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CHECHNYA (RF)

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06.09.2006 - Source: Freedom House

Union activity almost non-existent due to devastation of economy and widespread unemployment ("The Worst of the Worst: The World's Most Repressive Societies 2006") [ID 17260]

"Some charitable nongovernmental organizations working on humanitarian, cultural, and social issues are allowed to operate, but they are under increasing Russian government criticism and pressure. Human rights groups, particularly those that deal with sensitive issues such as torture and other forms of abuse by police and the security services, have been subjected to increasing scrutiny by the authorities. In April, the authorities initiated proceedings to close down the Nizhniy Novgorod–based Russian-Chechen Friendship Society, a humanitarian organization involved in increasing mutual understanding between Russians and Chechens and monitoring human rights abuses in the republic. In the past, the society had been subjected to harassment by the authorities, including break-ins, confiscation of equipment, and the beating of activists. Union activity is almost non-existent due to the devastation of the republic’s economy and widespread unemployment."

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31.01.2006 - Source: ReliefWeb

Chechnya's unemployment level at 80% according to Chechen Department of Labor ("The crisis in Chechnya and the Northern Caucasus at a glance - 31 Jan 2006 (International Rescue Committee)") [#43304][ID 15915]

"According to the Chechen Department of Labor's figures, the unemployment rate in Chechnya stands at 80%. UN OCHA estimates the unemployment rate of Chechens displaced in Ingushetia as 90%. The UN Transitional Workplan for 2006 acknowledges that poverty levels across the region are much higher than the Russian average -- a recent study by ICRC found that rural areas were especially badly hit -- for example, two thirds of the rural population of Dagestan lives below the poverty line. The WHO estimates the infant mortality rate for Chechnya and Ingushetia at twice the average for the Russian Federation as a whole."

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31.01.2006 - Source: ReliefWeb

Corruption and organized crime are pervasive problems, an estimated 26% of Northern Caucasus' economic activity in organized crime sector ("The crisis in Chechnya and the Northern Caucasus at a glance - 31 Jan 2006 (International Rescue Committee)") [#43304][ID 15916]

"Russian authorities themselves - including President Putin - have highlighted corruption as a pervasive problem in public life in the Northern Caucasus. Governmental, social and commercial life remain hobbled by graft, bribery, kidnapping, extortion and other criminal activity. Basic public services -- such as health -- which are supposed to be free are in fact rendered inaccessible to poor households because bribes and 'private' fees are required. Governments throughout the region are widely perceived to be corrupt and unresponsive. Reports by the Russian government's own envoy to the region estimate that 26% of the Northern Caucasus' economic activity is in the organized crime sector (twice the Russian average)."

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07.11.2005 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

Chechen economy still in ruins ("Tschetschenien: Update: Entwicklungen in Tschetschenien, Inguschetien, Dagestan und anderen Teilen der Russischen Föderation") [#38928][ID 15917]

"Die Wirtschaft liegt immer noch in Trümmern, obwohl Tschetschenien über qualitativ hochstehendes Erdöl verfügt. Die meisten zerstörten Städte und Dörfer sind noch nicht wieder aufgebaut. Landwirtschaft und Viehzucht sind wie erwähnt wegen der unzähligen Minen vielerorts unmöglich. Die Arbeitslosigkeit hat mit geschätzten 80 Prozent ein horrendes Ausmass erreicht. Viele Menschen sind auf Sozialhilfe angewiesen. Diese werden zwar wieder regelmässig ausgezahlt, sie sind jedoch seit Längerem nicht mehr der Teuerung angepasst worden und deshalb viel zu tief.44 Überleben können folglich viele Menschen nur dank Tauschhandel und illegaler Ölproduktion – und all dies obwohl die Regierung in Moskau beträchtliche Summen für den Wiederaufbau zur Verfügung stellt. Ein grosser Teil dieses Geldes verlässt allerdings Moskau gar nie oder «versickert» in Tschetschenien.45"

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07.11.2005 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

Big part of Chechen population lives in great poverty, miserable economic situation has effects on family structures ("Tschetschenien: Update: Entwicklungen in Tschetschenien, Inguschetien, Dagestan und anderen Teilen der Russischen Föderation") [#38928][ID 15918]

"Sozioökonomisch präsentiert sich die Lage in allen Republiken des nördlichen Kaukasus ähnlich: Korruption, Klientelismus und Unterschlagung von Staatseigentum haben sich seit dem Ende der Sowjetunion ausgebreitet. Die Jugend hat keinerlei Perspektiven und die Arbeitslosigkeit ist allgegenwärtig – sie beträgt beispielsweise in Dagestan offiziell 32 Prozent.89 Es gibt praktisch keine funktionierenden Unternehmen mehr. Der Grossteil der Bevölkerung lebt in unvorstellbarer Armut und kann nur überleben dank dem kleinen Gärtchen hinter dem Haus, dank Kleinhandel und dank Renten und Zuwendungen von Verwandten ausserhalb des Kaukasus. Gut geht es nur denjenigen, die Beziehungen zu Behörden haben. Diese wiederum leben von Beiträgen aus dem Bundesbudget, vom Handel mit Öl und Kaviar und von Schutzgeldern.90 Die miserable Wirtschaftslage führt vielerorts auch zum Zerfall von Familien und Clanbanden sowie der moralischen Werte. So gehören Prostituierte, Bettler und Obdachlose erst seit ein paar Jahren zum Strassenbild der nordkaukasischen Städte. Zudem breiten sich Drogenproduktion und -schmuggel aus.91 Viele Jugendliche schlittern vor diesem Hintergrund mangels Perspektiven in die Kriminalität. Ein Teil von ihnen lässt sich zudem ideologisch radikalisieren.92 Der Kreml ist sich all dieser Probleme grundsätzlich bewusst. Dies geht aus einem Bericht des Sonderbevollmächtigten Präsident Putins für den Kaukasus, Dmitri Kosak, von Mitte 2005 klar hervor. Demzufolge drohen beispielsweise Dagestan ethnische Konflikte, islamischer Extremismus und schliesslich das Auseinanderbrechen der Republik, wenn die Probleme nicht zügig angegangen würden.93"

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08.2005 - Source: Freedom House

Ransoms from kidnapping and illegal oil trade lucrative business; many residents sell products on the market, those who have found work are mostly employed by local police, Chechen administration, oil and construction sectors ("Freedom in the World 2005") [#41619][ID 15919]

"Widespread corruption and the economic devastation caused by the war severely limit equality of opportunity. Ransoms obtained from kidnapping and the lucrative illegal oil trade provide money for Chechens and members of the Russian military. Much of the republic's infrastructure and housing remains damaged or destroyed after years of war, with reconstruction funds widely believed to have been substantially misappropriated by corrupt local authorities. In the capital city of Grozny, the long-term conflict has devastated civilian life, with more than 60 percent of all buildings completely destroyed. Much of the population ekes out a living selling produce or other goods at local markets. Residents who have found work are employed mostly by the local police, the Chechen administration, or the oil and construction sectors, or at small enterprises, including cafes."

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24.05.2004 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

Economic situation broken down; one third of agricultural land devastated and 80% of the livestock lost ("Tschetschenien und die tschetschenische Bevölkerung in der Russischen Föderation ") [#23046][ID 15920]

"“Nach zehn Jahren Krieg ist die tschetschenische Wirtschaft am Boden. Ein Drittel des kultivierbaren Landes ist völlig zerstört und rund 80 Prozent des Viehbestandes verloren.15 Das hat besonders fatale Auswirkungen angesichts der Tatsache, dass rund zwei Drittel der Bevölkerung Tschetscheniens auf dem Land leben.16 Die Familienwirtschaft hat sich grundsätzlich gewandelt: war sie vor dem Krieg kollektiv organisiert, geplant und auf die Landwirtschaft ausgerichtet, so hat sie sich mittlerweile dem Krieg angepasst. Kleinhandel und Baugewerbe haben sich hauptsächlich rund um die Militärbasen entwickelt. Transport- und folglich auch Lebensmittelkosten sind enorm gestiegen, wegen der zahllosen Strassensperren, an denen Wegrechte bezahlt werden müssen. Um sich das Überleben zu sichern, verkaufen die Menschen ihre letzten Habseligkeiten.17 Die russische Regierung verspricht zwar immer wieder Geld für den Wiederaufbau, doch bislang hat die notleidende Bevölkerung davon wenig gespürt. Ein Grossteil der Gelder versickert bereits in Moskau oder dann in der tschetschenischen Verwaltung. 18 Die Verantwortlichen sind sich zudem oft nicht einig, ob hauptsächlich alte beschädigte Industrie wieder belebt oder ob das meiste neu aufgebaut werden solle. Auf jeden Fall wären in der ehemals industrialisierten Republik nach wie vor zahlreiche gut qualifizierte Arbeitskräfte vorhanden, wie das Institute for War and Peace Reporting (IWPR) Ende November 2003 berichtet. Erst ein gutes Dutzend Unternehmen, welche unterschiedlichste Produkte vom Traktor bis zum Schlüpfschuh herstellen, funktionieren auf dem Gebiet der Republik und bieten gut 300 Menschen Arbeit. Die Direktionen dieser Firmen halten sich jedoch meist ausserhalb Tschetscheniens auf, was Kommunikation und Produktion kompliziert und verteuert.19 Tschetscheniens Wirtschaft ist traditionell mit dem Erdöl verbunden. Zwar verfügt die Kaukasus-Republik nicht über riesige Reserven, doch das Öl das in Tschetschenien gefördert wird, ist von hochstehender Qualität und kann nach wie vor lukrativ verkauft werden. In Grosny stand eine der grössten Raffinerien der Sowjetunion, welche heute grösstenteils zerstört ist. Ölförderung im grossen Stil betreiben in Tschetschenien heute nur noch das russische Unternehmen Rosneft und dessen lokale Tochter Grosneftegas. Vom Gewinn dieser Unternehmen fliesst jedoch nur ein ganz kleiner Teil in die Republik, und wenn, dann nicht in den Wiederaufbau der lokalen Ölinfrastruktur. Präsident Kadyrow hatte denn auch versucht, eine eigene Ölförderfirma aufzubauen, was ihm aber in Moskau mächtige Feinde verschafft hat20 und bei seiner Ermordung eine Rolle gespielt haben könnte. Trotzdem lebt in Tschetschenien nach wie vor ein grosser Teil der Bevölkerung vom Erdöl. Da die Ölreserven an gewissen Orten nur rund 15 Meter unter dem Boden liegen, werden sie vielerorts von Privaten mit primitivsten Mitteln angezapft. Das selbstgebrannte Benzin wird dann auf dem Schwarzmarkt verkauft, wo die russischen Sicherheitskräfte offenbar gute Kunden sind.21 Es gibt ganze Gebiete mit illegalen Ölspeichern und -raffinerien, mit katastrophalen Folgen für die Gesundheit der dort oft ungeschützt arbeitenden Menschen und für die Umwelt.22”"

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24.05.2004 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

Between 60 and 95% of the active Chechen population are unemployed ("Tschetschenien und die tschetschenische Bevölkerung in der Russischen Föderation ") [#23046][ID 15921]

"Die hohe Arbeitslosigkeit überrascht unter den beschriebenen Umständen kaum. Genaue und klar definierte Zahlen sind schwierig zu erhalten. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) schätzte im Jahr 2002, dass rund 60 Prozent der aktiven Bevölkerung arbeitslos seien,72 neuere Berichte gehen sogar von bis zu 95 Prozent aus. Die offiziellen, absoluten Zahlen sind schwierig einzuordnen, weil die Gesamtbevölkerung nicht genau beziffert werden kann: Sie zeigen jedoch ein markantes Wachstum von 33'000 Arbeitslosen im Jahr 2001 auf rund 300'000 im Jahr 2003.73 Gemäss Angaben des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) leben rund ein Drittel der Bevölkerung – das UNHCR geht von einer Gesamtbevölkerung von rund 600'000 Menschen aus – in absoluter Armut. In 71 Prozent der Haushalte hat laut der gleichen Quelle kein Familienmitglied eine Arbeitsstelle und gut die Hälfte aller Haushalte sind verschuldet.74 Die Situation der Arbeitslosen wird zusätzlich verschärft dadurch, dass die meisten Waren in Tschetschenien mittlerweile nur noch zu westlichen Preisen erhältlich sind. Viele Haushalte leben nur noch von den Kindergeldern und den Renten, die seit einiger Zeit wieder mehr oder weniger regelmässig ausbezahlt werden. Auch Menschen mit Verwandten oder guten Bekannten in Flüchtlingslagern können sich glücklich schätzen, denn so erhalten sie gelegentlich einen Teil der dort verteilten Lebensmittelspenden. Eine grosse Bürde tragen in Tschetschenien die Frauen. Viele sind verwitwet und müssen Kinder und Verwandte durchbringen. Die wenigen Männer im wehrfähigen Alter verstecken sich, fliehen oder werden getötet. Die Kinder sind traumatisiert.75 Immer öfter sterben Frauen wegen Stress an einem Herzschlag.76"

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06.11.2003 - Source: ReliefWeb

Chechnya: registered unemployment increased from 190,000 in 2002 to almost 300,000 in 2003 ("Registered unemployment increasing in Chechnya (Prague Watchdog)") [#17625][ID 15922]

"According to official figures, there were 33,000 people out of work in 2001 and 190,000 in 2002, but this year the number has jumped to almost 300,000. Mukayev states there is a lack of vacancies in the local labor market that has resulted in many people receiving unemployment benefits. "The jobless circle is widening each day with college and vocational school graduates unable to find jobs. Meanwhile, no new ones are being created in Chechen agriculture or industry." "We tried easing the unemployment situation by inviting them to perform public works such as cleaning up the environment and working part-time in factories," he added. However, he stressed that these are only temporary measures that by no means solve the overall problem. "Fundamental changes are necessary, particularly in reconstructing the devastated Chechen economy.""

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