INDIA
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08.2002 - Source: European Reintegration Networking
Background information on India (including procedures for entrance, supply and care, health, education, work opportunies,...) ("Background information on India (including procedures for entrance, supply and care, health, education, work opportunies,...)") [#28646], [ID 6241]
"[...]Die Regionalparteien spielen, vor allem seit dem Niedergang des Congress, eine immer wichtigere Rolle, auch auf Bundesebene als Koalitionspartner in der Nationaldemokratischen Allianz. Auf der Ebene der Unionsstaaten haben sie vielfach der BJP durch Bündnisse mit ihr an die Macht geholfen.
Im Süden beherrschen die sogenannten dravidischen Parteien, Dravida Munnetra Kazhagam (DMK), und die All-India Anna Dravida Munnetra Kazhagam (AIADMK) die politische Szene, wobei letztere sich 1972 von der ersten abspaltete. Den ideologischen Hintergrund für diese Parteien bildete die dravidische Nationalbewegung, die sich gegen die Vorherrschaft des durch das Kastenwesen stark geprägte und von Brahmanen dominierten Nordens wandte. Die Forderung nach einem eigenem Staat wurde jedoch in den 60ger Jahren fallengelassen.
Die DMK war die erste regionale Partei, die den Congress ablöste und die Regierung eines Unionsstaates stellte (1967). 1977 wurde sie wiederum von der AIADMK abgelöst. Seitdem hat abwechselnd mal die DMK, mal die AIADMK die Macht im Staat Tamil Nadu. Auch auf zentraler Ebene spielen diese Parteien eine wichtige Rolle. Die AIADMK mit ihrer Vorsitzenden Selvi J. Jayalalitha war Teil der Regierungskoalition 1998, entzog jedoch ein Jahr später dem Premierminister A.B.Vajpayee das Vertrauen und löste damit Neuwahlen aus. Seit dem Herbst 1999 ist nun die DMK Teil der Nationdemokratischen Allianz.
Gemeinsam ist beiden Parteien, dass sie eine Stärkung des Föderalismus fordern, und dass sie Hindi als Nationalsprache ablehnen.
[...]"
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