INDIA
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Source:
Indian Elections: Party Profiles: Indian National Congress [ID 6226]
Document(s):
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22.05.2006 - Source: Guardian
Five die as Islamists attack anniversary rally ("Five die as Islamists attack anniversary rally") [ID 15478]
Document(s):
Open document
12.05.2006 - Source: Guardian
Sonia Gandhi and left win polls but Congress suffers ("Sonia Gandhi and left win polls but Congress suffers") [ID 15455]
Document(s):
Open document
08.2002 - Source: European Reintegration Networking
Background information on India (including procedures for entrance, supply and care, health, education, work opportunies,...) ("Background information on India (including procedures for entrance, supply and care, health, education, work opportunies,...)") [#28646], [ID 6227]
"[...]Der Indian National Congress (INC) ist die älteste Partei Indiens und diejenige, die die politische Szene lange konkurrenzlos dominiert hat. In den ersten 30 Jahren nach der Unabhängigkeit war sie ununterbrochen an der Macht, und bis 1967 stellte sie in allen Staaten (außer zweien) – meist alleine oder aber in Koalitionen – die Regierung. Der Erfolg der Partei war neben ihrer Beteiligung am Kampf für die Unabhängigkeit Indiens u. a. auf ihre organisatorische Stärke zurückzuführen. Durch die Einbeziehung von lokalen Führungspersönlichkeiten in die Partei konnte sie ihre Präsenz bis zur Dorfebene landesweit ausbauen. Der INC ist eng mit den Familienmitgliedern von J. Nehru, seiner Tochter Indira Gandhi, deren Söhne Rajiv und Sanjeev verbunden und es wird häufig von einer Familiendynastie gesprochen. Seit 1998 ist die Witwe des ermordeten Rajiv Gandhi, Sonia Gandhi, Präsidentin der Partei. Heute hat der Congress jedoch seine Vormachtstellung verloren und ist eine Partei unter vielen.
Geprägt hat diese Partei u.a. den Begriff des indischen Säkularismus, der hier vor allem als religiöser Minderheitenschutz verstanden wird. Ein Teil ihrer Anhänger rekrutiert sich dementsprechend aus den religiösen Minderheiten, insbesondere den Muslimen. Mit ihrer Politik der "positiven Diskriminierung", nach der den Kastenlosen und Stammesangehörigen (scheduled castes und scheduled tribes, siehe Kapitel über Bevölkerung), in den Universitäten, den Staatsbetrieben und in der Staatsverwaltung Ausbildungs- und Arbeitsplätze reserviert werden, erhielten sie für viele Jahre die Stimmen dieser Wählergruppen.
Anhänger dieser Partei waren traditionell aber auch in höhere Gesellschaftsschichten zu finden: sowohl Großbauern und gebildete Ober- und Mittelschicht gehörten bis Ende der 80ger Jahren zu den Stammwählern.
Programmatisch steht der Congress heute für eine Dezentralisierung und die Stärkung der Kommunalverwaltung. In der Wirtschaftlich soll die Liberalisierungspolitik fortgeführt werden und die Landwirtschaft modernisiert werden. Sie befürworten die Einführung einer Frauenquote im Parlament und möchten eine Bildungsoffensive starten. Schließlich verstehen sie sich weiterhin als säkulare Kraft und wollen die Sonderrechte für religiöse Minderheiten (Abschnitt über Religionen) aufrechterhalten. [..]"
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