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TURKEY

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10.2005 - Source: UK Home Office

Report on the Democratic Society Movement DTH ("Country Report - October 2005") [#40563][ID 13677]

"6.248 As reported on the website of the Office of the Prime Minister of Turkey Directorate General of Press and Information on 27 December 2004 (quoting the Turkish Daily News):

“A group of 14 activists, including four former Democracy Party (DEP) deputies Leyla Zana, Orhan Dogan, Selim Sadak and Hatip Dicle, held their first meeting in Diyarbakir this weekend to lay the groundwork to form a new political party. Dogan, reading from a 12-page manifesto outlining the new movement’s principles, said that they planned to found a new party called the Democratic Society Movement (DTH) that would campaign for policies based up on the will of the people. Dogan said, ‘For now, the DHT will limit itself to voicing its opinion on Turkey’s democratization and the Kurdish problem.’ He added that the DTH fully supported Turkey’s efforts to join the European Union.” [36g]

6.249 As noted in Policy Watch #940 of the Washington Institute for Near East Policy - Is the PKK Still a Threat to the United States and Turkey? dated 10 January 2005:

“‘Democratic Society Movement’: When the Kurdish nationalist Democratic Peoples Party (DEHAP) lost stronghold cities such as Bingol, Siirt, Van, Mus, and Agri in the March 28, 2004, local elections – a sign that PKK/Kongra-Gel’s appeal is in decline – Ocalan started the process of establishing a political party. On October 23 [2004] former Turkish parliament members from the Kurdish nationalist Peoples Democracy Party (HADEP), Leyla Zana, Orhan Dogan, and Hatip Dicle, declared the formation of the Democratic Society Movement. Communications between Ocalan and them, tracked by Turkish intelligence officers, as well as Ocalan’s press remarks on April 18, July 31, and October 23, reported in the Kurdish nationalist daily Özgür Politika, prove Ocalan’s role in this movement. It is also relevant that there is significant overlap between the demands of Kongra-Gel and the Democratic Society Movement, including joint emphasis on ‘constitutional recognition to all ethnic identities including Kurdish identity.’ The growing prominence of the Democratic Society Movement indicates that while previously Kurdish nationalist political parties, such as HADEP and DEHAP, were secondary to the PKK, now the political party is the main body of the organization, with the military wing working for its sake.” [42]"

Document(s): Open document

05.2005 - Source: Federal Office for the Protection of the Constitution (Germany)

Report on the situation of the "Devrimci Yol" in Germany and Turkey ("Türkische linksextremistische Organisationen in Deutschland") [#37412][ID 13678]

"Historie

Daten und Fakten Im Jahr 1970 gründete Mahir Cayan in der Türkei die „Türkische Volksbefreiungspartei“ (THKP) sowie die „Türkische Volksbefreiungsfront“ (THKC), die sich bereits ein Jahr später zur „Türkischen Volksbefreiungspar-tei/-front“ (THKP/C) zusammenschlossen. Nach dem Tode Cayans 1972 zerfiel die THKP/C in mehrere Gruppierungen, aus denen sich die Organisation „Devrimci Yol“ („Revolutionärer Weg“) sowie die 1983 vom Bundesminister des Innern verbotene „Devrimci Sol“ („Revolutionäre Linke“, vgl. Ziff. 1.1) entwickelten. Die Organisation „Devrimci Yol“ galt in den 1970er Jahren in der Türkei wegen ihrer terroristischen Aktivitäten als die gefährlichste Extremistengruppe. Nach dem dritten Militärputsch in der Türkei am 12. September 1980 er- Emblem der „Devrimci Yol“ höhte sich der Fahndungsdruck auf linksextremistische Organisationen und führte zur weitgehenden Zerschlagung der „Devrimci Yol“. Seit Jahren ist die Gruppe in der Türkei nicht mehr terroristisch tätig, erinnert aber auf ihrer Internetseite weiterhin an ihre Vergangenheit.

In Deutschland trat die Organisation „Devrimci Yol“ seit 1984 vornehmlich unter der Bezeichnung „Devrimci Isci“ („Revolutionäre Arbeiter“) auf. In den 1980er Jahren – noch mitgliederstark und aktiv – war die Organisation mit zahlreichen Ortsvereinen im Bundesgebiet vertreten. Seit 1993/1994 zerfiel sie jedoch infolge von Inaktivität und Führungsschwäche ihrer Funktionäre. Zurzeit verfügt sie in Deutschland nur noch über wenige Mitglieder.

Ideologische Orientierung

Agitation und Aktion Die Zielsetzung der „Devrimci Yol“ und ihre antiimperialistische Ausrichtung lassen sich nur noch selten aus einigen spärlichen Veröffentlichungen erschließen. In dem von der Gruppierung im Internet genutzten Sprachrohr „Turkey Information“ heißt es zu den Themen Irak-Krieg und Imperialismus:

„Die Besatzungsmächte, die mit ihren modernsten Waffen, aber mit mittelalterlichen Methoden und Unrecht Irak besetzt haben, sind mit ihren räuberischen ... Handlungen dabei, allen Völkern der Welt zu beweisen, was der Imperialismus bedeutet. ... Die Besatzer im Irak sind ein Symbol der Weltherrscher ... Das irakische Volk, dessen materielle und kulturelle Identität durch Bomben zerstört ... wurde, stellt für die Weltvölker ein Symbol dar. Jeder, der mit Imperialismus eine Rechnung zu begleichen hat, solidarisiert sich mit den Widerstandskämpfen im Irak. Die abhängigen Länder werden von USA wie deren Armee gesteuert, um neue Israels zu schaffen ... Imperialismus ist weder ewig noch mächtig ... Die Herrscher sind eine Minderheit. Wir sind die Mehrheit. Wir sind das Volk und stärker als der Imperialismus.“

Die wenigen Mitglieder der „Devrimci Yol“/“Devrimci Isci“ fallen weder durch Gewalttaten noch durch sonstige Aktivitäten in der Öffentlichkeit auf. Eine Ausnahme bildete der Trauermarsch für den im Februar 2002 verstorbenen langjährigen Generalsekretär der Organisation Ibrahim Sevimli. An dem Trauermarsch in Hannover nahmen etwa 650 Personen teil.

Fazit

Die Bedeutung der „Devrimci Yol“/„Devrimci Isci“ ist derzeit unter dem Aspekt einer Sicherheitsgefährdung der Bundesrepublik Deutschland als gering einzustufen. Gewalt als Mittel der Politik wird seit vielen Jahren von der Organisation weder propagiert noch praktiziert. Auch sind in jüngster Zeit keine nennenswerten politischen Aktivitäten bekannt geworden."

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04.08.2004 - Source: Amnesty International

3 men detained and reportedly tortured on suspicion of aiding the Kurdistan People's Congress (Kongra-Gel) ("Turkey - UA 240/04") [#24470][ID 13679]

"Three men have been detained and reportedly tortured in Siirt, southeast Turkey. Police have reportedly threatened their lawyer at gunpoint when he tried to visit them, and followed him in the street. Amnesty International believes the lawyer's life may be in danger.

Police detained Abdullah Gündogdu, Tahsin Atak and Ihsan Gülmek in the Pervari district of Siirt province on 30 July, reportedly on suspicion of aiding and abetting an armed organization, the Kurdistan People's Congress (Kongra-Gel), which was formerly known as the Kurdistan Workers' Party (PKK). [...]"

Document(s): Open document
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09.02.2004 - Source: Amnesty International

Risk of torture still high for members of MLKP (Marxist Leninist Communist Party); diplomatic assurances are not sufficient to rule out such risks (expert opinion, in German) ("Stellungnahme vom 9.2.2004 an Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe") [#21253][ID 13680]

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06.11.2003 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

Groups at risk (e.g. members of opposition parties, human rights activists, certain groups of women); inadequate implementation of political reforms (German) ("Asylsuchende aus der Türkei - Position der SFH") [#17802][ID 13681]

"Einer asylrelevanten Verfolgung können insbesondere Personen unterliegen, für die es aufgrund der mangelnden Umsetzung der Reformen im Menschenrechtsbereich, vor allem aber aufgrund des landesweiten Einflusses der unabhängig von der Reformpolitik agierenden Sicherheitsdienste samt deren informellen Netzwerken keine sichere interne Fluchtalternative gibt. [...]

1.2 Mitglieder und AnhängerInnen legaler Oppositionsparteien

1.2.1 Mitglieder der HAK-PAR

Führende und besonders aktive Mitglieder der HAK-PAR (Partei für Grundrechte und Freiheiten) müssen trotz legalem Parteistatus mit Repressionen bis hin zu Haftstrafen und Misshandlungen rechnen.

1.2.2 Mitglieder und Personen aus dem Umfeld der EMEP

Führende und besonders aktive Mitglieder der EMEP (Partei der Arbeit), sowie Personen aus dem Umfeld der EMEP müssen trotz legalem Parteistatus mit Repressionen und Strafverfahren rechnen, die mit Schikanen und andauernden Repressionen verbunden sind.

1.2.3 Aktive Mitglieder anderer Oppositionsparteien

Aktive Angehörige anderer Oppositionsparteien (vor allem ÖDP – Partei für Freiheit und Solidarität; TSIP – Türkische Sozialistische Arbeiterpartei) werden trotz legaler Existenz immer wieder verhaftet und angeklagt, wenn sie sich für politisch besonders sensible Anliegen wie die Kurdenfrage oder die Entsendung türkischer Truppen in den Irak einsetzen.

1.3 Mitglieder und AnhängerInnen illegaler Oppositionsparteien

Führende und aktive Mitglieder sowie AnhängerInnen illegaler Oppositionsparteien (KADEK [Kurdischer Freiheits- und Demokratiekongress], DHKC [Revolutionäre Volksbefreiungsfront], TKP/ML-TIKKO [Türkisch Kommunistische Partei/Marxistisch- Leninistisch–Befreiungsarmee der ArbeiterInnen und Bauern/Bäuerinnen der Türkei, militärischer Flügel [Maoisten]], MLKP [Marxistisch-leninistische Kommunistische Partei]) werden des Versuchs angeklagt, die verfassungsrechtliche Ordnung des Staates umstürzen und eine neue Staatsordnung begründen zu wollen. Je nach Funktion können Haftstrafen zwischen fünf und mehr als fünfzehn Jahren verhängt werden. Verhafteten Personen drohen systematische Repressionen bis hin zu Folter. [...]

1.5 ExilaktivistInnen

ExilaktivistInnen, die im Ausland von der türkischen Regierung überwacht werden und in die Türkei einreisen, müssen mit Verhaftungen rechnen. Zu prüfen ist, ob ausschliesslich subjektive Nachfluchtgründe vorliegen. [...]

1.10 Familienmitglieder von Angehörigen illegaler Oppositionsparteien

Reflexverfolgung ist in der Türkei nach wie vor an der Tagesordnung. Von Reflexverfolgung betroffen sind vor allem nahe Familienmitglieder von Angehörigen der: - PKK (Kurdische Arbeiter Partei) / neu: KADEK (Freiheit und Demokratie Kongress Kurdistans); - THKC (Volksbefreiungsfront der Türkei); - TIKKO-AktivistInnen (Befreiungsarmee der ArbeiterInnen und Bauern der Türkei); - MLKP (Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei). Das weitere familiäre Umfeld sowie die Herkunft aus einem Dorf, das in der Vergangenheit einschlägig bekannt geworden ist, kann das Reflexverfolgungsrisiko erhöhen. Familienangehörige, die sich mit Todesstreikenden, Verschwundenen usw. solidarisieren, riskieren ebenfalls staatliche Verfolgung in Form von Schikanen, Anklagen bis hin zu Folterungen."

Document(s): Open document

03.11.2003 - Source: Amnesty International

Activities of the communist TDKP (Türkiye Devrimci Komünist Partisi, youth organization GKB) between 1986 and 1996; party was dissolved in the second half of the nineties; persecution of members of EMEP (Emegin Partisi) ("Stellungnahme vom 3.11.2003 an VG Hamburg - 2 VG A 2404/96 -") [#19527][ID 13682]

Document(s): Open document

21.06.2003 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

Reflexverfolgung von nahen Familienangehörigenvon PKK-, THKC-, TIKKO-AktivistInnen ("Zur aktuellen Situation - Juni 2003 ") [#14557][ID 13683]

"Reflexverfolgung ist in der Türkei nach wie vor an der Tagesordnung. Davon betroffen sind vor allem nahe Familienangehörige von PKK-, THKC-, TIKKO-AktivistInnen sowie nahe Fa-milienangehörige von AktivitstInnen anderer illegaler Organisationen wie der MLKP.
Das weitere familiäre Umfeld sowie die Herkunft aus einem Dorf, das in der Vergangenheit einschlägig bekannt geworden ist, kann das Reflexverfolgungsrisiko erhöhen.
Familienangehörige, die sich mit Todesstreikenden, Verschwundenen usw. solidarisieren, riskieren ebenfalls staatliche Verfolgung, zumindest in Form von Schikanen. Viele dieser Familienmitglieder sind aber auch Folterungen ausgesetzt und selbst angeklagt worden.
Ganz kritisch ist die Situation derjenigen Familienangehörigen, die sich an den Europäi-schen Menschenrechtsgerichtshof gewendet und den Türkischen Staat für das Verschwin-den oder den Tod ihrer Ehemänner/Söhne usw. verantwortlich machen. Zahlreiche dieser Familie wurden unter Todesdrohungen zum Rückzug ihrer Klagen angehalten und viele mussten die Türkei verlassen, weil sie dort keine Lebenssicherheit mehr hatten. Auch Zeu-gen in solchen Verfahren sind regelmässig massiven Drohungen ausgesetzt"

Document(s): Open document

21.06.2003 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

Führende und besonders aktive Mitglieder der EMEP dürften in Zukunft aufgrund der Wahlkoalition mit der HADEP einem noch grösseren Repressionsrisiko ausgesetzt sein ("Zur aktuellen Situation - Juni 2003 ") [#14557][ID 13684]

"Führende und besonders aktive Mitglieder der EMEP dürften in Zukunft aufgrund der Wahl-koalition mit der HADEP einem noch grösseren Repressionsrisiko ausgesetzt sein, weil sich die Partei unmissverständlich mit der kurdischen Sache solidarisiert hat. Bereits zuvor ist es immer wieder zu Verfahren gegen besonders aktive Mitglieder der Partei gekommen, wel-che wegen Verteilens von Flugblättern, Aufhängen von Plakaten usw. angeklagt worden sind. Die Verfahren führen vielfach zu einem Freispruch, doch die mit diesen Verfahren ver-bundenen Schikanen sind gross. Die EMEP agiert oft im Umfeld von Fabriken, wo sie ver-sucht, die ArbeiterInnenschaft zu mobilisieren, was regelmässig dazu führt, dass die in die-se Aktionen involvierten Personen von der Fabrikverwaltung bei der Polizei denunziert wer-den. Danach erfolgen Verhaftung und Anklage. Dieses Vorgehen zeigt einmal mehr, dass die Gesetze zwar geändert haben, die Mentalität der Polizei und der Unternehmer jedoch mit diesen Änderungen nicht haben Schritt halten können und dass viele noch nicht erfasst haben, was das Recht auf freie Meinungsäusserung bedeutet"

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21.06.2003 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

AnhängerInnen illegaler Parteien werden des Versuchs angeklagt, die verfassungrechtliche Ordnung des Staates umstürzen und eine neue Staatsordnung begründen zu wollen ("Zur aktuellen Situation - Juni 2003 ") [#14557][ID 13685]

"AnhängerInnen illegaler Parteien werden des Versuchs angeklagt, die verfassungrechtliche Ordnung des Staates umstürzen und eine neue Staatsordnung begründen zu wollen. Je nach Funktion werden sie aufgrund von Art. 168 TStGB (führende Kräfte) oder Art. 169 TStGB (Anhänger) verurteilt. Führende Mitglieder der KADEK werden aufgrund von Art. 125 TStGB verurteilt. Milizionäre und SympathisantInnen aufgrund von Art. 169 TStGB."

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21.06.2003 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

Immer wieder Verhaftungen und Verfahren gegenüber Angehörigen anderer Oppositionsparteien wie zum Beispiel der ÖDP und TSIP ("Zur aktuellen Situation - Juni 2003 ") [#14557][ID 13686]

"Es kommt immer wieder zu Verhaftungen und Verfahren gegenüber Angehörigen anderer Oppositionsparteien wie zum Beispiel der ÖDP, TSIP usw. Diese stehen in der Regel im Zusammenhang mit Aktionen betreffend die Situation in den Gefängnissen und eher selten mit einem Engagement zu Gunsten der Kurdensache. Führende Mitglieder dieser Parteien sind angeklagt worden, mit ihren Protestveranstaltungen bewaffnete Banden unterstützt zu haben.
Im Vorfeld der Wahlen wurden Klagen laut, wonach Mitglieder von marxistisch-leninistischen Parteien daran gehindert wurden, ihre Wahlplakate aufzuhängen. Während der Kam-pagne wurden KandidatInnen der linken Oppositionsparteien im Fernsehen und am Radio nicht die gleichen Rechte eingeräumt wie den übrigen Parteien."

Document(s): Open document