee des Europarats im Juli eine Zwischenresolution über die Umsetzung von etwa 40 zwischen 1996 und 2002 ergangenen Urteilen des EGMR durch die Türkei. Diese Urteile betrafen Verstöße der türkischen Sicherheitskräfte gegen die EMRK. Das Komitee erinnerte daran, dass die Bekämpfung des Terrorismus in vollem Einklang mit den Menschenrechten stehen sollte.
Zwar begrüßte das Komitee die jüngsten Bemühungen der Türkei bei der Verabschiedung von Reformen, doch äußerte es seine Besorgnis angesichts der anhaltenden Meldungen über Folter und Misshandlung und unterstrich die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen. Die Türkei wurde dazu aufgerufen, die Aus- und Fortbildung der Polizei und der Gendarmerie weiter zu verbessern und bei Menschenrechtsverletzungen wirksame Sanktionen mit abschreckender Wirkung zu ergreifen.
Infolge einer im zweiten Reformpaket beschlossenen Änderung von Artikel 13 des Gesetzes über Beamte im öffentlichen Dienst müssen Beamte, die der Folter oder Misshandlung für schuldig befunden werden, für die vom EGMR festgesetzte Entschädigungszahlung selbst aufkommen. Ob diese Maßnahme abschreckende Wirkung entfaltet, bleibt abzuwarten."
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15.04.2002 - Quelle: Rat der Europäischen Union
Niederländische CIREA-Delegation: Einsatzgebiet der Polizei ist auf Städte beschränkt ("Note from the Netherlands delegation to CIREA: Official general report on Turkey, January 2002" Rf. 7838/02") [#7991], [ID 14446]
"The sphere of operation of the police, coming under the Ministry of the Interior, is confined to urban areas. For all cases involving political offences, with or without violence, each local police has a special anti-terror section (Terörle Mücadele Subesi). There are also mobile units, known in Turkish as Çevik Kuvvet (flying squad), to deal with demonstrations and disturbances of public order."
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14.12.2001 - Quelle: Amnesty International
Bericht über Folter, Einschüchterungen und das Problem der Straffreiheit in der Türkei ("Combatting impunity: the role of effective documentation of torture") [#5059], [ID 14448]
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08.11.2001 - Quelle: Amnesty International
Bericht über weitverbreitete Folter und das Problem der Straffreiheit ("Turkey: An end to torture and impunity is overdue!") [#4578], [ID 14449]
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