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ARMENIA

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2007 - Source: CIA - The World Factbook

Population data ("CIA World Factbook - Armenia") [ID 2751]

"Population:
2,971,650 (July 2007 est.)
Age structure:
0-14 years: 19.5% (male 307,610/female 271,381)
15-64 years: 69.3% (male 962,126/female 1,098,192)
65 years and over: 11.2% (male 132,705/female 199,636) (2007 est.)
Median age:
total: 30.8 years
male: 28.1 years
female: 33.6 years (2007 est.)
Population growth rate:
-0.129% (2007 est.)
Birth rate:
12.34 births/1,000 population (2007 est.)
Death rate:
8.29 deaths/1,000 population (2007 est.)
Net migration rate:
-5.34 migrant(s)/1,000 population (2007 est.)
Sex ratio:
at birth: 1.16 male(s)/female
under 15 years: 1.133 male(s)/female
15-64 years: 0.876 male(s)/female
65 years and over: 0.665 male(s)/female
total population: 0.894 male(s)/female (2007 est.)
Infant mortality rate:
total: 21.69 deaths/1,000 live births
male: 26.69 deaths/1,000 live births
female: 15.91 deaths/1,000 live births (2007 est.)
Life expectancy at birth:
total population: 72.12 years
male: 68.52 years
female: 76.29 years (2007 est.)
Total fertility rate:
1.34 children born/woman (2007 est.)
HIV/AIDS - adult prevalence rate:
0.1% (2003 est.)
HIV/AIDS - people living with HIV/AIDS:
2,600 (2003 est.)
HIV/AIDS - deaths:
less than 200 (2003 est.)
Nationality:
noun: Armenian(s)
adjective: Armenian
Ethnic groups:
Armenian 97.9%, Yezidi (Kurd) 1.3%, Russian 0.5%, other 0.3% (2001 census)
Religions:
Armenian Apostolic 94.7%, other Christian 4%, Yezidi (monotheist with elements of nature worship) 1.3%
Languages:
Armenian 97.7%, Yezidi 1%, Russian 0.9%, other 0.4% (2001 census)
Literacy:
definition: age 15 and over can read and write
total population: 99.4%
male: 99.7%
female: 99.2% (2001 census)"

Document(s): CIA World Factbook - Armenia

10.2002 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

Die erste Bevölkerungszählung erfolgte im Oktober 2001; erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit dieser Erhebung auch aus politischen Gründen ("Analysen und Hintergründe ") [#10328][ID 2753]

"Die erste Bevölkerungszählung nach der Selbstauflösung der UdSSR erfolgte im Oktober
2001, doch die endgültigen Ergebnisse sollen erst im Frühjahr 2003 veröffentlicht werden.
Es bestehen erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit dieser Erhebung, zum einen wegen
der methodischen Probleme, die sich aus der starken Migration zwischen Armenien und
dem Ausland ergeben, zum anderen, weil eine zu niedrigere Einwohnerzahl sich ungünstig
auf eine mögliche Wiederwahl des derzeitigen Präsidenten im März 2003 auswirken könnte.
Schätzungen der aktuellen Einwohnerzahl schwanken beträchtlich zwischen zwei bis 3,8
Millionen.
Die aserbeidschanische Energieblockade und der dadurch hervorgerufene vollständige Zusammenbruch
der armenischen Wirtschaft in der ersten Hälfte der 1990er Jahre haben einen
Massenexodus von Arbeitsemigranten und Sozialflüchtlingen ausgelöst, der nach amtlichen
Angaben in den Jahren 1992 bis 1995 450.000, nach der realistischeren Schätzung
des Flüchtlingshochkommissars der Vereinten Nationen eine Million Menschen umfasste;
zwei Drittel der Emigranten gehören zur Altersgruppe der 20 bis 44jährigen. 90 Prozent da-von suchten und fanden Arbeit in Russland, wohin Bürger Armeniens nach dem Abkommen
von Bischkek (1992) weiterhin visafrei einreisen können. Allerdings liegen die Arbeitsmöglichkeiten
für Armenier in Russland oft weit unter ihrer bisherigen beruflichen Qualifikation.
Nach Schätzung der armenisch-apostolischen Kirche in Russland stieg dort die Zahl der
Armenier seit 1988 sprunghaft um 1,63 Millionen, wobei 850.000 der Neuzugereisten aus
der Republik Armenien stammen sollen. Ob sie dauerhaft bleiben, hängt von der allgemeinen
und vor allem der sozioökonomischen Entwicklung Armeniens in den nächsten Jahren
ab.
Der Zuzug armenischer Flüchtlinge aus Aserbeidschan und Georgien bei gleichzeitiger
Flucht der aserbeidschanischen sowie muslimisch-kurdischen Minderheit aus Armenien verstärkten
den bereits seit den späten 1940er Jahren deutlichen Prozess zur Monoethnisierung
Armeniens: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sowjetarmenien mit Rücksicht auf seine
hohen Kriegsverluste gestattet, Auslandsarmenier zu "repatriieren".13 Während aber die
meisten Zugereisten aus der aussersowjetischen Diaspora nach einigen Jahren enttäuscht
wieder Sowjetarmenien verliessen, blieben jene aus der innersowjetischen Diaspora (Mittelasien,
Georgien, Aserbeidschan). Der Anteil der armenischen Titularnation an der Gesamtbevölkerung
stieg von 89,7 Prozent im Jahr 1989 auf 96 Prozent (1996) und dürfte gegenwärtig
bei 97 Prozent liegen. Armenien bildet mithin das extremste Beispiel für ethnische
Homogenisierungsprozesse in den ehemaligen Sowjetrepubliken."

Document(s): Open document

10.2002 - Source: Schweizerische Flüchtlingshilfe

Das strenge Staatsbürgerschaftsgesetz, das keine doppelte Staatsbürgerschaft akzeptiert, verhindet Einfluss des Auslandsarmeniertums auf die politischen Verhältnisse in Armenien ("Analysen und Hintergründe ") [#10328][ID 2754]

"Dass der Einfluss des Auslandsarmeniertums auf die politischen Verhältnisse in Armenien
gering bleibt, dafür sorgt das Staatsbürgerschaftsgesetz vom 16. November 1995. Im
Unterschied zu anderen Staaten mit einer weltweiten Diaspora - beispielsweise Irland oder
Israel - akzeptiert Armenien keine doppelte Staatsbürgerschaft. Es ist andererseits aber auf
die Spendenbereitschaft der Diaspora angewiesen. Diese hat angesichts undurchsichtiger
Handhabung vor allem der nach dem Erdbeben von 1988 nicht nur aus der Diaspora, sondern
weltweit Armenien zufliessenden Spenden stark abgenommen. Die "Hajastan Gesamtarmenische
Stiftung", an der der armenische Staat, die armenisch-apostolische Kirche sowie
Vertrauenspersonen aus der Diaspora beteiligt sind, soll den Spendenfluss wieder in
Schwung bringen. Von dieser Stiftung wurden beispielsweise jene 12 Millionen USD aufgebracht,
mit denen der Ausbau der Strassenverbindung zwischen Karabach und Armenien
bezahlt wurde. Etwa drei Viertel der Bevölkerung Armeniens hängen von Zuwendungen ihrer
Verwandten im Ausland ab. Nach Schätzung einer NGO in Armenien liegt die Summe
dieser Zuwendungen mit 400 Millionen USD über dem armenischen Staatshaushalt von 350
Millionen USD jährlich.
Wasgen Sargsjan regte in seiner kurzen Amtszeit als Regierungschef eine alle zwei Jahre in
Jerewan durchgeführte Konferenz von Vertretern der Diaspora und des Staates sowie der
Gesellschaft Armeniens an, bei der gesamtnationale Belange erörtert werden. Nach 70 Jahren der von den Sowjets erzwungenen Trennung von Diaspora und "Herkunftsland" erscheint
nun die Wiederannäherung der beiden Subethnien als wichtiges Ziel.
Berg-Karabach ist in der Staatsbürgerschaftsfrage einen anderen Weg gegangen. Es verleiht
Angehörigen seiner etwa eine halbe Million zählenden Diaspora auf Antrag die Staatsbürgerschaft
bei Aufrechterhaltung anderer Staatsbürgerschaften. Voraussetzung ist aber,
dass der Antragsteller oder zumindest ein Elternteil aus Karabach stammt. Personen, die
nicht karabachischer Herkunft sind, sich aber in Karabach niedergelassen und eine eigene
Existenz aufgebaut haben, können ebenfalls die karabachische Staatszugehörigkeit zusätzlich
zu anderen erwerben."

Document(s): Open document

01.12.2001 - Source: German-Armenian Society

General statistical data ("Zur Lage in Armenien (Stand: Dezember 2001)") [#17828][ID 2755]

"a) Geografische Daten: Armenien umfasst eine Fläche von rund 29 800 km². Innerhalb der Sowjetunion war Armenien damit die kleinste der 15 Unionsrepubliken und nahm nur 0,1% der Gesamtfläche der UdSSR ein. Armenien hat gemeinsame Grenzen mit Aserbaidschan (bzw. der zu Aserbaidschan gehörenden Exklave Nachitschewan), Georgien, der Türkei und Iran. Das Land ist sehr wasserarm und zu etwa 47% mit Gebirgen bedeckt. Die mittlere Höhe liegt bei etwa 1800 m über dem Meeresspiegel.

b) Einwohnerzahl: 3 803 000 (Stand: 1.1.2000). In dieser Zahl enthalten sind jedoch auch jene rund 700 000 Armenier, die während der letzten Jahre das Land zeitweilig oder auf Dauer verlassen haben. Etwas mehr als zwei Drittel der Bevölkerung lebt in den Städten Armeniens, der Rest auf dem Land.

c) Bevölkerungsdichte: 128 Einwohner pro km². Zum Vergleich: In der gesamten Sowjetunion betrug die durchschnittliche Bevölkerungsdichte 12,9 Einwohner pro km2.

d) Hauptstadt: Jerewan (1,2 Mio. Einwohner).

e) Ethnische Zusammensetzung: Nachdem nahezu alle Angehörigen der ehedem 170 000 zählenden aserischen Minderheit Armenien verlassen haben, ist der Anteil ethnischer Minderheiten an der Gesamtbevölkerung von 10,3% (Zensus von 1979) auf weniger als 5% zurückgegangen, zumal auch zahlreiche Angehörige anderer in Armenien vertretener Nationalitäten (Russen, Kurden, Jesiden, Ukrainer, Assyrer, Griechen, Juden und Deutsche) wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage ausgewandert sind. Die weitaus überwiegende Mehrheit der Armenier und Armenierinnen gehört der Armenisch-Apostolischen Kirche an.

f) Demografische Tendenzen: In den vergangenen Jahren war die Sterberate jeweils höher als die Geburtenrate, was einen Rückgang des natürlichen Bevölkerungswachstums zur Folge hatte. So reduzierte sich beispielsweise im Jahr 1999 das natürliche Wachstum der armenischen Bevölkerung um 22,8% im Vergleich zum Vorjahr. Diese Abnahme lag zum einen begründet im Rückgang der Geburtenrate um 7,1% und zum anderen in der Zunahme der Todesfälle um 3,8%. Im Jahr 2000 war die Geburtenrate weiterhin im Fallen begriffen. Nach Angaben einer Sprecherin des armenischen Justizministeriums wurden im Jahr 2000 34 517 Geburten registriert. Im Jahr zuvor waren es noch 36 244. Im Jahr 2000 wurden 24 177 Todesfälle (1999: 24 240) verzeichnet. Nach vorläufigen Zahlen aus dem Jahr 2001 hat sich der Rückgang des natürlichen Bevölkerungswachstums weiter fortgesetzt. So wurden allein im ersten Halbjahr 2001 rund 2000 weniger Geburten registriert als im selben Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt hat sich das natürliche Bevölkerungswachstum, also Geburtenrate abzüglich Sterberate (migrationsbedingte Veränderungen bleiben dabei unberücksichtigt) von 17,2% im Jahr 1980 über 12,1% im Jahr 1992 auf 3,3% im Jahr 1999 verringert. Auf 100 Frauen im gebärfähigen Alter (15 bis 49 Jahre) kommen derzeit 112 Geburten. Um das bestehende Generationenverhältnis zu halten, wären aber 215 Neugeborene pro 100 Frauen notwendig. Das Verhältnis der Lebendge- burten pro 1000 der Bevölkerung hat sich von 22,7 im Jahr 1980 über 15,8 im Jahr 1992 auf 9,6 im Jahr 1999 verringert.

g) Emigration: Neuere Zahlen zur Auswanderung waren dem Jahresbericht der staatlichen armenischen Statistikabteilung für das Jahr 1999 zu entnehmen, der erstmals Zahlen über die geschätzte Dimension der Emigration aus Armenien aufgenommen hatte. Demnach haben allein in den Jahren 1991 bis 1998 zwischen 760 000 und 780 000 Menschen Armenien verlassen. Besonders hoch war die Zahl der Ausreisen in den Jahren 1992 bis 1994. In diesem Zeitraum hatten 497 500 Personen das Land verlassen. Rund 75% der Emigranten gingen demnach nach Russland und 10% in andere GUS-Staaten. 60% der Emigranten sind männlichen Geschlechts. Nach einer Untersuchung über die Emigrationsursachen, die mit Hilfe des statistischen Dienstes der EU im Rahmen eines TACIS-Projekts angefertigt wurde, sind als Ursachen für die verstärkte Auswanderung vor allem das Fehlen von Arbeitsplätzen (33,8%), der niedrige Lebensstandard (18,7%), mangelnde Zukunftsaussichten für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes (6%), Familienzusammenführung (12,2%) sowie die schlechte moralische und psychologische Stimmung im Land (4,9%) anzusehen. Aufgrund der Tatsache, dass vor allem jüngere Menschen aus Armenien emigrieren, hat sich der Anteil der über 60-Jährigen an der armenischen armenischen Bevölkerung von 12% Ende der 80er Jahre auf nunmehr rund 20% erhöht. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der Eheschließungen um zwei Drittel und die Geburtenrate um mehr als die Hälfte reduziert. Präzisere Daten über die tatsächlich in Armenien lebende Bevölkerung sowie die Bevölkerungsstruktur sind von einer neuen Volkszählung zu erwarten, die vom 10. bis 20. Oktober 2001 unter Einsatz von rund 15 000 Regierungsangestellten durchgeführt wurde. Die letzte Volkszählung erfolgte im Jahr 1989 noch zu Sowjetzeiten. Der Kostenaufwand für die Volkszählung 2001 beläuft sich auf rund 1,7 Mio. $, die überwiegend von westlichen Geldgebern zur Verfügung gestellt wurden. Die ersten Ergebnisse des Zensus 2001 sollen voraussichtlich im Frühjahr 2002, die endgültigen Resultate jedoch erst im Laufe des Jahres 2003 veröffentlicht werden."

Document(s): Open document

03.1994 - Source: US Library of Congress

Armenia - A Country Study ("US Library of Congress: Armenia - A Country Study") [ID 2756]

"Population: By official 1994 estimate, population 3,521,517; in 1994 annual growth rate about 1.1 percent; 1991 population density 112.6 persons per square kilometer.

Ethnic Groups: In 1989 census, Armenians 93.7 percent, Azerbaijanis 2.6 percent, Kurds 1.7 percent, Russians 1.6 percent, and other 0.4 percent.

Languages: Official state language Armenian, spoken by 96 percent of population. Russian first language of 2 percent, second language for about 40 percent of population.

Religion: Approximately 94 percent of population belongs to Armenian Apostolic Church. Other religions include Russian Orthodox, Roman Catholic, Protestant denominations, and Islam.

Education and Literacy: Education compulsory through secondary school. Literacy estimated at 100 percent. In early 1990s, substantial changes, begun in previous centralized Soviet system, emphasized national heritage.

Health: Nominal continuation of Soviet-era guarantee of universal care, but health care system deteriorated under stress of independence and Nagorno-Karabakh conflict. Severe shortage of basic medical supplies in early 1990s, and many clinics and hospitals closed."

Document(s): US Library of Congress: Armenia - A Country Study