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TURKEY

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11.04.2006 - Source: Immigration and Refugee Board of Canada

Response on procedures followed by Turkish authorities when a person evades conscription, including the type of documents issued, offices involved and measures taken against evaders; whether draft evaders are permitted to leave the country if they have not reported to the relevant government authority for military service (September 2003 - April 2006) ("Procedures followed by Turkish government authorities when a person evades conscription, including the type of documents issued, offices involved and measures taken against evaders; whether draft evaders are permitted to leave the country if they have not reported to the relevant government authority for military service (September 2003 - April 2006) [TUR100754.E]") [ID 15596]

Document(s): Open document

06.11.2003 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

Groups at risk (e.g. members of opposition parties, human rights activists, certain groups of women); inadequate implementation of political reforms (German) ("Asylsuchende aus der Türkei - Position der SFH") [#17802][ID 14002]

"Einer asylrelevanten Verfolgung können insbesondere Personen unterliegen, für die es aufgrund der mangelnden Umsetzung der Reformen im Menschenrechtsbereich, vor allem aber aufgrund des landesweiten Einflusses der unabhängig von der Reformpolitik agierenden Sicherheitsdienste samt deren informellen Netzwerken keine sichere interne Fluchtalternative gibt. [...]

1.12 Refraktäre und Deserteure

Personen, die sich dem Militärdienst entziehen, müssen mit landesweiter Fahndung durch staatliche Sicherheitskräfte und einem Passverbot rechnen. Refraktäre bzw. Deserteure, besonders jene, die sich im Ausland politisch betätigt haben oder einer besonders aktiven und einschlägig bekannten Familie angehören, müssen bei Verhaftung mit Misshandlungen und einer Verurteilung mit nicht klar definiertem Strafmass rechnen.

Der Militärdienst in der Türkei ist an und für sich äusserst streng und von einem absolut respektlosen Klima geprägt. Schläge, Erniedrigungen und andere Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung. Besonders von diesen Menschenrechtsverletzungen betroffen sind neben Zeugen Jehovas vor allem Kurden und Christen, die der türkischen Sprache nicht kundig sind und klar als Nichttürken erkannt werden können, aber auch Personen, die in der Vergangenheit wegen ihrer pro-kurdischen Haltung aufgefallen sind, unter ihnen ehemalige Refraktäre und Deserteure.

Wer sich dem Militärdienst über Jahre hinweg entzieht, muss mit seiner Ausbürgerung rechnen. Auch wenn davon betroffene Personen die Ausbürgerung rückgängig machen können, wenn sie sich auf der türkischen Botschaft wieder zum Militärdienst melden, ist den Gründen der Verweigerung des Militärdienstes Rechnung zu tragen."

Document(s): Open document